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Stress und Stressbewältigung bei Kindern und Jugendlichen

Title: Stress und Stressbewältigung bei Kindern und Jugendlichen

Intermediate Examination Paper , 2003 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Janice Höber (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Jeder kennt ihn, jeder „hat" ihn, jeder klagt über ihn. Äußerungen wie „War das heute wieder ein Stress!" gehören mittlerweile schon zum alltäglichen Wortschatz unserer Gesellschaft. Nicht immer handelt es sich dabei um positiven, auch so genannten Eustress, der in einem gewissen Maß nicht nur ungefährlich, sondern durchaus angenehm und darüber hinaus auch leistungssteigernd und lebensnotwendig ist. Statt dessen spricht man in der heutigen Zeit leider immer häufiger vom negativen Disstress. Die stressauslösenden Faktoren können zu einer Dauerbelastung werden und im schlimmsten Fall zu schweren körperlichen, aber auch seelischen Krankheiten führen.

Empirischen Untersuchungen zufolge stehen nicht nur Erwachsene, sondern zunehmend auch Kinder und Jugendliche unter Belastungen, die gesundheitliche Auswirkungen nach sich ziehen. Neben familiären Umständen, wie zum Beispiel die Trennung der Eltern oder der Tod eines geliebten Familienmitglieds, gehört unter anderem auch die Schule zu den stressauslösenden Faktoren. Fehlende Akzeptanz, der zunehmende Konkurrenz- und Leistungsdruck sowie Versagensängste bringen die Kinder und Jugendlichen schnell an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Die Folgen sind weitreichend.

Viele Eltern ahnen in der Regel nichts von den Belastungen, die auf ihr Kind einwirken. Der Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort von der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf sieht in der mangelnden Zuwendung in der Familie eine wesentliche Ursache. Demnach müssten viele Kinder einfach funktionieren. Für deren Anliegen und Nöte sei kaum Platz.
Ärzte und Psychologen fordern, Anzeichen von möglichen Stresssymptomen ernst zu nehmen, um möglichst frühzeitig einschreiten zu können. Allerdings macht Arnold Lohaus darauf aufmerksam, dass „Kinder nicht unterscheiden können, ob sie Bauchweh haben oder ob ihnen Ärger auf den Magen drückt." Daher erfordert die Ursachenforschung von den Eltern ein hohes Maß an Sensibilität, was vor allem Zeit und viel Zuwendung voraussetzt.

Bei Ratlosigkeit empfiehlt es sich immer, professionelle Hilfe aufzusuchen. So bietet zum Beispiel die Techniker Krankenkasse das von Arnold Lohaus entwickelte Stresspräventionsprogramm an, um Kindern dabei behilflich zu sein, mit belastenden Anforderungen besser umgehen zu lernen. In akuten Notfällen sollte die Meinung eines Arztes oder die eines Therapeuten eingeholt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Gang der Untersuchung

2. Stress

2.1. Was versteht man unter dem Begriff Stress?

2.2. Stressauslösende Faktoren

2.2.1. Stressauslösende Faktoren während der Kindheit

2.2.2. Stressauslösende Faktoren im Jugendalter

3. Stresserleben

3.1. Das Stressmodell von Richard S. Lazarus

3.1.1. Bewältigungsformen von Stress

3.1.2. Die Wahl der Bewältigungsform

4. Stress und daraus resultierende Folgen

4.1. Stress und seine Auswirkungen auf den Körper

4.2. Der Einfluss von Stress auf unser Erleben und Verhalten

4.2.1. Formen riskanten Verhaltens

5. Möglichkeiten, Situationen und Probleme erleichternd zu gestalten

5.1. Die kognitive Bewältigung

5.2. Bewältigung durch angemessenes situations- und lösungsorientiertes Handeln

5.3. Bewältigung durch körperlich-seelische Entspannung

5.4. Aktuelle Ansätze zur Stressprävention bei Kindern

5.5. Hilfeinstanzen für Jugendliche

6. Zusammenfassung

7. Auswertung des Fragebogens

7.1. Der Stressbegriff bei Kindern und Jugendlichen

7.2. Stressauslösende Situationen bei Kindern und Jugendlichen

7.3. Wie Kinder und Jugendliche auf Stress reagieren

7.4. Bewältigungsformen bei Kindern und Jugendlichen

7.5. Der Konsum von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln

7.6. Freizeitaktivitäten der Kinder und Jugendlichen

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Stress bei Kindern und Jugendlichen, analysiert dessen Entstehungsursachen sowie Auswirkungen und evaluiert Möglichkeiten der Stressbewältigung mittels einer empirischen Befragung.

  • Theoretische Fundierung des Stressbegriffs und relevanter Stressmodelle.
  • Analyse spezifischer Stressoren im Kindes- und Jugendalter (Familie, Schule, Entwicklung).
  • Darstellung gesundheitlicher Folgen und riskanter Bewältigungsstrategien.
  • Vorstellung von Präventionsansätzen und Entspannungsmethoden.
  • Empirische Auswertung des Stressempfindens und Verhaltens von Schülern.

Auszug aus dem Buch

2.1. Was versteht man unter dem Begriff Stress?

Mittlerweile beschäftigen sich die verschiedensten wissenschaftlichen Bereiche von der Biologie und Medizin bis hin zur Psychologie und Soziologie mit dem Phänomen Stress. Entsprechend der Schwerpunktsetzung in den einzelnen Disziplinen wird der zu besprechende Begriff jeweils unterschiedlich definiert, so dass sich in der wissenschaftlichen Literatur keine allgemein gültige Begriffsbestimmung finden lässt.

Während sich die Biologen für die physiologischen Vorgänge der Stressreaktion und den damit einhergehenden körperlichen Veränderungen interessieren, konzentrieren sich die Soziologen vor allem auf die sozialstrukturellen Bedingungen, die einen Menschen wesentlich beeinflussen können. Die Psychologen untersuchen in erster Linie die individuellen Reaktionen von Personen auf eine Belastung. Des Weiteren versuchen sie zu erklären, welche Bedeutung dabei den kognitiv-emotionalen Bewertungen sowie den Bewältigungsstrategien zukommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz von Stress im Alltag von Kindern und Jugendlichen und formuliert die Problemstellung sowie das methodische Vorgehen.

2. Stress: Dieses Kapitel definiert den Stressbegriff aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und identifiziert alters- sowie entwicklungsbedingte Stressfaktoren.

3. Stresserleben: Hier wird das Stressmodell nach Lazarus vorgestellt, um die individuelle kognitive Bewertung sowie verschiedene Bewältigungsformen von Stress zu erläutern.

4. Stress und daraus resultierende Folgen: Der Abschnitt analysiert die physischen und psychischen Auswirkungen von Stress sowie die Entstehung riskanten Verhaltens als maladaptive Bewältigung.

5. Möglichkeiten, Situationen und Probleme erleichternd zu gestalten: Dieses Kapitel präsentiert verschiedene Methoden zur Stressreduktion, darunter kognitive Bewältigung, Handlungsstrategien, Entspannungstechniken und Ansätze zur Stressprävention.

6. Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung bietet einen Überblick über die zentralen Erkenntnisse hinsichtlich der Belastungsfaktoren und Bewältigungsmöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen.

7. Auswertung des Fragebogens: Die empirische Auswertung präsentiert die Ergebnisse der Befragung zum Stressempfinden, zu Stressreaktionen und bevorzugten Bewältigungsweisen der Probanden.

8. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit, Stressprävention verstärkt in die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte zu integrieren.

Schlüsselwörter

Stress, Stressbewältigung, Kindheit, Jugendalter, Stressoren, Lazarus, Coping, Entspannungstechniken, Schulstress, Familienkonflikte, Identitätsfindung, Gesundheit, Stressprävention, Fragebogen, psychosomatische Beschwerden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Belastung durch Stress bei Kindern und Jugendlichen und untersucht, wie diese mit stressauslösenden Faktoren umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Stressoren in Familie und Schule, psychologische Stressmodelle, Folgen von Dauerstress sowie Möglichkeiten der Stressprävention und -bewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein theoretisches Verständnis für Stress bei jungen Menschen zu schaffen und durch eine eigene Befragung praxisnah zu untersuchen, wie diese Stress definieren und bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine schriftliche Befragung (Fragebogen) zur Datenerhebung bei einer bestimmten Zielgruppe von Schülern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Definition von Stress, spezifische Stressoren im Kindes- und Jugendalter, das Stressmodell von Lazarus sowie verschiedene Interventions- und Entspannungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stress, Coping, Stressprävention, psychosomatische Folgen, Schulstress und die kognitive Bewertung von Situationen.

Welche Rolle spielt die Schule als Stressfaktor?

Die Schule wird als signifikanter Stressfaktor identifiziert, der durch Leistungsdruck, Versagensängste und soziale Anforderungen, etwa bei Schulwechseln, das Wohlbefinden stark beeinflussen kann.

Wie gehen Jugendliche mit Stress um, wenn informelle Hilfe nicht ausreicht?

Wenn informelle Unterstützung durch Familie oder Freunde nicht ausreicht, gewinnen formelle Hilfeinstanzen wie professionelle Einrichtungen oder therapeutische Angebote an Bedeutung.

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Details

Title
Stress und Stressbewältigung bei Kindern und Jugendlichen
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
Janice Höber (Author)
Publication Year
2003
Pages
38
Catalog Number
V35979
ISBN (eBook)
9783638357357
ISBN (Book)
9783638806305
Language
German
Tags
Stress Stressbewältigung Kindern Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janice Höber (Author), 2003, Stress und Stressbewältigung bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35979
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