Fach- und Sondersprache in deutschen Schlagern unter besonderer Berücksichtigung der Zeitspanne zwischen 1990 und 2003


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Definition des Begriffs „Schlager“

3.) Die sprachliche Entwicklung in Deutschen Schlagern in der Zeit von 1970 bis heute

4.) Titelbeispiel I: „Null-Null-Sieben“ – Olaf Henning

5.) Titelbeispiel II: „Dein Hexenhäuschen brennt“ – Michael Wendler

6.) Fazit und Schlussbewertung

7.) Literaturverzeichnis

1.) Einleitung

Musik und Sprache sind in Deutschland zu einer gemeinsamen Einheit verschmolzen. Man kann sogar noch weiter gehen und sagen, dass in Deutschland Musik zum Leben mit dazugehört. Dieter Thomas Heck, einst Moderator der legendären „ZDF-Hitparade“, sprach in einem Interview sogar davon, dass in Deutschland Musik mit „zum Lebensstandart“[1] und deswegen „unverzichtbar“[2] sei. Musik verbindet Generationen und lässt stets an einem bestimmten Lebensgefühl teilhaben. Und genau diese Verbindung von Generationen, der Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls und die Vermittlung von Botschaften geschieht in der Musik über die Sprache. Sprache hat sich mehr und mehr in der Musik eine Verbreitungsform erschaffen, auf die viele Personen hören und sie zugleich auch bewusst wahrnehmen.

Als „Sprachrohr“[3] hat sich in Deutschland ebenfalls in den letzten Jahrzehnten der Deutsche Schlager entwickelt, da in den entsprechenden Liedern nicht auf englisch, sondern in Deutscher Sprache Botschaften, Liebesbekundungen und Friedensaufrufe erörtert werden. Während die englische Popmusik in Deutschland eher Jugendliche anspricht, so gibt es beim Deutschen Schlager einen generationsübergreifenden Zuhörerstamm, der zu einer Altersstruktur von fünf Jahren bis hundert Jahren führen kann.

Die Sprache im Deutschen Schlager hat sich im Laufe der einzelnen Jahrzehnte verändert, sich den in den einzelnen Dekaden politischen und gesellschaftlichen Ereignissen angepasst und auch neue Worte kreiert. Die vorliegende Arbeit soll diesen Sprachwandel in Deutschsprachiger Musik aufzeigen und bewerten. Deswegen wird zunächst eine historische Entwicklung aufgezeigt, um dann anhand von Beispielen den Sprachwandel und die sprachlichen Besonderheiten zu klären.

2.) Definition des Begriffs „Schlager“

Schlägt man in einem Lexikon den Begriff „Schlager“ oder „Deutscher Schlager“ nach, erhält man folgende kurze Definition, die allerdings meines Erachtens nicht ausreichend und nicht allumfassend ist:

„’Schlager’ bezeichnet einerseits ein kommerziell erfolgreiches Musikstück, andererseits eine Gattung der Unterhaltungsmusik. Kennzeichnend für den Schlager sind einfachste musikalische Strukturen und triviale Texte, die an das Harmonie- und Glücksverlangen der Hörer appellieren. Dabei sind die Grenzen zur Popmusik und zur so genannten volkstümlichen Musik fließend. Einen großen Anteil an der enormen Popularität der Schlagermusik hatte das Fernsehen. Aufgrund einer Internationalisierung der Popmusik Anfang der achtziger Jahre schien sich der deutsche Schlager überlebt zu haben, doch seit Beginn der neunziger Jahre kam es zu einem erneut großen Interesse an der Schlagermusik in Deutschland.“[4]

In dieser Definition ist von „trivialen Texten“ die Rede, die jedoch längst nicht in jedem Deutschen Schlager zu finden sind. Außerdem ist Karl-Jürgen Kemmelmeyer in seinem Buch „Der Schlager“ der Auffassung, dass „der Text [...] für den Erfolg eines Schlagers von sekundärer, aber nicht unwesentlicher Bedeutung“[5] ist. Diese Aussage aus dem Jahr 1976 scheint in den letzten Jahren falsifiziert worden zu sein. Schaut man sich die erfolgreichsten Deutschen Schlager der 1990er Jahre an, so ist dabei besonders auffällig, dass „Titel mit witzigen, originellen oder teilweise sogar schwierigen sprachlichen Textstrukturen“[6] das Interesse der Konsumenten geweckt haben. Im folgenden Punkt soll nun die sprachliche Entwicklung im Deutschen Schlager schematisch aufgezeigt werden.

[...]


[1] Interview mit Dieter Thomas Heck am 02.08.2004 in der ARD-Sendung „Beckmann“

[2] Interview mit Dieter Thomas Heck, a.a.O.

[3] Interview mit Dieter Thomas Heck, a.a.O.

[4] „Schlager“ – Eine Begriffsdefinition; Microsoft „Encarta Enzyklopädie“, CD-ROM 2003

[5] Kemmelmeyer, Karl-Jürgen und Wehrmeier, Rolf: „Der Schlager – Handbuch für Unterricht und

Praxis“, Regensburg 1976

[6] Horn-Berges, Joachim: „Schlager auf dem Weg in das 21. Jahrhundert“; München 2001

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Fach- und Sondersprache in deutschen Schlagern unter besonderer Berücksichtigung der Zeitspanne zwischen 1990 und 2003
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Hauptseminar "Fach- und Sondersprachen"
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V36378
ISBN (eBook)
9783638630795
ISBN (Buch)
9783638761918
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fach-, Sondersprache, Schlagern, Berücksichtigung, Zeitspanne, Hauptseminar, Fach-, Sondersprachen
Arbeit zitieren
Jörn Finger (Autor), 2004, Fach- und Sondersprache in deutschen Schlagern unter besonderer Berücksichtigung der Zeitspanne zwischen 1990 und 2003, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36378

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