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Möglichkeiten und Grenzen zur Signalisierung von Prüfungsqualität

Title: Möglichkeiten und Grenzen zur Signalisierung von Prüfungsqualität

Seminar Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lars Obernberger (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Wirtschaftsprüferpraxen sind Dienstleistungsunternehmen, denen es wegen zunehmenden Wettbewerbs, fortschreitender Globalisierung, steigender Haftungs-problematik sowie größer werdender Komplexität der Jahresabschlussprüfung immer schwerer fällt zu einem sachgerechten Urteil zu kommen. Aufgrund zahlreicher Unternehmenskrisen und Zusammenbrüche ist der Beruf des Wirtschaftsprüfers zunehmender Kritik ausgesetzt. Dabei bemängelt die Öffentlichkeit, dass die Prüfer häufig, obwohl die Krise schon erkennbar war, einen uneingeschränkten Bestäti-gungsvermerk erteilten. Sie stellt deswegen die Qualität der Wirtschaftsprüfer sowie deren Leistung immer mehr in Frage. Um das Vertrauen in die Wirtschaftsprüfer zurück zu gewinnen, wird die Gewährleistung von Prüfungsqualität gefordert. Prüfungen vollziehen sich jedoch zu weiten Teilen nicht beobachtbar, so dass sich die Frage stellt, wie man Prüfungsqualität beurteilen kann. Es ist daher interessant zu untersuchen, inwieweit die Wirtschaftsprüfer ihren Mandanten bzw. der Öffent-lichkeit die Qualität ihrer Arbeit vermitteln oder, wie im Verlauf der Arbeit beschrieben, signalisieren. Dabei kann man zwischen Möglichkeiten der Signali-sierung einzelner und aller Wirtschaftsprüfer unterscheiden. Einzelne Prüfer können sich, wie im Weiteren beschrieben, durch gezielte Signalisierung abheben; aber auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht lässt sich untersuchen, welche Möglichkeiten der gesamte Berufsstand hat, das Vertrauen der Öffentlichkeit in seine Arbeit zu gewinnen. Zuerst ist zu klären, was Prüfungsqualität aus der Sicht der Adressaten überhaupt ist und wie sie sich zusammensetzt, denn nur so kann man untersuchen, welche Möglichkeiten die Wirtschaftsprüfer haben diese gegenüber der Öffentlichkeit zu signalisieren und wo die Grenzen der Signalisierung liegen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Qualität

2.1. Klassischer Qualitätsbegriff

2.2. Prüfungsqualität

3. Signalisierung von Prüfungsqualität

3.1. Signale

3.2. Signalisierungswirkung der normativen Rahmenbedingungen

3.3. Prüferspezifische Faktoren

4. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Signalisierung von Prüfungsqualität durch Wirtschaftsprüfer, um Informationsasymmetrien zwischen Prüfern und Adressaten abzubauen und das Vertrauen in die Abschlussprüfung zu stärken.

  • Grundlagen des Qualitätsbegriffs und der Prüfungsqualität im Kontext professioneller Dienstleistungen
  • Mechanismen der Signalisierung zur Überwindung von Informationsasymmetrien
  • Analyse normativer Rahmenbedingungen als Qualitätssignal
  • Untersuchung prüferspezifischer Faktoren (Markenname, Werbeausgaben, Größe)
  • Kritische Würdigung der Grenzen von Signalisierungsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1. Signale

Qualität muss dem Nachfrager signalisiert werden, da es sich bei Prüfungsleistungen um vertrauensbildende Leistungen handelt. Signale sind veränderbare und von den potentiellen Empfängern wahrnehmbare Merkmale zum Abbau von Informationsasymmetrien. Dabei offenbart sich die besser informierte Seite der schlechter informierten. Der Wirtschaftsprüfer weiß, ob er qualitativ hochwertige Leistungen erbringt, der Mandant weiß es aber erst, nachdem er die Dienstleistung in Anspruch genommen hat und sich auf Erfahrungen berufen kann. Signale sind im Stande ganze Märkte zu segmentieren. Je glaubhafter die Signale dabei sind, umso eher wird es der signalisierenden Partei gelingen, den Adressaten verhaltenswirksam zu beeinflussen.

Gibt der Wirtschaftsprüfer allerdings Informationen über die Qualität seiner Arbeit direkt bekannt, hat er Anreize, diese so zu verzerren, dass sie Entscheidungen bei den potentiellen Mandanten auslösen. Wenn diese das aber durchschauen, werden sie den Informationen skeptisch gegenüberstehen und nur gedämpft reagieren. Weil oft aus dem Signal selbst nicht auf die eigentliche Information geschlossen werden kann, besteht ein indirekter Zusammenhang zwischen der Information und dem Signal. Die Adressaten müssen diesen Zusammenhang kennen. Er entsteht über Signalisierungskosten, die je nach Information des Wirtschaftsprüfers unterschiedlich hoch sind. Wichtig ist hierbei, dass es sich nur für gute Signalgeber lohnen darf, in Signale zu investieren. Daraus folgt, dass die Signalisierungskosten negativ mit der unbeobachtbaren Qualität korreliert sein müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Die Arbeit adressiert das sinkende Vertrauen in die Abschlussprüfung infolge von Unternehmenskrisen und untersucht Möglichkeiten der Wirtschaftsprüfer, Qualität gegenüber der Öffentlichkeit zu signalisieren.

2. Qualität: Nach einer Einordnung des klassischen Qualitätsbegriffs wird Prüfungsqualität als schwer messbare, vertrauensbasierte Dienstleistung analysiert, die von verschiedenen institutionellen und prozessualen Faktoren abhängt.

3. Signalisierung von Prüfungsqualität: Dieses Kapitel erläutert, wie durch Signale Informationsasymmetrien abgebaut werden können, wobei sowohl normative Rahmenbedingungen als auch prüferspezifische Faktoren wie Reputation und Größe als Signalinstrumente kritisch beleuchtet werden.

4. Thesenförmige Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit werden in sieben Thesen verdichtet, die die Notwendigkeit von Signalen zur Vertrauensbildung und deren spezifische Grenzen betonen.

Schlüsselwörter

Prüfungsqualität, Signalisierung, Informationsasymmetrie, Wirtschaftsprüfung, Vertrauensbildung, normative Rahmenbedingungen, Qualitätsmanagement, Reputation, Mandant, Dienstleistung, Haftungsrisiko, Berufszugang, Sanktionsmechanismen, Markenname, Quasirenten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik, dass Prüfungsqualität für Mandanten und Öffentlichkeit schwer beurteilbar ist, und untersucht, welche Möglichkeiten Wirtschaftsprüfer haben, diese Qualität durch Signale transparent zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Qualität in Dienstleistungen, die ökonomische Theorie der Signalisierung, der Einfluss gesetzlicher und berufsständischer Regelungen sowie Faktoren wie Reputation und Gesellschaftsgröße.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, wie Wirtschaftsprüfer durch gezielte Signalisierung Vertrauen zurückgewinnen können und wo die Grenzen dieser Signalmechanismen in einem komplexen Marktumfeld liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse, insbesondere unter Einbeziehung ökonomischer Modelle zu Dienstleistungsqualität, Informationsasymmetrien und Signalisierungskosten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Qualitätsbegriffs und eine detaillierte Analyse von Signalinstrumenten, unterteilt in normative Rahmenbedingungen und prüferspezifische Faktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Prüfungsqualität, Signalisierung, Informationsasymmetrie, Vertrauensbildung, Reputationsaufbau und die Rolle berufsständischer Sanktionsmechanismen.

Warum ist die Größe der Prüfungsgesellschaft ein relevantes Signal für Qualität?

Größere Gesellschaften verfügen über einen umfangreicheren Mandantenstamm, was den Verlust eines einzelnen Mandanten weniger schwer wiegen lässt als den drohenden Reputationsverlust bei aufgedeckten Vertuschungen, wodurch sie glaubwürdiger in ihrer Unabhängigkeit agieren können.

Welche Rolle spielen Werbeausgaben bei der Signalisierung?

Werbeausgaben können als Signal dienen, sofern sie an die Erwartung geknüpft sind, dass nur Anbieter hoher Qualität diese Kosten durch langfristigen Erfolg refinanzieren können und Täuschungsversuche mit einem hohen Reputationsverlust bestraft werden.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen zur Signalisierung von Prüfungsqualität
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Rechts- und Wirschaftswissenschaften)
Grade
2,3
Author
Lars Obernberger (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V36212
ISBN (eBook)
9783638358989
ISBN (Book)
9783638778640
Language
German
Tags
Möglichkeiten Grenzen Signalisierung Prüfungsqualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Obernberger (Author), 2004, Möglichkeiten und Grenzen zur Signalisierung von Prüfungsqualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36212
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