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News Bias. Journalisten als zentrale Vermittler von Ereignissen via Massenmedien

Title: News Bias. Journalisten als zentrale Vermittler von Ereignissen via Massenmedien

Essay , 2005 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kristin Simon (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Wie werden aus Ereignissen Nachrichten? – Diese zentrale Frage steht im Mittelpunkt der Forschungstradition der Nachrichtenauswahl. Verschiedene Ansätze versuchen die Kriterien, die für die Selektion entscheidend sind, zu erklären.
Gatekeeperstudien befassen sich auf verschiedenen Ebenen mit den Entscheidungsträgern, die den Nachrichtenfluss kontrollieren. Die Nachrichtenwerttheorie versucht, Selektion durch die Wesensmerkmale eines Ereignisses zu begründen. Ansätze der News Bias Forschung hingegen konzentrieren sich auf den Journalisten als zentralen Vermittler von Ereignissen via Massenmedien, wobei dieser in dem Prozess von seinen Einstellungen beeinflusst wird und der Vorgang der Selektion somit subjektiv ist.
Der Journalist ‚erschafft’ Nachrichten erst durch Beobachtung und Bearbeitung von Geschehen. Die News Bias Forschung hat die Zielsetzung, die daraus resultierenden Einseitigkeiten, Unausgewogenheiten und politische Neigungen in der Berichterstattung zu erkennen und zu erklären. Dazu wurden in verschiedenen Studien vorrangig Wahlen und politische Konflikte untersucht. In diesem Exposee sollen kruz die verschiedenen Forschungsansätze der News Bias-Forschung dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist ein News Bias?

2. Forschungsansätze

2.1. Inhaltsanalyse

2.2. Experimentelle Untersuchungen

2.3. Kombination von Inhaltsanalyse und Befragung

2.4. Der publizistische Konflikt und Instrumentelle Aktualisierung

2.4.1. Begriffsklärung

2.4.2. Untersuchung

3. Zusammenfassung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "News Bias", um die Einseitigkeit, Unausgewogenheit und politischen Neigungen in der journalistischen Berichterstattung zu identifizieren und zu erklären. Dabei liegt der Fokus auf der Rolle des Journalisten als subjektiver Vermittler von Ereignissen.

  • Nachrichtenauswahl und Gatekeeper-Theorien
  • Einfluss journalistischer Einstellungen und Berufsnormen
  • Quantitative Methoden zur Messung von Medienobjektivität
  • Instrumentelle Aktualisierung in publizistischen Konflikten
  • Zusammenhang zwischen redaktioneller Linie und Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

2.4.1. Begriffsklärung

Kepplinger untersuchte das Verhalten von Journalisten bei publizistischen Konflikten. Dazu definiert er allgemein einen Konflikt als eine „Ausnahmesituation“ (Kepplinger 1989a : 199), in der Entscheidungen getroffen werden. Kontroversen werden unterschieden nach Anzahl der Konfliktgegner, der Konfliktebene, den Gegenständen der Auseinandersetzung und den Mitteln, mit denen sie geführt werden (Kepplinger 1989a : 199). Charakterisiert man Konflikte nach den angewandten Mitteln, kann man sie in gewaltsame und gewaltlose Auseinandersetzungen unterteilen. „Die gewaltlosen Konflikte und die gewaltlosen Elemente gewaltsamer Konflikte kann man … als Kommunikationskonflikte bezeichnen.“ (Kepplinger 1989a : 201). Dies sind Auseinandersetzungen, die mit Informationen geführt werden.

Kepplinger unterscheidet diese wiederum in private, öffentliche und publizistische Konflikte. Während private und öffentliche Kontroversen durch direkte Kommunikation geführt werden, werden publizistische Konflikte über die Massenmedien ausgetragen, welche als Vermittler zwischen Publikum und Gegner treten. Nach Kepplinger wird der Verlauf dieser Konflikte „von den spezifischen Selektionsbedingungen im Prozeß der Nachrichtenauswahl bestimmt.“ (Kepplinger 1989a : 204), z.B. von journalistischen Berufsnormen, Arbeitsbedingungen und Einstellungen. Publizistische Konflikte können zur Stärkung und zur Schwächung eines Kontrahenten beitragen. Dabei kann man zwei grundlegende Strategien der Journalisten unterscheiden: die instrumentelle Aktualisierung und die Umbewertung.

Instrumentelle Aktualisierung existiert, wenn eine Gegebenheit als wichtig dargestellt wird, welche die eigene Meinung, z.B. die des Mediums, stützt. Instrumentelle Aktualisierung ist somit eine zielgerichtete Handlung der Journalisten. Umbewertung liegt vor, wenn Gegebenheiten, die mit dem zentralen Konfliktgegenstand verbunden sind, öffentlich umbewertet werden (Kepplinger 1989a : 205). Die Folgen dieser Prozesse sind zum einen die „Einengung oder Ausweitung der Handlungsmöglichkeiten der Konfliktgegner“ und zum anderen die „Stärkung oder Schwächung der Legitimität der Konfliktgegner.“ (Kepplinger 1989a : 205).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist ein News Bias?: Dieses Kapitel führt in die Forschungstradition der Nachrichtenauswahl ein und diskutiert den Journalisten als subjektiven Akteur im Selektionsprozess.

2. Forschungsansätze: Hier werden zentrale methodische Ansätze wie Inhaltsanalysen, experimentelle Untersuchungen und Befragungskombinationen vorgestellt, um Einseitigkeit in Nachrichten zu messen.

2.1. Inhaltsanalyse: Das Kapitel beschreibt eine Pionierstudie, die den Zusammenhang zwischen redaktioneller Blattlinie und Berichterstattung quantitativ belegt.

2.2. Experimentelle Untersuchungen: Dieser Abschnitt analysiert den Einfluss persönlicher Einstellungen von Journalisten durch kontrollierte Experimente mit Journalismusstudenten.

2.3. Kombination von Inhaltsanalyse und Befragung: Hier wird der Einfluss von extrinsischen Faktoren wie Verleger- und Lesermeinung auf die tägliche journalistische Arbeit untersucht.

2.4. Der publizistische Konflikt und Instrumentelle Aktualisierung: Dieses Kapitel definiert publizistische Konflikte und führt die Konzepte der instrumentellen Aktualisierung sowie Umbewertung ein.

2.4.1. Begriffsklärung: Hier werden theoretische Grundlagen und Strategien im Umgang mit publizistischen Konflikten präzise definiert.

2.4.2. Untersuchung: Dieser Abschnitt erläutert die Hypothesen und Ergebnisse zu Instrumentalisierung und Negativität in der Berichterstattung.

3. Zusammenfassung: Die Arbeit rekapituliert die Erkenntnis, dass mediale Verzerrungen oft ein zielgerichtetes Handeln der Journalisten widerspiegeln.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

News Bias, Nachrichtenauswahl, Journalismusforschung, Inhaltsanalyse, Instrumentelle Aktualisierung, Medienobjektivität, Blattlinie, Gatekeeper, publizistische Konflikte, Nachrichtenfaktoren, subjektive Einstellung, Medienwirkung, Politische Berichterstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem "News Bias", also der systematischen Einseitigkeit und Voreingenommenheit in der journalistischen Nachrichtenauswahl.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Themenfelder umfassen Nachrichtenauswahlprozesse, den Einfluss redaktioneller Linien, Journalisten als subjektive Akteure sowie Strategien der gezielten Informationsdarstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursachen für Verzerrungen in der Berichterstattung, insbesondere bei Wahlen und politischen Konflikten, zu identifizieren und zu erklären.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf die Auswertung von Inhaltsanalysen, experimentellen Studien sowie kombinierten Befragungs- und Analyseansätzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Forschungsansätze zur Messung von Medienobjektivität detailliert besprochen, inklusive experimenteller Studien und Untersuchungen zu publizistischen Konflikten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind News Bias, Instrumentelle Aktualisierung, Nachrichtenauswahl, Blattlinie und journalistische Objektivität.

Was versteht man unter dem Begriff "Instrumentelle Aktualisierung"?

Dabei handelt es sich um eine gezielte journalistische Strategie, bei der Ereignisse, die die eigene Meinung oder die des Mediums stützen, bewusst hervorgehoben werden.

Inwiefern beeinflusst die "Blattlinie" die journalistische Arbeit laut den untersuchten Studien?

Die Studien zeigen einen signifikanten Zusammenhang auf: Journalisten tendieren dazu, Fakten und Perspektiven so auszuwählen, dass sie mit der redaktionellen Ausrichtung ihres Mediums oder ihrer persönlichen Einstellung korrespondieren.

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Details

Title
News Bias. Journalisten als zentrale Vermittler von Ereignissen via Massenmedien
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Theorien der Nachrichtenauswahl
Grade
1,7
Author
Kristin Simon (Author)
Publication Year
2005
Pages
9
Catalog Number
V36123
ISBN (eBook)
9783638358422
Language
German
Tags
News Bias Theorien Nachrichtenauswahl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristin Simon (Author), 2005, News Bias. Journalisten als zentrale Vermittler von Ereignissen via Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36123
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