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Semantische Valenz am Beispiel einer Gruppe von Verben eines Textes

Title: Semantische Valenz am Beispiel einer Gruppe von Verben eines Textes

Seminar Paper , 2001 , 13 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Anna Badstübner (Author)

German Studies - Linguistics
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Einleitung

Alle Freunde, denen ich erzählt habe, dass ich eine Hausarbeit über die semantische Valenz schreibe, haben mich mit großen fragenden Augen angesehen und wussten absolut nichts mit diesem Begriff anzufangen. Sie fragten mich, wozu das denn gut sein soll. Mich hat das zum Lachen gebracht, denn semantische Valenz wird von jedem von ihnen Tag für Tag angewendet, ohne dass sie sich darüber bewusst sind, was sie da eigentlich tun. Mir wurde klar, dass es das Wichtige an solch einer Arbeit ist, den alltäglichen Gebrauch der semantischen Valenz und somit den Sprachvollzug transparent werden zu lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Herkunft des Valenzbegriffs

3 Syntaktische und semantische Valenz

4 Thematische Rollen

4.1 Teilhabende Rollen

4.1.1 Logische Handelnde

4.1.2 Logische Empfänger

4.1.3 Räumliche Begriffe

4.2 Nichtteilhabende Rollen

4.2.1 Lokativ

4.2.2 Grund

4.2.3 Zweck

5 Text

6 Im Text enthaltene Verben in Gruppen geordnet

6.1 Die semantische Valenz der Verben der Kommunikation

6.1.1 Kommen

6.1.2 Beantworten

6.1.3 Anrufen

6.1.4 Sprechen

6.1.5 Sagen

6.1.6 Empfehlen

6.1.7 Reden

7 Vergleich und Auswertung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die semantische Valenz von ausgewählten Verben aus dem Text "Der mobile Mensch" von Bernd-Lutz Lange, um den alltäglichen Sprachvollzug transparent zu machen und allgemeine Regeln für verbale Kommunikation zu identifizieren.

  • Grundlagen und Herkunft des Valenzbegriffs
  • Differenzierung zwischen syntaktischer und semantischer Valenz
  • Theoretische Einführung in thematische Rollen (nach Frawley und Fillmore)
  • Strukturelle Analyse von Verben der Kommunikation im Kontext
  • Vergleichende Auswertung der semantischen Leerstellen

Auszug aus dem Buch

6.1.1 Kommen

Dieses Verb steht im Text im Sinne von in eine Lage geraten, nämlich "ins Gespräch" und gehört deshalb in dem Fall zu der Gruppe von Verben, die die Kommunikation ausdrücken. Kommen würde also zwei obligatorische Ergänzungen fordern, nämlich das Subjekt, hier Agens und "ins Gespräch" als Ziel.

Ich würde gern von einer anderen Sichtweise herangehen und zwar in der Art, dass der gesamte Komplex ins Gespräch kommen, der ja das Prädikat des Satzes ausmacht, als Valenzträger fungiert. Daraus ergibt sich ein Sachverhalt, der auch den anderen Verben ähnlicher ist. Allgemein gesagt würde das heißen: Jemand kommt mit jemandem über etwas ins Gespräch. Wir erhalten eine obligatorische und zwei fakultative Ergänzungen.

Obligatorisch ist das Subjekt in der thematischen Rolle Agens. Die Handlung wird von einer oder mehreren Personen aktiv bewirkt. Dabei ist zu beachten, dass, wenn es sich beim Subjekt um nur eine Person handelt, auch die Rolle der zweiten Person bzw. Personengruppe, die an dem Gespräch beteiligt und Ziel der Handlung ist, unbedingt notwendig wird. Sie ist nur fakultativ, wenn die Rolle Agens im Plural steht, wie das in unserem Text der Fall ist. Das Thema der Konversation bleibt in beiden Fällen fakultativ und ist im Text nicht realisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Verfasserin führt in die Thematik der semantischen Valenz ein und begründet die Relevanz der Arbeit durch den Bezug zum alltäglichen Sprachgebrauch.

2 Herkunft des Valenzbegriffs: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln des Valenzbegriffs aus der Chemie und dessen Übertragung auf die Sprachwissenschaft durch Lucien Tesnière.

3 Syntaktische und semantische Valenz: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Stelligkeit von Verben sowie die Unterscheidung von obligatorischen und fakultativen Ergänzungen dargelegt.

4 Thematische Rollen: Das Kapitel bietet eine Übersicht über verschiedene Rollen wie Agens, Experiencer und räumliche Begriffe, die für die semantische Analyse unerlässlich sind.

5 Text: Hier wird das Quellmaterial, ein kurzer Text von Bernd-Lutz Lange, vorgestellt, das als Basis für die weitere Analyse dient.

6 Im Text enthaltene Verben in Gruppen geordnet: Die im Text gefundenen Verben werden kategorisiert, wobei der Schwerpunkt auf den Verben der Kommunikation liegt.

7 Vergleich und Auswertung: Die Arbeit schließt mit einer vergleichenden Analyse der untersuchten Verben und leitet allgemeine Regeln für die semantische Valenz von Kommunikationsverben ab.

Schlüsselwörter

Semantische Valenz, syntaktische Valenz, thematische Rollen, Agens, Benefaktiv, Kommunikationsverben, linguistische Semantik, Valenztheorie, Sprachanalyse, Leerstellen, Prädikat, Argumente, Kontextmerkmale, Selektionsmerkmale, Sprachvollzug.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Untersuchung der semantischen Valenz anhand von Verben aus einem literarischen Sachtext.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Valenztheorie, die Anwendung thematischer Rollen und die praktische Analyse von Verben im Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den alltäglichen Sprachvollzug durch die Analyse semantischer Leerstellen und Rollenverteilungen transparenter zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine linguistische Inhaltsanalyse durchgeführt, die theoretische Konzepte der Valenzgrammatik auf konkrete Textbeispiele anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Valenz, thematische Rollen) erläutert und anschließend ausgewählte Kommunikationsverben detailliert hinsichtlich ihrer Valenzstruktur analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind Begriffe wie semantische Valenz, thematische Rollen, Kommunikationsverben und Valenzträger.

Warum wird das Verb "anrufen" als Ausnahme in der Analyse betrachtet?

Es wird als Ausnahme eingestuft, da es im analysierten Kontext lediglich den Versuch einer Kommunikation darstellt und nicht die eigentliche Unterhaltung, wodurch es weniger Leerstellen eröffnet als "echte" Kommunikationsverben.

Inwiefern beeinflusst der "Benefaktiv" die Rollenverteilung bei Verben wie "empfehlen"?

Der Benefaktiv markiert einen Nutznießer der Handlung, was die semantische Struktur von Verben, die auf eine Person einwirken, präzisiert.

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Details

Title
Semantische Valenz am Beispiel einer Gruppe von Verben eines Textes
College
Martin Luther University  (Institut für Germanistik)
Course
Semantik
Grade
1,4
Author
Anna Badstübner (Author)
Publication Year
2001
Pages
13
Catalog Number
V36363
ISBN (eBook)
9783638360180
Language
German
Tags
Semantische Valenz Beispiel Gruppe Verben Textes Semantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Badstübner (Author), 2001, Semantische Valenz am Beispiel einer Gruppe von Verben eines Textes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36363
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