Homöopathie. Ein Überblick zu Wirksamkeit, Herstellung und Behandlung


Hausarbeit, 2017
23 Seiten, Note: 1,1

Leseprobe

Inhalt

A Einlcitung

B Haupttcil
I. Dcfintion und Geschichte
II. Die drci Saulcn dcr Homopathic und die Hcrstcllung
III. Potcnzcn und dcrcn Wirkung
IV. Homoopathischc Bchandlung und Einnahmc.
V. Nachwcisbarkcit.
VI. Die Homoopathic-Liigc.

C Schlussarbcit

D Anhang

Litcratur- und Qucllcnverzeichnis.

A Einleitung

Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die »sanft, schnell, gewiss und dauerhaft « zu heilen vermag, wenn sie richtig angewandt wird. So schilderte es damals der Begründer der Homöopathie. Damit ist schon das Wichtigste gesagt, für jenen, der sich mit ihr beschäftigen will. Auf der ganzen Welt gibt es eine große Anzahl chronisch kranker Menschen. Allein in Deutschland sind es 10 Millionen Rheumatiker, 4 Millionen Asthmatiker und 6 Millionen Neurodermitiker, die trotz High-Tech- Medizin unter ihrer Krankheit leiden. Und dort kommt die Homöopathie ins Spiel. Im Gegensatz zum streng schulmedizinischen Denken wird der Patient nicht in seine Einzelteile zerlegt und das Symptom einer Krankheit behandelt, sondern der Mensch als Ganzes betrachtet und die Ursache seiner Beschwerden bekämpft. Erst einmal möchte ich jedoch schreiben, warum ich dieses Thema gewählt habe und eine kleine Aussicht auf die folgenden Seiten geben. Ich habe dieses Thema gewählt, da meine Tante selbst die „klassische Homöopathie“ praktiziert. Deshalb bin ich auch schon von klein auf mit der Homöopathie, besser gesagt mit den Globuli in Kontakt gekommen. Bei kleineren Beschwerden oder Verletzungen bekam ich meist Globuli anstatt ein Arzneimittel. In fast allen Fällen erhielt ich nach Zugabe der homöopathischen Globuli eine Besserung. Mit dem Alter interessierte mich, was in diesen Globuli eigentlich drinnen ist, und wie sie wirken können. Und auch wie sie hergestellt werden, interessierte mich, da die Globuli alle gleich aussehen. Im Rahmen eines Schulprojektes konnte ich einen Vormittag bei meiner Tante verbringen und ihr bei ihrer interessanten Arbeit über die Schultern schauen. Und auch hier wurde mein Interesse gegenüber der Homöopathie geweckt. Schließlich ist so meine Problemfrage: „Wie wirkungsvoll sind homöopathische Globuli? “ entstanden.

In meiner Hausarbeit geht es hauptsächlich um die Wirksamkeit der Globuli, der Herstellung und den Potenzen. Des Weiteren beschäftige ich mich in dieser Arbeit mit dem Begründer der Homöopathie, der Behandlung sowie der Einnahme. Auch möchte ich ein eigenes Fallbeispiel miteinbringen. Ich möchte außerdem aus zwei Perspektiven erklären, warum die homöopathischen Globuli wirkungsvoll sind oder nicht. Aus der Sicht der Skeptiker werde ich die Homöopathischen Globuli darstellen. Am Schluss meiner Hausarbeit werde ich auf die Problemfrage zurückkehren und versuchen diese zu beantworten.

Nun beginne ich mit dem Hauptteil und werde zunächst die Homöopathie definieren und deren Geschichte erläutern.

B Hauptteil

I Definition und Geschichte

1) Was ist Homöopathie?

Die „klassische Homöopathie“ geht direkt auf den Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann (nähere Beschreibung zu seiner Person unterϨ Definition und Geschichte Punkt drei), zurück, welche im 19.Jahrhundert entwickelt wurde, und ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, da sie den Zustand von Körper, Geist und Seele berücksichtigt. Deshalb wendet sich die Homöopathische Behandlung an den Menschen in seiner Ganzheit. Nicht ein kranker Körperteil wird behandelt, sondern der kranke Mensch, dessen Persönlichkeit und Eigenheiten mitberücksichtigt werden. Somit steht der Patient mit seinen körperlichen und seelischen Beschwerden im Vordergrund. Das Wort „Homöopathie“ ist abgeleitet aus dem Griechischen „homoios“ - ähnlich und „pathos“- Leiden und kann somit als „ähnliches Leiden“ übersetzt werden. Damit ist gemeint, dass ein Erkrankter mit dem Mittel behandelt wird, welche beim gesunden Menschen ähnlichen Symptome hervorruft. Ähnliches heilt ähnliches (similia similibus curentur). Diese sogenannte Ähnlichkeitsregel bildet eines der drei Grundprinzipien der Homöopathie. Dazu werde ich später noch kommen. Mit dieser Methode wollte sich der Begründer der Homöopathie gegen die Schulmedizin, auch Allöopatathie genannt, abgrenzen. Heute hingegen gibt es auf der ganzen Welt viele verschiedene Schulen zur Homöopathie. In dieser Hausarbeit werde ich mich auf die „klassische Homöopathie“ beschränken. (vgl. Homöopathie neu gedacht 2015, So heilt Homöopathie-Medizin aus der Natur 1998, www.homoepathie-online.de)

2) Was ist Naturheilkunde?

Anders als bei der Homöopathie entwickelte sich die Naturheilkunde über die Jahrhunderte aus dem Wissen der Schulmedizin. Ziel ist es, bei der Naturheilkunde, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Um dies zu erreichen, setzt man auf physikalische Reize, wie Bewegung, Wasser, Licht, Luft oder Ernährung. In der Naturheilkunde wird außerdem mit wirksamen Pflanzen, wie beispielsweise Brennesselblätter gegen Gelenkschmerzen, behandelt. (vgl. Homöopathie-Kompass Wegweiser durch die Homöopathie 2000, www. Heilpraktiker- braunschweig.de)

3) Samuel Hahnemann

Nun werde ich auf die Geschichte und dessen Begründer etwas genauer eingehen.

Die Homöopathie wurde vom deutschen Apotheker und Wissenschaftler Dr. Samuel Hahnemann (Abbildung 2) Anfang des 19. Jahrhunderts begründet. Wie es dazu kam, möchte ich hier kurz erläutern. Samuel Hahnemann wurde 1755 in Meißen geboren und war zu seiner Zeit ein sehr bekannter Arzt. Doch war er auch ein großer Kritiker, der sich gegen die Ansichten der Schulmedizin aussprach. Deshalb sah er sich gezwungen seine Praxis aufzugeben und sich seinen Lebensunterhalt durch Übersetzungsarbeiten zu verdienen. Dabei stieß er im Jahre 1790 auf die Arbeit des berühmten Arztes William Cullen. Dort beschrieb der Arzt, dass Chinarinde

(Abbildung 3) eine heilende Wirkung auf Wechselfieber (Malaria) hatte. Dieser Ansicht jedoch stand Hahnemann kritisch gegenüber und unternahm einen Selbstversuch. Er nahm die Chinarinde ein, um deren Wirkung am eigenen Leib erfahren zu können. Das Ergebnis war für ihn überraschend, denn die Chinarinde rief bei ihm die Symptomatik des Wechselfiebers auf, die nach einiger Zeit wieder verschwand. Jede weitere Zugabe der Chinarinde erzeugte diese Symptome von neuem. Das Resultat, welches sich für ihn daraus ergab, war eindeutig: die Chinarinde müsse gegen das Wechselfieber helfen, da sie bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorruft, denn: Ähnliches heilt Ähnliches. Damit wurde der Grundstein der Homöopathie gelegt.

Nach dieser Entdeckung führte Hahnemann zahlreiche Versuche an Gesunden mit anderen Substanzen durch. Die dabei auftretenden Symptome schrieb er so detailliert wie möglich auf. (vgl. So heilt Homöopathie-Medizin aus der Natur 1998, Klassische Homöopathie 2001, Homöopathie-Kompass Wegweiser durch die Homöopathie 2000, www. Lifeline.de)

4) Wie haben sie sich entwickelt?

In der Zeit als Hahnemann weitere Versuche unterschiedlicher Substanzen durchführte, begann er, wieder als Arzt tätig zu werden. Nach einigen Jahren verfügte er und seine Mitarbeiter über zahlreiche Arzneien. Dadurch, dass Samuel unteranderem auch prominiete Patienten behandelte, gelang es ihm, dass die Homöopathie auch in der Öffentlichkeit Anerkennung bekam. So breitete sie sich über die ganze Welt aus. Heute spielt die Homöopathie besonders in Indien eine wichtige Rolle. Auch bei uns hier in Deutschland hat sich sie verbürgerlicht. (vgl. www.igm-bosch.de, www.br.de)

II Die drei Säulen der Homöopathie und die Herstellung

In diesem Teil meiner Hausarbeit möchte ich mich mit den drei grundlegenden Prinzipien, worauf die Homöopathie basiert, beschäftigen. Außerdem werde ich noch kurz auf die Herstellung homöopathischer Globuli eingehen.

1) Ähnlichkeitsprinzip

Als Erstes das Ähnlichkeitsprinzip. Wie in Ϩ Definition und Geschichte (Punkt drei) schon erwähnt, führte Hahnemann den Selbstversuch mit der Chinarinde durch und kam zu dem Entschluss, dass eine Krankheit immer nur durch jene Arznei geheilt werden kann, die in der Lage, bei einem Gesunden Symptome zu erzeugen, die dieser und keiner anderen Krankheit ähnlich sind. Daraus entstand der Leitsatz der Homöopathie „Similia Similibus Curentur“, was so viel bedeutet wie Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt. An dieser Stelle möchte ich ein kleines, einfaches Bespiel zur Verdeutlichung des Ähnlichkeitsprinzip darstellen. Geschnittene Zwiebeln verursachen bekanntlich brennende, tränende Augen, Niesen und eine fließende Nase. Im Falle einer Erkältung mit den besonderen Symptomen <brennende Augen, Tränenfluss und Fließschnupfen> könnte der Wirkstoff der Zwiebel in entsprechender verdünnter Form das heilende Mittel sein.

(vgl. Klassische Homöopathie 2001, Homöopathie-ein individueller, schonender Weg zur Heilung 1983, So heilt Homöopathie-Medizin aus der Natur 1986)

2) Arzneimittelprüfung

Nun widme ich mit der Arzneimittelprüfung, die auch als das Kernstück der homöopathischen Medizin bezeichnet wird. Hahnemann testete, nach seinem Zufallsbefund mit der Chinaride, immer mehr Mittel aus. Diese Arzneimittelprüfungen finden ausschließlich am gesunden Menschen statt. Grund dafür ist, dass eine Arzneimittelprüfung an einem Kranken das Testergebnis verfälschen könnte, da die bereits bestehenden Symptome mit denen, die das Mittel erzeugt, vermischt werden. Auch sind Tierversuche bei homöopathischen Arzneimittelprüfungen nicht möglich, da Tiere in vielen Fällen anderes als Menschen auf ein Medikament reagieren. Somit bleibt nur noch die Prüfung an gesunden Menschen übrig. Dabei werden alle Befindensänderungen, die ausgelöst werden, genau beobachtet und dokumentiert. Durch diese sehr genaue Dokumentation wird sichergestellt, welches homöopathische Mittel beim gesunden Menschen bestimmte Symptome verursacht und beim kranken Menschen heilen kann. Diese Liste von Symptomen wird als Arzneimittelbild bezeichnet. Heute gibt es über 1000 geprüfte Heilstoffe. Die im oberen Abschnitt (1.Ähnlichkeitsprinzip) aufgeführten Symptome, welche eine Zwiebel auslöst, zählen zu der Arzneimittelprüfung.

(vgl. Homöopathie-ein individueller, schonender Weg zur Heilung 1983, Homöopathie-Kompass Wegweiser durch die Homöopathie 2000, Klassische Homöopathie 2000, So heilt HomöopathieMedizin aus der Natur 1986)

3) Potenzieren

Nun komme ich zur letzten Säule der Homöopathie, die Potenzierung. Bereits vor Hahnmanns Zeit war bekannt, dass auch in Naturstoffen Gifte enthalten sind. So kam es auch vor, dass Hahnemann seinen Patienten mitunter giftige Heilmittel verabreichte. Diesem Problem war sich Samuel Hahnemann bewusst. Aber was könnte er tun, damit das Mittel, welches das Prinzip der Ähnlichkeit entsprach, trotzdem zu einer Heilung führte? Schließlich kam er auf den Gedanken, die giftigen Arzneien schrittweise zu verdünnen, bis keine vergiftende Wirkung mehr zu befürchten war. Dies ist auch der Grund weshalb homöopathische Mittel verdünnt und geschüttelt werden. Im ersten Schritt werden die Heilmittel in der flüssigen Grundsubstanz verdünnt, meist geschieht dies mit Alkohol (Weingeist) und danach folgen 100 Schüttelschläge (Abbildung 4). So entstehen die verschieden Potenzen, die ich im nächsten und übernächsten Abschnitt ausführlich erläutern werde (ϪHerstellung und ϫPotenzen und deren Wirkung). Mit diesen drei Prinzipien hat Samuel Hahnemann die Homöopathie vervollständigt. (vgl. So heilt Homöopathie-Medizin aus der Natur 1986, Homöopathie neu gedacht 2015)

4) Wie werden Globuli hergestellt?

Zunächst einmal möchte ich über die Ausgangsstoffe der homöopathischen Globuli sprechen. Den größten Anteil machen die pflanzlichen Ausgangsstoffe aus. Verwendet werden bekannte einheimische Pflanzen wie der Sturmhut, die Tollkirsche oder der gefleckte Schierling, aber auch unscheinbare Pflanzen wie das Gänseblümchen (Abbildung 5). Auch das Tierreich bringt wertvolle Ausgangsstoffe, beispielsweise die Honigbiene, die Schwarze Witwe oder auch die Waldameise (Abbildung 6). Die letzten Ausgangstoffe bilden Mineralen, wie Gold, Aluminiumsalz oder Schwefel. Aus den Ausgangsstoffen wird meist mittels Weingeist eine Urtinktur bereitet. Nach der Herstellung der Urtinktur, beginnt das Potenzieren in die verschieden Potenzen. Dieses Verfahren habe ich bereits in ϩDie drei Säulen der Homöopathie, Punkt drei beschrieben. Nachdem die gewünschte Potenz hergestellt wurde, werden die kleinen, weißen Milchzuckerkügelchen, genannt Globuli (Abbildung 7), betröpfelt. Danach werden die fertigen Globuli in kleine Fläschchen gefüllt, und können nun von Verbraucher genutzt werden. (vgl. So heilt Homöopathie-Medizin aus der Natur 1986, Homöopathie-ein individueller, schonender Weg zur Heilung 1983)

III Potenzen und deren Wirkung

1) D-Potenzen

Nun werde ich dazukommen, die verschiedenen Potenzen etwas genauer zu erklären. Anfangen werde ich mit den kleinsten Potenzen, die D-Potenzen, welche stets im Verhältnis 1:9 verdünnt werden. Man beginnt mit dem ursprünglichen Stoff, welcher bereits in der Urtinktur zubereitet wurde. Davon nimmt man einen Teil und verdünnt diesen mit neun Teilen Alkohol. Als nächsten Schritt, schüttelt man diese Lösung hundertmal und hat dadurch die erste Potenz erreicht. Von dieser D1 Potenz nimmt man wieder einen Teil, verdünnt diesen mit neun Teilen Alkohol, schüttelt hundertmal und erreicht somit D2. Mit diesem Verfahren fährt man fort bis zur D30 oder D200 (Abbildung 8).

(vgl. Homöopathie-Kompass Wegweiser durch die Homöopathie 2000, So heilt HomöopathieMedizin aus der Natur 1986)

2) C-Potenzen

Die Zubereitungen der C-Potenzen erfolgen mit dem gleichen Prinzip nur, dass hier im Verhältnis 1:99 verdünnt wird. Man beginnt wieder mit einem Teil der Urtinktur und verdünnt diesen mit 99 Teilen Alkohol. Danach schüttelt man wieder hundertmal und erhält eine C1 Potenz. Von dieser Potenz nimmt man wieder einen Teil und verdünnt diesen mit 99 Teilen Alkohol, schüttet hundertmal und erhält C2. Auch hier fährt man mit diesem Prozess fort, bis zur C30, C200 oder auch C1000.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Homöopathie. Ein Überblick zu Wirksamkeit, Herstellung und Behandlung
Note
1,1
Autor
Jahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V359070
ISBN (eBook)
9783668441880
ISBN (Buch)
9783668441897
Dateigröße
700 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
homöopathie, eine, einleitung
Arbeit zitieren
Vanessa Trapp (Autor), 2017, Homöopathie. Ein Überblick zu Wirksamkeit, Herstellung und Behandlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359070

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