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Analyse der Insolvenzsituation in der deutschen Wirtschaft seit Inkrafttreten der Insolvenzordnung 1999

Title: Analyse der Insolvenzsituation in der deutschen Wirtschaft seit Inkrafttreten der Insolvenzordnung 1999

Term Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Richter (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Thema und Ziel der Arbeit

Thema der Arbeit ist die Analyse der Veränderung der Insolvenzsituation in der deutschen Wirtschaft seit Inkrafttreten der Insolvenzordnung 1999. Hierbei soll erörtert werden ob die Ziele, die der Gesetzgeber mit der Änderung des Insolvenzrechts 1999 bezweckte, erreicht wurden und wie sich diese Änderungen auf die Anzahl der Insolvenzanträge und deren Verteilung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen auswirkten. Der erste Teil (1.+2.) befasst sich mit Definitionen und den Neuerungen der Insolvenzordnung (im folgenden InsO genannt) und erklärt den Ablauf eines Regelinsolvenzverfahrens nach InsO. Im zweiten (3.+4.) Teil zeige ich die Auswirkungen der InsO auf die Wirtschaft und ziehe daraus Schlussfolgerungen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thema und Ziel der Arbeit

1.2 Definition Insolvenz

1.3 Ziel des Insolvenzverfahrens

1.4 Rechtsgrundlage der Insolvenzordnung

1.5 Wichtigste Änderungen durch die InsO

2. Ablauf eines Insolvenzverfahrens nach der neuen InsO

2.1 Eröffnung des Insolvenzverfahrens

2.2 Einleitung des Insolvenzverfahrens

2.3 Der Insolvenzverwalter

2.4 Die Versammlung der Gläubiger

2.5 Liquidierung

2.6 Sanierung durch Insolvenzplanverfahren

2.7 Erlösverteilung

2.8 Schlusstermin und Restschuldbefreiung

3. Auswirkungen der InsO seit 1999

3.1 Eröffnung von Insolvenzverfahren

3.2 Entwicklung der Insolvenzen in Ost- und Westdeutschland

3.3 Gründe für Insolvenzen und Antragsteller

3.4 Insolvenzen nach Alter des Unternehmens

3.5 Insolvenzen nach Rechtsform und Branche

4. Ergebnisse und Schlussfolgerungen

4.1 Erfolg der Änderungen und Neuerungen durch die InsO

4.2 Nachteile der InsO

4.3 Vorschläge zur Verbesserung der InsO

4.4 Fazit

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit analysiert die Auswirkungen der am 1. Januar 1999 in Kraft getretenen Insolvenzordnung (InsO) auf die wirtschaftliche Insolvenzsituation in Deutschland. Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob die gesetzgeberischen Intentionen – insbesondere die Vereinfachung von Insolvenzverfahren und die Steigerung der Eröffnungsquoten – erreicht wurden und wie sich diese Veränderungen in verschiedenen Unternehmenssegmenten manifestieren.

  • Struktur und Ablauf von Regelinsolvenzverfahren gemäß der neuen InsO.
  • Empirische Untersuchung der Insolvenzentwicklung in Ost- und Westdeutschland seit 1999.
  • Analyse insolvenzrelevanter Faktoren wie Unternehmensalter, Rechtsform und Branche.
  • Kritische Würdigung des Erfolgs der InsO im Hinblick auf Gläubigerschutz und Sanierungsmöglichkeiten.
  • Entwicklung von Reformvorschlägen zur Erhöhung der Transparenz und Sicherheit im Wirtschaftsverkehr.

Auszug aus dem Buch

3.3 Gründe für Insolvenzen und Antragsteller

Eine der Neuerungen, die durch die InsO geschaffen wurden, war, dass für Schuldner die Möglichkeit besteht bereits bei drohender Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren zu beantragen. Dies sollte dazu dienen, eine Überschuldung zu verhindern und die Chance auf eine Sanierung zu erhöhen. Diese Hoffnungen haben sich bisher nicht erfüllt, denn die Anzahl der eröffneten Verfahren bei denen die drohende Zahlungsunfähigkeit als Grund angegeben wurde liegt bei unter 1%.

Die häufigsten Gründe für die Anmeldung von Insolvenzverfahren waren die Zahlungsunfähigkeit und die Überschuldung in Verbindung mit der Zahlungsunfähigkeit. Bei der Unterscheidung der Antragsteller ist eine 3 zu 1 Verteilung erkennbar, wobei sich seit Einführung der InsO der Anteil der Schuldner als Antragsteller weiter leicht erhöht hat (von 62% auf 72%).

Die Möglichkeit der Eigenverwaltung, der in der InsO der gesamte 7.Teil gewidmet ist, wird fast gar nicht genutzt. Der Anteil der Verfahren mit dieser neuen Möglichkeit der Verwaltung durch den Schuldner unter Aufsicht eines Sachverwalters, liegt weit unter 1% der Verfahren. Die Absicht des Gesetzgebers war, die Kosten des Verfahrens mit dieser Regelung dadurch gering zu halten, dass das Interesse des Schuldners an der Verfahrensabwicklung gestärkt und gleichzeitig sein Wissen genutzt wird um lange Einarbeitungszeiten des Sachverwalters zu vermeiden. Die geringe Zahl der Verfahren zeigt aber deutlich, dass offensichtlich das Vertrauen der Gläubiger in die Zuverlässigkeit der Schuldner sehr begrenzt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Themas und Darstellung der Zielsetzung sowie der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.

2. Ablauf eines Insolvenzverfahrens nach der neuen InsO: Detaillierte Erläuterung der einzelnen Prozessschritte von der Eröffnung bis zur Restschuldbefreiung nach der aktuellen Insolvenzordnung.

3. Auswirkungen der InsO seit 1999: Empirische Analyse der Insolvenzzahlen unter Berücksichtigung regionaler, struktureller und branchenspezifischer Aspekte.

4. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Bewertung der Effektivität der neuen Insolvenzordnung und Diskussion potenzieller Verbesserungsmöglichkeiten wie die Einführung eines Schuldnerverzeichnisses.

Schlüsselwörter

Insolvenzordnung, InsO, Zahlungsunfähigkeit, Insolvenzverfahren, Gläubigerversammlung, Restschuldbefreiung, Unternehmensinsolvenz, Eigenverwaltung, Insolvenzmasse, Sanierung, Liquidierung, Schuldnerverzeichnis, Wirtschaftsrecht, Unternehmensalter, Konjunktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Auswirkungen der seit 1999 geltenden deutschen Insolvenzordnung auf die wirtschaftliche Realität und die Praxis von Insolvenzverfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der rechtliche Ablauf eines Insolvenzverfahrens, die statistische Entwicklung der Insolvenzen nach verschiedenen Kriterien sowie die kritische Analyse der Gesetzesziele.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist zu erörtern, ob die vom Gesetzgeber intendierten Ziele, wie die Vereinfachung der Verfahren und die Sanierung von Unternehmen, in der Praxis tatsächlich erreicht wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse offizieller Statistiken (Statistisches Bundesamt) und einer rechtlichen Auseinandersetzung mit der InsO unter Einbeziehung von Expertenmeinungen und Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der juristische Ablauf der InsO erläutert und die tatsächlichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft seit 1999 anhand verschiedener Parameter (Region, Rechtsform, Branche) detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Insolvenzordnung, Zahlungsunfähigkeit, Sanierung, Restschuldbefreiung und Gläubigerschutz beschreiben.

Warum wird die Eigenverwaltung in der Praxis so selten genutzt?

Die geringe Nutzung liegt vor allem an einem mangelnden Vertrauen der Gläubiger in die Zuverlässigkeit der Schuldner, was den ursprünglichen gesetzgeberischen Anreiz zur Kostenreduktion konterkariert.

Welchen konkreten Vorschlag macht die Arbeit zur Verbesserung der InsO?

Es wird die Einführung eines Schuldnerverzeichnisses auf Ebene der Bundesländer vorgeschlagen, um die Transparenz über die Bonität potenzieller Geschäftspartner zu erhöhen und Betrug vorzubeugen.

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Details

Title
Analyse der Insolvenzsituation in der deutschen Wirtschaft seit Inkrafttreten der Insolvenzordnung 1999
College
University of Applied Sciences Wildau
Course
BWL 3
Grade
1,0
Author
Markus Richter (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V36314
ISBN (eBook)
9783638359771
Language
German
Tags
Analyse Insolvenzsituation Wirtschaft Inkrafttreten Insolvenzordnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Richter (Author), 2005, Analyse der Insolvenzsituation in der deutschen Wirtschaft seit Inkrafttreten der Insolvenzordnung 1999, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36314
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