Social-Media-Marketing im professionellen Teamsport. Eine Literaturanalyse


Hausarbeit, 2017
26 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsabgrenzung und Literaturübersicht
2.1 Web 2.0 und Social Media
2.2 Social-Media-Marketing
2.3 Analysen der Social-Media-Literatur

3 Methode
3.1 Datenerhebung
3.2 Datenauswertung

4 Ergebnisse
4.1 Erkenntnisse relevanter Artikel
4.2 Analyse

5 Bewertung

6 Fazit und Diskussion

7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Nutzungsklassen und Anwendungsbeispiele der sozialen Medien. (Quelle: Kreutzer, 2014, S. 342, zitiert nach Kreutzer et al., 2015)

Abbildung 2: Einsatzgebiete von Social-Media-Marketing.(Quelle: Rauschnabel et al., 2012, S. 45)

Abbildung 3: Social-Media-Forschungsfelder im professionellen Teamsport.

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Liste relevanter Artikel mit verschiedenen Kategorisierungen.

1 Einleitung

Die Nutzung sozialer Medien gehört für viele Menschen in unserer Gesellschaft zum Alltag. Über Social Media können sich Nutzer mit Gleichgesinnten austauschen und über individuelle Interessensgebiete informieren. Gerade für Fans von Teamsportarten eignen sich Social-Media-Kanäle als Informationsmedium, zur Identifikation mit einem Team, aber auch zur Interaktion und Kommunikation über die eigenen Leidenschaften. Dass Teamsportarten beim sportlichen Informationsbedürfnis die höchste Relevanz aufweisen, belegte zuletzt eine Studie von Advant Planning aus dem Jahre 2012[1]. Vier der fünf meistgefragten Sportarten auf Social-Media-Plattformen fielen auf Teamsportarten. Auch wenn dieses Ranking nicht mehr das Aktuellste ist, so stellen Teamsportarten und soziale Netzwerke doch eine geradezu ideale Symbiose dar. Der soziale Faktor des Teamsports, kann über soziale Medien ausgelebt und weiter fortgeführt werden. Somit kann angenommen werden, dass diese Rangordnung auch heute noch Bestand hat. Um die Fans kommunikativ zu erreichen und Marketingpotenziale auszuschöpfen, sind längst auch Profi-Sportvereine in sozialen Medien aktiv. Soziale Netzwerke sind dabei die Plattformen, welche in Deutschland am häufigsten von Unternehmen genutzt werden[2]. Für das Jahr 2015 gaben fast die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland, mit einer Betriebsgröße von 50 oder mehr Beschäftigten, an, bereits Social-Media-Aktivitäten zu betreiben[3]. Die zumeist kostenlose Nutzungsmöglichkeit unterstützt diesen Trend zusätzlich. Gleichzeitig professionalisiert sich das Marketing via Social Media in Profi-Sportvereinen. Damit verbunden ist ein anhaltend steigendes Interesse der Wirtschaft an fundierten Erkenntnissen zum richtigen Umgang mit Social-Media-Kanälen.

Das Social-Media-Marketing auch in der Wissenschaft eine zunehmende Rolle spielt, zeigt eine Suche über die Datenbank ProQuest mit dem Stichwort „social media marketing“. Eingegrenzt auf den Zeitraum ab 2012, werden 26.699 Einträge gefunden. Begrenzt auf Quellen wissenschaftlicher Journals sind es immerhin noch 2.693 Resultate[4]. Dies stellt dar, wie vielfältig die Forschung in diesem Bereich in den letzten Jahren geworden ist.

Um die Forschungsfelder und Erkenntnisse der Social-Media-Literatur geordneter betrachten zu können, haben sich einige Autoren bereits mit Literaturanalysen beschäftigt. Hierzu gehören: Probst (2012), Ngai, Tao und Moon (2014), Abeza et al. (2015), sowie Filo, Lock und Karg (2015). Zwei der vier Analysen wurden mit sportlichem Bezug durchgeführt. Allerdings widmeten Abeza et al. (2015) und Filo et al. (2015) sich der Social-Media-Forschung aus einer allgemein-sportbezogenen Perspektive. Eine explizite Betrachtung des Forschungsstandes von Social Media im professionellen Teamsport wurde noch nicht angestellt. Dazu soll diese Arbeit einen Beitrag leisten. Neben der Identifikation relevanter wissenschaftlicher Arbeiten aus englisch-sprachigen Top Journals, soll Ziel dieser Arbeit eine zusammenfassende Darstellung der Erkenntnisse relevanter Arbeiten, sowie eine Analyse und Bewertung des Teamsport-spezifischen Forschungssegments darstellen.

Dazu werden folgende Forschungsfragen formuliert:

1) Welche Erkenntnisse der Social-Media-Forschung weisen Bezug zum professionellen Teamsport auf?
2) Wie können die relevanten Beiträge kategorisiert werden?
3) Welche Forschungsperspektiven werden eingenommen und welche Methoden wurden angewandt?
4) Welche Social-Media-Kanäle wurden untersucht?

Nachdem das Thema eingeleitet wurde, erfolgt im nachfolgenden Kapitel zunächst eine Begriffsabgrenzung von Social-Media-Marketing sowie eine Vorstellung der vorhandenen Literaturanalysen im Bereich Social Media. Anschließend wird das methodische Vorgehen, der Forschungsplan, die Suchstrategie und Datenauswertung erörtert. Es folgt die Darstellung der identifizierten, relevanten Artikel sowie eine analytische Betrachtung der Ergebnisse. Nach einer Bewertung der Forschungsergebnisse, schließt die Arbeit mit einem Fazit und mündet in eine Diskussion.

2 Begriffsabgrenzung und Literaturübersicht

2.1 Web 2.0 und Social Media

Der Begriff Web 2.0 wurde von Dale Dougherty geprägt, welcher das Aufkommen von immer mehr Anwendungen im Internet registrierte, die einen Austausch zwischen den Nutzern ermöglichen[5]. Das Web 2.0 verändert die Landschaft an Produzenten von Inhalten und damit grundlegend die Kommunikation. Weg vom Produzieren einiger Weniger für Viele, hin zum Produzieren Vieler, auf deren Inhalte jeder zugreifen kann[6]. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom „user-generated content“, also von Inhalten, die durch den Nutzer selbst erzeugt werden. Das Web 2.0 verkörpert somit den Übergang in eine neue Ära des Internetzeitalters, durch dessen technische Möglichkeiten die sozialen Medien entstanden sind.

„Social Media“ ist zunächst ein Sammelbegriff für Online-Medien und -Technologien, welche eine aktive Teilnahme am Internet ermöglichen[7]. Die zahlreichen Ausprägungen von sozialen Medien wurden bereits von einigen Autoren kategorisiert. Kaplan und Haenlein (2010) unterscheiden beispielsweise zwischen kollaborativen Projekten (z. B. Wikipedia), Blogs (z. B. Der Postillon), sozialen Netzwerken (z. B. Facebook), Media-Sharing-Plattformen (z. B. YouTube), virtuellen sozialen Welten und virtuellen Spielwelten. Rauschnabel et al. (2012) ergänzen zu den Blogs die Microblogs (z. B. Twitter), unterscheiden bei sozialen Netzwerken zusätzlich zwischen privaten und beruflichen Netzwerken und fassen die virtuellen Welten unter einer Kategorie zusammen. Aufgrund der dynamischen Weiterentwicklung und den vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Kanäle, bleiben die Kategorisierungsversuche streitbar. Fällt Twitter nun unter Blogs/Microblogs, oder soziale Netzwerke? Ist Instagram eine Media-Sharing-Plattform, soziales Netzwerk, oder gar beides? Selbst bei Facebook lässt sich diese Frage stellen, angesichts der Entwicklung zu immer bild- und videoreicherer Kommunikation. Da im Rahmen dieser Arbeit eine Kategorisierung der untersuchten Social-Media-Kanäle erfolgen soll, schlägt der Autor vor, der übergeordneten Unterscheidung durch Nutzungsklassen nach Kreutzer (2014) zu folgen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Nutzungsklassen und Anwendungsbeispiele der sozialen Medien.(Quelle: Kreutzer, 2014, S. 342, zitiert nach Kreutzer et al., 2015)

2.2 Social-Media-Marketing

Allgemein kann unter Social-Media-Marketing der Einsatz sozialer Medien zur Erreichung von Unternehmens- bzw. Marketing-Zielen verstanden werden[8]. Rauschnabel et al. (2012) schlagen vor, zwischen aktivem und passivem Social-Media-Marketing zu differenzieren. Proaktives Social-Media-Marketing beschreibt die aktive Bereitstellung von eigenen Inhalten auf sozialen Kanälen sowie den Eintritt in einen Dialog mit Nutzern. Beim reaktiven bzw. passiven Social-Media-Marketing werden lediglich die Aktivitäten von anderen Nutzern und Wettbewerbern, also fremde Inhalte, erfasst und analysiert[9].

Mangold und Faulds (2009) betrachten Social Media als ein neues hybrides Element des Kommunikations-Mixes, dessen Kerneigenschaften sind: die Möglichkeit für Unternehmen mit ihren Kunden zu kommunizieren sowie die Möglichkeit für Kunden untereinander zu kommunizieren. Hettler (2010) sieht ebenfalls einen Schwerpunkt in der Kommunikationspolitik, erkennt jedoch auch Chancen des Social-Media-Einsatzes für andere Marketingbereiche an. Als Beispiel nennt er die Produktpolitik, bei der Kunden in den Innovationsprozess eingebunden werden könnten[10]. Rauschnabel et al. (2012) formulieren diesen Gedanken weiter aus und beschreiben Social Media als Medium, welches auf alle vier P´s[11] des Marketings Einfluss hat. Zur wissenschaftlichen Einordnung kann letztlich folgender Schluss gezogen werden: Social-Media-Marketing kann für alle Bereiche des Marketings relevant sein, Hauptaugenmerk sollte jedoch auf der Kommunikationspolitik liegen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Einsatzgebiete von Social-Media-Marketing.(Quelle: Rauschnabel et al., 2012, S. 45)

2.3 Analysen der Social-Media-Literatur

Einige Autoren haben sich bereits an einer Strukturierung der Social-Media-Forschung versucht. Zu diesen Autoren zählt Probst (2012), welcher sich mit der Frage beschäftigte, wie Unternehmen die „richtige“ Auswahl an einflussreichen Nutzern („influencer“) in sozialen Netzwerken im Internet treffen und zielgerichtet ansprechen können. Auf Basis von 16 Artikeln, im Untersuchungszeitraum 1997 bis 2012, schlägt Probst vier Faktoren zur Charakterisierung von Einflussnehmern vor. Außerdem stellt er Beiträge mit Fokus auf strategische Positionen von Nutzern, Beiträge zur Lösung des „influence maximization problem“ und weitere Beiträge zur Identifizierung einflussreicher Nutzer zusammen.

Eine breitere Literaturanalyse nahmen Ngai et al. (2014) vor. Diese analysierten Studien zu Ursachen und Effekten der Nutzung von Social Media. Sie identifizierten insgesamt 46 Artikel, welche innerhalb des Zeitraumes 2002 bis 2011 veröffentlicht wurden. Die Beiträge handeln von Modellen und Theorien, die eine Erklärungsbasis für verschiedene Verhaltensweisen in sozialen Medien widergeben. Sie unterteilen die Social-Media-Forschung in vier Bereiche: Vorbedingungen („antecedents“), Mittler („mediators“), Moderatoren („moderators“) und Resultate („outcomes“).

Abeza et al. (2015) wollten feststellen, wie sich der aktuelle Status der Social-Media-Wissenschaft im Sportmanagement darstellt. Die Datenerhebung bezog sich auf den Untersuchungszeitraum 2008 bis 2014 und wurde mit folgenden Suchwörtern durchgeführt: „social media“, „Web 2.0“, „new media“, „online“, „internet“, „social network sites“, „Facebook“, „Twitter“, „140 characters“, „Blog“, „YouTube“ und „message boards“. Abeza et al. identifizierten 123 Social-Media-Artikel, welche einen sportlichen Bezug aufweisen. Neben den Kernthemen und meistuntersuchten Plattformen, wurden Forschungsmethoden und zugrunde gelegte Theorien analysiert. Zusammenfassend werden sechs Forschungsrichtungen formuliert: Die Natur von Social Media, Definitionsmodelle, Social Media als Werkzeug, rechtliche und ethische Überlegungen, praktische Anwendungen sowie Probleme und Wirkungen. Sie stellen fest, dass die Natur sozialer Medien, also das Verständnis, Charakteristika und Ausprägungen, den größten Teil in der Social-Media-Forschung einnehmen.

Eine weitere strukturierte Literaturanalyse von Sport und Social Media unternahmen Filo et al. (2015). Diese setzten die Forschung in den Kontext einer „service-dominant logic“. Also einer Betrachtung des professionellen Sports, als Teil des Dienstleistungssektors, in der immaterielle Ressourcen und Relationship Marketing eine besondere Rolle spielen. Es wird von einer notwendigen Interaktivität sowie einer Ko-Kreation im Wertschöpfungsprozess ausgegangen. Nach Untersuchung von 70 wissenschaftlichen Artikeln aus englisch-sprachigen Sportmanagement Journals, unterteilen Filo et al. die Forschung in drei Kategorien: strategisch („strategic“), operativ („operational“) und nutzerorientiert („user-focussed“).

3 Methode

Zur Bearbeitung des Themas, wird ein siebenstufiger Forschungsplan[12] angewendet:

1. Definition Forschungsfragen
2. Auswahl Ressourcen und Untersuchungszeitraum
3. Stichwortauswahl
4. Identifikationsphase 1
5. Literatur-Screening und Festlegung von Relevanzkriterien
6. Identifikationsphase 2
7. Auswertung / Ergebnisdarstellung

3.1 Datenerhebung

Nachdem bereits in der Einleitung die Forschungsfragen festgelegt wurden, findet im nächsten Schritt (2) die Auswahl der Quellen und des Untersuchungszeitraumes statt. Um den neueren Stand der Forschung zu erhalten, wird ein Zeitraum von fünf Jahren gewählt. Dies beinhaltet die Literatur von 2012 bis Oktober 2016. Insbesondere die Quellenauswahl, stellen Webster und Watson (2002) als wichtiges Qualitätskriterium einer fundierten Literaturanalyse heraus. Dabei beschreiben sie eine qualitativ hochwertige Analyse als eine, die sämtliche relevante Literatur des gewählten Forschungsbereichs identifiziert und sich nicht nur auf bestimmte Journals konzentriert[13]. Im Rahmen dieser Hausarbeit muss jedoch, aus zeitlichen Erwägungen, eine Eingrenzung auf qualitativ hochwertige, englisch-sprachige Journals vorgenommen werden. Als Qualitätsbarometer dient hierfür das Ranking des „Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V.“ (VHB)[14]. Ausgewählt werden alle sportbezogenen Journals der Gesamtliste des VHB-Jourqual3[15] sowie alle Journals mit Bestnoten der Teilratings „Marketing“ und „Medien, Kultur, Freizeit“. Dazu zählen: European Sport Management Quarterly, International Journal of Sports Marketing and Sponsorship, Journal of Communication, Journal of Consumer Research, Journal of Cultural Economics, Journal of Marketing, Journal of Marketing Research, Journal of Media Economics, Marketing Science und das Sport Marketing Quarterly (SMQ). Des Weiteren werden die sieben hochwertigsten Sportmanagement und –marketing Journals nach Shilbury (2011, S. 436) aufgenommen. Dies hat die Ergänzung nachfolgender Journals zur Folge: International Journal of Sport Management, International Journal of Sport Management and Marketing, Journal of Sport Management und Sport Management Review. Außerdem folgt der Autor dieser Arbeit der methodischen Argumentation von Filo et al. (2015, S. 168), das International Journal of Sport Communication in die Suche zu integrieren, da dies die Social-Media-Forschung häufig thematisiert. Letztlich soll für ein möglichst umfassendes Forschungsbild eine ergänzende Suche über die wissenschaftliche Datenbank Google Scholar vorgenommen werden. Neben der Quellenauswahl, ist die Formulierung einer Suchstrategie ein weiteres wichtiges Kriterium in der Literaturrecherche[16]. Hierzu wurde eine Stichwortauswahl getroffen, welche sich auf eigene Überlegungen und den verwendeten Suchbegriffen von Ngai et al. (2014) und Abeza et al. (2015) stützt.

Suchstrategie

Datenbanken EBSCOhost, Emerald Insight, Human Kinetics, inderscienceonline, tandfonline

Publikationstypen Nur Zeitschriften / englisch-sprachige Journals

Suchbegriffe (“social media“), (“social marketing”), (“social web”), (“social network”), (“web 2.0”), (“new media”)

Suchfelder Titel, Schlüsselbegriffe (“subjects” / “keywords”), Zusammenfassung („abstract“)

Zeitraum 2012 - 2016

Es folgt im nächsten Schritt (4) die erste Identifikationsphase, welche im Zeitraum 05.11.2016 bis 11.11.2016 stattfand. Dabei wurde mit allen Suchbegriffen einzeln eine Suche durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass die gefilterte Suche über tandfonline keine validen Suchergebnisse auswies. Diese Datenbank und das Journal European Sport Management Quarterly, auf welches nur über tandfonline Zugriff bestand, wurden deshalb von der Analyse ausgeschlossen. Außerdem bestand auf das European Sport Management Review und das International Journal of Sport Management gar kein Zugriff. Daher können auch diese beiden Journals in der Auswertung nicht berücksichtigt werden. Mit Ausnahme von drei Journals, konnten alle anderen über die Datenbank EBSCOhost durchsucht werden. Dadurch wird eine höchstmögliche Vergleichbarkeit der Suchergebnisse sichergestellt. Es muss noch angemerkt werden, dass bei Human Kinetics und inderscienceoline nur eine Titel- und Keyword-Suche, ohne Einschluss des Abstracts, möglich war. Die letzte Phase der ergänzenden Recherche via Google Scholar, wurde mit den Suchbegriffen („social media“) AND („team sport“) durchgeführt. Weitere Sucheinstellungen waren: seit 2012, nach Relevanz, Web-Suche, ohne Patente/Zitate. Analysiert wurden die ersten 50 Suchergebnisse auf den Seiten 1 bis 5. Die Abstracts der identifizierten Artikel, wurden mit dem Programm Evernote gespeichert und nach Journal-Zugehörigkeit sortiert. Duplikate, Book Reviews und Korrekturen wurden aussortiert. Nach vom Brocke et al. (2009), müssen in einer Literaturanalyse relevante Artikel durch nachvollziehbare Ein- bzw. Ausschlusskriterien ausgewählt werden. Die Festlegung dieser Kriterien, erfolgte im nächsten Schritt (5), nach einem Querlesen der identifizierten Artikel. Für die Einstufung als relevanter Artikel, wurden folgende zwei Voraussetzungen definiert:

1. Fokus auf Anwendung von Social Media (beispielsweise durch Verwendung der Begriffe „Social Media“, „Facebook“, „Twitter“ und/oder inhaltlich zusammenhängende Begriffe sowie Darstellung der Wirkungsweisen und/oder Handlungsempfehlungen).

2. Fokus auf professionelle Sportteams (beispielsweise durch Verwendung der Begriffe „team“, „club“, „team sport“ oder „sport team“ und/oder Fallstudien an Sportmannschaften).

Mit diesen Kriterien erfolgte in der Identifikationsphase 2, vom 12.11.2016 bis 15.11.2016, die finale Auswahl der relevanten Artikel. Diese werden im letzten Schritt (7) nun analysiert, ausgewertet und unter Punkt 4 dargestellt.

3.2 Datenauswertung

Die Analyse der relevanten Artikel findet mittels kategoriengeleiteter Textanalyse statt[17]. Dabei wird sich sowohl quantitativer als auch qualitativer Elemente bedient. Bei der quantitativen Analyse werden Häufigkeiten und Verhältnisse ermittelt. Ziel des qualitativen Analyseteils ist es, durch Bildung von Kategorien, Zusammenhänge der textbasierten Inhalte erkennen, strukturieren und bewerten zu können. Zunächst wurde hierfür ein deduktiver Ansatz, durch Übernahme der Forschungskategorien nach Filo et al. (2015), gewählt. Wie unter 2.3 beschrieben, unterscheiden diese zwischen den Kategorien: strategic (1), operational (2) und user-focussed (3).

(1) Rolle und Funktion von Social Media aus Team-Perspektive; Organisationsziele, Philosophien und Einstellungen von Managern; Integration von Social Media in unternehmensgesteuerte Kommunikation; Wirkungen von Social Media (nicht Durchführung/Nutzung)

(2) Wie Teams Social Media nutzen; Umsetzung/Implementierung von Social-Media-Strategien

(3) Untersuchung der Motivationen von Sportfans, Hemnisse, Erwartungen und Präferenzen der Social-Media-Nutzung; Demographische Faktoren und Profilbeschreibungen von Social-Media-Nutzern

Weitere Kategorien wurden induktiv gebildet. Hierfür wurden zunächst Selektionskriterien festgelegt[18]. Beim Studieren der Artikel fiel auf, dass diese in zwei Forschungsperspektiven eingeteilt werden können. Diese Selektion wurde wie folgt bestimmt:

(1) Team-Perspektive:
Fragestellungen aus Team-/Management-/Unternehmenssicht; Ergebnisse und Empfehlungen richten sich an Team(-manager); Teams profitieren mehr von den Erkenntnissen

(2) Nutzer-Perspektive:
Fragestellungen bezogen auf Nutzer/Konsumenten/Fans; Beschreibung von Nutzungsintensität, Eigenschaften, Motivationen der Social-Media-Nutzer

Um die Thematik der Social-Media-Forschung im Teamsport detaillierter zu erfassen, wurde mit der „Forschungskategorie (Teamsport)“ ein weiterer Einteilungsversuch unternommen. Dafür wurde zunächst jeder Artikel inhaltlich zusammengefasst. Daraus konnten erste Kategorienformulierungen abgeleitet werden. Nach erneuter Materialdurcharbeitung, wurden diese angepasst und final formuliert.

[...]


[1] Vgl. https://de.statista.com

[2] Vgl. Statistisches Bundesamt, 2016

[3] Vgl. Statistisches Bundesamt, 2016

[4] Stand: 09.11.2016

[5] Vgl. O´Reilly, 2005

[6] Vgl. Meckel, 2008

[7] Vgl. Kreutzer et al., 2015

[8] Vgl. Kreutzer et al., 2015, S. 149

[9] Vgl. Rauschnabel et al., 2012, S. 42

[10] Vgl. Hettler, 2010, S. 38

[11] Marketing-Mix nach McCarthy: Product, Price, Place, Promotion

[12] adaptiert nach Fink, 2014, S. 3-5

[13] Vgl. Webster und Watson, 2002, S. 3

[14] http://vhbonline.org/vhb4you/jourqual/vhb-jourqual-3/

[15] Stand: 05.11.2016

[16] Vgl. Cooper, 1998; Levy und Ellis, 2006; zit. nach Bandara et al., 2011

[17] Vgl. Mayring, 2015, S. 13

[18] Vgl. Mayring, 2015, S. 86

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Social-Media-Marketing im professionellen Teamsport. Eine Literaturanalyse
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln  (Institut für Sportökonomie und Sportmanagement)
Veranstaltung
Sportmarketing
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
26
Katalognummer
V358718
ISBN (eBook)
9783668433106
ISBN (Buch)
9783668433113
Dateigröße
694 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
social media, social media marketing, team sport, literaturanalyse, literatur review
Arbeit zitieren
Sebastian Kopp (Autor), 2017, Social-Media-Marketing im professionellen Teamsport. Eine Literaturanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358718

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Social-Media-Marketing im professionellen Teamsport. Eine Literaturanalyse


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden