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Der Personalabbauprozess. Ein Einblick in die verschiedenen Abbauinstrumente.

Title: Der Personalabbauprozess. Ein Einblick in die verschiedenen Abbauinstrumente.

Diploma Thesis , 2005 , 62 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susanne Breuer (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Fast täglich informieren die Medien über Personalabbau in deutschen Unternehmen. In Tageszeitungen, in Wirtschafts- oder allgemeinen Magazinen und in Rundfunk oder Fernsehen wird von Unternehmen berichtet, die Personalkostenreduzierungen mit Hilfe von Personalabbau oder sonstigen personellen Maßnahmen durchführen. Industrieunternehmen, in denen Tausende von Arbeitnehmern entlassen werden sollen, gewinnen dabei ein besonderes Augenmerk. Doch auch in mittelständischen Betrieben, Dienstleistungsgesellschaften und im öffentlichen Dienst setzt sich dieser Trend fort. In jüngster Zeit veröffentlichten deutsche Tageszeitungen zum Thema Personalabbau folgende Schlagzeilen:

„Sparkurs bei Vivantes: Im Humboldt-Klinikum soll jeder vierte Arzt gehen“
„Berliner Unis: Personalabbau gefährdet auch Forschungsmittel“
„BSR setzt Stellenabbau fort“
„Karstadt streicht 4000 Stellen“
„Deutsche Telekom streicht erfolgreich“

Um gegenüber Konkurrenten Wettbewerbsvorteile aufweisen zu können, müssen Unternehmen effizient sein. Das bedeutet Kosten einsparen bei gleichbleibender Leistungserbringung.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Bedeutung von Personalkosteneinsparungsmaßnahmen in der deutschen Wirtschaft

1.2 Motivation und Hintergrund der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Merkmale des Personalabbaus

2.1 Ursachen des Personalabbaus

2.1.1 Unternehmenspolitische Ursachen

2.1.2 Wirtschaftspolitische Ursachen

2.1.3 Die häufigsten Einzelursachen von Personalabbau

2.2 Ziele des Personalabbaus

2.3 Zusammenfassung

3. Folgewirkungen durch Personalabbau

3.1 Personalabbau und Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Arbeitslosenstatistik

3.2 Negative arbeitnehmerbezogene Folgewirkungen von Entlassungen

3.2.1 Ausscheidende Mitarbeiter „Opfer“

3.2.2 Verbleibende Mitarbeiter „Survivor“

3.3 Negative unternehmensbezogene Folgewirkungen von Entlassungen

3.4 Zusammenfassung

4. Rolle der Führungskraft in Zeiten von Umstrukturierungsprozessen

5. Gesetzliche Rahmenbedingungen

5.1 Das Arbeitsrecht

5.1.1 Individuelles Arbeitsrecht

5.1.1.1 Allgemeiner Kündigungsschutz

5.1.1.2 Sonderkündigungsschutz

5.1.2 Kollektives Arbeitsrecht

5.1.2.1 Betriebsverfassungsgesetz

5.1.2.2 Tarifvertragsgesetz

5.1.2.3 Rationalisierungsschutzabkommen

5.2 Zusammenfassung

6. Darstellung von Personalabbauinstrumenten

6.1 Altersteilzeit

6.2 Aufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung

6.3 Ausnutzung natürlicher Fluktuation

6.4 Betriebsbedingte Arbeitgeberkündigung

6.5 Gestaltungsmöglichkeiten zum humanen Personalabbau

6.5.1 Sozialplan

6.5.2 Outplacement

6.6 Zusammenfassung

7. Alternativen zum Stellenabbau

7.1 Maßnahmen der Produktions- und Absatzplanung

7.1.1 Erweiterte Lagerhaltung

7.1.2 Rücknahme von Fremdaufträgen

7.1.3 Vorziehen von Reparatur- und Erneuerungsaufgaben

7.1.4 Produktdiversifikation

7.1.5 Erhöhung der Marketingaktivitäten

7.2 Maßnahmen der Arbeitszeitverkürzung

7.2.1 Abbau von Mehrarbeit / Überstunden

7.2.2 Einführung von Kurzarbeit

7.2.3 Kürzung der Arbeitszeit

7.2.4 Urlaubsplanung

7.2.5 Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitstellen

7.3 Maßnahmen der indirekten Personalfreisetzung

7.3.1 Einstellungsbeschränkungen

7.3.2 Änderungskündigung mit Prämienzahlungen

7.3.3 Nichtverlängerung von Zeitverträgen

7.3.4 Abbau von Leiharbeit

7.4 Zusammenfassung

8. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die vielschichtigen Aspekte des Personalabbaus in deutschen Unternehmen zu analysieren und dabei sowohl die Perspektive der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer zu beleuchten, um Wege für sozialverträgliche Lösungen aufzuzeigen.

  • Ursachen und Ziele von Personalabbauprozessen
  • Negative Folgen für die Betroffenen (Opfer) und die verbleibende Belegschaft (Survivor)
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen und arbeitsrechtliche Schutzvorschriften
  • Instrumente des direkten Personalabbaus und Alternativen zum Stellenabbau
  • Die Rolle der Führungskraft in Umstrukturierungsprozessen

Auszug aus dem Buch

6.5.2 Outplacement

Beim Outplacement - Konzept handelt es sich um eine Trennungsberatung für verbleibende und freigesetzte Mitarbeiter. Ziel einer Outplacement - Maßnahme ist die Vermeidung beziehungsweise Milderung der negativen Folgewirkungen eines Personalabbaus sowohl für die betroffenen Mitarbeiter als auch für das Unternehmen. In den USA wird dieses Konzept schon seit den 60er Jahren als eigenständiges Instrument eingesetzt. Nach Auffassung der damaligen Bundesanstalt für Arbeit handelt es sich beim Outplacement um eine arbeitsvermittelnde Tätigkeit, die gegen das Arbeitsplatzvermittlungsmonopol der Anstalt verstieß. In Deutschland hat sich daher erst Anfang der 80er Jahre eine Outplacement - Beraterbranche etabliert. Dies ist der Initiative eines heute führenden Outplacement - Beraters zu verdanken, der die Bundesanstalt für Arbeit überzeugte, dass die Berater keinen Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern aufnehmen, sondern lediglich eine Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.

Wörtlich übersetzt bedeutet Outplacement „Herausbefördern“ beziehungsweise „Herausplatzieren“ eines als ungeeignet erscheinenden Mitarbeiters. Das besagt nicht, dass dem Freizusetzenden problemlos und ohne aktive Mitarbeit ein neuer Arbeitsplatz angeboten wird. Vielmehr soll dem Betroffen im Rahmen einer ordnungsmäßigen Entlassung bei der Bewältigung psychisch - sozialer Spannungen geholfen werden. Das Konzept sollte zudem bei der Auswahl und dem Aufbau von Kontakten unterstützen und auf Basis einer individuellen Stärken/-Schwächenanalyse in einer gezielten Bewerbungskampagne gipfeln. Eine frühe Einbindung der Outplacement - Berater in einen Abbauprozess erhöht die Chance der einvernehmlichen Trennung und kann somit Kündigungsschutzklagen reduzieren, was auf der Unternehmensseiten zu einem positiven Kostenaspekt führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz von Personalkosteneinsparungsmaßnahmen in der deutschen Wirtschaft sowie die Motivation der Arbeit, die sich den komplexen Fragestellungen des Personalabbaus widmet.

2. Merkmale des Personalabbaus: Hier werden die unternehmens- und wirtschaftspolitischen Ursachen für Personalabbau sowie die daraus abgeleiteten Ziele der Unternehmensführung analysiert.

3. Folgewirkungen durch Personalabbau: Das Kapitel beleuchtet die negativen Konsequenzen für die Arbeitslosenstatistik sowie die psychologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf ausscheidende (Opfer) und verbleibende (Survivor) Mitarbeiter.

4. Rolle der Führungskraft in Zeiten von Umstrukturierungsprozessen: Es wird die anspruchsvolle Doppelfunktion der Führungskraft beschrieben, die sowohl funktionale Veränderungen steuern als auch die menschliche Komponente des Abschiedsprozesses begleiten muss.

5. Gesetzliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das individuelle und kollektive Arbeitsrecht und die Pflichten des Arbeitgebers bei Kündigungsprozessen.

6. Darstellung von Personalabbauinstrumenten: Es werden direkte Maßnahmen wie Altersteilzeit, Aufhebungsverträge und betriebsbedingte Kündigungen sowie deren Gestaltungsmöglichkeiten durch Sozialpläne und Outplacement vorgestellt.

7. Alternativen zum Stellenabbau: Das Kapitel präsentiert Ansätze zur Vermeidung von Entlassungen, wie Maßnahmen der Produktionsplanung, Arbeitszeitverkürzungen und indirekte Personalfreisetzung.

8. Zusammenfassung: Abschließend fasst dieses Kapitel die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer sozialverträglichen, proaktiven Personalplanung.

Schlüsselwörter

Personalabbau, Personalfreisetzung, Arbeitsrecht, Kündigungsschutz, Sozialplan, Outplacement, Altersteilzeit, Betriebswirtschaft, Führung, Arbeitslosigkeit, Personalwirtschaft, Beschäftigungssicherung, Umstrukturierung, Arbeitnehmervertretung, Personalplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Prozess des Personalabbaus in deutschen Unternehmen, untersucht die zugrunde liegenden Ursachen und stellt sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch praktische Instrumente für eine sozialverträgliche Umsetzung dar.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Ursachenanalyse für Personalabbau, die arbeitsrechtliche Absicherung, die psychologischen Auswirkungen auf die Belegschaft sowie die Differenzierung zwischen direkten Abbaumaßnahmen und Alternativen zur Stellenreduktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für den gesamten Personalabbauprozess zu schaffen und Führungskräften Strategien an die Hand zu geben, um Personalreduzierungen effizient und zugleich sozial verträglich zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, den Einbezug aktueller arbeitsmarktpolitischer Statistiken sowie die Auswertung von Umfrageergebnissen aus der Praxis der Personalwirtschaft.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil deckt die Ursachen und Ziele des Personalabbaus, die Folgewirkungen auf verschiedene Beschäftigtengruppen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Arbeitsrechts sowie die konkrete Darstellung von Abbauinstrumenten und deren Alternativen ab.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Personalfreisetzung, Kündigungsschutz, Sozialplan, Outplacement, Altersteilzeit und die Rolle der Führungskraft in Umstrukturierungsprozessen.

Welche Bedeutung kommt der Führungskraft bei Entlassungen zu?

Die Führungskraft trägt eine Doppelfunktion: Sie muss einerseits die strukturelle Notwendigkeit umsetzen und andererseits den Abschiedsprozess rücksichtsvoll gestalten, um die Akzeptanz bei der verbleibenden Belegschaft und das Image des Unternehmens zu wahren.

Warum wird in der Arbeit zwischen „Opfern“ und „Survivors“ unterschieden?

Die Unterscheidung verdeutlicht die unterschiedlichen psychologischen Auswirkungen: Während freigesetzte „Opfer“ ihre Identität und Sicherheit verlieren, leiden verbleibende „Survivor“ oft unter Stress, Schuldgefühlen und Ängsten bezüglich ihrer Zukunft im Unternehmen.

Welche Alternativen werden zum direkten Personalabbau aufgezeigt?

Die Arbeit nennt Maßnahmen der Produktions- und Absatzplanung (z.B. Lagerhaltung, Produktdiversifikation), Arbeitszeitverkürzungen (z.B. Kurzarbeit) sowie indirekte Maßnahmen wie Einstellungsstopps und das Auslaufenlassen von Zeitverträgen.

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Details

Title
Der Personalabbauprozess. Ein Einblick in die verschiedenen Abbauinstrumente.
College
Academy of Administration and Economy Berlin
Grade
1,7
Author
Susanne Breuer (Author)
Publication Year
2005
Pages
62
Catalog Number
V36092
ISBN (eBook)
9783638358217
Language
German
Tags
Personalabbauprozess Einblick Abbauinstrumente Topic_Outplacement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Breuer (Author), 2005, Der Personalabbauprozess. Ein Einblick in die verschiedenen Abbauinstrumente., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36092
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