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Konvergieren Menschenrechtspolitiken durch Harmonisierung?

Title: Konvergieren Menschenrechtspolitiken durch Harmonisierung?

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Schulz (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
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In dieser Hausarbeit soll analysiert werden, ob nationale Menschenrechtspolitiken weltweit auf Grund von Harmonisierung konvergieren. Meine Arbeitshypothese lautet, dass tatsächlich eine Konvergenz von Menschenrechtspolitiken weltweit durch Harmonisierung erfolgt. Dieses wird in dieser Hausarbeit anhand der Bedingungen und Kriterien, die Colin J. Bennett dafür aufgestellt hat, nachgewiesen.
Zunächst wird das Regime im Menschenrechtsbereich nachweisen. Danach erfolgt in Gliederungspunkt drei der Nachweis einer kohärenten Gruppe transnationaler Akteure mit ihren Gelegenheiten zu regelmäßigen Interaktionen. Das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen als hauptverantwortliches UN-Organ im Menschenrechtsbereich sowie die Strategien der Vereinten Nationen zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte stelle ich in Gliederungspunkt vier vor.
Anhand der Strategien belege ich, dass die Vereinten Nationen autoritative Handlungen vollziehen und somit eine wesentliche Bedingung für eine Konvergenz durch Harmonisierung von Politiken erfüllen. Im fünften Gliederungspunkt werde ich zeigen, dass das Menschenrechtsfeld von Interdependenz geprägt ist.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Menschenrechtsregime als Voraussetzung für Harmonisierung

3 Transnational Advocacy Networks

3.1 Definition

3.1 Gelegenheiten zu Interaktionen

4 Verantwortlichkeit und Strategien der Vereinten Nationen

4.1 Verantwortlichkeit des OHCHR

4.2 Strategien der Vereinten Nationen

4.2.1 Die Strategie der Konfrontation

4.2.2 Die Strategie der Gerichtsbarkeit

4.2.3 Die Strategie der Information

4.2.3.1 Menschenrechtserziehung

4.2.3.2 Aufdeckung systematischer Menschenrechtsverletzungen

4.2.4 Die Strategie der Kooperation

4.2.4.1 Kooperation innerhalb des UN-Systems

4.2.4.2 Menschenrechtsschutz durch Kooperation

5 Interdependenz

6 Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hypothese, ob eine weltweite Konvergenz nationaler Menschenrechtspolitiken tatsächlich durch Harmonisierungsprozesse innerhalb des Menschenrechtsregimes der Vereinten Nationen erfolgt, basierend auf den theoretischen Kriterien von Colin J. Bennett.

  • Analyse des internationalen Menschenrechtsregimes als Grundlage für Konvergenz.
  • Untersuchung der Rolle transnationaler Akteure und deren Interaktionsmöglichkeiten.
  • Bewertung der UN-Strategien hinsichtlich ihrer autoritativen Wirkung und Kooperationsnotwendigkeit.
  • Erörterung der Bedeutung von Interdependenz im globalen Menschenrechtsfeld.

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition

Thomas Risse und Kathryn Skink definieren transactional advocacy networks folgendermaßen: „A transnational advocacy network includes those relevant actors working internationally on an issue, who are bound together by shared values, common discourse, and dense exchanges of information and services” (Risse/ Sikkink 2001,18).

Ein Bereich, in dem Keck und Sikkink (1998,27) transnational advocacy networks am effektivsten finden, „concerns issues involving bodily harm to vulnerable individuals, especially when there is a short and clear causal chain (or story) assigning responsibility” (Frynas/ Pegg 2003,23). Transnational advocacy network-Akteure haben gemeinsam, dass sie Menschenrechte schützen und fördern wollen: „The values that bind the actors are embodied in international human rights law, especially in the 1948 Universal Declaration of Human Rights” (Keck/ Sikkink 1998,80). Damit erfüllen die transnational advocacy-Akteure Bennetts Bedingung einer „broad consonance of motivation and concern“ (Bennett 1991,225).

Transnational advocacy networks setzen sich erstens zusammen aus Teilen von INGOs auf internationaler und regionaler Ebene, zweitens aus internationalen NGOs, drittens aus inländischen NGOs, viertens aus privaten Gründungen und fünftens aus Teilen einiger Regierungen (Keck/ Sikkink 1998,80).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Bedingungen für eine Konvergenz von Menschenrechtspolitiken und formuliert die Hypothese, dass Harmonisierung durch die UN ein maßgeblicher Faktor ist.

2 Das Menschenrechtsregime als Voraussetzung für Harmonisierung: Das Kapitel definiert das internationale Menschenrechtsregime und seine Bedeutung für die Steuerung staatlichen Verhaltens innerhalb der Vereinten Nationen.

3 Transnational Advocacy Networks: Dieses Kapitel erläutert die Rolle und Definition transnationaler Netzwerke, die durch gemeinsame Werte und Interaktionen zur Diffusion von Menschenrechtsnormen beitragen.

4 Verantwortlichkeit und Strategien der Vereinten Nationen: Hier werden die zentralen UN-Strategien – Konfrontation, Gerichtsbarkeit, Information und Kooperation – detailliert analysiert, um die autoritative Handlungsfähigkeit der Organisation zu belegen.

5 Interdependenz: Das Kapitel untersucht die gegenseitige Abhängigkeit der Akteure und Rechte als treibenden Faktor für Harmonisierung und notwendige Kooperation.

6 Schlussfolgerungen: Das Fazit bestätigt die Arbeitshypothese, dass die Kriterien für eine Konvergenz durch Harmonisierung im Menschenrechtsbereich erfüllt sind.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Vereinte Nationen, Harmonisierung, Konvergenz, Transnational Advocacy Networks, Menschenrechtsregime, Interdependenz, OHCHR, Kooperation, Völkerrecht, UN-Charta, globale Ordnungspolitik, Menschenrechtsschutz, zivilgesellschaftliche Organisationen, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und wie nationale Menschenrechtspolitiken weltweit durch die Harmonisierungsbestrebungen der Vereinten Nationen konvergieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Rolle des UN-Menschenrechtsregimes, die Aktivitäten transnationaler Interessennetzwerke sowie die politischen Strategien und die interdependente Struktur der internationalen Menschenrechtsarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist der Nachweis, dass die von Colin J. Bennett definierten Kriterien für eine Politikkonvergenz durch Harmonisierung auf das Menschenrechtsfeld der Vereinten Nationen zutreffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretisch fundierten Analyse, bei der die Kriterien von Bennett auf die Strukturen, Strategien und Akteure im Menschenrechtskontext der UNO angewendet und überprüft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Regimes, die Rolle transnationaler Netzwerke, die spezifischen UN-Strategien (Konfrontation, Recht, Information, Kooperation) sowie die Bedeutung von Interdependenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Menschenrechte, UN-Regime, Konvergenz, Harmonisierung, Interdependenz und Transnational Advocacy Networks.

Welche Bedeutung hat das "Spiral-Modell" im Kontext der Netzwerke?

Das Modell beschreibt die Phasen des Sozialisationsprozesses, in denen transnationale Akteure Druck auf Staaten ausüben, um von Repression über taktische Zugeständnisse zu regelkonformem Verhalten zu gelangen.

Warum ist Kooperation für die Vereinten Nationen strategisch so wichtig?

Da die UN über keine zentrale Rechtsdurchsetzungsinstanz verfügt, ist sie auf die Zusammenarbeit mit staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren angewiesen, um Wirksamkeit und globale Akzeptanz für Menschenrechtsnormen zu erzielen.

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Details

Title
Konvergieren Menschenrechtspolitiken durch Harmonisierung?
College
University of Hamburg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Konvergenzen von Politiken
Grade
1,3
Author
Christian Schulz (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V35997
ISBN (eBook)
9783638357517
ISBN (Book)
9783638596749
Language
German
Tags
Konvergieren Menschenrechtspolitiken Harmonisierung Konvergenzen Politiken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schulz (Author), 2005, Konvergieren Menschenrechtspolitiken durch Harmonisierung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35997
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