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Wie lebt es sich als Jugendlicher mit Laktoseintoleranz?

Titel: Wie lebt es sich als Jugendlicher mit Laktoseintoleranz?

Facharbeit (Schule) , 2017 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Felix Schröder (Autor:in)

Biologie - Krankheiten, Gesundheit, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schokolade, Pudding, ein Stück Torte, eine Kugel Eis mit Schlagsahne: All dies sind Süßspeisen, die viele Menschen in Deutschland und Mitteleuropa als äußerst schmackhaft empfinden und gerne als Nachtisch oder einfach mal zwischendurch verzehren. Doch nicht alle Menschen können einen problemlosen Genuss der oben genannten Sachen verspüren: Menschen mit Laktoseintoleranz. Auch wenn es geschmacklich für jene keinen Unterschied gibt, müssen sie nach dem Konsum in den darauf folgenden Stunden mit unangenehmen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfällen kämpfen.

Nicht jeder Bürger in Deutschland oder Mitteleuropa ist gut über das Thema Laktoseintoleranz informiert. Erstaunlich ist daher die Information, dass über die Hälfte der Weltbevölkerung von einer Milchzuckerunverträglichkeit betroffen ist. Während in Deutschland etwa 15 Prozent der Bevölkerung darunter leiden, sind es in Südostasien über 90 Prozent. Mit einer solchen Unverträglichkeit müssen Betroffene, manche mehr, manche weniger, auf Milch und Milchprodukte verzichten. Darüber hinaus gibt es allerdings noch weitere, kritisch verträgliche Lebensmittel.

Ich bin in dieser Facharbeit darauf eingegangen, wie es sich als Jugendlicher mit einer Laktoseintoleranz lebt. Dies unterscheidet sich allerdings erheblich mit Bezug auf den Erdteil, in dem man lebt, Alter und den Grad der Unverträglichkeit. Deshalb bin ich hier von einer überdurchschnittlich stark betroffenen jugendlichen Person, die in Mitteleuropa lebt, ausgegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biologische Ebene

2.1. Gründe und Folgen

2.1.1. Die primäre Laktoseintoleranz

2.1.2. Die sekundäre Laktoseintoleranz

2.1.3. Die angeborene Laktoseintoleranz

3. Geschichte und Entwicklung der Laktoseintoleranz

4. Diagnosen

4.1. Blutzuckertest

4.2. Wasserstoffatemtest

4.3. Gentest

4.4. Biopsie

5. Behandlung

5.1. Gegenmittel

6. Spezielle Ernährung im Alltag

6.1. Sonderfall Joghurt und Käse

6.2. Milch-Alternativen

6.3. Positive und negative Aspekte

7. Persönliche Auswirkungen

7.1. Der Weg zur Diagnose

7.2. Soziales Umfeld und psychische Folgen

8. Auftreten der Symptome

9. Außer-Haus-Verpflegung

9.1. Sonderverpflegung

9.2. Kantinenessen

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen des Alltags eines jugendlichen Laktoseintoleranten in Mitteleuropa, ausgehend von der biologischen Ursache über diagnostische Verfahren bis hin zu Ernährungsstrategien und sozialen Implikationen. Dabei dient die persönliche Erfahrung des Autors als Grundlage, um die subjektiven und objektiven Belastungen, wie Diagnosefindung und Umgang mit dem sozialen Umfeld, zu beleuchten.

  • Biologische Grundlagen der Laktoseintoleranz und ihre unterschiedlichen Formen.
  • Methoden und Herausforderungen der medizinischen Diagnose.
  • Strategien zur Ernährungsumstellung und der Einsatz von Enzympräparaten.
  • Soziale und psychische Auswirkungen im jugendlichen Alter.
  • Die Problematik der Außer-Haus-Verpflegung und Kostenaspekte laktosefreier Produkte.

Auszug aus dem Buch

2.1. Gründe und Folgen

Die Ursache für die Laktoseintoleranz eines Menschen liegt im Darm, genauer genommen im Dünndarm. Hier wird der Milchzucker normalerweise verdaut. Laktose ist ein sogenannter Zweifachzucker, der aus den Einfachzuckern Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker) besteht. Bei Menschen, die Laktose vertragen, spaltet das Enzym Laktase, ein Eiweiß, welches in der Dünndarmschleimhaut gebildet wird, den Milchzucker in die beiden Einzelzucker auf.

Bei Menschen mit Laktoseintoleranz produziert der Körper entweder gar nicht oder in nur sehr geringer, nicht ausreichender Menge das Enzym Laktase. Wenn das Enzym nicht ausreichend vorhanden ist, kann der Milchzucker im Dünndarm nicht oder nicht vollständig aufgespalten werden und gelangt dadurch als Zweifachzucker in den Dickdarm, wo er durch Darmbakterien unter Gasbildung vergoren wird. Dabei entstehen die Gase Methan (CH4), Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserstoff (H2), sowie organische Säuren und kurzkettige Fettsäuren. Dieser Prozess wird für den Menschen mit Unverträglichkeit spürbar: Völlegefühl, Bauchschmerzen, laute Darmgeräusche und Blähungen sind die Folgen von Speisen mit hohem Laktosegehalt. Ebenfalls kann das hohe Vorkommen an nicht aufgespaltenem Zweifachzucker im Dickdarm für einen vermehrten Wassereinstrom im Dickdarm sorgen, da durch Milchsäure und verschiedene Fettsäuren Wasser per Osmose in den Darm gezogen wird. Das Wasser verflüssigt den Stuhl, das Resultat daraus und ein somit weiteres Symptom ist Durchfall.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Laktoseintoleranz ein, erläutert die biologische Problematik und skizziert die Motivation des Autors, das Leben als betroffener Jugendlicher in Mitteleuropa wissenschaftlich und persönlich zu analysieren.

2. Biologische Ebene: Hier werden die physiologischen Ursachen des Enzymmangels sowie die Unterschiede zwischen primärer, sekundärer und angeborener Laktoseintoleranz erläutert.

3. Geschichte und Entwicklung der Laktoseintoleranz: Das Kapitel beleuchtet die evolutionäre Genmutation, die es Teilen der Menschheit ermöglichte, Milch auch nach der Stillperiode zu verdauen.

4. Diagnosen: Es werden gängige medizinische Nachweisverfahren wie Blutzuckertest, Wasserstoffatemtest, Gentest und Biopsie sowie deren Vor- und Nachteile beschrieben.

5. Behandlung: Dieses Kapitel erörtert diätetische Maßnahmen zur Laktosevermeidung sowie die Enzymersatztherapie mittels Laktasetabletten.

6. Spezielle Ernährung im Alltag: Hier geht es um den täglichen Umgang mit Lebensmitteln, die Kennzeichnungspflicht, den besonderen Status von Käse und Joghurt sowie alternative Milchprodukte.

7. Persönliche Auswirkungen: Das Kapitel thematisiert den oft schwierigen Weg zur Diagnose und die sozialen sowie psychischen Belastungen im Alltag junger Menschen.

8. Auftreten der Symptome: Es wird analysiert, wie äußere Faktoren wie Stress oder Ernährungsgewohnheiten den Zeitpunkt und die Intensität der Beschwerden beeinflussen können.

9. Außer-Haus-Verpflegung: Die Herausforderungen bei der Verpflegung auf Reisen oder in Kantinen, wo die Kontrolle über Inhaltsstoffe erschwert ist, werden hier diskutiert.

10. Fazit: Das Fazit fasst die gesundheitliche und soziale Relevanz zusammen und stellt fest, dass eine Laktoseintoleranz insbesondere für Jugendliche eine belastende, aber durch entsprechende Ernährungsanpassungen handhabbare Herausforderung darstellt.

Schlüsselwörter

Laktoseintoleranz, Laktasemangel, Milchzuckerunverträglichkeit, Verdauung, Ernährungsumstellung, Enzymersatztherapie, Wasserstoffatemtest, Symptome, Blähungen, Bauchschmerzen, Diagnose, Lebensmittelkennzeichnung, Alltag, Jugend, soziale Belastung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Auswirkungen, die eine Laktoseintoleranz im Alltag eines Jugendlichen in Mitteleuropa mit sich bringt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die biologischen Hintergründe, diagnostische Methoden, der Umgang mit der Ernährung im Alltag, die soziale Akzeptanz sowie die psychischen Folgen der Unverträglichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, das Leben mit einer starken Laktoseintoleranz aus einer jugendlichen Perspektive zu beleuchten und dabei eigene Erfahrungen mit theoretischen Informationen zu verknüpfen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse und einem zweiwöchigen Selbstversuch, in dem der Autor seine Ernährung dokumentierte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biologischen Ursachen, Diagnoseverfahren, Behandlungsmöglichkeiten, Ernährungsstrategien, soziale Interaktionen sowie die spezifischen Probleme bei der Außer-Haus-Verpflegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Laktoseintoleranz, Enzymersatztherapie, Ernährungstagebuch, Diagnoseweg und soziale Auswirkungen.

Warum wird der Weg zur Diagnose in der Arbeit als problematisch beschrieben?

Die Arbeit beschreibt, dass der Prozess oft sehr zeitintensiv ist, da Ärzte Symptome wie Bauchschmerzen zunächst häufig als psychisch bedingt oder als Reizdarmsyndrom fehldiagnostizieren, bevor eine klare Diagnose gestellt wird.

Welche Rolle spielen die Kosten bei der laktosefreien Ernährung?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass laktosefrei hergestellte Spezialprodukte sowie notwendige Laktase-Präparate eine finanzielle Mehrbelastung darstellen, die vom Betroffenen getragen werden muss.

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Details

Titel
Wie lebt es sich als Jugendlicher mit Laktoseintoleranz?
Note
1,0
Autor
Felix Schröder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
32
Katalognummer
V358869
ISBN (eBook)
9783668436053
ISBN (Buch)
9783668436060
Sprache
Deutsch
Schlagworte
laktose intoleranz laktoseintoleranz laktose-intoleranz milch milchzucker milchzuckerunverträglichkeit milchzucker-unverträglichkeit symptome laktase glucose galaktose kuhmilch mitteleuropa beschwerden käse joghurt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Schröder (Autor:in), 2017, Wie lebt es sich als Jugendlicher mit Laktoseintoleranz?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358869
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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