Interkulturelles Management in Thailand

Beispiel des KaDeWe und der Central Group


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016

22 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Allgemeine Herausforderungen im interkulturellen Management

2. Thailand als Ausgangspunkt des interkulturellen Managements
2.1 Thai – Deutsche Begegnung Geschichte
2.2 Thailands Strategien im Geschäft mit Touristen
2.3 Soziale Probleme und Sicherung
2.4 Ausländer in Thailand

3. Differenzen im Kulturbereich Thailand / Deutschland
3.1 Beziehung zwischen Thailand und Deutschland
3.2 Erziehungswesen und Bildung
3.3 Kulturvergleich
3.4 Kultureller Wissenstransfer zwischen Deutschland und Thailand

4. Die besten Warenhäuser Deutschlands in thailändischer Hand
4.1 Central Group
4.2 Übernahme KaDeWe von der Central Group
4.3 Zielsetzung beim Kauf der Warenhäuser
4.4 Präsenz des asiatischen Unternehmens in Deutschland

5. Wie geht die Central Group mit den Herausforderungen in der Kommunikation und im interkulturellen Management auf dem deutsch-thailändischen Markt um?

6. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis:

Quellenverzeichnis:

1. Einleitung

In der folgenden Hausarbeit behandle ich die Fragestellung: „Wo liegen die interkulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Thailand und Deutschland im Wirtschaftsleben und kulturellem Handeln am Beispiel des KaDeWe und der Central Group?“ Ich habe mich mit einigen Büchern und Artikeln beschäftigt, um dieser Fragestellung nachzugehen. Als erstes bin ich auf Thailand als Ausgangspunkt des interkulturellen Managements eingegangen, danach folgen die Differenzen im Kulturbereich Thailand/Deutschland, wie z.B. die Erziehung, die Kultur und die Beziehungen. Als nächstes habe ich über die drei der besten Warenhäuser Deutschlands, in thailändischer Hand geschrieben und als letztens mich mit der Frage beschäftigt: „Wie geht die Central Group mit der Herausforderung in der Kommunikation und im interkulturellem Management auf dem deutsch- thailändischen Markt um?“

Zusätzlich habe ich mich mit dem interkulturellem Management im Allgemeinen beschäftigt; was sind die Aufgaben, wo liegen die Herausforderungen und was sind die Ziele?

1.1 Allgemeine Herausforderungen im interkulturellen Management

Interkulturelles Management ist Teil des internationalen Managements und richtet sich ausschließlich auf die Koordination des Segments "Kultur" gegenüber dessen gesamter Umwelt.[1] Das Ziel des interkulturellen Managements ist der erfolgreiche Umgang mit Managementproblemen in interkulturellen Überschneidungssituationen.

Jede Kultur hat unterschiedliche Grundeinstellungen zwischen Werten, Normen, Erziehung, Vorstellungen usw. und prägt das Handeln der Menschen sowie soziale Gruppen. Auch das Zeit Verstands ist bei jeder Kultur ein anderes und so entstehen Probleme im interkulturellem Management. In Folge dessen muss man die Grundwerte der jeweiligen Kultur versuchen zu verstehen und demnach handeln, wenn man ein gutes Geschäftsverhältnis aufbauen möchte.

In der internationalen Zusammenarbeit entstehen die meisten Probleme, da man zu wenige Einblicke, Kenntnisse und Verständnis gegenüber dem Partner hat. Oft kommt es zu Missverständnissen, wenn ausländische Partner mit Deutschen zusammenarbeiten, da sie andere Verhaltensweisen aufzeigen. Es gibt verschiedene Lösungen und Maßnahmen in der Managementfunktion: Organisation, strategische- und operative Planung, Führung, Personal und Kontrolle. Es müssen genaue Ziele und Leitbilder ausgearbeitet werden, um die eine erfolgreiche Zusammenarbeit sicherzustellen.

In meiner Hausarbeit habe ich mich mit diesen Problemen, aber auch Zielen und Herausforderungen, speziell im Bezug auf die deutsch – thailändische Beziehung konzentriert.

2. Thailand als Ausgangspunkt des interkulturellen Managements

Das interkulturelle Management im Bezug auf Thailand ist ein spannendes Thema, da viele Unterschiede in der Kultur, der Erziehung, im Erziehungswesen sowie allgemein in der Einstellung, Werten und Normen liegen. Dadurch ist es bei Geschäftsbeziehungen sehr wichtig, Wissen und Einblicke darüber zu erlangen um auch erfolgreich zu sein.

2.1 Thai – Deutsche Begegnung Geschichte

In Bangkok wurde am 7. Februar 1862 der „Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag“ geschlossen. 1871 erhielt der Vertrag auch für das neu gegründete Deutsche Reich Gültigkeit. Seitdem besteht die diplomatische Beziehung zwischen Deutschland und Thailand, die in Bezug auf die geografische Lage, kulturell-religiöse Prägungen und historische Erfahrung unterschiedlicher nicht sein könnte.[2]

Thailand hat sich aktuell zu einem industrialisierten Schwellenland entwickelt und kann sich mit seinen 70 Milliarden Einwohnern durchaus mit Deutschland messen. In den letzten 150 Jahren ist Thailand unter dem Namen „Siam“ bekannt und so auch in zahlreichen Dokumenten wiederzufinden. Am 24. Juni 1939 wurde „Siam“ in Thailand umbenannt. Kurzeitig kam der Name „Siam“ zurück, doch seit 1949 heißt das Land nun „Thailand“, offiziell „Königreich Thailand.“[3]

Die Anwesenheit von Deutschen ist im 18 Jahrhundert nicht dokumentiert, sie reisten dennoch ein, aber in fremden Gefälligkeiten. Karl Gützlaff (1803-1851) arbeitete für eine protestantische Missionsgesellschaft in Bangkok. Durch sein ausgesprochenes Sprachtalent übersetzte er eine der ersten Bibelübersetzungen ins Thai. Das deutsche Interesse an Thailand kam hingegen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Die Jahrzehnte vor dem ersten Weltkrieg waren ausschlaggebend und auch die beste Zeit der deutsch-thailändischen Begegnung. [4] Deutschland wurde von den Thailändern als eine aufstrebende Industrie - und Handelsmacht wahrgenommen und von daher sehr von Bedeutung. Auch die wirtschaftliche und politische Anwesenheit der Deutschen war in der Regierung in Bangkok sehr erwünscht.

So sagte Ernst von Hesse-Wartegg in einem Zitat: „Wie in ganz Ostasien, so ist auch in Siam neben Frankreich und England in den letzten zwei Jahrzenten ein dritter wichtiger Faktor aufgetreten, das Deutsche Reich, das dort verhältnismäßig wichtige Handelsinteressen besitzt, wichtiger, als jene von Frankfurt sind. Deutschland hat dort einen immerhin ansehnlichen Handel und Schriftverkehr, gegen welchen jener Frankreichs als verschwindend bezeichnet werden kann.“[5]

2.2 Thailands Strategien im Geschäft mit Touristen

Mit einer gigantischen Werbekampagne 1987, Thai Visit Year, begann das Königreich eines der beliebtesten Urlaubsziele zu werden. „Thailand hat einfach alles, was sich Touristen nur wünschen können: herrliche erholsame Strände, waldreiche und einsame Berge, vor Waren bestehende Shopping Center und eine der raffiniertesten Küchen der Welt. Dazu kommen Tempel. Und vergessen wollen wir auch nicht den wohl wichtigsten Aspekt, eines liebenswertes Landes – Menschen. Die Thais sind die freundlichen, hilfsbereiten und tolerantesten Gastgeber, die man sich nur wünschen kann. Der Begriff vom `Land des Lächelns` ist sicher nicht ohne Grund geprägt worden.“[6]

Thailand bietet sich als ideales Reiseziel an und besticht mit einer guten Mischung aus Sonne, Abenteuer, Land, Leute, Kultur und auch für viele Sex. Sowohl für junge Menschen, die Backpacking betreiben als auch Pärchen und ältere Ehepaare, die eine Rundreise machen. Der Alltag der Thais zeigt ein entspanntes Leben, das mit den ganzen Tempeln, Lotusblüten und schönen Wasserfällen an ein öffentliches Freilufttheater erinnert und einen selber den eigenen Alltag für eine gewisse Zeit vergessen lässt. So eine Faszination, dass 1998 über 7,7 Millionen Besucher das Land besuchten.[7]

Die wahre Hochphase kam hingegen zu Zeiten des Vietnam-Krieges, da zahlreiche US–Soldaten, ihren „R&R"-Aufenthalt ("Relax and Recuperation") in Thailand verbrachten. Das war die Zeit in der Soldaten zwischen den schweren Einsätzen ihre Erholungspausen hatten und sich erholen sollten. Dadurch wurde der Tourismus erheblich angekurbelt und Thailand reagierte schnell indem Unterkünfte, Hotels, Bars und Restaurants innerhalb weniger Jahre errichtet wurden. Um 1970 gab es ein weiteres Ereignis: die Boeing 747 landete nun in Bangkok und verschaffte Thailand einen erheblichen Vorteil zu den Nachbarländern, die noch als sehr unsicher galten. In den neunziger Jahren, kam noch ein Aufschwung, „The Beach“ wurde veröffentlicht und 2000 folgte der dazugehörige Film mit Leonardo Di Caprio. Koh Phi Phi wurde von den Touristen förmlich überrannt, um diesen wundervollen Ort einmal real sehen zu können. Es war eines der ersten südostasiatischen Länder, die dem Massentourismus Einlass ließen. Thailand hatte schnell die Machtposition erreicht, was sich auch heute nicht geändert hat.

Heutzutage sind es 26,5 Millionen Touristen, die das Land im Jahr 2013 besucht haben. Kultur und Rundreisen sind immer noch sehr beliebt, jedoch bilden sich zunehmend neue Sparten: Golfreisen über Yoga-Urlaube, von dem Abenteuertourismus bis zum Ökotourismus wird das Angebot von Jahr zu Jahr attraktiver. Thailand ist mittlerweile auf Platz 10 der meistbesuchten Länder der Welt und Bangkok ist auf Platz 1 der meistbesuchten Städte weltweit.[8] (Stand 2013)

Der Sextourismus ist immer noch ein großes Thema in Thailand. Auch wenn er in den letzten Jahren etwas zurückgegangen ist, stellt er immer noch einen Großteil der Industrie dar. Besonders stark ausgeprägt ist er in Pattaya und Phuket, was auf die Soldaten der US Arme zurückzuführen ist. Natürlich ist er auch in Bangkok und Chiang Mai stark verbreitet, da internationale Touristen das Angebot nutzen.

Thailand hatte gerade in den Neunzigern den Ruf ein „Paradies“ für Pädophile zu sein. Wobei Prostitution und gerade auch Kinderprostitution in Thailand verboten sind. In Deutschland werden diese Straftaten verfolgt und die Strafen fallen erheblich hoch aus, obwohl sie im Ausland stattgefunden haben. Viele Touristen schreckt dies aber leider nicht ab, einige holen sich auch ihre Frauen nach Deutschland. Die thailändischen Frauen sind oft daraus aus einen europäischen Mann zu heiraten, um ein besseres Leben zu führen und ihrer Familie Geld zu schicken.

Im Jahre 2012 hat Thailand laut der "Tourism Authority Thailand" (TAT) knapp 16 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet und liegt damit bei 7,3 % des Bruttoinlandsprodukts. Exporte machen den größten Anteil aus mit 60%. Thailand gehört zu den weltweit größten Reis Exporteuren und hat die zweitstärkste Wirtschaft in Südostasien. Auch wenn man es fast nicht vermutet, leben nur 10% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.[9] Thailand lag im Jahr 2013 laut des Global Destination Cities Index" auf Platz 1 der am meisten besuchten Länder der Welt.[10]

Ein etwas neuerer Zweig des Tourismus in Thailand ist die Gesundheitsbranche, der sogenannte "medical tourism", bei denen sich viele ausländische Urlauber dort operieren lassen, wie z.B. für Schönheitsoperationen, Geschlechterumwandlungen aber auch für Volkskrankheiten. Der günstige Preis ist hierbei ein großes Lockmittel, da sie nur ein Bruchteil von dem zahlen, was sie sonst zahlen hätten müssen. Auch das überraschend gute Gesundheitssystem spielt dabei eine Rolle, gerade in der Hauptstadt, aber auch auf Phuket und Koh Samui, sind bereits gute Ärzte und hochwertige Kliniken, die Englisch sprechen und manche sogar Deutsch.

2.3 Soziale Probleme und Sicherung

Thai Kinder lernen von klein auf großen Respekt gegenüber ihrer Familie zu haben. Es ist die kleinste soziale Einheit, aber auch gleich die Wichtigste. Über ihnen stehen, die Eltern, Großeltern, deren Geschwister und auch immer ältere Menschen. Demnach ist das Alter von elementarer Bedeutung, aber auch generell die soziale Position ist sehr wichtig für die Thais. Das Ziel ist mit möglichst wenig finanziellen Mitteln, sich gepflegt und auffallend schön zu kleiden, um sich höher zu stellen als sie es eigentlich sind. Thais lassen sich untereinander kaum tauschen, aber gerade Deutsche denken oft, dass sie wohlhabender sind, als es scheint.[11] Zu den höhergestellten Menschen gehören auch wohlhabende Menschen, egal auf welche Weise sie ihr Geld verdienen. Sie gelten als unantastbar, da ihnen die Macht gewehrt ist sich Macht und Recht zu kaufen – ein sehr korruptes System. Ausländer bezeichnen Thais als „ farang, da sie nicht richtig einordbar sind. Sie werden generell als reich bezeichnet, da sie sich den Luxus des Reisens erlauben können, aber dennoch tragen sie nicht einordbare Kleidung: Gummisandalen, kurze Hosen, und freizügige Kleider der Frauen. Kein Thailänder würde sich so trauen auf die Straße zu gehen, es sei denn er hat die finanziellen Mittel nicht. So beurteilen die Thais die „farangs“ als Menschen, mit denen sich „bessere“ Thais nicht abgeben würden.

Aber wirtschaftlicher Wandel zieht auch soziale Probleme mit sich und diese sind auch Auswirkungen der rasanten Industrieprozesse. Ältere Menschen, die sich früher gelassen in den Schutz und Obhut der Familie gegeben haben, sind heute zu einer Last geworden. Soziale Probleme wie Prostitution, Drogenkonsum, Zerfall der Familie und ungleiche Einkommensverteilung, sind auf die wirtschaftliche Entwicklung zurück zu führen. Auch die Abnahme der Geburtenrate ist ein Grund für die Probleme der sozialen Sicherung. Seit dem Jahr 2000 bis 2014 ist die Rate Die Familien werden grundlegend kleiner, sodass auch weniger Geld einer Familie zur Verfügung steht.[12]

2.4 Ausländer in Thailand

Wie ist die geschichtliche Entwicklung in Thailand im Bezug auf Ausländer? Damals lebten viele Chinesen, Annamiten, Inder und Menschen aus Laos in Thailand. Amerikaner und Europäer waren im Jahr 1257 noch nicht sehr stark vertreten. Erst im vierzehnten Jahrhundert kamen Ausländer aus den benachbarten Ländern hinzu, Europäer erschienen erst im sechsten Jahrhundert. Nach und nach entstanden jedoch Schwierigkeiten dadurch, da die Ausländer durch ihre Nationalität und Kultur verschiedene Ansichten pflegten. Man musste sich erst einmal aufeinander einstellen und den anderen versuchen „lesen“ zu lernen.[13] Die Amerikaner führten sehr nützliche Dinge ein, wie z.B. den Druck thailändischer Buchstaben. Im Jahre 1833 hatte die USA mit Thailand ihren ersten Vertrag geschlossen und daraufhin folgten die Briten und auch andere europäische Länder.

Thailand wurde schließlich auch Mitglied des Welt-Postvereins, was die Beziehungen zu anderen Ländern stärkte. Der Hauptteil der Ausländer waren nach wie vor Chinesen, die kaum als fremd wirkten, da sie mit der Sprache, den Sitten und auch den Gewohnheiten mit den Thailändern verbunden waren, im Gegensatz zu den Europäern.[14]

Wie ist es heute? Die etwa 68 Millionen Bewohner sind zu 75 % ethnische Thai und zu 14 % Chinesen, in den drei südlichsten Provinzen leben überwiegend Malaien. Um sich in Thailand ein Leben aufbauen zu können, bedarf es viel Geduld und Ausdauer. Es ist durchaus möglich, jedoch muss man eine gute Idee haben. Thailand ist mittlerweile sehr überlaufen und man muss sich eine Nische suchen, in der man ein gutes Produkt oder eine Dienstleistung anbieten kann. Viele versuchen es mit Bars, Restaurants oder Diskotheken. Gern gesehen sind aber auch Berufe im Bereich Industrie- oder Maschinenbau, da die deutsche Ausbildung und Qualität sehr geschätzt wird. Man sollte ein gewisses Mindestkapital mitbringen, darüber hinaus ist die Sprache sehr wichtig, um von den Thailändern ernst genommen zu werden. Zu Erst ist bei den Behörden eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung einzuholen, später folgen dann Behördengänge zum Investment Center mit der Vorlage eines Businessplans. Jedoch hat Thailand in den letzten Jahren stark die Zulassung von Selbständigen begrenzt. In den 1970er und 1980er Jahren wurde das Land von Aussteigern überschwemmt, die in Ko Samui, Phuket, Bangkok und Pattaya Bars und Restaurants gründeten, im Tourismus arbeiteten oder sonstige Dienstleistungen anboten haben. [15]

3. Differenzen im Kulturbereich Thailand / Deutschland

Die asiatische Kultur ist einzigartig und komplett anders als die deutsche Kultur. In jedem Bereich gibt es Unterschiede, ob es nun der Glaube, der Kalender, die Erziehung oder das politische System ist. Viele Dinge muss man erst einmal lernen, um die Thailänder nicht zu beleidigen. In Deutschland ist es nicht ungewöhnlich einem Kind z.B. auf den Kopf zu fassen, in Thailand ist das ein großer Fehler, denn der Kopf ist das heiligste Körperteil und die Füße zugleich das „dreckigste“.

Auch die Feiertage unterscheiden sich stark zu den deutschen Feierlichkeiten. Der bedeutendste Feiertag in Thailand ist das Neujahrsfest, Songkran genannt, das zwischen dem 13. und 15. April stattfindet und vor allem für den Brauch, sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen, bekannt ist, was für den Europäer recht fragwürdig erscheint. So ist in Deutschland der wichtigste Feiertag Weinachten, wo man gesittet mit der Familie am Tisch sitzt und in Thailand bespritzt man sich für zwei Tage mit Wasser.

An den Tagen ist es keine Seltenheit, wenn man frisch geduscht als Deutscher durch die Stadt geht, ein gutes Restaurant ansteuert und man plötzlich, unwissend von dem Brauch, einen Eimer Wasser über den Körper bekommt. Das wiederum zeigt, dass Thailänder das Leben nicht so ernst nehmen, für jeden Spaß zu haben sind und ein sehr freundliches und lebensfrohes Volk sind. Nicht ohne Grund ist es einer der beliebtesten Urlaubziele der Deutschen geworden. Man vergisst den Alltag und sieht die Welt mit ganz anderen Augen.

3.1 Beziehung zwischen Thailand und Deutschland

Man kann sagen die Beziehung zwischen Thailand und Deutschland fing 1861 an, mit der preußischen Gesandtschaft. Ungefähr zur gleichen Zeit berichtete Dr. Adolf Bastian, als erster deutscher Wissenschaftler nach Thailand und berichtete über seine Studien „Reisen im Siam“. Die ersten Handelsbeziehungen waren schon 300 Jahre früher mit anderen Europäischen Ländern wie Holland, Portugal England und Frankreich. Nach kurzer Zeit überholte Deutschland die anderen Nationen und dominierte im Im- und Export.[16]

[...]


[1] Vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/interkulturelles-management.html (Stand, 05.10.16)

[2] Grabowsky, Volker, Deutschland und Thailand, 150 Jahre Diplomatie und Völkerfreundschaft, Zenos Verlag 2014, S. 11, 12

[3] Grabowsky, Volker, Deutschland und Thailand, 150 Jahre Diplomatie und Völkerfreundschaft, Zenos Verlag 2014, S. 12 ff.

[4] Grabowsky, Volker, Deutschland und Thailand, 150 Jahre Diplomatie und Völkerfreundschaft, Zenos Verlag 2014, S. 18

[5] Zitat: Ernst von Hesse-Wartegg, Siam: das Reich des weißen Elefanten. Leipzig: Verlagsbuchhandlung J.J Weber 1899 S. 65

[6] Zitat: Krack 1989: 7

[7] Sander Ingvar, Reinecke Gerhard, Thailand: Aktuelle Wandlungsprozesse in Politik, Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft, Druck Calling Hamburg 2000, S. 193 ff.

[8] http://www.thailand-spezialisten.com/2014/12/07/die-entwicklung-des-tourismus-in-thailand/ (letzter Zugriff 25.10.2016)

[9] http://www.thailand-spezialisten.com/2014/12/07/die-entwicklung-des-tourismus-in-thailand/ (letzter Zugriff 26.10.2016)

[10] veröffentlicht in der "Time", 01.06.2013

[11] Reinecke Gerhard, Thailand: Aktuelle Wandlungsprozesse in Politik, Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft, Druck Calling Hamburg 2000, S. 221 ff.

[12] Reinecke, Gerhard, Thailand: Aktuelle Wandlungsprozesse in Politik, Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft, Druck Calling Hamburg 2000, S. 227

[13] Jayanma, Direck, Thailand, Vorträge und Aufsätze, Alfred Metzner Verlag, Frankfurt am Main, 1960, S. 45 - 47

[14] Jayanma, Direck, Thailand, Vorträge und Aufsätze, Alfred Metzner Verlag, Frankfurt am Main, 1960, S. 49

[15] http://www.siam-info.de/german/risiken.html (letzter Zugriff 27.10.2016)

[16] Wenk, Klaus, 120 Jahre Deutsch Thailändische Freundschaft, Die Beziehung zwischen Deutschland und Thailand, Dear Book Co. Ltd. 1982, Bangkok, S. 25

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Interkulturelles Management in Thailand
Untertitel
Beispiel des KaDeWe und der Central Group
Hochschule
Hochschule Fresenius Idstein  (Akademie für Mode & Design)
Veranstaltung
Interkulturelles Management
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V364687
ISBN (eBook)
9783668445529
ISBN (Buch)
9783668445536
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thailand, Deutschland Unterschiede KaDeWe Central Group
Arbeit zitieren
Sandra Baier (Autor), 2016, Interkulturelles Management in Thailand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364687

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