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Propaganda im 1. Weltkrieg. Welchen Inhalt hatten die Rekrutierungsposter in Großbritannien?

Eine Analyse an verschiedenen Beispielen des Parliamentary Recruiting Committee PRC

Title: Propaganda im 1. Weltkrieg. Welchen Inhalt hatten die Rekrutierungsposter in Großbritannien?

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 25 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: B. R. (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Die Arbeit untersucht die verschiedenen Arten von Propaganda in Großbritannien zu Zeiten des 1. Weltkriegs. Besonders eingegangen wird auf die Plakate des Parliamentary Recruiting Committee (PRC). Dabei wird zum einen die historische Entwicklung des Begriffs Propaganda genauer beleuchtet, zum anderen die Entwicklung der Plakate samt ihrer Inhalte vertieft untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Propaganda – eine Annäherung an den komplexen Begriff

1.1 Die Ausprägungsformen von Propaganda

2 Organisation von britischer Propaganda im 1. Weltkrieg

3 Welchen Inhalt hatte die britische Rekrutierungspropaganda auf PRC-Plakaten?

3.1 The Hun als Stereotyp britischer Propaganda

3.2 Die Rekrutierungspropaganda an verschiedenen Beispielen

4 Fazit

5 Literatur

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Inhalte britischer Rekrutierungsplakate während des Ersten Weltkriegs und analysiert deren Wandel im zeitlichen Verlauf, um aufzuzeigen, wie die Propaganda zur Mobilisierung der Bevölkerung eingesetzt wurde.

  • Entwicklung und Definition von Propaganda als Instrument der Massenbeeinflussung
  • Organisationsstrukturen der britischen Propagandapolitik zwischen 1914 und 1918
  • Verwendung von Feindbildern (insbesondere das Stereotyp des "Hun")
  • Wandel der inhaltlichen Ausrichtung von bloßen Appellen hin zu emotionalen Rekrutierungsaufrufen
  • Die Rolle der Plakatpropaganda im Kontext der Totalisierung des Krieges

Auszug aus dem Buch

3.1 The Hun als Stereotyp britischer Propaganda

Hauptziel dieser Seminararbeit ist es die Inhalte der britischen Rekrutierungsplakate genauer zu analysieren. Dennoch hält der Verfasser den kurzen Exkurs zu den Darstellungen der Deutschen als Huns aus mehreren Gründen für wichtig. Zum einen lässt sich damit erklären warum die britische Freiwilligenrekrutierung zunächst so erfolgreich war, und zum anderen lässt sich gut erkennen als welch massive Bedrohung Deutschland stilisiert worden ist. Die Kriegspropaganda beruht immer auf der Entwicklung eines Feindbilds, also der kommunikativen Unterscheidung zwischen Freund und Feind. Für die Briten, genauso wie für die Franzosen, lieferte laut Sanders genau der „preußischen Militarismus“ den Kristallisationspunkt, den die Propagandisten benötigten um ihre moralische Offensive im In- und Ausland sowie bei den eigenen Soldaten durchzuführen. In Form des Hun, einer Personifizierung der inhumanen Auswüchse des Krieges, gelang es ihnen ein Paradebeispiel der blutrünstigen Deutschen zu schaffen. Nur allzu oft wurde der Bevölkerung auf Plakaten oder Flugblättern das Bild vom „preußischen Unhold“ vermittelt, der mit seiner Pickelhaube stolz marschiert, Frauen vergewaltigt, Babys verstümmelt oder Kirchen schändet. Als Hauptgrund für den moralischen casus belli wurde von der Regierung Großbritanniens der bewusste Einfall der deutschen Kriegsfurien auf die friedlichen Grenzstaaten instrumentalisiert. Über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren versuchten amtlich-britische Propagandisten oder extra dafür engagierte Künstler das Bild der grausamen deutschen Hunnen immer wieder in die Köpfe der Bevölkerung zu rufen. Neben Verbreitungsformen wie Flugblätter oder Poster gab es noch weitere kreative Ideen, mit denen vermeintliche und tatsächliche Gräueltaten der Huns für die Öffentlichkeit aufbereitet wurden. So war eines der erfolgreichsten Projekte des Kriegszielkomitees die Veröffentlichung eines „Deutsche-Verbrechens“-Kalenders, in dem auf jedem Monatsblatt eine grausame Tat präsentiert wurde.

Ziel war es durch das geschaffene Feindbild der Bevölkerung, aber auch den Skeptikern die Notwendigkeit des Krieges und den wahren Schuldigen vor Augen zu führen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg ein und umreißt die Zielsetzung der Analyse von britischen Rekrutierungsplakaten.

1 Propaganda – eine Annäherung an den komplexen Begriff: Das Kapitel erläutert die begriffliche Entwicklung von Propaganda und differenziert zwischen verschiedenen Ausprägungsformen wie der Kriegs-, Auslands- und soziologischen Propaganda.

1.1 Die Ausprägungsformen von Propaganda: Hier werden die vier Hauptkategorien der Propaganda genauer definiert und ihre spezifischen Aufgaben im Kontext von Kriegführung und Außenpolitik dargestellt.

2 Organisation von britischer Propaganda im 1. Weltkrieg: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die behördliche Struktur und die strategische Organisation des britischen Propagandapparates während des Krieges.

3 Welchen Inhalt hatte die britische Rekrutierungspropaganda auf PRC-Plakaten?: Hier findet die Kernanalyse der inhaltlichen Gestaltung britischer Plakate statt, wobei der Fokus auf der Verwendung von Stereotypen liegt.

3.1 The Hun als Stereotyp britischer Propaganda: Dieser Abschnitt analysiert die Konstruktion des Feindbildes der „Hunnen“ und deren Funktion für die britische Mobilisierung.

3.2 Die Rekrutierungspropaganda an verschiedenen Beispielen: Anhand konkreter Plakatbeispiele wird der Wandel der bildlichen und textlichen Ansprache zur Rekrutierung nachvollzogen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über den Wandel der Plakatmotive und die damit verbundene zunehmende Totalisierung der Kriegspropaganda zusammen.

5 Literatur: Das Kapitel listet die verwendeten Quellen und die Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Britische Propaganda, Rekrutierungsplakate, Kriegführung, Feindbild, Hunnen, Mobilisierung, Totalisierung, Lord Kitchener, Freiwilligenrekrutierung, Politische Kommunikation, Parlamentarisches Rekrutierungskomitee, Militärgeschichte, Patriotismus, Bildsprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die inhaltliche Gestaltung und den strategischen Wandel britischer Rekrutierungsplakate während des Ersten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die Organisation britischer Propagandamaßnahmen, die Konstruktion von Feindbildern und die bildliche Ansprache der Bevölkerung zur Rekrutierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, ob und wie sich die inhaltliche Gestaltung und die Rhetorik der britischen Anwerbungsplakate im Laufe des Krieges verändert haben, um die Bevölkerung gezielter zu mobilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer inhaltlichen Analyse von Plakaten und Illustrationen im Vergleich zu zeitgenössischen Propagandatheorien und historischer Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der organisatorischen Struktur der britischen Propaganda sowie einer detaillierten Fallanalyse ausgewählter Rekrutierungsposter und deren psychologischer Wirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Britische Propaganda, Erster Weltkrieg, Rekrutierungsplakate, Feindbildkonstruktion und Totalisierung des Krieges charakterisieren.

Warum wurde das Stereotyp des „Hun“ in der Propaganda so prominent eingesetzt?

Das „Hun“-Stereotyp diente dazu, die deutschen Gegner zu entmenschlichen und moralische Rechtfertigungen für den Krieg sowie für die Freiwilligenrekrutierung zu schaffen.

Welchen Wandel durchliefen die Plakatmotive während des Krieges?

Die Motive entwickelten sich von anfangs einfachen, schriftbasierten Appellen hin zu emotional stark aufgeladenen Illustrationen, die verstärkt an Patriotismus und Familienwerte appellierten.

Was bedeutet der Begriff „Totalisierung“ im Kontext dieser Arbeit?

Die Totalisierung bezieht sich auf die Einbindung immer größerer Teile der Gesellschaft – einschließlich Frauen und Jugendlichen – in die Kriegsanstrengungen, was sich direkt in der Motivauswahl der Propaganda widerspiegelt.

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Details

Title
Propaganda im 1. Weltkrieg. Welchen Inhalt hatten die Rekrutierungsposter in Großbritannien?
Subtitle
Eine Analyse an verschiedenen Beispielen des Parliamentary Recruiting Committee PRC
College
LMU Munich
Grade
2,7
Author
B. R. (Author)
Publication Year
2016
Pages
25
Catalog Number
V364520
ISBN (eBook)
9783668440012
ISBN (Book)
9783668440029
Language
German
Tags
propaganda weltkrieg welchen inhalt rekrutierungsposter großbritannien eine analyse beispielen parliamentary recruiting committee
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B. R. (Author), 2016, Propaganda im 1. Weltkrieg. Welchen Inhalt hatten die Rekrutierungsposter in Großbritannien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364520
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