Im Fokus dieser Hausarbeit steht Theophanu als ottonische Kaiserin. Damit erfolgt im Schwerpunkt die Beschäftigung mit den Grundzügen der ottonischen Regentschaft und deren Herrschaftsausübung sowie den Handlungsspielräumen als coimperatrix sowie der späteren Alleinherrschaft.
Vergleichend soll ihre Schwiegermutter Kaiserin Adelheid in die Untersuchung mit einbezogen werden, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Herrschaftsausübung aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Heirat - Bündnis zwischen Ost- und Westrom
- Herkunft Theophanus und ihre Bedeutung für den ottonischen Herrschaftsbereich
- Brautwerbung und Bündnis
- Wirkungsfelder
- Theophanu als coimperatrix
- Theophanu als Regentin
- Theophanu und Adelheid
- consortium regni
- Interventionen als Mittel zur Einflussnahme
- Gemeinsame Regentschaft
- Vormundschaftsherrschaft für Otto III
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Rolle der Kaiserin Theophanu im ottonischen Reich. Sie beleuchtet die Hintergründe ihrer Heirat mit Otto II. und ihre Bedeutung für das Bündnis zwischen Ost- und Westrom. Darüber hinaus werden Theophanus' Wirkungsfelder als coimperatrix und Regentin sowie ihr Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter Adelheid analysiert.
- Das Bündnis zwischen Ost- und Westrom durch die Heirat von Otto II. und Theophanu
- Theophanus' Rolle als coimperatrix und ihre Einflussnahme im ottonischen Reich
- Theophanus' Regentschaft als Vormund für ihren Sohn Otto III.
- Das Verhältnis zwischen Theophanu und Adelheid
- Theophanus' Bedeutung für die ottonische Herrschaftsgeschichte
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt Theophanu als eine außergewöhnliche Kaiserin in der ottonischen Zeit vor und hebt ihre besondere Position als coimperatrix hervor. Sie erläutert zudem die Quellenlage und die Forschungsdiskussion zu Theophanu.
Kapitel 2 analysiert die Heirat von Otto II. und Theophanu als strategisches Bündnis zwischen Ost- und Westrom. Es werden die Hintergründe der Brautwerbung und die Bedeutung dieser Verbindung für die Herrschaftslegitimation des westlichen Kaisertums beleuchtet.
Kapitel 2.1 befasst sich mit der Herkunft Theophanus und ihren familiären Strukturen. Es werden die Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion ihres Lebens am byzantinischen Kaiserpalast aufgrund fehlender Quellen beleuchtet.
Kapitel 2.2 beleuchtet die Brautwerbung für Anna, Tochter Romanos II., und die Hintergründe für den Wechsel zu Theophanu als zukünftige Braut von Otto II.
Kapitel 3 präsentiert Theophanus' Wirkungsfelder als coimperatrix und Regentin. Es wird auf ihre Bedeutung als Teilhaberin am Kaisertum und ihre Einflussnahme im ottonischen Reich eingegangen.
Kapitel 4 untersucht das Verhältnis zwischen Theophanu und Adelheid. Es wird auf die gemeinsame Regentschaft und die Vormundschaftsherrschaft für Otto III. sowie die spannungsreichen Aspekte dieser Beziehung eingegangen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen Kaiserin Theophanu, ottonisches Reich, Bündnispolitik, coimperatrix, Regentschaft, Vormundschaft, Adelheid, byzantinisches Kaisertum, Westrom, Herrschaftslegitimation, Einflussnahme, Quellenlage, Forschungsgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Kaiserin Theophanu?
Theophanu war eine byzantinische Prinzessin, die durch ihre Heirat mit Otto II. zur Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches wurde und im 10. Jahrhundert eine bedeutende politische Rolle spielte.
Was bedeutet der Titel „coimperatrix“?
Der Titel bezeichnet Theophanu als Mit-Kaiserin, was ihre aktive Teilhabe an der Herrschaft und ihre offizielle Anerkennung als Regentin neben ihrem Ehemann unterstreicht.
Wie sicherte Theophanu die Macht für ihren Sohn Otto III.?
Nach dem Tod Ottos II. übernahm sie die Vormundschaftsregierung für ihren minderjährigen Sohn und sicherte durch diplomatisches Geschick und Machtanspruch den Thron gegen Konkurrenten.
Welches Verhältnis hatte Theophanu zu Kaiserin Adelheid?
Das Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter Adelheid war von Spannungen und Konkurrenz um den Einfluss am Hof geprägt, obwohl beide gemeinsam für den Erhalt der ottonischen Dynastie arbeiteten.
Warum war die Herkunft Theophanus politisch so wichtig?
Ihre byzantinische Herkunft sollte das westliche Kaisertum legitimieren und ein Bündnis zwischen Ost- und Westrom festigen, was den Ottonen internationales Ansehen verschaffte.
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- Antje Klünder (Author), 2012, Theophanu, coimperatrix und augusta. Eine Frauenherrschaft im 10. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364693