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Chinas Weg zur Marktwirtschaft

Title: Chinas Weg zur Marktwirtschaft

Seminar Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Robert Schwanitz (Author)

Politics - Region: Far East
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1,28 Mrd. Menschen und eine Fläche von 9.597.995 Quadratkilometern, das ist China in statistischen Dimensionen ausgedrückt. Zum Vergleich: Deutschland hat eine Fläche von ca. 357.000 Quadratkilometern und eine Einwohnerzahl von ca. 82 Mill. Menschen. Allein diese Zahlen machen schon deutlich welch ein Gigant China ist, und dennoch gehörte das Land über lange Zeit zu den wirtschaftlichen Entwicklungsländern. Dies hat sich grundlegend geändert. China ist auf dem besten Wege auch wirtschaftlich ein Gigant zu werden. Mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 8% in den letzten 5 Jahren nimmt es die Spitzenposition unter den Industrieländern ein. China ist durch sein reichhaltiges Angebot an billigen Arbeitskräften mittlerweile zur Werkbank der Welt geworden. Jede zweite Digitalkamera, jedes dritte Handy und jede vierte Waschmaschine kommen aus China. 80% aller DVD Spieler, 70% aller Spielwaren und 50% aller Schuhe werden in China produziert. 2003 flossen ca. 53 Mrd. $ an Direktinvestitionen in die chinesische Wirtschaft. Im Verbrauch von Stahl, Kohle und Zement belegt China weltweit Platz 1. Im Erdölverbrauch rangiert nur noch die USA vor dem „Reich der Mitte“.

Wie aber kam es zu dieser Entwicklung, und wo nahm diese ihren Ursprung? Diese Arbeit soll den Prozess der Hinwendung Chinas zu mehr Marktwirtschaft und weg von der Planwirtschaft seit 1949 nachzeichnen. Welche Maßnahmen wurden ergriffen, und was waren die Auslöser für diese Schritte? Zum besseren Verständnis wird dieser Prozess zumindest ansatzweise in seinen historischen Hintergrund eingebettet. Als Einführung werden die beiden Systeme der Plan- und Verkehrswirtschaft im folgenden Kapitel 2 vorgestellt und erläutert. Des Weiteren soll untersucht werden, inwiefern es China gelungen ist, planwirtschaftliche und marktwirtschaftliche Elemente zu vereinen, und welche Schwierigkeiten sich daraus ergeben haben. Kann China den Spagat zwischen Kommunismus und Marktwirtschaft tatsächlich auf Dauer aufrechterhalten? Dieser Aspekt soll in einem abschließenden Fazit näher beleuchtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zwei Systeme: Plan- und Verkehrswirtschaft

2.1 Planwirtschaft

2.2 Verkehrswirtschaft

2.2.1 Konstituierende Prinzipien

2.2.2 Regulierende Prinzipien

3. China: Planwirtschaftliche Phase

3.1 Probleme der Planwirtschaft in China

4. China: Marktwirtschaftliche Reformen

4.1 Die Idee der Sonderwirtschaftszonen

4.2 Kritik der Reformen

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

6.1 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen und wirtschaftspolitischen Transformationsprozess Chinas von einer strikten Planwirtschaft hin zu einer marktwirtschaftlich orientierten Ordnung ab dem Jahr 1949. Dabei wird analysiert, welche Maßnahmen ergriffen wurden, welche systemimmanenten Probleme des zentralistischen Modells die Reformen auslösten und inwieweit das Land heute marktwirtschaftliche Prinzipien nach dem Ansatz von Walter Eucken erfüllt.

  • Historische Entwicklung der chinesischen Wirtschaftsordnung seit 1949
  • Vergleichende Analyse von Planwirtschaft und Marktwirtschaft
  • Die Rolle der Sonderwirtschaftszonen für den wirtschaftlichen Aufstieg
  • Bewertung der Reformen anhand ordnungspolitischer Prinzipien
  • Herausforderungen durch staatliche Monopole und sozioökonomische Disparitäten

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Idee der Sonderwirtschaftszonen

Der Hauptgrund für Chinas rasanten wirtschaftlichen Aufschwung ist aber vor allen Dingen in der Reformkomponente der Sonderwirtschaftszonen zu sehen. Diese stellten kapitalistische Experimente da, und wurden ab 1979 eingerichtet. In diesen Zonen wurde es ausländischen Investoren erlaubt mit chinesischen Firmen Handelsbeziehungen aufzubauen und auch selbst zu investieren, was im Rest des Landes nicht möglich war. Als Ziel dieser SWZ waren Devisenerwerb und Technologietransfer aus dem Ausland vorgesehen. Die verfassungsrechtliche Basis für die SWZ wurde 1982 in Artikel 18 der Verfassung geschaffen: „Die Volksrepublik China erlaubt ausländischen Unternehmen, anderen ausländischen Wirtschaftsorganisationen oder ausländischen Individuen, in China zu investieren oder mit chinesischen Betrieben oder anderen chinesischen Wirtschaftsorganisationen in verschiedener Form wirtschaftlich zu kooperieren.“

Bei der Standortauswahl der SWZ spielten mehrere Überlegungen eine Rolle. Vor allen Dingen aber sollte die räumliche Nähe zu den kapitalistischen Stadtstaaten Hongkong und Macao genutzt werden, um besonders von dort Direktinvestitionen anziehen zu können, die dann in Handelsbeziehungen münden würden. Des Weiteren spielten andere wirtschaftliche Voraussetzungen eine Rolle. Die SWZ musste über eine gute Infrastruktur verfügen und außerdem mussten die Kosten für Arbeit, Boden und Transport besonders niedrig sein. Des Weitern sollte eine gute Verwaltungsorganisation und gute Verbindungen zum ausländischen Kapitalmarkt bestehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die statistische Dimension Chinas ein und skizziert die Fragestellung nach dem Ursprung des enormen wirtschaftlichen Wandels von der Plan- zur Marktwirtschaft.

2. Zwei Systeme: Plan- und Verkehrswirtschaft: Das Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen der Wirtschaftsordnungen und stellt die sieben konstituierenden sowie vier regulierenden Prinzipien nach Walter Eucken vor.

3. China: Planwirtschaftliche Phase: Hier wird der Aufbau des sozialistischen Systems nach sowjetischem Vorbild seit 1949 beschrieben und die kritische Starrheit sowie Ineffizienz der bürokratischen Planverwaltung thematisiert.

4. China: Marktwirtschaftliche Reformen: Dieser Abschnitt analysiert die ab 1978 eingeleiteten Reformschritte, den Erfolg der Sonderwirtschaftszonen und die fortbestehenden Herausforderungen in der chinesischen Wirtschaftsordnung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz zwischen wirtschaftlicher Liberalisierung und dem Beibehalten autokratischer, planwirtschaftlicher Strukturen zusammen und diskutiert mögliche zukünftige Entwicklungen.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Untermauerung der wissenschaftlichen Analyse.

Schlüsselwörter

China, Planwirtschaft, Marktwirtschaft, Wirtschaftsordnung, Sonderwirtschaftszonen, Reformen, Deng Xiaoping, Walter Eucken, Transformationsprozess, Industrialisierung, Staatseigentum, Außenhandel, Investitionen, Ordnungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den wirtschaftspolitischen Wandel Chinas, der das Land von einer starren, zentralisierten Planwirtschaft in ein System transformiert hat, das zunehmend marktwirtschaftliche Elemente integriert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der Vergleich zwischen Plan- und Marktwirtschaft, die historische Entwicklung der chinesischen Wirtschaft seit 1949 sowie die ordnungspolitische Bewertung der Reformen unter Deng Xiaoping.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Ursprüngen und Auslösern der wirtschaftlichen Öffnung Chinas und untersucht, wie erfolgreich das Land den Spagat zwischen kommunistischer Führung und marktwirtschaftlicher Effizienz bewältigt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Bezugsrahmen, insbesondere die ordnungspolitischen Prinzipien von Walter Eucken, um den Grad der Marktwirtschaftlichkeit in der chinesischen Realität zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Funktionsweise der beiden Wirtschaftssysteme, die Probleme der chinesischen Planungsphase (z.B. Bürokratie, Ineffizienz) und die marktwirtschaftlichen Reformmaßnahmen seit Ende der 70er Jahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sonderwirtschaftszonen, Transformation, Planwirtschaft, Marktwirtschaft, Ordnungspolitik, Devisenerwerb, Technologietransfer und staatliche Monopole.

Welche Rolle spielen die Sonderwirtschaftszonen (SWZ)?

Sie dienen als kapitalistische Experimentierfelder für Investitionen und Technologietransfer, die maßgeblich zum wirtschaftlichen Boom in den Küstenregionen beigetragen haben.

Warum wird die Rolle der Bürokratie so kritisch hervorgehoben?

Die Arbeit verdeutlicht anhand von Fallbeispielen, dass eine schwerfällige, hierarchische Bürokratie Innovationen hemmt und die notwendige Flexibilität für marktwirtschaftliche Prozesse behindert.

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Details

Title
Chinas Weg zur Marktwirtschaft
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Course
Seminar - Wirtschaftsordnungen im Vergleich
Grade
1,3
Author
Robert Schwanitz (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V36045
ISBN (eBook)
9783638357920
ISBN (Book)
9783638653381
Language
German
Tags
Chinas Marktwirtschaft Seminar Wirtschaftsordnungen Vergleich Walter Euken China
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Schwanitz (Author), 2005, Chinas Weg zur Marktwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36045
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