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Die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise. Meinungsbildender Akteur oder „Spiegel der öffentlichen Meinung"?

Titel: Die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise. Meinungsbildender Akteur oder „Spiegel der öffentlichen Meinung"?

Bachelorarbeit , 2017 , 50 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Talita Grethel (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit setzt sich besonders mit dem Verlauf der medialen Berichterstattung und der öffentlichen Meinung während der Flüchtlingskrise auseinander. Es soll betrachtet werden, inwieweit sich die Funktion der Medien im Untersuchungszeitraum von einer eher meinungsbildenden Funktion zu einer eher meinungsaufgreifenden Funktion gewandelt hat.

Aus diesen Überlegungen leitet sich konkret folgende Forschungsfrage ab: Inwieweit sind die Medien in der Flüchtlingskrise ein eigenständiger Akteur oder ein „Spiegel der öffentlichen Meinung“?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Die Medien in der europäischen Flüchtlingskrise – im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft

II. Theoretischer Teil

2. Paradigmen zum Verhältnis von Medien und Politik

3. Systemtheoretische Ansätze zur Einordnung der Medien zwischen Politik und Gesellschaft

4. Das Konzept der Öffentlichkeit und der öffentlichen Meinung

4.1 Die Politische Öffentlichkeit

4.2 Die öffentliche Meinung

5. Medienwirkungskonzepte: Bindeglieder zwischen öffentlicher Meinung und medialer Berichterstattung

5.1 Der Agenda-Setting-Ansatz

5.2 Die Konzepte „Framing“ und „Priming“

6. Zusammenfassung der Theorie anhand der Aufgaben und Funktionen der Medien in der „Mediendemokratie“ Deutschland

III. Empirischer Teil

7. Die deutsche Asyl- und Flüchtlingspolitik und das Stimmungsbild der Bevölkerung im Untersuchungszeitraum von August 2015 bis Januar 2016

7.1 August und September 2015

7.2 Oktober und November 2015

7.3 Dezember 2015 und Januar 2016

7.4 Zusammenfassung der Flüchtlingspolitik und Bevölkerungsmeinung im Untersuchungszeitraum

8. Die mediale Berichterstattung in der Flüchtlingskrise

8.1 Inhaltsanalyse der „Zeit“ in der Flüchtlingsberichterstattung

8.1.1 August und September 2015

8.1.2 Oktober und November 2015

8.1.3 Dezember 2015 und Januar 2016

9. Auswertung der Ergebnisse

9.1 Interpretation der „Zeit“- Berichterstattung

9.2 Ausblick und Zusammenfassung meiner Arbeit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Medienberichterstattung, öffentlicher Meinung und Regierungspolitik während der Flüchtlingskrise in Deutschland im Zeitraum von August 2015 bis Januar 2016, um zu klären, ob Massenmedien als eigenständige Akteure meinungsbildend wirken oder lediglich als „Spiegel der öffentlichen Meinung“ fungieren.

  • Rolle der Massenmedien im politischen System Deutschlands
  • Theoretische Grundlagen zur Medienwirkung (Agenda-Setting, Framing, Priming)
  • Empirische Analyse der Berichterstattung der Wochenzeitung „Die Zeit“
  • Vergleich von Medieninhalten mit der Bevölkerungsmeinung und Regierungspolitik
  • Wandel von Berichterstattungsmustern im zeitlichen Verlauf

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Medien in der europäischen Flüchtlingskrise – im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft

Nach Erhebungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR sind derzeit weltweit knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Das ist die größte Zahl an Flüchtigen, die jemals verzeichnet wurde. Im Jahr 2015 sind mehr als eine Million von ihnen, vor allem aus den Krisengebieten im Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika, nach Deutschland geflohen. Die sogenannte Flüchtlingskrise ist die größte Zuwanderungswelle seit dem zweiten Weltkrieg und stellt Europa bis heute vor ungeahnte politische, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. Seitdem im Sommer 2015 tausende Menschen täglich mit der Hoffnung auf Asyl in Deutschland ankamen, stand auch kein anderes Thema so stark im Fokus der medialen Berichterstattung wie die sogenannte Flüchtlingskrise. Die „Flüchtlingsfrage“ wurde zur alles überschattenden Materie, die von nun an die politische Debatte und die Medienagenda bestimmte. In tausenden Beiträgen zum Thema „Flüchtlinge“ haben die deutschen Medien im vergangenen Jahr, in ihrer vom Bundesverfassungsgericht zugewiesenen Rolle als „Vermittler und Faktor in der politischen Kommunikation“ (Jarren 1998: 34), den politischen Willensbildungsprozess in Worten und Bildern mitgestaltet. Die zunehmende Einflussnahme der Medien auf politische Entscheidungsprozesse wurde in der Vergangenheit schon oft betont. In Verbindung mit den Thesen der „mediatisierten Gesellschaft“ und der „Mediendemokratie“ (vgl. Sarcinelli 1998), rückt dabei auch das Zusammenspiel von Medienberichterstattung und öffentlicher Meinung in den Vordergrund.

Die allgemeine Stimmung der deutschen Bevölkerung ist geprägt von Meinungen zu Flucht, Asyl und Integration: Sind bis Oktober 2015 nur 37 Prozent der Deutschen laut einer repräsentativen Umfrage des ZDF-Politbarometers der Auffassung, dass die hohe Zahl an Flüchtlingen nicht zu bewältigen sei, stimmen dieser Aussage im Januar schon eine überwiegende Mehrheit von 60 Prozent zu. Obwohl Angela Merkel im September 2016 selbstkritisch jahrelange Versäumnisse der Europäischen Union in der Flüchtlingspolitik einräumte, scheint die Kanzlerin in der Flüchtlingsfrage aber nicht von ihrer konstant liberalen Grundhaltung und ihrer „Politik der offenen Grenzen“ abzuweichen.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Medien in der europäischen Flüchtlingskrise – im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft: Einleitung in die Problematik der Flüchtlingskrise und deren Bedeutung als zentrales Thema der politischen Debatte und Medienberichterstattung.

Paradigmen zum Verhältnis von Medien und Politik: Darstellung theoretischer Sichtweisen auf das Zusammenspiel von Mediensystem und Politik, unter anderem durch das Gewalteinteilungs- und das Symbioseparadigma.

Systemtheoretische Ansätze zur Einordnung der Medien zwischen Politik und Gesellschaft: Theoretische Herleitung der Medienrolle als intermediäres System, das zwischen Staat, Gesellschaft und politischem System vermittelt.

Das Konzept der Öffentlichkeit und der öffentlichen Meinung: Definition und Erläuterung der politischen Öffentlichkeit als Kommunikationssystem sowie der öffentlichen Meinung als kollektive Bestandsgröße.

Medienwirkungskonzepte: Bindeglieder zwischen öffentlicher Meinung und medialer Berichterstattung: Einführung zentraler Konzepte der Medienwirkungsforschung wie Agenda-Setting, Framing und Priming zur Analyse der Medienmacht.

Zusammenfassung der Theorie anhand der Aufgaben und Funktionen der Medien in der „Mediendemokratie“ Deutschland: Einordnung der Medienrolle im deutschen Grundgesetz als Garant der Freiheit und Kontrollinstanz.

Die deutsche Asyl- und Flüchtlingspolitik und das Stimmungsbild der Bevölkerung im Untersuchungszeitraum von August 2015 bis Januar 2016: Empirische Darstellung des Verlaufs der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung im Vergleich zur Stimmung in der Bevölkerung.

Die mediale Berichterstattung in der Flüchtlingskrise: Methodische Erläuterung der Inhaltsanalyse von Artikeln der Wochenzeitung „Die Zeit“ in drei zeitlichen Phasen.

Auswertung der Ergebnisse: Interpretation der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Frage, ob sich die Berichterstattung der „Zeit“ meinungsbildend oder meinungsaufgreifend verhielt.

Schlüsselwörter

Flüchtlingskrise, Medienberichterstattung, politische Öffentlichkeit, öffentliche Meinung, Agenda-Setting, Framing, Priming, Die Zeit, Mediendemokratie, politische Kommunikation, Deutschland, Angela Merkel, Asylpolitik, Systemtheorie, Medienwirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise in Deutschland und analysiert, inwieweit die Berichterstattung meinungsbildend wirkte oder auf gesellschaftliche Stimmungsumschwünge reagierte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Interaktion zwischen Politik und Medien, die Entwicklung der öffentlichen Meinung in Deutschland sowie die theoretischen Ansätze der Medienwirkungsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu beantworten, ob die Medien in der Flüchtlingskrise als eigenständiger Akteur agierten, der die öffentliche Meinung formte, oder ob sie diese lediglich als „Spiegel“ reflektierten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin kombiniert einen politikwissenschaftlichen, systemtheoretischen Rahmen mit einer induktiven Inhaltsanalyse der überregionalen Wochenzeitung „Die Zeit“ über den Zeitraum August 2015 bis Januar 2016.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Medien-Politik-Interaktion und einen empirischen Teil, der die politische Entwicklung und das Bevölkerungsmeinungsbild der Flüchtlingskrise analysiert und den Berichterstattungsmustern gegenüberstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Flüchtlingskrise, Agenda-Setting, Mediendemokratie, politische Öffentlichkeit, Framing, Priming und Asylpolitik.

Warum wurde ausgerechnet die Wochenzeitung „Die Zeit“ als Medium gewählt?

Die „Zeit“ wurde aufgrund ihrer hohen Reichweite, ihrer liberalen Ausrichtung und ihrer Funktion als Leitmedium für Meinungsbildner und Multiplikatoren als besonders aufschlussreiches Untersuchungsobjekt ausgewählt.

Welche Bedeutung kommt der Silvesternacht in Köln im Kontext dieser Arbeit zu?

Die Autorin identifiziert die Ereignisse der Silvesternacht als einen „Kipppunkt“ in der Flüchtlingspolitik und der medialen Debatte, der zu einer spürbaren Veränderung in der Berichterstattung führte.

Zu welchem Fazit kommt die Analyse hinsichtlich der „unkritischen Medien“?

Die Autorin hinterfragt das Klischee der „unkritischen Medien“ kritisch und gelangt zu dem Schluss, dass die Berichterstattung der „Zeit“ zwar durchaus optimistisch war, jedoch auch differenzierte Gegenpositionen bot und keinem „Schweigekartell“ entsprach.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise. Meinungsbildender Akteur oder „Spiegel der öffentlichen Meinung"?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Talita Grethel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
50
Katalognummer
V364647
ISBN (eBook)
9783668450301
ISBN (Buch)
9783668450318
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politik Medien Flüchtlingskrise Flüchtlinge Berichterstattung öffentliche Meinung Öffentlichkeit Mediensystem Journalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Talita Grethel (Autor:in), 2017, Die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise. Meinungsbildender Akteur oder „Spiegel der öffentlichen Meinung"?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364647
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Leseprobe aus  50  Seiten
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