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Plattformen zum Thema Essstörung. Bedeutung und ein mögliches Verbot von "Pro-Ana"-Foren

Titel: Plattformen zum Thema Essstörung. Bedeutung und ein mögliches Verbot von "Pro-Ana"-Foren

Hausarbeit , 2017 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Robert Wirth (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Pro-Ana-Foren sind im öffentlichen Diskus oft negativ dargestellte Plattformen, in denen sich Menschen mit Essstörungen austauschen.

In dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, ob diese Foren verboten werden sollten. Sind Foren, in denen sich Personen aufhalten, die eine Essstörung haben, wirklich so gefährlich, dass Besucher, die keine solche Störung aufweisen, allein durch diese Foren eine bekommen? Das lässt sich zumindest in den Schriften der Befürworter_innen eines Verbotes dieser Foren vermuten. Wird in diesen Foren wirklich das Hungern bis in den Tod propagiert?

Bevor sich jedoch mit den Argumenten der jeweiligen Seiten befasst werden kann, ist es wichtig sich einen kurzen Überblick über die Anorexia nervosa zu verschaffen. Die erste Frage, der hier nachgegangen werden soll und die für das Verständnis für Pro-Ana- Foren wichtig ist, ist die Frage, was Anorexia nervosa eigentlich ist.
Im Anschluss an die kurze Übersicht des Krankheitsbildes der Anorexia nervosa wird das äußere Erscheinungsbild der Foren beschrieben. Dann folgt die Diskussion der Argumente, die für ein Verbot von Pro-Ana-Foren sprechen. Im Fazit wird abschließend ein Resümee der Diskussion gezogen und abschließend auf die einleitenden Fragen eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anorexia nervosa

2.1.Begriff und Erstbeschreibung

2.2.Diagnose

2.3.Verlauf

2.4.Epidemiologie

2.5.Komorbidität

2.6.Ätiologie

Soziokulturelle Einflüsse

Familiendynamische Einflüsse

3. Diskussion über ein Verbot von Pro-Ana- Foren

3.1.Aufbau und äußere Form der Foren

3.2.Aussagen der Kritiker

3.2.1. Krankhaftes Schönheitsideal

3.2.2. Thinspiration

3.2.3. religiöse Züge

3.2.4. Thinlines

3.2.5. Soziale Vereinsamung

3.2.6. In Pro- Ana- Foren animieren sich die Essgestörten gegenseitig

3.3. Negative Aspekte

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von sogenannten "Pro-Ana"-Foren für Menschen mit Essstörungen und geht der zentralen Frage nach, ob ein Verbot dieser Plattformen gerechtfertigt oder zielführend ist.

  • Medizinische und psychologische Grundlagen der Anorexia nervosa
  • Analyse des Aufbaus und der Atmosphäre von Pro-Ana- bzw. With-Ana-Foren
  • Kritische Auseinandersetzung mit Argumenten für ein Verbot (Schönheitsideal, Thinspiration, soziale Isolation)
  • Untersuchung der sozialen Funktion und Unterstützungsaspekte dieser Online-Communities
  • Vergleich von Foreninhalten mit klinischen Symptomen der Anorexia nervosa

Auszug aus dem Buch

3.2.6. In Pro- Ana- Foren animieren sich die Essgestörten gegenseitig

Bei Rauchfuß (2008, S. 5) wird dies gleich als erstes Argument gegen Ana- Foren aufgeführt.

„Typisch für Pro-Ana-Seiten sind mangelnde Krankheitseinsicht, Glorifizierung als anzustrebender Lebensstil und Verkennung der Risiken. Die Inhalte animieren zum Ausprobieren und Nachahmen, haben Modellwirkung und verharmlosen die Konsequenzen. Die Botschaft Du bist immer noch nicht dünn genug, dient als Bestätigung des gestörten Körperempfindens und als Ansporn, noch weiter zu hungern. Inhalte, die die Krankheit leugnen, ihre Folgen verharmlosen oder gar glorifizieren, stellen insbesondere für Jugendliche, die in ihrer Persönlichkeit und in ihrem Körperbild noch nicht gefestigt sind, eine Gefährdung dar.“

(Rauchfuß 2008, S. 5)

Rauchfuß geht scheinbar davon aus, dass sich nicht gefährdetere Kinder und Jugendliche in solchen Foren anmelden und so eine Anorexia nervosa “aneignen", ähnlich wie man sich eine andere Ansicht aneignen kann. Kinder und Jugendliche, die bereits anorektisch sind, bedürfen keiner Glorifizierung ihrer Erkrankung; diese geht bereits mit der Krankheit einher. Auch ein Ansporn weiter zu hungern und dünner zu werden, ist in Anbetracht einer Körperschemastörung nicht nur an Ana- Foren aus zu machen, da eine Körperschemastörung den Betroffenen immer vorgaukelt immer zu fett zu sein. Auch scheint es bei Rauchfuß, dass man sich eine psychische Erkrankung, wie die Anorexia nervosa eine ist, einfach „aneignet“. Dies scheint jedoch bereits aufgrund der mit der Krankheit einhergehenden körperlichen Belastungen schwer vorstellbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik von Internetforen ein, die sich mit Essstörungen auseinandersetzen, und stellt die Forschungsfrage nach der Notwendigkeit eines Verbots.

2. Anorexia nervosa: Dieses Kapitel liefert einen medizinischen Überblick über Diagnosekriterien, Verlauf, Epidemiologie sowie soziokulturelle und familiendynamische Einflussfaktoren der Erkrankung.

3. Diskussion über ein Verbot von Pro-Ana- Foren: Hier werden die Struktur der Foren sowie zentrale Kritikpunkte wie Schönheitsideale, Thinspiration, soziale Isolation und gegenseitige Anstiftung analysiert und diskutiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Foren primär eine Austauschfunktion erfüllen und ein Verbot aufgrund der tief verwurzelten Symptomatik der Erkrankung kaum zielführend ist.

5. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Anorexia nervosa, Pro-Ana, With-Ana, Essstörungen, Internetforen, Verbotsdiskussion, Körperschemastörung, Thinspiration, Soziale Isolation, Adoleszenz, Psychische Erkrankung, Leistungsgesellschaft, Körperbild, Online-Communities, Familiendynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Bedeutung von Internetforen für Menschen mit Essstörungen, insbesondere den sogenannten Pro-Ana-Foren, und reflektiert deren Einfluss im Kontext der Erkrankung Anorexia nervosa.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die medizinischen Hintergründe der Anorexia nervosa, die mediale und fachliche Kritik an Online-Foren sowie die soziale Funktion dieser Plattformen für Betroffene.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Argumente für und gegen ein Verbot von Pro-Ana-Foren kritisch zu beleuchten und zu prüfen, ob diese Foren tatsächlich primär zur Krankheitsentstehung oder -verschlimmerung beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Konzepte der Anorexia nervosa mit vorhandenen Studien zu Pro-Ana-Foren und qualitativen Beobachtungen von Internetinhalten vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Aufbau der Foren sowie spezifische Kritikpunkte wie das propagierte Schönheitsideal, "Thinlines", "Thinspiration", die vermeintliche soziale Vereinsamung und die psychologische Dynamik der gegenseitigen Anstiftung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Anorexia nervosa, Pro-Ana, Körperschemastörung, soziale Isolation, Therapie und die psychologische Dynamik zwischen Leistungsorientierung und Essverhalten.

Warum wird im Verlauf der Arbeit zwischen Pro-Ana und With-Ana unterschieden?

Die Analyse zeigt, dass sich viele Foren-Nutzer von der Darstellung der Essstörung als "Lifestyle" distanzieren und die Plattformen stattdessen als Orte zum gegenseitigen Austausch über eine ernsthafte Erkrankung verstehen.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich eines Verbots?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Verbot wenig zielführend ist, da die Foren für Betroffene einen wichtigen sozialen Austauschort bieten und die Verhaltensweisen der Erkrankung ohnehin Teil der psychischen Störung selbst sind.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Plattformen zum Thema Essstörung. Bedeutung und ein mögliches Verbot von "Pro-Ana"-Foren
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Veranstaltung
Ethik
Note
1,0
Autor
Robert Wirth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V358945
ISBN (eBook)
9783668432666
ISBN (Buch)
9783668432673
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anorexia nervosa Anorexie Pro Ana Pro Ana Foren Essstörungen Magersucht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Wirth (Autor:in), 2017, Plattformen zum Thema Essstörung. Bedeutung und ein mögliches Verbot von "Pro-Ana"-Foren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358945
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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