Begründung des Themas
Die Schüler der Klasse 4b haben bislang nur wenige elementare Orff-Instrumente kennen gelernt und mit ihnen musiziert. Um die Möglichkeiten des Musikmachens auszudehnen, werde ich in dieser Unterrichtseinheit mehrere, den Schülern unbekannte Instrumente anbieten. Die musikpraktischen Kompetenzen sollen soweit ausgebildet werden dass es möglich wird, sowohl einfache Instrumentalstücke als auch Begleitungen zu Liedern oder Mitspielstücken zu erarbeiten. Neben den Stabspielen (Xylophon, Glockenspiel und Klangbausteinen) werde ich in Zukunft zudem aus verschiedenen Instrumentalgruppen altersgemäße Musikinstrumente einsetzen wie Gitarre, Keyboard und diverse Percussions. Holz- und Metallstabspiele eignen sich eingangs, um die Auge-Hand-Koordination zu beobachten sowie die Bewegungsmuster und -intensität dem Instrument anzupassen. Viele Schüler sind im Umgang mit Instrumenten noch unerfahren und daher beim Spiel auf sich selbst fixiert. Die Fähigkeit, sich emotional, hörend und sehend auf ihre Mitschüler einzustellen, setzt den motorisch automatisierten Umgang mit dem Instrument voraus. Daher lege ich den Fokus in dieser Unterrichtsstunde auf das praktische Üben motorischen Abläufe. Als eine grundlegende Regel des gemeinschaftlichen Spiels wird das Stoppsignal eingeführt. In den darauffolgenden Musikstunden werden weitere fachspezifische Prinzipien wie Solo – Tutti, Duo – Tutti, Frage – Antwort und musikalische Dimensionen angeschlossen. Dabei wird das freie Spielen der heutigen Musikstunde im Solospiel und das Spiel nach Regeln im Tutti aufgegriffen. Eine genaue Trennung der Teile setzt das gemeinsame Abbrechen des Spiels (Stopp) voraus.
Inhaltsverzeichnis
1. Begründung des Themas
2. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
3. Richtlinienbezug
4. Sachanalyse
5. Lerngruppenanalyse und Lernvoraussetzungen
6. Lernziele
7. Didaktisch-methodische Überlegungen
8. Verlaufsplanung
9. Literatur
10. Anhang
Zielsetzung und Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtsstunde ist die spielerische Einführung von Stabspielen in einer Förderklasse, um den Schülern durch praktisches Experimentieren die Grundlagen des motorischen Umgangs mit Instrumenten zu vermitteln und das gemeinsame Musizieren unter festen Regeln zu etablieren.
- Grundlagen des motorischen Umgangs mit Stabspielen und Schlägeln
- Einführung von Regeln für das gemeinsames Musizieren (Stoppsignal)
- Spielerische Exploration verschiedener Klanginstrumente
- Förderung der Auge-Hand-Koordination durch praktisches Üben
Auszug aus dem Buch
3. Richtlinienbezug
Zu dem Bereich „Musik mit Instrumenten“ gehören unterschiedliche Aktivitäten, bei denen der „handelnde Umgang“ im Vordergrund steht (Rahmenplan Ästhetische Bildung Musik, S. 12). In der vorliegenden Unterrichtseinheit sollen praktische Erfahrungen mit Stabspielen gemacht werden. Ihre klanglichen Möglichkeiten werden im freien Spiel erprobt und die Schüler lernen die einheitliche Spielweise auf ähnliche Instrumente zu übertragen, die von Aussehen und Klang her differieren. Das „Spiel mit Ostinati, Bordun [und] verschiedenen harmonischen Stufen“ und das „Begleiten von Liedern“ (s.o., S. 28) wird in den kommenden Unterrichtsstunden thematisiert.
4. Sachanalyse
Als elementare Begleitformen eignen sich die Grundtonbegleitung, die Begleitung in Form einer leeren Quinte (Bordun) und darauf aufbauend einen Wechsel der Harmonik. Letzterer erklärt sich aus dem harmonischen Gefühl, welches die Spannung zwischen Melodie und Begleitung mithilfe eines Stufenwechsels zu lösen verlangt. Das einfache Liedgut bewegt sich vorrangig in den harmonischen Stufen I und V. Hinzu kommt oft die IV. Stufe, seltener andere. Wenn die verschiedenen Begleitformen bekannt sind, können sie auch im Wechsel eingesetzt werden. Die jeweilige Liedform (z.B. Barform) kann dann durch den gezielten Einsatz deutlich herausgearbeitet werden. (Gerg, S. 41f).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begründung des Themas: Die Schüler verfügen bisher über kaum Erfahrung mit Orff-Instrumenten, weshalb eine strukturierte Einführung durch spielerische Übungen notwendig ist.
2. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit: Die Stunde dient der spielerischen Erprobung und dem Kennenlernen, um in späteren Einheiten komplexere Begleittechniken zu erarbeiten.
3. Richtlinienbezug: Die Planung orientiert sich an den Anforderungen des Rahmenplans für ästhetische Bildung, der den handelnden Umgang mit Musikinstrumenten priorisiert.
4. Sachanalyse: Es werden musiktheoretische Grundlagen für elementare Begleitformen wie Bordun und Grundtonbegleitung erläutert, angepasst an die Vorerfahrung der Lernenden.
5. Lerngruppenanalyse und Lernvoraussetzungen: Das Kapitel bietet eine detaillierte Übersicht über die motorischen, sozialen und emotionalen Voraussetzungen der einzelnen Schüler der Klasse 4b.
6. Lernziele: Die Ziele umfassen den spielerischen Umgang mit Stabspielen sowie das Erlernen von Verhaltensregeln für den gemeinschaftlichen Musikunterricht.
7. Didaktisch-methodische Überlegungen: Die Unterrichtsgestaltung setzt auf motivierendes Experimentieren, Würfelspiele und den bewussten Einsatz von Stoppsignalen, um die Aufmerksamkeit auf den Dirigenten zu lenken.
8. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel strukturiert den zeitlichen Ablauf von der Begrüßung über das Dirigentenspiel bis hin zum Abschlussritual.
9. Literatur: Auflistung der verwendeten fachdidaktischen Quellen und Literaturhinweise zur musikpädagogischen Arbeit.
10. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie den Liedtext und Aufgabenstellungen für die Schüler.
Schlüsselwörter
Musikunterricht, Stabspiele, Xylophon, Glockenspiel, Orff-Instrumente, Musikpädagogik, Unterrichtsvorbereitung, Stoppsignal, motorische Fähigkeiten, elementare Begleitformen, Bordun, Grundtonbegleitung, gemeinsames Musizieren, Förderunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit stellt eine Unterrichtsvorbereitung für das Fach Musik in einer vierten Klasse der Schule für Lernhilfe dar, die den Einstieg in den Umgang mit Stabspielen zum Inhalt hat.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Zentral sind der praktische Umgang mit Stabspielen, die Einführung musikalischer Regeln, das Erlernen von Begleitformen und die Förderung der sozialen Interaktion in der Musikgruppe.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen die Stabspiele spielerisch erkunden und den grundlegenden Umgang mit ihnen erlernen, wobei besonders das Stoppsignal als Regel für das gemeinsame Musizieren eingeführt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Planung basiert auf einer fachdidaktischen Analyse von Musikinstrumenten im schulischen Kontext sowie einer gezielten Lerngruppenanalyse zur methodischen Anpassung an die individuellen Bedürfnisse der Schüler.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die lernpsychologischen Voraussetzungen der Schüler, begründet die didaktische Wahl der Instrumente und detailliert den methodischen Ablauf durch verschiedene Spielformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Musikunterricht, Stabspiele, Stoppsignal, motorische Übungen, Orff-Instrumente und elementare Begleitformen.
Warum ist das Stoppsignal für diese Lerngruppe besonders wichtig?
Das Stoppsignal fungiert als verbindendes Element, da die Schüler momentan noch dazu neigen, auf ihr eigenes Spiel fixiert zu sein und Schwierigkeiten bei der sozialen Koordination haben.
Wie wird mit der unterschiedlichen Vorerfahrung der Schüler umgegangen?
Durch die Reduktion von Tönen bei den Instrumenten und die Verwendung visueller Hilfen werden Hemmungen abgebaut und eine einfache, Erfolg versprechende Teilhabe für alle Schüler ermöglicht.
- Quote paper
- Jessica Freis (Author), 2004, Begleitung mit Stabspielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36319