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Die Zeichen der Heiligkeit

Title: Die Zeichen der Heiligkeit

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Reik Högner (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Schon das frühe Christentum verehrte Heilige - zunächst die biblischen Gestalten. Im vierten Jahrhundert kam es aufgrund der Christenverfolgungen (Höhepunkt unter Kaiser Diocletian
284 – 305) zur Bewunderung einer neuen Gruppe. Das waren Menschen, die trotz der Verfolgung an ihrem Glauben bis zum Tod festhielten – die Märtyrer.
Das Christentum konnte sich schließlich („von oben“) durch Konstantin den Großen als Staatsreligion etablieren und in den nächsten Jahrhunderten festigen. Durch gesellschaftliche Veränderungen wurden nun stets andere Menschen zu Heiligen.
Die vorliegende Arbeit soll nun die Kennzeichen untersuchen, die im Mittelalter, ja schon in der frühchristlichen Kunst, den Verehrten beigefügt wurden. Der Heiligenschein nimmt eine besondere Rolle als übergeordnetes Attribut der Heiligkeit ein. Weiterhin soll beleuchtet werden, welche Attribute es seit wann gibt – lassen sie sich klassifizieren? Abschließend steht der Versuch die Frage zu beantworten, wie denn der Heilige überhaupt zu seinem künstlerischen Accessoire gekommen ist.
Die Forschungslage zu diesem Gebiet ist äußerst schwierig zu überblicken, die Entstehung Standardwerke, wie das Buch Joseph Brauns, liegen schon mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Viele heutige Schriften basieren auf dem alten Wissensstand. Eva Schurr greift neue Aspekte auf. Sie beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Entwicklung der Attribute jedoch nur bis zum 8. Jahrhundert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Genereller Ausweis der Heiligkeit

2.1 Der Nimbus

2.2 Baldachinarchitektur

3. Die Attribute der Heiligen

3.1 Attribute in der christlichen bildenden Kunst des Mittelalters

3.1.1 Klassifizierung der Attribute

3.1.2 „Problematik Kleidung und physiognomische Eigenheiten“

3.2 Die Gattungsattribute oder allgemeine Attribute

3.3 Die individuellen oder persönlichen Attribute

4. Der Ursprung der Attribute, Beziehung zur Trägerfigur

4.1 Bedeutsames Ereignis

4.2 Wesen, heilsgeschichtliche Funktion

4.3 Äußerer Lebensumstand

4.4 Die „redenden“ Attribute

4.5 Auslegung der heiligen Schrift

5. Herausragendes zu den Attributen

6. Zusammenfassung

7.Bildteil

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die symbolische Kennzeichnung von Heiligen in der christlichen Kunst des Mittelalters, insbesondere die Rolle und Entwicklung von Attributen sowie des Heiligenscheins, um zu klären, wie diese Accessoires zur Identifikation und Bedeutungserhöhung der dargestellten Figuren beitrugen.

  • Historische Entwicklung des Heiligenscheins als übergeordnetes Attribut
  • Klassifizierung von Attributen in allgemeine (Gattungs-) und individuelle Merkmale
  • Zusammenhang zwischen Attributen und der biographischen oder theologischen Identität der Heiligen
  • Funktion von Bildern als „Bibel der Laien“ in einer weitgehend schriftlosen Gesellschaft
  • Analyse ikonographischer Beispiele von der Spätantike bis zum ausgehenden Mittelalter

Auszug aus dem Buch

3.1 Attribute in der christlichen bildenden Kunst des Mittelalters

„Barbara mit dem Turm, Margareta mit dem Wurm, Katharina mit dem Radl, das sind die heiligen drei Madl. Der Vers bezeugt ihre Volkstümlichkeit und zugleich die Notwendigkeit in einer weitgehend schriftlosen Zeit die Heiligen durch Attribute zu kennzeichnen.“6 Attribute7 sind Beigaben, die einem in der darstellenden Kunst, abgebildeten Heiligen beigefügt wurden. Sie ermöglichten es vor allem die Person des Heiligen zu erkennen. Außerdem sagten diese besonderen Symbole etwas über die dargestellte Figur aus, verwiesen auf eine biographische Episode, auf ihre gesellschaftliche Stellung oder charakterliche Eigenschaften.8 Die Attribute ermöglichten also dem mittelalterlichen Betrachter nicht nur eine dargestellte Person eindeutig als Heiligen zu identifizieren, sondern auch auf die Gründe seiner Heiligkeit zu schließen.

Gegenständlich lassen sich die Kennzeichen der Heiligen unterscheiden in sachliche und sinnbildliche. Sachliche Attribute wurden nach ihrem Sinn verstanden, wie das Buch bei den Aposteln oder das Schwert bei Heiligen des Ritterstandes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den historischen Kontext der Heiligenverehrung im Mittelalter dar und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Kennzeichen der Heiligen ikonographisch zu untersuchen.

2. Genereller Ausweis der Heiligkeit: Dieses Kapitel behandelt den Nimbus und die Baldachinarchitektur als übergreifende Symbole, die den sakralen Status einer Figur markieren.

3. Die Attribute der Heiligen: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung und Klassifizierung der Attribute in allgemeine Gattungsattribute und individuelle, persönliche Beigaben.

4. Der Ursprung der Attribute, Beziehung zur Trägerfigur: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Hintergründe für die Wahl bestimmter Attribute, etwa Ereignisse, Wesenszüge oder etymologische Herleitungen.

5. Herausragendes zu den Attributen: Eine kurze Zusammenführung zentraler Erkenntnisse zu häufigen Attributen wie dem Buch oder spezifischen Heiligenfiguren.

6. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung unterstreicht, dass Heiligenkennzeichen primär der bildhaften Erhöhung und Bedeutungserhöhung dienten und als visuelles Medium in der mittelalterlichen Bildkatechese fungierten.

7.Bildteil: Dieser Abschnitt bietet eine visuelle Dokumentation der in der Arbeit analysierten Heiligenfiguren und ihrer spezifischen Attribute.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Monographien und Internetquellen zur Ikonographie und Geschichte des Mittelalters.

Schlüsselwörter

Heiligenattribute, christliche Kunst, Mittelalter, Nimbus, Ikonographie, Heiligenschein, Gattungsattribute, individuelle Attribute, Bildkatechese, Märtyrer, Apostel, Bildmedium, Symbolik, Identifikation, Heiligenverehrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und Analyse der sogenannten Heiligenattribute, also der Symbole und Beigaben, die in der mittelalterlichen christlichen Kunst verwendet wurden, um Heilige darzustellen und zu kennzeichnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Rolle des Heiligenscheins (Nimbus), die Unterscheidung zwischen allgemeinen und persönlichen Attributen sowie die Funktion von Bildern als Informationsquelle in der mittelalterlichen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klassifizieren, welche Attribute existieren, wie sich diese historisch entwickelt haben und vor allem, auf welche Weise sie dem Betrachter die Identität und die Gründe für die Heiligkeit einer dargestellten Person vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ikonographische Untersuchung, bei der kunsthistorische Standardwerke und Bildanalysen herangezogen werden, um die Entwicklung der Symbolik vom Mittelalter bis zum ausgehenden Mittelalter nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Nimbus als generelles Heiligkeitssymbol, die Einteilung in sachliche und sinnbildliche Attribute sowie der Zusammenhang zwischen Attributen und der Trägerfigur (z. B. durch Lebensumstände oder Legenden) detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Heiligenattribute, Ikonographie, Mittelalter, Symbolik und Bildkatechese geprägt.

Warum galt der Nimbus als das einzig übergreifende Beispiel für den Ausweis der Heiligkeit?

Der Nimbus war das einzige Symbol, das unabhängig von Beruf, Stand oder Martyrium universal bei allen sakralen Personen Anwendung fand, weshalb er in der Literatur als das herausragende, generelle Attribut der Heiligkeit betrachtet wird.

Wie veränderte sich die Bedeutung der Attribute im ausgehenden Mittelalter?

Im ausgehenden Mittelalter stieg die Anzahl der Attribute stark an, da der Heiligenkult zunahm und die Bildsprache stärker in den privaten Kult integriert wurde, um die Heiligenindividueller und zugänglicher darzustellen.

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Details

Title
Die Zeichen der Heiligkeit
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Proseminar Heilige Männer, heilige Frauen
Grade
2,0
Author
Reik Högner (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V36091
ISBN (eBook)
9783638358200
ISBN (Book)
9783638653398
Language
German
Tags
Zeichen Heiligkeit Proseminar Heilige Männer Frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Reik Högner (Author), 2003, Die Zeichen der Heiligkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36091
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