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Wissen und Wissensgesellschaft

Title: Wissen und Wissensgesellschaft

Term Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Miriam Finke (Author)

Sociology - Knowledge and Information
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Aus der Industriegesellschaft sind wir bereits oder zumindest auf dem Wege „auszutreten“. Doch strittig ist es noch, wo wir gelandet sind bzw. landen werden. Der Begriff der Wissensgesellschaft steht in Konkurrenz zu Begriffen wie Wissenschaftsgesellschaft, Informationsgesellschaft, Kommunikationsgesellschaft, …
Warum es aber sinnvoll erscheint von einer Wissensgesellschaft zu sprechen – und was sich eigentlich hinter dem Bergriff verbirgt, soll in dieser Arbeit kurz erläutert werden. Vor ab jedoch steht zunächst das „Wissen“ allein im Blickfeld der Betrachtung. Jeder glaubt zu wissen, was er meint, wenn er einen Satz mit: „Ich weiß, dass…“ beginnt. Doch scheint uns kaum bewusst zu sein, welcher Art von Wissen wir uns gerade bedienen – und ob es sich überhaupt um Wissen handelt. Vielleicht glauben wir auch nur zu wissen – und gibt es überhaupt gesichertes Wissen ?!
Mögliche Antworten auf diese Fragen und Probleme versuche ich hier aufzuzeigen. Außerdem soll eine Idee davon vermittelt werden, wie unterschiedlich diese Problematik in der wissenschaftlichen Betrachtung angegangen wird – und wie schwierig es im Hinblick auf die Komplexität des Gegenstandes ist, für Wissen überhaupt erst einmal eine Definition zu finden.
Wissen – und dabei vor allem wissenschaftliches Wissen - ist zweifelsohne konstitutiv für unsere Gesellschaft und das soziale Zusammenleben. Seine Bedeutung ist rapide gestiegen, was nicht zuletzt auch dadurch deutlich wird, das neue Spezifizierungen wie „Wissensmanagement“ und „Wissensrepräsentation“ entstehen und deren Beherrschung gerade in der ökonomischen Welt gefordert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissen – Eine Annäherung

3. Wissen vs. Meinen und Glauben

3.1. Das Gettier – Problem

4. Einige Arten, Dimensionen und Zustände von Wissen

4.1 Wissenschaftliches Wissen in Abgrenzung zu magischem Wissen

4.2 Meta – Wissen

5. Wissensgesellschaft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des Wissens sowie dessen Wandel und Bedeutung im Kontext der modernen Wissensgesellschaft. Dabei steht die theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Wissensdefinitionen und -dimensionen im Mittelpunkt, um ein tieferes Verständnis für die Komplexität des Gegenstandes und die Abgrenzung zu Meinen und Glauben zu schaffen.

  • Grundlagen des Wissensbegriffs und philosophische Abgrenzung
  • Analyse des Gettier-Problems in der Erkenntnistheorie
  • Differenzierung von Wissensarten, -dimensionen und -zuständen
  • Wissenschaftliches Wissen versus magisches Wissen
  • Merkmale und Paradoxien der Wissensgesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.1. Wie stehen nun aber Wissen und Glauben zueinander ? – Das Gettier - Problem

Eine noch immer weit verbreitete Annahme ist es, dass Wissen gerechtfertigtem, wahren Glauben bzw. einer gerechtfertigter, wahren Meinung / Annahme entspreche. Dagegen spricht Edmung Gettiers Schrift aus dem Jahre 1963, in der er anhand von Beispielen zu beweisen versucht, „dass es Fälle von Glauben gibt, die sowohl wahr wie auch gerechtfertigt sind und daher alle drei Bedingungen für Wissen erfüllen, aber die nicht als Fälle von Wissen gelten können. “

Bei der traditionellen Auffassung von Wissen geht man davon aus , dass eine Person A eine Proposition X genau dann weiß, wenn folgende drei Bedingungen erfüllt sind:

1. X ist wahr.

2. A glaubt an X.

3. A ist offensichtlich gerechtfertigt an X zu glauben.

Bsp.: Frau Knull weiß, dass ihre Sekretärin im Büro ist. Angenommen Frau Knull hat ins Büro geschaut und eine Person gesehen, die genauso aussah wie ihre Sekretärin, dann dürfen wir davon ausgehen, dass es absolut gerechtfertigt wäre zu glauben, dass ihre Sekretärin dort sei.

Gettiers Schrift zeigt nun aber auf, dass Fälle denkbar sind, in denen eben diese drei Bedingungen zutreffen, es sich dabei dennoch nicht um Wissen handelt. Berühmt geworden ist folgendes Gegenbeispiel Gettiers von „Smith und Johns“, die sich um eine Arbeitsstelle bei derselben Firma beworben haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert den Übergang zur Wissensgesellschaft und betont die Schwierigkeit einer präzisen Wissensdefinition.

2. Wissen – Eine Annäherung: Es werden verschiedene Ansätze zur Bestimmung von Wissen diskutiert, wobei die Vielschichtigkeit und ideologische Prägung der Begriffsdefinitionen hervorgehoben wird.

3. Wissen vs. Meinen und Glauben: Das Kapitel differenziert zwischen subjektiver Überzeugung, Glauben und Wissen unter Berücksichtigung erkenntnistheoretischer Kriterien.

3.1. Das Gettier – Problem: Anhand des Gettier-Problems wird kritisch beleuchtet, warum gerechtfertigter, wahrer Glaube allein nicht zwangsläufig als Wissen definiert werden kann.

4. Einige Arten, Dimensionen und Zustände von Wissen: Es erfolgt eine Klassifizierung von Wissen anhand verschiedener Dimensionen wie faktischem, potentiellem, prozeduralem sowie explizitem und implizitem Wissen.

4.1 Wissenschaftliches Wissen in Abgrenzung zu magischem Wissen: Dieses Kapitel arbeitet die spezifischen Merkmale wissenschaftlichen Wissens, wie Universalität und Objektivität, gegenüber magischen oder religiösen Wissensformen heraus.

4.2 Meta – Wissen: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung von Wissen über Wissen als zentrales Instrument für Wissensmanagement und Prozessbewertung.

5. Wissensgesellschaft: Abschließend werden Merkmale der Wissensgesellschaft sowie auftretende Paradoxien, wie etwa die Zunahme von Nichtwissen bei zunehmender Problembearbeitung, analysiert.

Schlüsselwörter

Wissen, Wissensgesellschaft, Erkenntnistheorie, Gettier-Problem, Wissenschaftliches Wissen, Magisches Wissen, Metawissen, Informationsgesellschaft, Wissensmanagement, Nichtwissen, Kontingenz, Explizites Wissen, Implizites Wissen, Wissenstransfer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des Wissens, seine verschiedenen Erscheinungsformen und die Rolle, die es in der heutigen Wissensgesellschaft einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die erkenntnistheoretische Abgrenzung von Wissen zu Glauben, die Klassifizierung verschiedener Wissensarten sowie die gesellschaftliche Dynamik der Wissensgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Komplexität des Wissensbegriffs zu vermitteln und aufzuzeigen, wie unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen diese Problematik angehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und eine diskursive Auseinandersetzung mit soziologischen und erkenntnistheoretischen Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, das Gettier-Problem, die Dimensionen von Wissen (faktisch, potenziell, prozedural) und die Merkmale der modernen Wissensgesellschaft ausführlich dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Wissensgesellschaft, wissenschaftliches Wissen, Gettier-Problem, Metawissen sowie die Unterscheidung zwischen explizitem und implizitem Wissen.

Was genau ist das Gettier-Problem?

Es ist ein erkenntnistheoretisches Gegenbeispiel, das zeigt, dass gerechtfertigter, wahrer Glaube nicht zwingend Wissen darstellt, da die Rechtfertigung auf zufälligen Umständen beruhen kann.

Warum wird in der Wissensgesellschaft von einem Paradoxon gesprochen?

Das Paradoxon liegt darin begründet, dass der Versuch, Nichtwissen durch Problemlösung zu reduzieren, oft zur Entdeckung neuer, größerer Wissenslücken führt, was neue Unsicherheiten erzeugt.

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Details

Title
Wissen und Wissensgesellschaft
College
University of Wuppertal
Course
Vorlesung: Soziologie I
Grade
2.0
Author
Miriam Finke (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V35888
ISBN (eBook)
9783638356732
Language
German
Tags
Wissen Wissensgesellschaft Vorlesung Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Finke (Author), 2005, Wissen und Wissensgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35888
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