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Geriatrische Notfallversorgung in den Notaufnahmen der Stadt Berlin

Herausforderung aufgrund des Krankenhausplans 2016

Titel: Geriatrische Notfallversorgung in den Notaufnahmen der Stadt Berlin

Hausarbeit , 2015 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dr. Manuel Anhold (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese im Studienmodul Versorgungsmanagement erstellte Hausarbeit befasst sich mit der Notfallversorgung altersmedizinischer Patienten in den Berliner Notaufnahmen. Sie betrachtet diese als hochaktuelle Thematik insbesondere bezüglich der neuen Anforderungen durch den Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin.

Die Arbeit fokussiert auf die Leistungserbringung und Inanspruchnahme der Rettungsstellen durch die stark wachsende Gruppe geriatrischer Patienten ab. Einen besonderen Fokus stellen dabei Risiko-Screenings für altersmedizinische Notaufnahmepatienten dar. Nach Erläuterung kontextrelevanter Termini der Notfall- und der Altersmedizin wird eine literaturbasierte Analyse bezogen auf die demographischen Effekte in Berlin vorgenommen.

Nachfolgend werden Konsequenzen für die Notfall-Inanspruchnahmen in Berlin herausgestellt und dorige Handlungsbedarfe für die geriatrische Notfallversorgung thematisiert. Es wird insbesondere die Notfall-Triage für altersmedizinische Patienten problematisiert und die Möglichkeiten spezifischer Screeningverfahren und -instrumente untersucht. Es erfolgt bezogen auf eine hochrelevante und aktuelle Versorgungsthematik eine abschließende Zusammenfassung und Diskussion.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Thematische Hinführung

1.2 Zielsetzung und Fragestellung

1.3 Beschreibung der Vorgehensweise

1.4 Verwendete Methodik

2 Notfallmedizinische Begriffe

2.1 Definition des Notfalls

2.2 Definition der Notfallmedizin

2.3 Definition der Notaufnahme

2.4 Definition der Notfall-Triage

2.5 Notfall-Triage-Systeme in deutschen Notaufnahmen

2.5.1 Emergency Severity Index

2.5.2 Manchester Triage System

3 Bergriffe aus dem Kontext Geriatrie

3.1 Definition der Geriatrie

3.2 Definition des geriatrischen Patienten

3.3 Versorgungsformen Geriatrie

3.4 Geriatrische Screening- und Assessmentverfahren

4 Soziodemographische Entwicklung

4.1 Soziodemographische Entwicklung in Deutschland

4.2 Soziodemographische Entwicklung in Berlin

5 Notfallmedizinische Versorgung in Berlin

5.1 Klinische Notfallmedizin und Notfallkrankenhäuser in Berlin

5.2 Inanspruchnahme der Notaufnahmen in Berlin

5.3 Wachsende Inanspruchnahme geriatrischer Patienten in den Notaufnahmen

6 Handlungsbedarf stationäre geriatrische Notfallversorgung

6.1 Verfügbarkeit geriatrisch qualifizierter Mediziner

6.2 Potenzielles Konfliktfeld Geriatrie und Notfallmedizin

6.3 Herausforderung geriatrische Patienten in Notaufnahme

6.4 Anpassungsmaßnahmen für geriatrisch ausgerichtete Notfallaufnahmen

6.6 Kritik etablierter Triage-Systeme für geriatrische Patienten

7 Geriatrische Screening-Instrumente in Notaufnahmen

7.1 Identification of Seniors at Risk

7.2 Triage Risk Screening Tool (TRST)

7.3 Der Silvercode

7.4 InterRAI Emergency Screener

7.5 Weitere Screening-Instrumente

7.6 ISAR-Screening als Konsens der geriatrischen Fachgesellschaften

8 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Leistungserbringung und Inanspruchnahme Berliner Notaufnahmen im Kontext des demographischen Wandels zu analysieren und den Integrationsbedarf geriatrischer Kompetenzen aufzuzeigen. Dabei wird kritisch beleuchtet, ob bestehende Triage-Systeme den spezifischen Bedürfnissen hochbetagter Patienten gerecht werden und wie diese durch moderne Screening-Instrumente ergänzt werden können.

  • Geriatrische Notfallversorgung und demographischer Wandel in Berlin
  • Analyse der Inanspruchnahme von Notaufnahmen durch ältere Patienten
  • Kritische Bewertung bestehender Triage-Systeme (ESI, MTS) für geriatrische Patienten
  • Integration geriatrischer Expertise und Screening-Instrumente (ISAR, TRST)
  • Anforderungen des Berliner Krankenhausplans 2016 an die Akutmedizin

Auszug aus dem Buch

6.6 Kritik etablierter Triage-Systeme für geriatrische Patienten

Validierte Triage-Systeme stellen heute integrale Bestandteile moderner Notaufnahmen dar und tragen elementar zur Patientensicherheit bei und dienen der Ablauforganisation. Eine zentrale Aufgabe ist die Priorisierung von Notaufnahmekonsultationen bei hoher Inanspruchnahme. Grundsätzlich sind etablierte allgemeine Triage-Systeme wie der ESI auch auf den geriatrischen Patienten anwendbar.

Bereits 2007 wurde von BAUMANN und Kollegen die Validität des ESI für Patienten im Alter über 65 Jahren gezeigt [vgl. BAUMANN ET AL., 2007]. In einer Arbeit von PLATT-MILLS ET AL. [2010] konnte allerdings für einen Anteil von mehr als 50 Prozent der Patienten ab 65 Jahren eine restrospektiv zu niedrige Triagierungsstufe gefunden werden. Bei GROSSMANN wurde dies nochmals bestätigt. Trotz grundsätzlich guter Reliabilität und Validität des ESI auch für ältere Patienten konnte gezeigt werden, dass ein Risiko dahingehend besteht, diese Patienten einer zu niedrigen Triagierungsstufe zuzuordnen mit der Gefahr zeitliche Behandlungsverzögerungen hervorzurufen. Ursächlich ist in erster Linie die asymptomatische Präsentation auch vielfach schwerer Krankheitsbilder bei älteren Patienten, die etwa 20 Prozent der geriatrischen Notaufnahmepatienten betrifft. Zusätzliche Gründe liegen in kommunikativen Defiziten aufgrund kognitiver Defizite [vgl. GROSSMANN ET AL., 2012; vgl. SINGLER ET AL., 2011].

Neben des Problems der Untertriagierung und der damit einhergehenden potenziellen Gefährdung geriatrischer Patienten muss angemerkt werden, dass deren Besonderheiten (z.B. Verlust von Autonomie im Kontext von Akuterkrankung, kognitive Defizite, funktionelle Störungen) in den klassischen Notfall-Triage-Systemen nicht erfasst sind. Insofern stellt sich für den wachsenden Anteil älterer Patienten in Notaufnahmen die Frage nach geeigneten Erfassungsmöglichkeiten geriatrischer Problemfelder und der Einbindung geriatrischen Sachverstands.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der geriatrischen Notfallversorgung in städtischen Ballungsräumen ein und definiert das Ziel, die Integration geriatrischer Kompetenzen zu untersuchen.

2 Notfallmedizinische Begriffe: Hier werden die zentralen Fachbegriffe der Notfallmedizin definiert und die Bedeutung der Ersteinschätzung mittels Triage-Systemen wie dem ESI und MTS erläutert.

3 Bergriffe aus dem Kontext Geriatrie: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Geriatrie, definiert den geriatrischen Patienten und stellt verschiedene Screening- sowie Assessmentverfahren vor.

4 Soziodemographische Entwicklung: Der Fokus liegt hier auf dem demographischen Wandel in Deutschland und Berlin, der zu einer signifikanten Zunahme hochbetagter und multimorbider Patienten führt.

5 Notfallmedizinische Versorgung in Berlin: Das Kapitel analysiert die aktuelle Struktur der Berliner Krankenhauslandschaft und die zunehmende Inanspruchnahme der Notaufnahmen durch geriatrische Patienten.

6 Handlungsbedarf stationäre geriatrische Notfallversorgung: Hier wird der kritische Handlungsbedarf bei der geriatrischen Versorgung aufgezeigt, insbesondere im Hinblick auf den Personalmangel und die Grenzen klassischer Triage-Systeme.

7 Geriatrische Screening-Instrumente in Notaufnahmen: Dieses Kapitel stellt spezifische Instrumente wie den ISAR-Screener oder das TRST vor, die eine effiziente Identifikation geriatrischer Risikopatienten in der Notaufnahme ermöglichen sollen.

8 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Herausforderungen der geriatrischen Notfallversorgung und betont die Notwendigkeit, geriatrische Expertise gemäß Krankenhausplan 2016 stärker in Berliner Notaufnahmen zu implementieren.

Schlüsselwörter

Geriatrie, Notfallversorgung, Notaufnahme, Demographischer Wandel, Triage, Emergency Severity Index, Manchester Triage System, ISAR, Screening, Krankenhausplan 2016, Altersmedizin, Multimorbidität, Patientenversorgung, Berlin, Risikopatienten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die durch eine alternde Bevölkerung für die stationäre Notfallversorgung entstehen, mit einem spezifischen Fokus auf Berliner Notaufnahmen und den Anforderungen des neuen Krankenhausplans 2016.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die demographische Entwicklung, die Grenzen der klassischen Notfall-Triage bei geriatrischen Patienten, die personelle Situation sowie die Einführung spezifischer geriatrischer Screening-Instrumente.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Handlungsbedarf für eine verbesserte Integration geriatrischer Kompetenzen in Notaufnahmen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Screening-Verfahren zur optimierten Versorgung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse aktueller wissenschaftlicher Daten, Literaturrecherche sowie der Auswertung gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen und Statistiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Notfallbegriffe, geriatrische Grundlagen, soziodemographische Trends in Berlin sowie die kritische Auseinandersetzung mit Triage-Systemen und Screening-Instrumenten detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geriatrie, Notfallversorgung, Demographischer Wandel, ISAR-Screening, Triage und Krankenhausplan Berlin.

Warum sind klassische Triage-Systeme bei alten Patienten oft problematisch?

Klassische Systeme wie ESI oder MTS erkennen häufig kognitive Defizite oder geriatrische Syndrome nicht ausreichend, was bei älteren Patienten oft zu einer „Untertriagierung“ führt.

Welche Rolle spielt der Berliner Krankenhausplan 2016 für diese Analyse?

Der Krankenhausplan 2016 fordert explizit die Implementierung geriatrischer Expertise, was einen wesentlichen Anstoß für die Untersuchung liefert, wie diese Vorgaben in der Notfallpraxis umsetzbar sind.

Warum wird der ISAR-Screener besonders hervorgehoben?

Der ISAR-Screener wird aufgrund seiner validierten Einsatzfähigkeit, der kurzen Anwendungsdauer und des fachlichen Konsenses der geriatrischen Fachgesellschaften als besonders vielversprechendes Instrument angesehen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geriatrische Notfallversorgung in den Notaufnahmen der Stadt Berlin
Untertitel
Herausforderung aufgrund des Krankenhausplans 2016
Hochschule
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen
Veranstaltung
Modul Versorgungsmanagement
Note
1,3
Autor
Dr. Manuel Anhold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
35
Katalognummer
V358811
ISBN (eBook)
9783668437265
ISBN (Buch)
9783668437272
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geriatrische notfallversorgung notaufnahmen stadt berlin herausforderung krankenhausplans
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Manuel Anhold (Autor:in), 2015, Geriatrische Notfallversorgung in den Notaufnahmen der Stadt Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358811
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Leseprobe aus  35  Seiten
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