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Mediatisierung der Politik - Sprache und Medien der Politik

Title: Mediatisierung der Politik - Sprache und Medien der Politik

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rebecca Utz (Author)

German Studies - Linguistics
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Einleitung

Where is the life we have lost in living?
Where is the wisdom we have lost in knowledge?
Where is the knowledge we have lost in information?
T. S. Eliot

Ob Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft oder Politik – zahlreiche Medienformen bieten der modernen, zivilisierten Gesellschaft für diese Bereiche den Zugang zu mehr Wissen. „Mehr Wissen oder lediglich mehr Information?“, womit ich an das Zitat des Schriftstellers T. S. Eliot anknüpfen möchte und bereits bei den zentralen Kernfragen dieser Arbeit bin: Ist es dem „modernen“ Individuum noch möglich, sich aus der Fülle der Informationen ein reales Bild der Wirklichkeit zu machen? Und auf Seiten der Medien: inwieweit beeinflussen sie direkt oder indirekt diesen Wirklichkeitsausschnitt, den sie an ihre Rezipienten weitergeben? Kann man vor allem im politischen Bereich von einer lückenlosen, objektiven und unabhängigen Berichterstattung sprechen? Brisant ist insbesondere die letzte Frage, mit der ich mich schließlich unter Punkt 5, „Kriegsberichterstattung“, näher beschäftigen werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Problemstellung und Zielsetzung

2. Begriffsdefinition „Mediatisierung“

3. Das Verhältnis Medien – Politik allgemein

3.1. Das Mediokratie-Modell

3.2. Das Bottom-Up-Modell

3.3. Das Top-Down-Modell

3.4. Das Symbiose-Verhältnis zwischen Medien und Politik

4. Streben nach Kontrolle

4.1. Gate-Keeping und Agenda-Setting

4.2. Symbolische Politik

5. Exkurs: Kriegsberichterstattung

6. Zusammenfassung

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen Medien und Politik sowie die Frage, inwieweit politische Wirklichkeit durch mediale Prozesse konstruiert oder beeinflusst wird. Dabei wird insbesondere analysiert, wie Akteure beider Bereiche durch Strategien wie Agenda-Setting und symbolische Politik versuchen, Deutungshoheit und Kontrolle über die öffentliche Wahrnehmung zu erlangen.

  • Mediatisierung und die Konstruktion von Wirklichkeit
  • Theoretische Modelle politischer Kommunikation (Mediokratie, Bottom-Up, Top-Down)
  • Das symbiotische Abhängigkeitsverhältnis zwischen Politikern und Journalisten
  • Mechanismen von Gate-Keeping und Agenda-Setting
  • Die Inszenierung von Politik durch symbolische Handlungen
  • Kriegsberichterstattung als Fallbeispiel für mediale Kontrolle und Zensur

Auszug aus dem Buch

4.2) Symbolische Politik

Bisher war nur die Rede von den Medien, die eine bestimmte Filterfunktion im Kommunikationsprozess zwischen Politik und Publikum einnehmen. „Agenda-Setting“ wird jedoch auch von Politikern und Parteien betrieben. Hier geht es darum, welche Nachrichten über die Medien an die Öffentlichkeit dringen dürfen oder sollen. Der eigene Nutzen, sei er persönlicher, wirtschaftlicher, strategischer oder parteipolitischer Art, steht dabei im Vordergrund.

Saricelli knüpft in diesem Zusammenhang an den von Murray Edelman kreierten Begriff der „Symbolischen Politik“11 an. Er unterscheidet zunächst zwei Ebenen der Politik: deren Herstellung bzw. Erzeugung und deren Darstellung bzw. Vermittlung.

Mit der Erzeugungsebene wir der tatsächliche Akt der politischen Handlung verstanden, wohingegen mit der Vermittlungsebene die in der Öffentlichkeit präsentierte Form dieses politischen Aktes gemeint ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Problemstellung und Zielsetzung: Einführung in die Problematik der Informationsflut und die kritische Hinterfragung der Objektivität medialer Berichterstattung in der Politik.

2. Begriffsdefinition „Mediatisierung“: Definition der Mediatisierung als Prozess, in dem Medien zur zentralen Vermittlungsinstanz werden, durch die der Mensch seine Wirklichkeit definiert.

3. Das Verhältnis Medien – Politik allgemein: Analyse theoretischer Modelle, welche die unterschiedlichen Machtverhältnisse und Kommunikationsflüsse zwischen Medien, Politik und Öffentlichkeit beleuchten.

4. Streben nach Kontrolle: Untersuchung der Mechanismen, mit denen Journalisten (Gate-Keeping) und Politiker (symbolische Politik) versuchen, den Kommunikationsprozess aktiv zu steuern.

5. Exkurs: Kriegsberichterstattung: Praxisnahe Analyse der Berichterstattung während des Irak-Krieges, insbesondere unter dem Aspekt des „Embedded Journalism“ und staatlicher Einflussnahme.

6. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion über die Grenzen medialer und politischer Kontrolle sowie die ethische Sorgfaltspflicht von Journalisten.

7. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Mediatisierung, Mediengesellschaft, Politikvermittlung, Mediokratie, Agenda-Setting, Gate-Keeping, Symbolische Politik, Politische Kommunikation, Kriegsberichterstattung, Embedded Journalism, Massenmedien, Öffentliche Meinung, Propaganda, Wirklichkeitskonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das wechselseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen Medien und Politik und untersucht, wie Informationen über politische Prozesse in der heutigen Gesellschaft gefiltert, inszeniert und wahrgenommen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Mediatisierung von Politik, verschiedene Kommunikationsmodelle (Mediokratie, Bottom-Up, Top-Down), Instrumente der Themensteuerung und die Rolle der Medien bei der Konstruktion politischer Scheinwelten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin geht der Frage nach, ob es für das Individuum in der modernen Informationsgesellschaft noch möglich ist, ein objektives Bild der Wirklichkeit zu erhalten, oder ob die mediale Darstellung die politische Wahrnehmung zu stark verzerrt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene politik- und kommunikationswissenschaftliche Modelle (u.a. von Luhmann, Noelle-Neumann, Edelman) vergleicht und diese anhand aktueller Beispiele, insbesondere der Kriegsberichterstattung, reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über das Verhältnis Medien-Politik, die Erläuterung von Steuerungsmechanismen wie Agenda-Setting und symbolische Politik sowie einen umfangreichen Exkurs zur Rolle der Medien im Irak-Krieg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Mediatisierung, Agenda-Setting, Symbolische Politik und das symbiotische Verhältnis zwischen politischen Akteuren und Journalisten.

Welche Bedeutung hat das „Mediokratie-Modell“ in diesem Kontext?

Das Modell beschreibt eine „Medienherrschaft“, bei der Medien nicht mehr nur abbilden, sondern die politische Agenda bestimmen und Politiker sich den Gesetzen der medialen Aufmerksamkeitsökonomie unterwerfen müssen.

Wie unterscheidet sich die Kriegsberichterstattung vom Vietnamkrieg zum Irak-Krieg?

Während Berichte im Vietnamkrieg noch weitgehend unzensiert waren, zeigt das Beispiel des Irak-Krieges eine neue Form der staatlichen Kontrolle durch das „Embedding“, bei dem Journalisten direkt in die Truppen integriert wurden, um die Perspektive der Berichterstattung zu steuern.

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Details

Title
Mediatisierung der Politik - Sprache und Medien der Politik
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Course
Interkulturelle Germanistik I/II - Orientalismus
Grade
1,3
Author
Rebecca Utz (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V36444
ISBN (eBook)
9783638360685
Language
German
Tags
Mediatisierung Politik Sprache Medien Politik Interkulturelle Germanistik I/II Orientalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Utz (Author), 2003, Mediatisierung der Politik - Sprache und Medien der Politik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36444
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