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George Herbert Mead - Symbolischer Interaktionismus

Title: George Herbert Mead - Symbolischer Interaktionismus

Seminar Paper , 2004 , 11 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Alexander Ulrich (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Einleitung

Diese Seminararbeit im Zuge des Proseminars „Einführung in die Soziologie“ soll die Theorie des „Symbolischen Interaktionismus“ zum Thema haben. Zunächst werde ich dazu auf den (Mit-) Begründer dieser Sozialtheorie, George Herbert Mead, eingehen und die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten seiner Zeit näher erläutern, bevor ich auf den eigentlichen Teil der Arbeit, nämlich Meads theoretische Ansätze der Verhaltensforschung, die symbolisch vermittelte Interaktion, eingehen werde. Ferner werde ich die Begriffe Bewusstsein und Identität näher erläutern und deren Aufbau schildern. Als hauptsächliche Textgrundlage liegt mir, neben einigen Auszügen aus der Encarta-Enzyklopädie, das Werk „Soziologische Theorie: Abriss der Ansätze ihrer Hauptvertreter“ von Julius Morel vor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. George Herbert Mead – Kurzbiografie

2.1. Politische und gesellschaftliche Einflüsse

3. Ausgangspunkt: Die Sonderstellung des Menschen

4. Soziales Verhalten

4.1. Gebärden- bzw. gestenvermittelte Interaktion

4.2. Symbolisch vermittelte Interaktion

5. Bewusstsein

6. Identität

6.1. Aufbau der Identität

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der soziologischen Theorie des Symbolischen Interaktionismus und untersucht insbesondere das Menschenbild sowie die Konzepte von Bewusstsein und Identität nach George Herbert Mead.

  • Biografische Hintergründe und Einflüsse auf das Denken Meads
  • Die evolutionstheoretische und biologische Sonderstellung des Menschen
  • Differenzierung von gestenvermittelter und symbolisch vermittelter Interaktion
  • Der Zusammenhang zwischen sozialer Interaktion und der Entwicklung des Selbst
  • Die Entstehung von Identität durch Rollenübernahme und das Zusammenspiel von „Ich“ und „Mich“

Auszug aus dem Buch

4.2. Symbolisch vermittelte Interaktion

Die für den Menschen spezifische Form des sozialen Verhaltens ist laut Mead die symbolisch vermittelte Interaktion, die als Weiterentwicklung der gebärden- oder gestenvermittelte Interaktion verstanden werden kann. „Symbolisch vermittelte Interaktion ist [...] Mead zu Folge dadurch gekennzeichnet, dass die Handlungsanfänge bzw. Gebärden (nicht nur bei Anderen eine bestimmte Reaktion bzw. Handlungsbereitschaft hervorrufen, wie dies bei der gebärdenvermittelten Interaktion der Fall ist, sondern) erstens `... im Individuum, das sie ausführt, die gleiche Haltung sich selbst gegenüber ... (auslösen), wie in den anderen Individuen´ und dass zweitens dieses Einnehmen der Haltung der Anderen das Individuum ` ... in die Lage versetzt, sein weiteres Verhalten im Lichte dieser Haltung dem ihrigen anzupassen´.“ Dieses Hineinversetzen in den Gesprächspartner ermöglicht dem Handelnden sein Handeln gegebenenfalls zu modifizieren oder die ursprüngliche Handlung wie geplant auszuführen. Er kennt also schon vor der Ausführung der Handlung die mögliche Reaktion seines Gegenübers auf sein Verhalten, da er durch seine Antizipation der Handlung schon seine eigenen Reaktion auf seine noch auszuführenden Handlungen kennt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, die sich mit der Theorie des Symbolischen Interaktionismus und den Ansätzen von George Herbert Mead auseinandersetzt.

2. George Herbert Mead – Kurzbiografie: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über das Leben von George Herbert Mead und ordnet sein Denken in den Kontext des amerikanischen Pragmatismus ein.

2.1. Politische und gesellschaftliche Einflüsse: Hier werden die vier prägenden Strömungen – Evolutionstheorie, Pragmatismus, deutscher Idealismus und Behaviorismus – analysiert, die Meads Theoriebildung beeinflussten.

3. Ausgangspunkt: Die Sonderstellung des Menschen: Dieses Kapitel erläutert die evolutionstheoretischen Besonderheiten des Menschen, insbesondere die „Instinktarmut“ und die Bedeutung sprachlicher Kommunikation.

4. Soziales Verhalten: Hier wird der Begriff des sozialen Verhaltens definiert und als Voraussetzung für die Interaktion eines Organismus innerhalb der Gesellschaft beschrieben.

4.1. Gebärden- bzw. gestenvermittelte Interaktion: Dieser Teil beschreibt die Vorform der sozialen Interaktion, die lediglich auf den Anfängen von Handlungen und instinktiven Reaktionen beruht.

4.2. Symbolisch vermittelte Interaktion: Dieses Kapitel thematisiert die spezifisch menschliche Form der Interaktion, die auf signifikanten Symbolen und dem Einnehmen der Haltung anderer basiert.

5. Bewusstsein: Hier wird Bewusstsein als durch soziale Interaktion erlerntes Wissen um die Bedeutung von physischen und sozialen Objekten definiert.

6. Identität: Dieses Kapitel verknüpft die Identitätsbildung mit der Fähigkeit des Individuums, sich selbst zum Objekt zu machen und die Rolle des Anderen zu übernehmen.

6.1. Aufbau der Identität: Dieser Abschnitt unterteilt die Identitätsentwicklung in das „Spiel“, das „organisierte Spiel“ sowie das Wechselspiel zwischen „Ich“ (I) und „Mich“ (Me).

Schlüsselwörter

Symbolischer Interaktionismus, George Herbert Mead, Pragmatismus, Evolutionstheorie, Soziales Verhalten, Interaktion, Signifikante Symbole, Bewusstsein, Identität, Rollenübernahme, Verallgemeinerter Anderer, Ich und Mich, Sozialisation, Instinktarmut, Signifikante Gesten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziologische Theorie des Symbolischen Interaktionismus, begründet durch George Herbert Mead, und erklärt den menschlichen Sozialisationsprozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung von Kommunikation, die Sonderstellung des Menschen gegenüber Tieren und die Entstehung von Identität durch soziale Interaktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Meads theoretische Ansätze zur Verhaltensforschung darzulegen und aufzuzeigen, wie Bewusstsein und Identität innerhalb gesellschaftlicher Strukturen entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert, insbesondere auf dem Werk von Julius Morel sowie weiteren Quellen wie der Enzyklopädie Encarta.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grundlagen des Verhaltens bei Mead, die Unterscheidung zwischen gesten- und symbolvermittelter Interaktion sowie die psychologischen Phasen der Identitätsbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Symbolischer Interaktionismus“, „Rollenübernahme“, „Signifikante Symbole“ und die Dichotomie von „Ich“ und „Mich“ charakterisiert.

Was unterscheidet „gestenvermittelte“ von „symbolisch vermittelter“ Interaktion?

Während gestenvermittelte Interaktion auf instinktiven Handlungsanfängen basiert, ermöglicht die symbolisch vermittelte Interaktion durch Sprache die Antizipation des Verhaltens und die bewusste Anpassung an das Gegenüber.

Wie definiert Mead die Entwicklung der Identität im organisierten Spiel?

Im Gegensatz zum einfachen Spiel muss das Individuum im organisierten Spiel lernen, die Rollen aller anderen Beteiligten zu übernehmen und sich nach den allgemeinen Normen des „verallgemeinerten Anderen“ zu richten.

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Details

Title
George Herbert Mead - Symbolischer Interaktionismus
College
University of Duisburg-Essen
Course
Einführung in die Soziologie
Grade
Sehr gut
Author
Alexander Ulrich (Author)
Publication Year
2004
Pages
11
Catalog Number
V36430
ISBN (eBook)
9783638360593
Language
German
Tags
George Herbert Mead Symbolischer Interaktionismus Einführung Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Ulrich (Author), 2004, George Herbert Mead - Symbolischer Interaktionismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36430
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