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Japanische Farbholzschnitte. Entwicklung, Technik und ihr Einfluss auf die europäische Kunst

Title: Japanische Farbholzschnitte. Entwicklung, Technik und ihr Einfluss auf die europäische Kunst

Scientific Essay , 2002 , 24 Pages

Autor:in: Dr. Sabrina Cercelovic (Author)

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Als Japan 1853 nach einer über 200 Jahre dauernden Abgeschiedenheit von der westlichen Welt gezwungen wurde, mit Amerika und Europa Handelsbeziehungen einzugehen, kamen bald auch die ersten Farbholzschnitte nach Europa. Dort wurden sie entweder als Einwickelpapier für Porzellanwaren benutzt oder sie waren in Kolonialwarengeschäften billig zu erwerben.(1)
1855 konnte Japan seine kunstgewerblichen Exporte erstmals auf der Pariser Weltausstellung zeigen. Die positive Resonanz, die diese Artikel erfahren hatten, führte dazu, dass 1862 in der Pariser Rue de Rivoli das Geschäft „La Porte Chinoise“(2) eröffnet wurde . Nach der Eröffnung dieses Geschäftes, das Kunstgegenstände aus Japan verkaufte, darunter auch Drucke von Farbholzschnitten, entwickelte sich „ein wahrer Japankult“ und für die Entwicklung der modernen westlichen Malerei sollte die japanische Kunst, wie ein Kunstkritiker am Ende des 19. Jahrhunderts feststellte, eine ähnliche Rolle spielen wie die Antike für die Renaissance.(3)
[...]
_____
1 vgl.: Cawthorne 1998, S. 90; Gombrich 1986, S. 443f
2 vgl.: Blunden 1979, S. 64f; Hausenstein / Reidemeister 1993, S.87
3 vgl.: Cawthorne 1998, S. 90

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Aufkommen in Europa

2. Historischer Abriss

3. Herstellungsverfahren

4. Themenbereiche und Stilmerkmale

5. Meister und Schulen

6. Auswirkungen auf die europäische Kunst

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die technischen Aspekte sowie die künstlerischen Charakteristika japanischer Farbholzschnitte und analysiert deren maßgeblichen Einfluss auf die moderne europäische Kunst, insbesondere auf den Impressionismus.

  • Die Entstehung und Verbreitung der japanischen Holzschnittkunst unter soziopolitischen Bedingungen.
  • Die detaillierte Untersuchung der handwerklichen Herstellungsverfahren und technischen Innovationen.
  • Die Analyse der prägenden Themenbereiche wie Kurtisanen, Kabuki-Theater und Landschaftsdarstellungen.
  • Der Einfluss japanischer Ästhetik auf bedeutende europäische Künstler wie Degas, Monet und Toulouse-Lautrec.

Auszug aus dem Buch

3. Herstellungsverfahren

Der Holzschnitt, ein genuin japanisches Ausdrucksmittel, besaß eine lange Tradition: Holzschneider stellten Bücher her und „waren darin geübt, Holz-stücke zu schneiden, die exakte Kopien der mit dem Pinsel gemalten chinesischen oder japanischen Schriftzeichen hervorbrachten“. Diese Kunstfertigkeit ließ sich ohne Weiteres zur Herstellung künstlerischer Illustrationen nutzen, da der Holzschneider „genauso gut in der Lage war, die ja ebenfalls der Kalligraphie der Linie verpflichteten Zeichnungen des Künstlers mit großer Detailtreue auf den Holzstock zu übertragen.“

Die japanische Holzschnittkunst war ein weitgehend kommerzielles Un-ternehmen, das primär auf die Herstellung preiswerten Wandschmucks für bürgerliche Wohnungen abzielte. Die Künstler fertigten ihre Vorlagen als Tuschezeichnungen an, auf denen die Farben, welche die einzelnen Flächen enthalten sollten, entweder mit Wasserfarben angedeutet oder durch Symbole vermerkt wurden. Diese Vorlagen wurden dann von einem Lehrling oder Gehilfen des Verlegers auf dünnes, transparentes Papier kopiert. Diese Kopien nannte man hashita-e . Stand die Farbgebung der einzelnen Flächen endgültig fest, dann kaufte der Verleger das Holz. Für Farbholzschnitte wurde abgelagertes Kirschbaumholz verwendet, das beidseitig benutzt wurde, da es relativ teuer war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Aufkommen in Europa: Dieses Kapitel beschreibt die Ankunft japanischer Farbholzschnitte in Europa nach der Öffnung Japans und die Begeisterung der europäischen Künstler für diese neue Bildsprache.

2. Historischer Abriss: Es wird die politische und soziale Entwicklung während der Edo-Zeit erläutert, die den Nährboden für die Entstehung und Blüte der Ukiyo-e-Kunst bildete.

3. Herstellungsverfahren: Das Kapitel erläutert die technischen Prozesse, von der Tuschezeichnung bis zum fertigen Handdruck unter Verwendung spezieller Holzstöcke und Pigmente.

4. Themenbereiche und Stilmerkmale: Hier werden die inhaltlichen Schwerpunkte wie die Freudenviertel, das Kabuki-Theater sowie die Bedeutung von Naturdarstellungen und Schönheitsidealen analysiert.

5. Meister und Schulen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten wie Moronobu, Harunobu, Utamaro, Hokusai und Hiroshige.

6. Auswirkungen auf die europäische Kunst: Die abschließenden Ausführungen behandeln die nachhaltige ästhetische Wirkung japanischer Formprinzipien auf die Malerei des Impressionismus und Postimpressionismus.

Schlüsselwörter

Japanischer Farbholzschnitt, Ukiyo-e, Edo-Zeit, Hokusai, Hiroshige, Impressionismus, Holzschnittkunst, Japonismus, Kulturgeschichte, Kunstgeschichte, Grafik, Handdruck, Ästhetik, Bildkomposition, Farbholzschnitt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Geschichte und Technik der japanischen Farbholzschnitte sowie deren entscheidende Rolle als Impulsgeber für die europäische moderne Malerei.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den sozialen Bedingungen der Edo-Zeit, den handwerklichen Produktionsmethoden, den ikonografischen Motiven wie dem Ukiyo-e und dem künstlerischen Einfluss auf den europäischen Impressionismus.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Transformationsprozess des japanischen Holzschnitts aufzuzeigen und zu erklären, warum er für europäische Künstler zu einem bahnbrechenden Vorbild für neue Kompositionsformen wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Quellen zur japanischen Kunst und dem Japonismus basiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Entwicklung des Druckverfahrens, die Vorstellung der wichtigsten Künstler sowie die detaillierte Darstellung, wie fernöstliche Prinzipien die europäische Malweise veränderten.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Ukiyo-e, Japonismus, Edo-Kultur, Farbholzschnitt-Technik und künstlerischer Ideentransfer beschreiben.

Welche Rolle spielten die sogenannten Anti-Luxus-Gesetze für die Künstler?

Diese Gesetze schränkten die inhaltliche Freiheit der Künstler stark ein und zwangen sie teils dazu, ihre Themenbereiche zu verändern, was unter anderem den Aufstieg der Landschaftsdarstellung begünstigte.

Warum war die Zusammenarbeit zwischen Künstler, Holzschneider und Drucker so bedeutend?

Die Produktion war ein arbeitsteiliger Prozess, in dem die handwerkliche Präzision des Holzschneiders und die technischen Mischungen des Druckers ebenso essenziell für die künstlerische Qualität waren wie die ursprüngliche Idee des Malers.

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Details

Title
Japanische Farbholzschnitte. Entwicklung, Technik und ihr Einfluss auf die europäische Kunst
Author
Dr. Sabrina Cercelovic (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V3621
ISBN (eBook)
9783638122368
Language
German
Tags
Japanische Farbholzschnitte Entwicklung Technik Einfluss Kunst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Sabrina Cercelovic (Author), 2002, Japanische Farbholzschnitte. Entwicklung, Technik und ihr Einfluss auf die europäische Kunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3621
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