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Simmel und seine Welt - Eine Zusammenfassung von "Grundfragen der Soziologie" und "Das individuelle Gesetz"

Titre: Simmel und seine Welt - Eine Zusammenfassung von "Grundfragen der Soziologie" und "Das individuelle Gesetz"

Dossier / Travail , 2005 , 8 Pages , Note: 2

Autor:in: Marian Berginz (Auteur)

Sociologie - Généralités et Théories
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Es gibt das Klischee, dass deutschsprachige Soziologen, anders als ihre angloamerikanischen Kollegen, manchmal sehr schwer verständlich sind. Dies liegt vermutlich auch daran, dass diese Länder früher demokratisiert wurden und damit die Idee das Wissen der Masse zugänglich zu machen, früher eingezogen ist. Außerdem ist die deutsche Sprache sehr kompliziert und oft nicht auf den ersten Blick zugänglich. Georg Simmel kann sich dieser Tendenz nicht entziehen, da seine formale Sichtweise der Soziologie eben eine sehr allgemeine ist. Sie kann überall angewendet werden und ist daher in ihrer Formulierung nur wenig konkret.
Was ist eigentlich Soziologie? Was ist ihr Forschungsgegenstand? Ist sie als solches überhaupt existent?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundfragen der Soziologie

3. Die Geselligkeit

4. Das individuelle Gesetz

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die soziologischen Kernkonzepte von Georg Simmel auf Basis seiner Werke „Grundfragen der Soziologie“ und „Das individuelle Gesetz“ zusammenzufassen und seine formale Sichtweise auf das soziale Leben zu erläutern.

  • Die Abkehr vom methodologischen Individualismus zugunsten der Wechselwirkungslehre.
  • Die Definition der Soziologie als Lehre der Grammatik der Vergesellschaftung.
  • Die Analyse der Geselligkeit als „Spiel“ der sozialen Interaktion.
  • Die Auseinandersetzung mit dem kantischen Pflichtbegriff und der Entwicklung des individuellen Gesetzes.

Auszug aus dem Buch

Die Grammatik der Vergesellschaftung

Diese Grammatik besteht aus den bereits beschriebenen Wechselwirkungen. Dies ist der Unterschied zu der bereits existenten bzw. nicht existenten Soziologie. „So wenig aber daraufhin Induktion eine besondere Wissenschaft ist oder gar eine allbefassende, so wenig ist es auf diese Momente hin die Soziologie“. Denn bis dahin war die Soziologie nur eine Methode ohne konkreten Forschungsgegenstand, der es einer Wissenschaft erlauben würde, sich als solches zu bezeichnen.

Wissenschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man Regelmäßigkeiten aufdeckt und Gesetze aufstellt. Dementsprechend versucht dies Simmel auch bei den Prozessen der Vergesellschaftung. Diese werden im Besonderen am Anfang des dritten Kapitels „Die Geselligkeit“ beschrieben. Doch vorher, zurück zum Gegenstand und Wesen der Soziologie. Die Formen der Wechselwirkungen zu beschreiben ist der zentrale Punkt. “Reine Soziologie“ meint Simmel „... zieht aus den Erscheinungen das Moment der Vergesellschaftung, induktiv und psychologisch von der Mannigfaltigkeit ihrer Inhalte und Zwecke, die für sich noch nicht gesellschaftlich sind, gelöst, wie die Grammatik die reinen Formen der Sprache von den Inhalten sondert, an denen diese Formen lebendig sind.“

Der Gedanke ist klar. Man nimmt eine augenscheinlich soziale Situation, subtrahiert alles sich auf die jeweilige Situation beziehende und übrig bleibt ein Verlauf des menschlichen Interagierens, der mit anderen vergleichbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderung der Komplexität von Georg Simmels soziologischem Denken ein und stellt die zentrale Fragestellung nach der Existenzberechtigung der Soziologie als Wissenschaft auf.

2. Grundfragen der Soziologie: Hier wird Simmels Ablehnung des methodologischen Individualismus dargelegt und die Soziologie als eine Lehre der Wechselwirkungen definiert, die Strukturen hinter dem sozialen Pulsieren sichtbar macht.

3. Die Geselligkeit: In diesem Kapitel wird das Phänomen der Geselligkeit als eine heile, spielerische Form des Miteinanders erläutert, die von unmittelbaren inhaltlichen Zwecken gelöst ist und eigenen Gesetzen folgt.

4. Das individuelle Gesetz: Dieser Abschnitt behandelt die kritische Auseinandersetzung mit Kants Pflichtethik und entwirft das Konzept eines individuellen Gesetzes, das Handlungen in den Kontext der persönlichen Lebensgeschichte einbettet.

Schlüsselwörter

Soziologie, Georg Simmel, Vergesellschaftung, Wechselwirkung, Formale Soziologie, Geselligkeit, Individuelles Gesetz, Lebensanschauung, methodologischer Individualismus, Kategorischer Imperativ, Interaktion, soziale Welt, Grammatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine zusammenfassende Analyse der soziologischen Kerngedanken von Georg Simmel, basierend auf seinen Werken „Grundfragen der Soziologie“ und „Das individuelle Gesetz“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition der Soziologie, die Theorie der Wechselwirkung, das Wesen der Geselligkeit sowie die kritische Reflexion über moralische Gesetze im individuellen Lebenskontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, Simmels formale Sichtweise der Soziologie verständlich zu machen und zu zeigen, wie er soziale Phänomene als eine Art „Grammatik“ begreift.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet Simmel laut der Arbeit?

Simmel verwendet eine formal-soziologische Methode, bei der soziale Situationen von ihren inhaltlichen Zufälligkeiten befreit werden, um die zugrundeliegenden reinen Formen der Interaktion zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von „Grundfragen der Soziologie“, die Analyse der Geselligkeit als soziales Spiel sowie die Diskussion über die Vereinbarkeit von Individualität und Gesetzmäßigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Vergesellschaftung, Wechselwirkung, Formale Soziologie, Geselligkeit und das individuelle Gesetz.

Wie unterscheidet sich Simmels Begriff der Geselligkeit von einer gewöhnlichen sozialen Interaktion?

Die Geselligkeit ist für Simmel eine Form, in der soziale Interaktion um ihrer selbst willen stattfindet und die alltägliche Zweckhaftigkeit in den Hintergrund tritt, um ein „Spiel“ der Gleichheit zu erzeugen.

Warum kritisiert Simmel das allgemeine Gesetz in Bezug auf das Individuum?

Simmel kritisiert, dass allgemeine Gesetze (wie die Pflichtethik bei Kant) das Individuum aus seinem Lebenszusammenhang reißen, anstatt ein Gesetz zu bieten, das aus der Tiefe des individuellen Daseins erwächst.

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Résumé des informations

Titre
Simmel und seine Welt - Eine Zusammenfassung von "Grundfragen der Soziologie" und "Das individuelle Gesetz"
Université
University of Graz  (Institut für Soziologie)
Cours
Soziologische Theorien
Note
2
Auteur
Marian Berginz (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
8
N° de catalogue
V36056
ISBN (ebook)
9783638358002
Langue
allemand
mots-clé
Simmel Welt Eine Zusammenfassung Grundfragen Soziologie Gesetz Soziologische Theorien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marian Berginz (Auteur), 2005, Simmel und seine Welt - Eine Zusammenfassung von "Grundfragen der Soziologie" und "Das individuelle Gesetz", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36056
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