Rolf Wiese, ein Professor des Instituts für Volkskunde und Kulturanthropologie an der Universität Hamburg , beginnt sein Buch mit einem erklärendem Vorwort. Parallel zur Herausgabe des von verschiedenen Autoren geschriebenen Buches, fand 1992 eine Ausstellung zum Buchtitel im Freilichtmuseum am Kiekeberg statt.
Die Lebensumstände von Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg, die Umbrüche in der Familie und der Schule sind neben dem großen Aspekt der Entwicklung des Spielens Thema dieses Buches. Die Geschichte von den oft zerstörten Familienstrukturen zu den sich wieder vereinenden Strukturen, wird sachlich und verständlich dargestellt. Deutlich wird die Schwierigkeit Kindern nach dem 2. Weltkrieg Möglichkeiten einer Kindheit zu geben. Das Land musste neu aufgebaut werden, es mangelte an Gebäuden und Personal um Kindern eine angebrachte Schulbildung zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Lebensumstände von Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg
3. Entwicklung des Spielens und des Spielzeuges
4. Entwicklung von Festen für Kinder
5. Kindermode von 1945 bis 1970
6. Zeitzeugnisse und Quellenarbeit
7. Aufbau und Gliederung des Werkes
8. Kritische Würdigung und Schwächen des Buches
9. Analyse der Quellenlage
10. Zusammenfassende Bewertung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Rezension befasst sich mit dem Werk „Kinder(t)räume“ von Rolf Wiese und untersucht, inwiefern das Buch die historische Entwicklung der Kindheit und der familiären Lebensumstände in der Zeit von 1945 bis 1970 fundiert darstellt und wissenschaftlich einordnet.
- Historische Lebensbedingungen von Kindern im Nachkriegsdeutschland
- Wandel von Familienstrukturen und schulischen Rahmenbedingungen
- Entwicklungsgeschichte des Spielzeugs und der kindlichen Spielkultur
- Rolle von Zeitzeugenberichten in der historischen Aufarbeitung
- Kritische Reflexion der methodischen Qualität und Quellentiefe
Auszug aus dem Buch
Die Lebensumstände von Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg
Die Lebensumstände von Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg, die Umbrüche in der Familie und der Schule sind neben dem großen Aspekt der Entwicklung des Spielens Thema dieses Buches. Die Geschichte von den oft zerstörten Familienstrukturen zu den sich wieder vereinenden Strukturen, wird sachlich und verständlich dargestellt. Deutlich wird die Schwierigkeit Kindern nach dem 2. Weltkrieg Möglichkeiten einer Kindheit zu geben. Das Land musste neu aufgebaut werden, es mangelte an Gebäuden und Personal um Kindern eine angebrachte Schulbildung zu ermöglichen. In erster Linie war es von großem Interesse aller Bürger das Land aufzuräumen. Auch Kinder halfen die Straßen in den Städten frei zu räumen oder Heizmittel, sowie Nahrungsmittel zu besorgen. Wenn es ihnen möglich war, wurden die Trümmer, oder die einfache Straße als Spielplatz genutzt. Reste und Müll fungierten als Spielzeuge in der Stadt. Auf dem Land hatte es weniger Zerstörung gegeben, weshalb hier mehr Spielzeuge vorhanden waren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Buchprojekt und den Kontext der Ausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg.
2. Die Lebensumstände von Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg: Darstellung der schwierigen materiellen und sozialen Bedingungen für Kinder und Familien in der unmittelbaren Nachkriegszeit.
3. Entwicklung des Spielens und des Spielzeuges: Analyse der Spielkultur, beeinflusst durch Trümmer, Mangel und den späteren Wiederaufbau.
4. Entwicklung von Festen für Kinder: Kurzer Abriss über die Bedeutung und Veränderung kindlicher Festkultur.
5. Kindermode von 1945 bis 1970: Dokumentation der modischen Entwicklung, von der Mangelwirtschaft hin zur Jeansmode der 70er Jahre.
6. Zeitzeugnisse und Quellenarbeit: Erläuterung der Bedeutung von Zeitzeugeninterviews und schriftlichen Dokumenten zur Rekonstruktion der Kindheit.
7. Aufbau und Gliederung des Werkes: Beschreibung der 15 Artikel umfassenden Struktur und deren chronologischer Schwierigkeiten.
8. Kritische Würdigung und Schwächen des Buches: Reflexion über Redundanzen und inhaltliche Diskrepanzen, insbesondere in den letzten Kapiteln.
9. Analyse der Quellenlage: Untersuchung der wissenschaftlichen Substanz und der didaktischen Aufarbeitung des Materials.
10. Zusammenfassende Bewertung: Abschließendes Urteil über den Nutzwert für die Forschung und die ästhetische Gestaltung des Buches.
Schlüsselwörter
Kindheit, Geschichte 1945-1970, Nachkriegszeit, Familienstrukturen, Spielzeug, Schulwesen, Zeitzeugen, Sozialgeschichte, Kindermode, Rezension, Rolf Wiese, Ausstellung, Lebensumstände, Kindheitsforschung, Historische Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit stellt eine kritische Rezension des Buches „Kinder(t)räume“ dar, welches die Geschichte der Kindheit in der Bundesrepublik zwischen 1945 und 1970 dokumentiert.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Das Werk beleuchtet die Wohn- und Lebensverhältnisse, das Schulwesen, die Spielzeugentwicklung, die Mode und die familiäre Situation in den Nachkriegsjahren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die wissenschaftliche Qualität, die methodische Aufarbeitung und den Erkenntnisgewinn des rezensierten Buches für die heutige Forschung zu bewerten.
Welche methodische Herangehensweise wählt das Buch?
Das Buch stützt sich auf eine Sammlung von 15 Artikeln sowie die Einbeziehung von Zeitzeugenberichten, um ein anschauliches Bild der Epoche zu zeichnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Der Hauptteil befasst sich mit den historischen Umbrüchen der Nachkriegszeit, der Rolle des Spielens und einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gliederung und Quellenbasis des Buches.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?
Wichtige Begriffe sind Kindheitsgeschichte, Nachkriegsalltag, methodische Schwächen, Quellenlage und die Bedeutung von Ausstellungsmaterial für die Geschichtswissenschaft.
Warum bewertet der Rezensent bestimmte Kapitel als überflüssig?
Kapitel wie „Kranke Kinder – Behinderte Kinder“ werden als überflüssig empfunden, da sie keinen inhaltlichen Bezug zum roten Faden der übrigen Kapitel aufweisen.
Welchen Wert schreibt der Autor dem Bildmaterial zu?
Obwohl das Buch wissenschaftlich hinter dem aktuellen Forschungsstand zurückbleibt, haben die verwendeten Bilder und Exponate einen hohen eigenständigen historischen Wert.
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- Eefke Peters (Author), 2015, Rezension zu "Kinderträume. Zur Geschichte der Kindheit von der Nachkriegszeit bis zur antiautoritären Erziehung (1945-1970)" von Rolf Wiese (Hrsg.), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364439