Der Lehrplan Sport der Sekundarstufe 1 ist in drei Bereiche gegliedert. Der Bereich A umfasst die Teilbereiche Gerätturnen, Gymnastik und Tanz, Leichtathletik und Schwimmen, Bereich B die Ballsportarten (Fußball, Handball, Volleyball, Basketball...).
Pädagogischer Freiraum wird in Bereich C gewährleistet.
Der Bereich A wird in der sechsten Klasse mit 40, Bereich B mit 15 und Bereich C mit 25 Stunden angesetzt.
Die vorliegende Stunde zum Thema Jonglieren kann eindeutig dem Pädagogischen Freiraum in Bereich C zugeordnet werden, welcher „inhaltlich nicht festgelegt“1 ist und besondere Möglichkeiten eröffnet, „auch die Inhalte eines erweiterten Sportbegriffs...zum Thema des Unterrichts zu machen“2. Dazu gehört beispielsweise auch die „Vermittlung einer Sportart mit alternativem thematischem Schwerpunkt“3
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1 Lehrplan Sport für die Sekundarstufe 1, S. 6
2 Lehrplan Sport für die Sekundarstufe 1, S. 6
3 Lehrplan Sport für die Sekundarstufe 1, S. 51
Inhaltsverzeichnis
1. Einordnung der Unterrichtsstunde
1.1 Einordnung in den Lehrplan
1.2 Einordnung in eine Unterrichtseinheit
2. Allgemeine und spezielle Voraussetzungen der Schülerinnen
3. Lernziele
3.1. Grobziel
3.2 Feinziel
4. Sachanalyse
4.1 Jonglieren
4.2 Tuchjonglage
4.3 Halten, Werfen und Fangen der Tücher bei der Tuchjonglage
4.4 Grundtechnik des Jonglierens: das Grundmuster Kaskade
4.5 Partnerjonglage
4.6 Kombination verschiedener Tricks
5. Methodisch-Didaktische Analyse
5.1 Einstieg
5.2 Hinführung
5.3 Hauptphase
5.3.1 Erarbeitung
5.3.2 Festigung
5.3.3 Anwendung
5.3.4 Kontrolle
5.4 Schluss
6. Verlaufsplan
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Unterrichtseinheit zielt darauf ab, Schülerinnen der sechsten Klasse in die Grundlagen der Jonglage mit Tüchern und Bällen einzuführen. Im Zentrum steht dabei die Erlernung des Grundmusters „Kaskade“, wobei durch methodisch abwechslungsreiche Übungen koordinative Fähigkeiten gefördert und die Teamfähigkeit durch Partnerübungen gestärkt werden sollen.
- Einführung in die grundlegende Wurf- und Fangtechnik der Tuchjonglage.
- Vermittlung des Jongliermusters „Kaskade“ als Basis für weitere Techniken.
- Förderung der Koordination, Reaktion und Rhythmisierung durch spielerische Bewegungsformen.
- Anregung zur Kreativität durch die Erarbeitung kleiner Jonglage-Präsentationen in Gruppen.
- Stärkung der sozialen Kompetenz und Teamarbeit durch Partnerjonglage.
Auszug aus dem Buch
4.4 Grundtechnik des Jonglierens: das Grundmuster Kaskade
Die Kaskade kann mit einer ungeraden Anzahl von Gegenständen jongliert werden. In dieser Stunde wird die Jonglage mit drei Tüchern erlernt, weshalb ich die Kaskade auch an diesem Beispiel erkläre:
Die Flugbahn der Tücher beschreibt bei der Kaskade eine liegende Acht. Die Tücher werden dabei stets von einer Hand schräg nach oben zur anderen Körperseite geführt und dort abgeworfen. Bei der Abwärtsbewegung der Hand wird ein fallendes Tuch gerade gefangen, um anschließend wieder schräg nach oben geworfen zu werden usw.
Zu Beginn der Jonglage werden zwei Tücher in einer (meist der stärkeren) und eins in der anderen Hand gehalten. Tuch 1 (das vordere Tuch aus der stärkeren Hand) wird dann entsprechend der Flugbahn geworfen. Tuch 2 (das Tuch aus der zweiten Hand), wird in die andere Richtung abgeworfen, sobald Tuch 1 den höchsten Punkt erreicht hat. Anschließend fängt die zweite Hand im Herabkommen das erste Tuch, während gleichzeitig Tuch 3 (das hintere Tuch aus der starken Hand) geworfen wird. Anschließend wird Tuch zwei auf gleiche Art gefangen und zur selben Zeit das erste Tuch erneut geworfen usw.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einordnung der Unterrichtsstunde: Die Stunde wird in den Lehrplan Sport der Sekundarstufe 1 eingebettet und als Einstieg in eine Unterrichtseinheit zum Jonglieren konzipiert.
2. Allgemeine und spezielle Voraussetzungen der Schülerinnen: Es wird der Leistungsstand und die Motivation der Klasse 6b für das Jonglieren analysiert.
3. Lernziele: Die Grob- und Feinziele fokussieren auf das Erlernen des Jongliermusters Kaskade mit Tüchern und Bällen.
4. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Jonglierens, speziell der Tuchjonglage und des Grundmusters Kaskade.
5. Methodisch-Didaktische Analyse: Hier wird der Stundenaufbau von Einstieg bis Schluss reflektiert und methodisch begründet.
6. Verlaufsplan: Dieser Abschnitt bietet eine tabellarische Übersicht über den zeitlichen Ablauf, die Intentionen und die methodischen Hinweise der Unterrichtsstunde.
Schlüsselwörter
Jonglage, Tuchjonglage, Kaskade, Sportunterricht, Koordination, Wurftechnik, Fangtechnik, Partnerjonglage, Bewegungserziehung, Rhythmisierung, Methodenkompetenz, Sachkompetenz, Schulsport, Bewegungsgestaltung, motorische Fähigkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundsätzlich?
Es geht um die Einführung von Schülerinnen der 6. Klasse in die Grundlagen der Jonglage mit Tüchern, um motorische Fähigkeiten und Teamarbeit zu fördern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen die Einführung in das Grundmuster Kaskade, die Wurf- und Fangtechnik sowie die kreative Umsetzung in kleinen Jonglage-Präsentationen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Lernziel ist, dass die Schülerinnen das Grundmuster „Kaskade“ mit drei Tüchern sicher erlernen und anwenden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit folgt einer sportdidaktischen Struktur, bestehend aus Sachanalyse, methodisch-didaktischer Analyse und einem detaillierten Verlaufsplan.
Was wird im Hauptteil der Unterrichtsstunde behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Erarbeitungsphase mit verschiedenen Schwing- und Wurfvorübungen, eine Festigungsphase mit freiem Üben und eine Anwendungsphase in Gruppen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Jonglage, Kaskade, Koordination, Tuchjonglage, Sportunterricht und Teamfähigkeit.
Warum eignen sich Tücher besonders gut für Jonglieranfänger?
Tücher haben aufgrund ihres Materials ein langsameres Flugverhalten als Bälle, wodurch den Schülern mehr Zeit für die korrekte Ausführung der Wurf- und Fangbewegungen bleibt.
Wie wird mit leistungsschwächeren Schülerinnen umgegangen?
Durch die Differenzierung im Unterricht können diese Schülerinnen auf die grundlegenden Vorübungen zurückgreifen, um Fehler individuell auszubessern, während Stärkere bereits Partnerübungen testen.
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- Andrea Lenz (Author), 2003, Einführung in die Tuchjonglage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36046