Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia de Alemania - Primera Guerra Mundial, República de Weimar

Kinder und Propaganda im Ersten Weltkrieg

Título: Kinder und Propaganda im Ersten Weltkrieg

Trabajo , 2005 , 34 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: René Schlott (Autor)

Historia de Alemania - Primera Guerra Mundial, República de Weimar
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Der Erste Weltkrieg gilt als der erste totale Krieg der Weltgeschichte. Seine Totalität beschränkte sich nicht nur auf das eigentliche Schlachtfeld, wo Millionen von Soldaten über vier lange Jahre hingemordet wurden, sondern sie erfasste auch alle zivilen Lebensbereiche, der am Krieg beteiligten Länder. Erstmals sprach man auch von der „Heimatfront“ und von deren kriegswichtigen Aufgaben. 1 Diese Front sollten die in der Heimat zurückgebliebenen, nicht kriegswilligen oder –tauglichen Männer, vor allem aber die Frauen, die Jugendlichen und nicht zuletzt die Kinder bilden. So beschränkte sich die Mobilmachung nicht nur auf die Soldaten, auch die Kinder wurden mobilisiert. 2 Mit den vielfältigen Einwirkungen der Propaganda auf diese Bevölkerungsgruppe beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Unter Kindern werden dabei alle Jungen und Mädchen bis zum vollendeten 14.Lebensjahr verstanden. 3 Um eine wirkliche Phänomenologie der Propaganda für Kinder im Ersten Weltkrieg zu leisten, wäre die ganze Vielfalt der kriegsbeteiligten Länder und K ulturen zu untersuchen gewesen. Leider erlaubten Zeit- und Quellenlage aber keinen umfassenden Vergleich der am Krieg teilnehmenden Staaten. Deshalb beschränkt sich die folgende Darstellung überwiegend auf das Deutsche Reich.

Zunächst sollen die Propagandamittel (Kinderbücher, Schulbücher und Spielzeug ) anhand einiger Quellen beispielhaft vorgestellt werden. Danach erfolgt eine Darstellung der wichtigsten Funk tionen der Propaganda für Kinder, bevor abschließend im dritten Teil den Wirkungen der Propaganda im Kinderspiel, in den Zeichnungen und Aufsätzen der Schüler und im Phänomen der so genannten Heldenkinder nachgegangen wird.

Niels Weise hat in seiner vor kurzem erschienenen Untersuchung zu den deutschen Witzblättern im Ersten Weltkrieg die für die vorliegende Arbeit wichtigen Begriffe Propaganda und Erziehung gegenübergestellt und voneinander abgegrenzt: „Propaganda unterscheidet sich insofern von Erziehung, als diese (idealerweise) zum selbständigen Denken und Meinungsbilden anleiten soll. Der Einsatz von Propaganda dagegen soll dazu führen, dass Menschen im Sinne des Propagandisten handeln und denken. […] Erziehung will lehren, wie man denkt, Propaganda aber, was man denkt.“ 4 Ausgehend von dieser Definition sollen nachfolgend die Mittel, die Inhalte, die kur zfristigen Absichten und die langfristigen Folgen der Propaganda für die K inder im Ersten Weltkrieg, im Hinblick auf folgende These untersucht werden: [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Propagandamittel

1.1 Schulbücher

1.2 Kinderbücher

1.3 Spielzeug

2 Propagandafunktionen

2.1 Sammeln

2.2 Handarbeiten

2.3 Landarbeit

2.4 Sparen

2.5 Kinder als Propagandisten

3 Wirkungen der Propaganda

3.1 Kriegsspiele

3.2 Zeichnungen

3.3 Schulaufsätze

3.4 Heldenkinder

Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Einwirkungen der Propaganda auf Kinder im Ersten Weltkrieg, wobei der Fokus primär auf dem Deutschen Reich liegt. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Schulen und kulturelle Medien wie Bücher oder Spielzeug zur Mobilisierung der Kinder beitrugen und welche kurz- und langfristigen Auswirkungen diese militärische Indoktrinierung auf die Selbstwahrnehmung und politische Prägung der jungen Generation hatte.

  • Analyse von Propagandamitteln wie Schulbüchern, Kinderliteratur und Kriegsspielzeug.
  • Untersuchung der alltäglichen Propagandafunktionen, insbesondere im Bereich Sammelaktionen und Sparsamkeit.
  • Bewertung der direkten Wirkung der Propaganda auf Kinderspiele, Zeichnungen und Schulaufsätze.
  • Betrachtung des Phänomens der sogenannten Heldenkinder als Instrument der öffentlichen Meinungsbildung.
  • Diskussion über die langfristigen Folgen der Indoktrinierung für die Generation der Weimarer Republik.

Auszug aus dem Buch

Kinderbücher

Die Begeisterung fast aller Bevölkerungsschichten zu Beginn des Krieges wirkte sich stark auf die Nachfrage nach Kinderbüchern zu diesem Thema aus. Die Autoren und Verleger reagierten schnell mit einer Ausweitung des Angebots an Kriegskinderbüchern, wie Fritz Johannesson in einem Beitrag im Katalog der oben genannten Ausstellung „Krieg und Schule“ schreibt: „Diese tatenfrohe und vaterlandsbegeisterte Stimmung der Jugend haben sich seelen- und geschäftskundige Unternehmer alsbald zunutze gemacht. Sogleich nach dem Ausbruch des Krieges erschienen ganze Reihen von bunten Heften [...]. Und zum Weihnachtsverkauf lagen bereits in den Warenhäusern und Buchläden zahlreiche Jugendbücher aus [...].“

Bereits 1915 wurde der Kinderbuchklassiker „Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann, der erstmals 1846 unter diesem Titel erschienen war, in einer neuen, von Karl Ewald Olszewski den Zeitumständen angepassten Version, als „Kriegs-Struwwelpeter“ verlegt. Wegen der darin enthaltenen Erziehungsaspekte war „Der Struwwelpeter“ ein beliebtes Vorlesebuch der Eltern, die es nicht zuletzt zur Erreichung bestimmter Erziehungsziele bei ihren eigenen Kindern einsetzten. Im Krieg bot „Der Struwwelpeter“ jedoch die Vorlage für eine boshaft karikierende Darstellung der Feinde des Deutschen Reiches, indem politische Ereignisse und zeitgenössische Personen in die ursprünglichen Geschichten eingebaut wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

Propagandamittel: Dieses Kapitel stellt beispielhaft dar, wie Schulbücher, Kinderliteratur und Spielzeug während des Krieges zu Instrumenten der Indoktrinierung umfunktioniert wurden.

Propagandafunktionen: Hier wird analysiert, wie Kinder durch Sammelaktionen, Handarbeiten, Arbeitseinsätze und Sparzwänge aktiv in den Kriegsdienst einbezogen und als Propagandisten instrumentalisiert wurden.

Wirkungen der Propaganda: Dieses Kapitel untersucht die psychologischen Folgen anhand von Kriegsspielen, Kinderzeichnungen und Schulaufsätzen und beleuchtet das mediale Phänomen der „Heldenkinder“.

Resümee: Die Zusammenfassung reflektiert die Effektivität der Mobilisierung und erörtert die langfristigen negativen Auswirkungen auf die politische Haltung der jungen Generation in der Weimarer Republik.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Propaganda, Kindheit, Mobilisierung, Heimatfront, Schulbücher, Kriegsspielzeug, Indoktrinierung, Heldenkinder, Patriotismus, Sparsamkeit, Schulerziehung, Militarisierung, Weimarer Republik, Jugend.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Kinder im Ersten Weltkrieg durch staatliche Propaganda in den Kriegsprozess einbezogen und ideologisch geformt wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Rolle der Schule, die Bedeutung von Kinderbüchern und Spielzeug sowie die praktische Einbindung von Kindern in den Kriegsalltag durch Arbeit und Sammelaktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie effektiv die Mobilisierung von Kindern war und ob diese frühe militärische Indoktrinierung die politische Ausrichtung der betroffenen Generation langfristig beeinflusst hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine phänomenologische Herangehensweise und stützt sich dabei auf zeitgenössische Quellen wie Schulbücher, Postkarten, Aufsätze und Spielwarenkataloge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die eingesetzten Propagandamittel vorgestellt, gefolgt von einer Darstellung der Funktionen der Propaganda und abschließend deren konkrete Auswirkungen auf das Verhalten und die Zeichnungen der Kinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Mobilisierung, Heimatfront, Kriegsspielzeug, Indoktrinierung und das Erbe dieser Erziehung für die Weimarer Republik.

Wie wurde der "Kriegs-Struwwelpeter" in der Propaganda genutzt?

Er diente dazu, Feindstaaten und deren Herrscher durch bösartige Karikaturen in die bekannten Geschichten des Originals einzubauen, um Kindern eine klare Feindbild-Botschaft zu vermitteln.

Welche Rolle spielten die sogenannten "Heldenkinder" für die Propaganda?

Ihre Geschichten wurden medial instrumentalisiert, um durch Beispiele von vermeintlichem Heldenmut die Opferbereitschaft der gesamten Bevölkerung zu erhöhen und die Kriegsmoral zu stärken.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Kinder und Propaganda im Ersten Weltkrieg
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
1,3
Autor
René Schlott (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
34
No. de catálogo
V36006
ISBN (Ebook)
9783638357593
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kinder Propaganda Ersten Weltkrieg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
René Schlott (Autor), 2005, Kinder und Propaganda im Ersten Weltkrieg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36006
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  34  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint