Die vorliegende Diplomarbeit zeigt neben einer kurzen geschichtlichen Einordnung die Entwicklung der Sportart Eishockey vom ersten olympischen Eishockeyturnier 1920 bis zu den XIX. Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City in chronologischer Reihenfolge auf. In einem ausführlichen Statistikteil wird abschließend veranschaulicht, wie sich das deutsche Eishockey in den vergangenen 78 Jahren im Vergleich zu den anderen Topnationen entwickelt hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Quellenlage
3 Historische Entwicklung der Sportart Eishockey
3.1 Ursprünge der Sportart Eishockey
3.2 Internationaler Eishockey Verband
3.2.1 Geschichte des Internationalen Eishockey Verbandes
3.3 Deutscher Eishockey-Bund
3.3.1 Geschichte der Sportart Eishockey in Deutschland
3.4 Eishockey in der DDR
3.5 Deutsch-deutsche Begegnungen
4 Geplante Olympische Sommerspiele 1916 in Berlin
5 VII. Olympische Sommerspiele in Antwerpen 1920
6 I. Olympische Winterspiele in Chamonix 1924
7 II. Olympische Winterspiele in St. Moritz 1928
7.1 Olympisches Eishockeyturnier
7.2 Deutsche Olympiamannschaft
8 III. Olympische Winterspiele in Lake Placid 1932
8.1 Olympisches Eishockeyturnier
8.2 Deutsche Olympiamannschaft
9 IV. Olympische Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen 1936
9.1 Olympisches Eishockeyturnier
9.2 Deutsche Olympiamannschaft
10 Geplante Olympische Winterspiele während des Zweiten Weltkrieges
10.1 Geplante Olympische Winterspiele in Tokio 1940
10.2 Geplante Olympische Winterspiele in St. Moritz 1940
10.3 Geplante Olympische Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen 1940
10.4 Geplante Olympische Winterspiele in Cortina d’Ampezzo 1944
11 V. Olympische Winterspiele in St. Moritz 1948
11.1 Olympisches Eishockeyturnier
12 VI. Olympische Winterspiele in Oslo 1952
12.1 Olympisches Eishockeyturnier
12.2 Deutsche Olympiamannschaft
13 VII. Olympische Winterspiele in Cortina d’Ampezzo 1956
13.1 Qualifikation
13.2 Olympisches Eishockeyturnier
13.3 Deutsche Olympiamannschaft
14 VIII. Olympische Winterspiele in Squaw Valley 1960
14.1 Qualifikation
14.2 Olympisches Eishockeyturnier
14.3 Deutsche Olympiamannschaft
15 IX. Olympische Winterspiele in Innsbruck 1964
15.1 Qualifikation
15.2 Olympisches Eishockeyturnier
15.3 Deutsche Olympiamannschaft
16 X. Olympische Winterspiele in Grenoble 1968
16.1 Olympisches Eishockeyturnier
16.2 Olympiamannschaft der Bundesrepublik Deutschland
16.3 Olympiamannschaft der Deutschen Demokratischen Republik
16.4 Spiel der Bundesrepublik Deutschland gegen die DDR
17 XI. Olympische Winterspiele Sapporo 1972
17.1 Olympisches Eishockeyturnier
17.2 Deutsche Olympiamannschaft
18 XII. Olympische Winterspiele Innsbruck 1976
18.1 Qualifikation
18.2 Olympisches Eishockeyturnier
18.3 Deutsche Olympiamannschaft
19 XIII. Olympische Winterspiele Lake Placid 1980
19.1 Qualifikation
19.2 Olympisches Eishockeyturnier
19.3 Deutsche Olympiamannschaft
20 XIV. Olympische Winterspiele Sarajevo 1984
20.1 Qualifikation
20.2 Olympisches Eishockeyturnier
20.3 Deutsche Olympiamannschaft
21 XV. Olympische Winterspiele Calgary 1988
21.1 Qualifikation
21.2 Olympisches Eishockeyturnier
21.3 Deutsche Olympiamannschaft
22 XVI. Olympische Winterspiele Albertville 1992
22.1 Qualifikation
22.2 Olympisches Eishockeyturnier
22.3 Deutsche Olympiamannschaft
23 XVII. Olympische Winterspiele Lillehammer 1994
23.1 Qualifikation
23.2 Olympisches Eishockeyturnier
23.3 Deutsche Olympiamannschaft
24 XVIII. Olympische Winterspiele Nagano 1998
24.1 Qualifikation
24.2 Olympisches Eishockeyturnier der Herren
24.3 Deutsche Olympiamannschaft
24.4 Olympisches Eishockeyturnier der Damen
25 XIX. Olympische Winterspiele in Salt Lake City 2002
25.1 Qualifikation der Herren
25.2 Olympisches Eishockeyturnier der Herren
25.3 Deutsche Olympiamannschaft der Herren
25.4 Qualifikation der Damen
25.5 Olympisches Eishockeyturnier der Damen
25.6 Deutsche Olympiamannschaft der Damen
26 Biographien und persönliche Eindrücke deutscher Olympiateilnehmer
26.1 Biographie und persönliche Eindrücke von Hans Zach
26.2 Interview mit Hans Zach vom 20.08.2003
26.3 Biographie und persönliche Eindrücke von Dieter Hegen
26.4 Interview mit Dieter Hegen vom 09.09.2003
26.5 Biographie und persönliche Eindrücke von Erich Kühnhackl
26.6 Interview mit Erich Kühnhackl vom 10.09.2003
27 Deutsche Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter bei Olympischen Winterspielen
27.1 Deutsche Schiedsrichter 1936 in Garmisch-Partenkirchen
27.2 Deutscher Schiedsrichter 1960 in Squaw Valley
27.3 Deutscher Schiedsrichter 1964 in Innsbruck
27.4 Deutsche Schiedsrichter 1968 in Grenoble
27.5 Deutscher Schiedsrichter 1976 in Innsbruck
27.6 Deutscher Schiedsrichter 1980 in Lake Placid
27.7 Deutscher Schiedsrichter 1984 in Sarajevo
27.8 Deutscher Schiedsrichter 1988 in Calgary
27.9 Deutscher Schiedsrichter 1992 in Albertville
27.10 Deutscher Schiedsrichter 1994 in Lillehammer
27.11 Deutscher Schiedsrichter 1998 in Nagano
27.12 Deutsche Schiedsrichterin 2002 in Salt Lake City
28 Zusammenfassung
29 Schlussbetrachtung und Ausblick
30 Statistiken und Auswertung
30.1 Platzierungen aller teilnehmenden Mannschaften von 1920 - 2002
30.2 Medaillenspiegel aller Eishockeyturniere von 1920 - 2002
30.3 Anzahl der aktiven Spieler der Topnationen (Stand 2001)
30.4 Rekorde international
30.5 Spiele der deutschen Nationalmannschaft der Herren von 1928 – 2002
30.6 Alle Spiele der Mannschaft der DDR bei Olympischen Winterspielen
30.7 Alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft der Damen bei Olympischen Winterspielen
30.8 Rekorde national
30.9 Alle deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 1928 – 2002
31 Literaturverzeichnis
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht chronologisch die Entwicklung des Eishockeys bei den Olympischen Winterspielen von 1920 bis 2002, mit besonderem Fokus auf das Abschneiden der deutschen Mannschaften und der biographischen Erfassung der beteiligten Athleten.
- Historische Einordnung des Eishockeysports und seiner Entwicklung im olympischen Kontext.
- Detaillierte Analyse der Eishockeyturniere bei den Olympischen Spielen von 1920 bis 2002.
- Erfassung biographischer Daten deutscher Eishockeyspielerinnen und -spieler.
- Vergleichende Analyse der deutschen Leistungen im internationalen Kontext.
- Einbindung persönlicher Eindrücke durch Interviews mit Zeitzeugen wie Hans Zach, Erich Kühnhackl und Dieter Hegen.
Auszug aus dem Buch
Ursprünge der Sportart Eishockey
Seinen Ursprung hat das Eishockeyspiel in seiner heutigen Form im 12. Jahrhundert. Damals gab es bereits in Irland das Spiel Hurling, das mit Stöcken und Bällen gespielt wird. Es ist das älteste hockeyähnliche Spiel in Europa. In Schottland existierte die feldhockeyähnliche Sportart Shinty, die später Shinney genannt wurde und aus dem 13. Jahrhundert stammt.
Als im 16. Jahrhundert die Franzosen durch den St. Lorenz Strom das heutige Kanada besiedeln, lebten dort einige Indianerstämme. Im Winter spielten die Indianer mit Stöcken und Bällen ein eishockeyähnliches Spiel auf den zugefrorenen Seeflächen. Im heutigen Michigan wurde damals von den Chippewa-Indianern ein Spiel gespielt, dass sie ’Baggatiway’ nannten. Heute wird dieses Spiel Lacrosse genannt. Diese Spielformen sind die Vorläufer des Spiels Eishockey in seiner heutigen Form.
Nach dem Britisch-Französischen Kolonialkrieg von 1754 bis 1763 wurde ganz Kanada britisch. Auch der Sport stand unter britischem Einfluss. Es kam zu einer Vermischung der britischen mit den einheimischen Spielformen. Die Engländer übernahmen das aus Irland stammende Torschussspiel Hurling. Von 1840 bis 1850 spielten die britischen Truppen in Kingston und Halifax Shinney, das in Schottland seinen Ursprung hat. An diesen Wettbewerben auf zugefrorenen Seen nahmen bis zu 200 Akteure teil. Oft befanden sich bei diesen Spielen auch kleinere Mannschaften mit Schlittschuhen. Als Spielgeräte wurden Landhockey-Stöcke benutzt. Erste Zeitungsberichte über diese Spielarten erschienen 1855.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt das Ziel der Arbeit dar, die Entwicklung des olympischen Eishockeys chronologisch aufzuarbeiten und die Leistungen deutscher Mannschaften zu analysieren.
2 Quellenlage: Beschreibt die Herkunft der verwendeten Daten, Statistiken und Literatur, einschließlich der Rolle von Archivmaterial und Interviews.
3 Historische Entwicklung der Sportart Eishockey: Erläutert die Ursprünge des Eishockeys, die Gründung des IIHF und des DEB sowie die Entwicklung in Deutschland und der DDR.
4 Geplante Olympische Sommerspiele 1916 in Berlin: Behandelt die Planungen für ein olympisches Turnier, die aufgrund des Ersten Weltkrieges nicht verwirklicht wurden.
5 VII. Olympische Sommerspiele in Antwerpen 1920: Dokumentiert das erste offizielle olympische Eishockeyturnier, das während der Sommerspiele ausgetragen wurde.
6 I. Olympische Winterspiele in Chamonix 1924: Analysiert das zweite olympische Turnier, welches den Grundstein für das erste eigenständige Winter-Olympiaturnier legte.
7 II. Olympische Winterspiele in St. Moritz 1928: Beschreibt die erste Teilnahme einer deutschen Auswahl an olympischen Winterspielen unter widrigen Wetterbedingungen.
8 III. Olympische Winterspiele in Lake Placid 1932: Dokumentiert den Gewinn der Bronzemedaille durch das deutsche Team trotz finanzieller Schwierigkeiten während der Weltwirtschaftskrise.
Schlüsselwörter
Eishockey, Olympische Winterspiele, Deutschland, IIHF, DEB, Eishockeyhistorie, Olympia-Datenbank, Medaillenspiegel, Eishockeyturnier, Sportstatistik, Olympia-Qualifikation, Zeitzeugengespräche, Eishockey in der DDR, Eishockey-Nationalmannschaft, Internationale Verbände
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende chronologische Aufarbeitung des Eishockeys bei den Olympischen Spielen von 1920 bis 2002, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der deutschen Beteiligung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Untersuchung umfasst die historische Entwicklung des Eishockeysports, die Analyse der olympischen Turniere, die statistische Erfassung deutscher Athleten und die Aufbereitung biographischer Hintergründe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, verfügbare Daten zur Teilnahme deutscher Eishockey-Nationalmannschaften zu erfassen, diese mit Archivdaten abzugleichen und durch Interviews persönliche Athleteneindrücke in die sportgeschichtliche Dokumentation einfließen zu lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche, die Nutzung offizieller olympischer Berichte und Datenbanken sowie auf qualitative Experteninterviews mit bekannten Persönlichkeiten des deutschen Eishockeys.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Kapitel zu jedem olympischen Turnier, in denen jeweils die Qualifikation, der Turnierverlauf, das Abschneiden der deutschen Mannschaft und der Kader dokumentiert werden.
Welche Keywords charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Eishockey, Olympische Spiele, Deutschland, DEB, Sportgeschichte, Statistik und Olympia-Teilnehmer.
Was zeichnet die deutsche Teilnahme bei den Spielen in St. Moritz 1928 aus?
Es war die erste Teilnahme einer deutschen Mannschaft bei Olympischen Winterspielen, wobei das Team nach den Wirren der Nachkriegszeit erstmals wieder international antrat.
Wie bewertet Hans Zach die Entwicklung des deutschen Eishockeys im Interview?
Er sieht kritisch, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei den Voraussetzungen (Nachwuchsförderung, Infrastruktur, Traineranzahl) hinterherhinkt und Medaillen in den kommenden Jahrzehnten schwer erreichbar bleiben.
- Citation du texte
- Jan Bürk (Auteur), 2004, Eishockey bei den Olympischen Spielen unter besonderer Berücksichtigung der Teilnahme Deutschlands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36023