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Die Ursprünge des modernen Zeitungswesens

Title: Die Ursprünge des modernen Zeitungswesens

Seminar Paper , 2001 , 24 Pages , Grade: 2

Autor:in: Andreas Hempfling (Author)

Communications - Print Media, Press
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Im 14. Jahrhundert entwickelt sich der Begriff der „Zeitung“ im Kölner Raum aus dem „zidunge“, das für „Nachricht“, „Neuigkeit“ stand.

1445 legt die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern des Mainzers Johannes Gensfleisch zur Lade - auch Johannes Gutenberg genannt - die Grundlage zur Massenverbreitung von Presseerzeugnissen.

Es werden vor allem Flugschriften und Flugblätter veröffentlicht und verteilt. Der Name Flugblatt bezieht sich wahrscheinlich auf ihre schnelle Verbreitung. Sie erschienen nicht periodisch, oft sogar nur einmal, zählen bis heute dennoch zu den Printmedien. Als nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung alphabetisiert war, übermittelten vor allem die Illustrationen Botschaften des Flugblattes. Außerdem sollten sie zum Kauf anreizen. Sehr beliebt waren Abbildungen von fremden, wilden Tieren; unbekannten Gegenständen, Ländern oder Kreaturen und Monstrositäten. Damit waren sie bereits erstaunlich nahe an modernen Boulevardmedien. Was auf diesem Weg dennoch alles passierte, erläutert diese Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Entwicklung der modernen Zeitung

1.1 Eine kurze Gesichte der Zeit(ung)

1.1.1 Geburtswehen

1.1.2 Zeitungskiosk um 1550?

1.1.3 Die Zeitung ein deutsches Produkt?!

1.1.4 Von der Meinungs- zur Massenpresse

1.2 Von der Neuzeit in die Moderne – 350 Jahre Leipziger Zeitungsgeschichte

1.2.1 Die Anfänge

1.2.2 Günstige Startbedingungen

1.2.3 Timotheus Ritzsch

1.2.4 Zeitung als Handwerk

1.2.5 Die Politisierung

1.2.6 Lokales und Feuilletons

1.2.7 Das Postulat der Unabhängigkeit

1.2.8 Krieg auf dem Boulevard

1.2.9 Die neuen Medien

Ausblick und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklungsgeschichte der modernen Zeitung von ihren Ursprüngen im 16. Jahrhundert bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Ziel ist es, die Transformation des Mediums von einer rein informativen Nachrichtenwiedergabe hin zur meinungsbildenden Massenpresse unter Berücksichtigung technischer, sozialer und politischer Faktoren am Beispiel der Leipziger Zeitungsgeschichte nachzuvollziehen.

  • Entstehung und Etymologie des Begriffs „Zeitung“
  • Die Rolle der Drucktechnik für die Presseentwicklung
  • Leipzig als zentraler Schauplatz der historischen Zeitungsgeschichte
  • Verhältnis von politischer Einflussnahme und Presseunabhängigkeit
  • Wettbewerb zwischen Printmedien und aufkommenden Rundfunktechnologien

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Zeitungskiosk um 1550?

Doch waren diese sogenannten „Newen Zeytungen“ keineswegs mit ihren modernen Verwandten vergleichbar und auch der Bezug per Abonnement harrte noch seiner Entdeckung. Tatsächlich berichteten diese Druckereignisse meist nur über ein Ereignis und erschienen allein aus diesem Anlass, vergleichbar also mit einer heutigen Sonderausgabe. „Verkauft wurden sie durch Umträger, Zeitungskrämer und Zeitungsboten dort, wo viele Menschen zusammenkamen: auf Märkten und Messen und in den Gassen der Städte. Den Großvertrieb übernahmen die Buchführer, die auf den Reisen zu Messen Bücher und Zeitungen mit sich führten.“ Der Transport von eiligen Druck Erzeugnissen und Nachrichten wurde meist über berittene Boten abgewickelt. „Schon im fünfzehnten Jahrhundert legten die Kaufleute von St. Gallen einen regelmäßigen Botenritt über Lindau, Ravensburg und Ulm nach Nürnberg an [...] Von Mecheln bis Innsbruck brauchte ein Stafettenreiter ungefähr 5 1/2 Tag, von Venedig nach Nürnberg 20 Tage.“

Anfang des 17. Jahrhunderts gab es dann bereits wöchentlich erscheinende Zeitungen als Nachrichtensammlungen, die den Abonnenten durch die Post zugesandt wurden. Wie man sich aber vorstellen kann, waren diese nicht zuletzt auf Grund des aufwendigen Zustellservice im Vergleich zu den recht preiswerten Einzelzeitungen beim Zeitungskrämer äußerst teuer. „Mit zunehmendem Interesse breiter Bevölkerungsschichten an den Ereignissen ihrer Zeit war der Schritt zur gedruckten wöchentlich erscheinenden Zeitung nur folgerichtig“, wie Hans-Ulrich Nieter schreibt. Ein wenig weiter greift Dr. Ludwig Salomon zurück: „Das Bedürfnis über die Vorgänge in der Welt unterrichtet zu werden, machte sich, als die wüste Zeit der Völkerwanderung vorüber war und wieder geordnete Verhältnisse eintraten, besonders an den Haupthandelsplätzen bemerkbar, und daher fanden sich hier nach und nach Leute, die die neuen Nachrichten, die mit den Boten und Schiffen eintrafen, sammelten, auf Blätter verzeichneten und diese schriftlichen Mitteilungen an Interessenten teils aus freier Hand verkauften, teils als Brief versandten.“ Während im Mittelalter aber vor allem Venedig der Hauptsammelpunkt für alle Nachrichten war, kristallisierte sich später vor allem Deutschland als Wiege der modernen Zeitung heraus.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung der Zeitung und skizziert die Fragestellung der Arbeit bezüglich der Entwicklung moderner Medien.

Die Entwicklung der modernen Zeitung: Dieses Hauptkapitel analysiert den historischen Prozess von handschriftlichen Nachrichten bis zur modernen periodischen Presse.

1.1 Eine kurze Gesichte der Zeit(ung): Hier werden die etymologischen Wurzeln und die frühen Vorformen der Zeitung, einschließlich der ersten gedruckten Wochenzeitungen, untersucht.

1.1.1 Geburtswehen: Das Kapitel beschreibt den Übergang von privater Korrespondenz zu gewerblichen Nachrichten-Dienstleistungen um 1500.

1.1.2 Zeitungskiosk um 1550?: Dieser Abschnitt analysiert die Vertriebswege früher „Newen Zeytungen“ und die Rolle der Botenpost.

1.1.3 Die Zeitung ein deutsches Produkt?!: Fokus auf Johann Carolus und die Etablierung des deutschen Druckwesens als weltweiten Ausgangspunkt der Presse.

1.1.4 Von der Meinungs- zur Massenpresse: Darstellung der Entwicklung hin zu einer politischen Meinungspresse und der technischen Fundierung der Massenpresse.

1.2 Von der Neuzeit in die Moderne – 350 Jahre Leipziger Zeitungsgeschichte: Eine detaillierte Fallstudie zur Bedeutung Leipzigs als Zentrum der Presseentwicklung.

1.2.1 Die Anfänge: Beleuchtung des Leipziger Jubiläums und des Fortbestehens älterer Formate neben den neuen Zeitungen.

1.2.2 Günstige Startbedingungen: Analyse der sozioökonomischen Faktoren, wie der intakten Infrastruktur und der Universität, die Leipzig begünstigten.

1.2.3 Timotheus Ritzsch: Porträt des Druckers und Verlegers, der die erste Tageszeitung in Leipzig etablierte.

1.2.4 Zeitung als Handwerk: Untersuchung der ursprünglichen Arbeitsweise ohne moderne Redaktionsstrukturen.

1.2.5 Die Politisierung: Analyse des Einflusses der politischen Lage im 19. Jahrhundert auf die inhaltliche Ausrichtung der Blätter.

1.2.6 Lokales und Feuilletons: Beschreibung der Entwicklung von Lokalberichten und unpolitischen Unterhaltungsformen.

1.2.7 Das Postulat der Unabhängigkeit: Untersuchung der politischen Einflussnahme durch Großmächte und dem Wunsch nach journalistischer Neutralität.

1.2.8 Krieg auf dem Boulevard: Analyse des Wettbewerbsdrucks und der Boulevardvisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

1.2.9 Die neuen Medien: Auseinandersetzung mit der Konkurrenz durch Rundfunk und der Anpassung der Printmedien.

Ausblick und Schluss: Zusammenfassung der Zukunftsfähigkeit der gedruckten Presse im Vergleich zu modernen digitalen Kommunikationstechnologien.

Schlüsselwörter

Zeitungsgeschichte, Massenpresse, Leipziger Presse, Timotheus Ritzsch, Pressefreiheit, Zensur, Nachrichtenwesen, Boulevardpresse, Medienkonkurrenz, Digitalisierung, Journalismus, Nachrichtentechnik, Politische Presse, Periodizität, Druckkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des modernen Zeitungswesens mit einem speziellen Fokus auf die Entstehung und Transformation der Presse am Standort Leipzig.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Etymologie des Begriffs, die technologische Entwicklung vom Handschriftdruck zum Buchdruck, die Herausbildung redaktioneller Standards und der Einfluss neuer Medien auf die Zeitungslandschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Wandel der Zeitung von einem bloßen Nachrichtenübermittler hin zu einem meinungsbildenden Medium zu dokumentieren und den Einfluss politischer und sozialer Rahmenbedingungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse unter Einbeziehung zeitgenössischer Dokumente, Fachliteratur zur Pressegeschichte und der vergleichenden Betrachtung regionaler Fallbeispiele aus Leipzig.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Betrachtung der Pressegeschichte, angefangen bei den ersten gedruckten Wochenzeitungen über die Politisierung im 19. Jahrhundert bis hin zum Konkurrenzkampf mit dem Rundfunk im 20. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zeitungsgeschichte, Massenpresse, Pressefreiheit, Nachrichtentechnik und der Wettbewerb zwischen Print- und elektronischen Medien.

Welche Rolle spielte Timotheus Ritzsch für den Standort Leipzig?

Timotheus Ritzsch gilt als Pionier, der durch sein Druckprivileg die erste täglich erscheinende Zeitung in Leipzig herausgab und damit die Stadt als bedeutendes Nachrichtenzentrum etablierte.

Wie reagierten Zeitungen in der Weimarer Republik auf die Konkurrenz durch das Radio?

Die Zeitungen reagierten mit einer stärkeren Boulevardvisierung, einem Fokus auf Fotoberichterstattung und der Einbindung von Beilagen, um trotz des schnelleren Informationsflusses im Radio ihre Relevanz für den Leser zu behalten.

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Details

Title
Die Ursprünge des modernen Zeitungswesens
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Proseminar: Kommunikation als Beruf
Grade
2
Author
Andreas Hempfling (Author)
Publication Year
2001
Pages
24
Catalog Number
V3645
ISBN (eBook)
9783638122511
ISBN (Book)
9783638638272
Language
German
Tags
Zeitung Geschichte Leipzig
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Hempfling (Author), 2001, Die Ursprünge des modernen Zeitungswesens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3645
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