In der vorliegenden Hausarbeit sollen die Merkmale, Möglichkeiten und Methoden von Eventmarketing als einem Instrument der Marktkommunikation aufgezeigt werden. Der Begriff Eventmarketing ist ein nicht eindeutig definierter Begriff und wird auf viele Bereiche angewendet. Daher wird im folgenden Kapitel der hier gemeinte Bereich im Rahmen der Marktkommunikation näher definiert. Im dritten Kapitel sollen Ursachen und Gründe für den Gebrauch von Eventmarketing erläutert werden. Im vierten Kapitel wird ein grober Überblick über die Methodik des Eventmarketing gegeben, die im fünften und letzten Kapitel an einem Fallbeispiel konkretisiert wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Was ist Eventmarketing?
2.1 Definitionen
2.2 Merkmale
2.3 Ziele
3. Warum Eventmarketing?
3.1 Marktsättigung
3.2 Marktsegmentierung
3.3 Informationsüberlastung
3.4 Wertewandel in der Gesellschaft
4. Eventmarketing in der Praxis
4.1 Anlaß
4.2 Zielsetzung
4.3 Zielgruppe
4.4 Gestaltung
4.5 Evaluation
4.5.1 Ökonomischer Erfolg
4.5.2 Wirkungserfolg
5. Ein Fallbeispiel: „Initiative Harninkontinenz“
5.1 Konzept
5.2 Durchführung
5.3 Evaluation
6. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht Eventmarketing als ein zentrales Instrument der Marktkommunikation, um Merkmale, Methoden und den praktischen Einsatz dieses Marketingwerkzeugs aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie durch erlebnisorientierte Inszenierungen eine aktive Kundeninteraktion und stärkere Kundenbindung erreicht werden kann, insbesondere in Zeiten gesättigter Märkte und zunehmender Informationsüberlastung.
- Definition und Charakterisierung von Eventmarketing im Kontext der Marktkommunikation.
- Analyse der Ursachen für die wachsende Bedeutung von Events (Marktsättigung, Individualisierung, Wertewandel).
- Methodische Gestaltung und strategische Planung von Event-Kampagnen.
- Evaluation der Effektivität durch ökonomischen Erfolg und Wirkungserfolg.
- Praktische Anwendung anhand des Fallbeispiels „Initiative Harninkontinenz“.
Auszug aus dem Buch
3.3 Informationsüberlastung
Die steigende Anzahl an Produkten wird proportional von ebenso rasant zunehmenden Werbemaßnahmen begleitet. Geworben wird in einer immer größeren Vielfalt spezialisierter Medien. Für den Konsumenten ist es unmöglich, diese Masse an Informationen aufzunehmen. Es kommt zu einer permanenten Informationsüberlastung. Unter Informationsüberlastung oder –überflutung ist der Anteil der nichtbeachteten Informationen an den insgesamt angebotenen Informationen zu verstehen.
Nach Ergebnissen einer Umfrage kommt ein Durchschnittskonsument auf ca. 190 Werbekontakte täglich. Dies ist jedoch der Minimalwert. Andere Schätzungen gehen von bis zu 1000 Kontakten täglich aus. In der Praxis bedeutet dies, daß z.B. der Leser einer Zeitschrift von 200 Seiten genau zehn davon liest. Dann bleiben 190 Seiten oder 95% der verfügbaren Informationen Überschuß, landen sozusagen auf dem Informationsmüll (Schätzung von 1987). Der größte Teil der kommerziellen Kommunikation erreicht den Empfänger inzwischen nicht mehr.
Die Informationen und Reize, die zu einer Aktivierung des Konsumenten führen sollen, lösen durch ihre nicht zu bewältigende Anzahl sogar ein gegenteiliges Verhalten aus. Anstatt der Aktivierung erfolgt ein Rückzug des Konsumenten. Er zeigt ein zunehmend flüchtiges und weniger engagiertes Informations- und Konsumverhalten. Um dieses von Gleichgültigkeit geprägte Verhaltensmuster einer Zielgruppe zu durchbrechen, braucht es einer Impulse setzenden Maßnahme, die aus der Masse hervorsticht. An diesem Punkt setzt das Eventmarketing an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Definition des Rahmens der Hausarbeit und Überblick über die zu behandelnden Themengebiete von Eventmarketing.
2. Was ist Eventmarketing?: Klärung des Begriffs durch verschiedene Definitionen, Merkmale und Zielsetzungen aus der Fachliteratur.
3. Warum Eventmarketing?: Analyse der Marktsituation, die den Einsatz von Events als Kommunikationsinstrument notwendig macht, wie Marktsättigung und Informationsüberlastung.
4. Eventmarketing in der Praxis: Darstellung des methodischen Vorgehens bei der Konzeption, Planung und Erfolgskontrolle von Events.
5. Ein Fallbeispiel: „Initiative Harninkontinenz“: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf ein sensibles PR-Thema, um die Möglichkeiten der Enttabuisierung durch Event-Formate zu demonstrieren.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Grenzen von Eventmarketing als Instrument der Marktkommunikation.
Schlüsselwörter
Eventmarketing, Marktkommunikation, Kundenbindung, Marktsättigung, Informationsüberlastung, Erlebniskonsum, Zielgruppenplanung, Evaluation, Wirkungserfolg, Markenimage, Eventmanagement, Tabuisierung, Konsumentenverhalten, Emotionen, Interaktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt Eventmarketing als ein Instrument der Marktkommunikation und beleuchtet dessen Merkmale, Anwendungsbereiche sowie die Gründe für seinen steigenden Einsatz durch Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Eventmarketings, die Herausforderungen moderner Märkte sowie die praktische Umsetzung und Evaluation von Event-Kampagnen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Events dazu genutzt werden können, die Interaktion mit Konsumenten zu verstärken und in gesättigten Märkten aus der Masse hervorzustechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Untersuchung eines praxisnahen Fallbeispiels zur Veranschaulichung der Methodik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Notwendigkeit von Eventmarketing, die Schritte der operativen Planung und die Bedeutung der Erfolgskontrolle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Eventmarketing, Marktkommunikation, Kundenbindung, Informationsüberlastung und Wirkungserfolg.
Warum ist das Fallbeispiel „Initiative Harninkontinenz“ besonders?
Es ist ein Beispiel für ein sehr sensibles PR-Thema, bei dem durch ein offensives Event-Konzept die Enttabuisierung erfolgreich erreicht wurde, was normalerweise bei Events mit reinem Unterhaltungsanspruch nicht der Fall ist.
Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit von Eventmarketing?
Der Autor sieht Eventmarketing als erfolgversprechenden Weg an, warnt aber vor einer Überschätzung und betont, dass die Nachhaltigkeit der durch Events erzeugten Wirkungen kritisch hinterfragt werden muss.
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- Karena Friedrich (Author), 2000, Eventmarketing - Modewort oder ein neuer Weg zum Kunden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36332