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Die Leidenschaften der Seele von Rene Descartes

Title: Die Leidenschaften der Seele von Rene Descartes

Seminar Paper , 2005 , 9 Pages , Grade: 2

Autor:in: Monika Sibila (Author)

History - Basics
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Summary Excerpt Details

Rene Descartes. Die Leidenschaften der Seele
Descartes meint dass Seele und Körper miteinander verbunden sind, und zuerst versucht er in seinem Buch die Trennung zwischen Körper und Seele herauszuarbeiten, um dann zu erklären wie und wo sie sich vereinigen. „Man muss den Unterschied zwischen Seele und Körper erkennen, um zur Erkenntnis unserer Leidenschaften zu kommen“, so Descartes.
Er beginnt sein Buch mit der Erklärung dass alles jenes was man in einem unbelebten Körper finden kann, dem Körper zugeteilt werden muss. Alles das was wir in keiner Weise begreifen können, und von dem wir ausgehen können, dass es eher nicht vom Körper kommt, muss der Seele zugeteilt werden Demnach sind Gedanken ja nicht sichtbar oder begreifbar, so müssen sie also von der Seele sein, die Wärme aber und die Bewegungen unserer Glieder gehen vom Körper aus.
Descartes lehnt mehr oder weniger die aristotelische Dreiteilung der Seele ab, weil nicht die Seele die Ursache der Verrichtung der Körpertätigkeiten ist, sondern die Lebensgeister.
Die Nerven, die als Fäden und Röhrchen vom Gehirn ausgehen, enthalten eine Art Luft oder Wind, die man eben Lebensgeister nennt. Lebensgeister können Muskeln bewegen, indem sie entweder vom Hirn kommen oder andere Lebensgeister dazubewegen, die schon in den Muskeln sind, ihn zu verlassen und zu jenem Muskel zu kommen, der bewegt werden soll. Die Maschine Körper funktioniert für Descartes mit dem Blutkreislauf, wobei er eher das Herz als Passives Organ sieht, durch dass das Blut einfach durchfließt, weil es dort eine Wärme im Herzen gibt, eine Art Flamme, die vom Blut der Venen unterhalten wird.
Das Gehirn lässt auch die Seele sehen durch das Auge, es stellt der Seele die Gegenstände dar, und die verschiedenen Hirntätigkeiten können in der Seele verschieden Gefühle veranlassen. Aristoteles spricht von einer vernünftigen Seele und einer sinnhaften Seele. (Aristoteles in De Anima, S.413b und 432b). Descartes führt aber an, dass die sinnhafte Seele auch die vernünftige ist, weil alle ihre Bedürfnisse gewollt sind. Nur wenn die Seele schwach ist überwiegen die Leidenschaften, über die man keinen direkten Willen verfügt, wenn sie stark sind.
Literatur:
Descartes, René : Die Leidenschaften der Seele : französisch deutsch- René Descartes. Hrsg. u. übers. von Klaus Hammacher Hamburg Meiner, 1984

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Die Funktionen des Körpers

Die Funktionen der Seele

Seele und Körper

Seele und Leidenschaften

Aristoteles und Descartes

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophischen Grundlagen von René Descartes' Werk „Die Leidenschaften der Seele“, wobei der Fokus auf der Interaktion zwischen Körper und Seele sowie der Entstehung menschlicher Emotionen liegt.

  • Dualismus von Körper und Seele bei Descartes
  • Mechanische Funktionsweise des Körpers und der Lebensgeister
  • Definition und Klassifikation der Leidenschaften
  • Die Rolle der Zirbeldrüse als Sitz der Seele
  • Vergleich der Seelenkonzepte von Descartes und Aristoteles

Auszug aus dem Buch

Die Funktionen des Körpers

Um die Leidenschaften der Seele zu erkennen, muss man ihre Funktionen von denen des Körpers unterscheiden. Descartes meint, dass Seele und Körper miteinander verbunden sind, und zuerst versucht er in seinem Buch die Trennung zwischen Körper und Seele herauszuarbeiten, um dann zu erklären wie und wo sie sich vereinigen. „Man muss den Unterschied zwischen Seele und Körper erkennen, um zur Erkenntnis unserer Leidenschaften zu kommen“, so Descartes.

Er beginnt sein Buch mit der Erklärung, dass alles jenes was man in einem unbelebten Körper finden kann, dem Körper zugeteilt werden muss. Alles das was wir in keiner Weise begreifen können, und von dem wir ausgehen können, dass es eher nicht vom Körper kommt, muss der Seele zugeteilt werden. Demnach sind Gedanken ja nicht sichtbar oder begreifbar, so müssen sie also von der Seele sein, die Wärme aber und die Bewegungen unserer Glieder gehen vom Körper aus.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Funktionen des Körpers: Dieses Kapitel erläutert Descartes’ Trennung zwischen körperlichen, mechanischen Prozessen und geistigen Phänomenen sowie seine Analogie des Körpers als Maschine.

Die Funktionen der Seele: Hier wird die Differenzierung von Tätigkeiten und Leiden der Seele sowie die Definition des Willens und der Wahrnehmungen dargelegt.

Seele und Körper: Dieses Kapitel behandelt die Verbindung zwischen Seele und Körper und identifiziert die Zirbeldrüse als zentralen Ort der Interaktion.

Seele und Leidenschaften: Es wird analysiert, wie Leidenschaften durch körperliche Erregungen entstehen und inwiefern der Wille Einfluss darauf nehmen kann.

Aristoteles und Descartes: Ein Vergleich der deskartesischen Einheitsseele mit dem aristotelischen Modell der geteilten Seele sowie die Diskussion über die Überwindung von Affekten.

Schlüsselwörter

René Descartes, Leidenschaften der Seele, Dualismus, Körper-Seele-Problem, Lebensgeister, Zirbeldrüse, Mechanik, Wille, Wahrnehmung, Emotionen, Aristoteles, Philosophie, Willensfreiheit, Affekte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert René Descartes' philosophisches Werk „Die Leidenschaften der Seele“ und untersucht, wie Emotionen entstehen und wie Körper und Geist bei Descartes interagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Dualismus zwischen Leib und Seele, der mechanistischen Körperbetrachtung sowie der philosophischen Einordnung von Emotionen als Affekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Descartes' Differenzierung zwischen körperlichen Funktionen und geistigen Tätigkeiten verständlich zu machen und die daraus resultierende Theorie der Leidenschaften zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und textkritische Auslegung von Descartes' primärem Werk unter Einbeziehung philosophischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Funktionsweise des Körpers (Lebensgeister), die Unterteilung der Seele in Tätigkeiten und Leiden, die Rolle der Zirbeldrüse sowie den kritischen Vergleich mit aristotelischen Lehren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Dualismus, Zirbeldrüse, Lebensgeister, Leidenschaften, Wille und Körper-Seele-Interaktion.

Warum spielt die Zirbeldrüse eine so zentrale Rolle bei Descartes?

Descartes postuliert die Zirbeldrüse als Sitz der Seele, da sie seiner Ansicht nach der Ort ist, an dem alle Sinneseindrücke zusammenlaufen und die Interaktion mit den Lebensgeistern ermöglicht wird.

Kann der Wille laut Descartes Leidenschaften kontrollieren?

Der Wille kann Leidenschaften nicht direkt unterdrücken, aber durch Training und gezielte Lenkung der Aufmerksamkeit sowie der Lebensgeister einen hemmenden Einfluss auf die Intensität der Affekte ausüben.

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Details

Title
Die Leidenschaften der Seele von Rene Descartes
College
University of Vienna  (Geschichte)
Course
Projekkurs
Grade
2
Author
Monika Sibila (Author)
Publication Year
2005
Pages
9
Catalog Number
V36040
ISBN (eBook)
9783638357906
ISBN (Book)
9783640667567
Language
German
Tags
Leidenschaften Seele Rene Descartes Projekkurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Sibila (Author), 2005, Die Leidenschaften der Seele von Rene Descartes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36040
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