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Bertolt Brechts "Maßnahmen gegen die Gewalt". Eine literarische Analyse

Titel: Bertolt Brechts "Maßnahmen gegen die Gewalt". Eine literarische Analyse

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Samuel Ewert (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahr 1949 erschienen Bertolt Brechts "Kalendergeschichten", eine Sammlung von verschiedenen Geschichten und Gedichten, die auch 39 "Geschichten vom Herrn Keuner" enthielten. Diese entstanden sporadisch ab dem Jahr 1929, sind durchweg kurz und enden immer mit einer überraschenden Pointe, die unweigerlich zum Nachdenken auffordert.

In dieser Arbeit wird eine dieser Geschichten "Maßnahmen gegen die Gewalt" literarisch analysiert und in ihrem historischen Kontext gedeutet. Im zweiten Teil wird der didaktische Gehalt der Parabel untersucht und die Relevanz für den Gebrauch im Deutschunterricht bewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Sachanalyse

1. Bertholt Brechts Wirken im historischen Kontext der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre

2. Die Geschichten vom Herrn Keuner

3. Literarische Analyse des Werks

II. Didaktische Analyse

1. Bildungsplanbezug und Schulstufenzuweisung

2. Didaktische Konzeption

a) Gegenwartsbedeutung

b) Zukunftsbedeutung

c) Exemplarische Bedeutung

d) Inhaltliche und thematische Strukturierung

e) Zugänglichkeit der Stundeninhalte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Bertolt Brechts Parabel „Maßnahmen gegen die Gewalt“ aus den „Geschichten vom Herrn Keuner“ einer tiefgreifenden literaturwissenschaftlichen sowie didaktischen Analyse zu unterziehen, um die Komplexität des Widerstands gegen totalitäre Strukturen zu beleuchten.

  • Biografischer und historischer Kontext von Bertolt Brecht um 1930
  • Literarische Gattungsbestimmung und Strukturmerkmale der Keuner-Geschichten
  • Detaillierte Interpretation der Parabel im Spannungsfeld von Anpassung und Widerstand
  • Didaktische Einordnung und Relevanz für den Deutschunterricht der 10. Klasse

Auszug aus dem Buch

3. Literarische Analyse des Werks

Herr Keuner spricht sich in einem Saal vor vielen Menschen gegen die Gewalt aus. Als diese jedoch hinter ihm erscheint, ziehen sich viele der Anwesenden ängstlich zurück. Auf die Frage hin, was er gerade gesagt habe, behauptet Herr Keuner, dass er für die Gewalt gesprochen habe. Als seine Schüler ihn später zur Rede stellen, erzählt er ihnen die Geschichte von Herrn Egge, der sieben Jahre lang einen Agenten in seiner Wohnung versorgt, da dieser eine Vollmacht der Herrschenden vorzeigen kann, wonach sich jeder seinen Wünschen unterordnen müsse. Der Unterdrückte redet in dieser Zeit nicht und antwortet auf die Frage des Unterdrückers, ob er ihm dienen werde, erst nach dessen Tod mit „Nein“.

Um die Geschichte tiefgründig zu analysieren muss beachtet werden, dass es sich formal um zwei Erzählungen handelt. Der Protagonist im ersten Teil (Z. 1-15) ist Herr Keuner, der durch seine Parabel über Herrn Egge (Z. 16-41) das Handlungsfeld für einen weiteren Akteur erweitert. Mit diesem Verständnis muss auch der Titel gedeutet werden. Durch die Nutzung der Pluralform „Maßnahmen“ will Brecht zwei Wege eröffnen, zwei Beispiele geben, wie gegen die Gewalt vorgegangen werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Sachanalyse: Dieses Kapitel verortet Brechts Schaffen im historischen Kontext der 1930er-Jahre und liefert eine fundierte Analyse der Gattungsmerkmale sowie des narrativen Gehalts der „Geschichten vom Herrn Keuner“.

II. Didaktische Analyse: Hier wird der Einsatz der Parabel im schulischen Kontext geprüft, wobei insbesondere der Bildungsplanbezug sowie die Anwendbarkeit didaktischer Grundfragen nach Klafki für eine Zielgruppe der 10. Klasse evaluiert werden.

Schlüsselwörter

Bertolt Brecht, Maßnahmen gegen die Gewalt, Geschichten vom Herrn Keuner, Parabel, Exilliteratur, Widerstand, Unterdrückung, Macht, didaktische Analyse, Schulunterricht, Interpretation, 10. Klasse, politisches Handeln, Neinsagen, Anpassung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Bertolt Brechts Kurztext „Maßnahmen gegen die Gewalt“ und untersucht dessen literarische Struktur sowie dessen didaktische Eignung für den Deutschunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen der historische Kontext des Autors, die Interpretation der Parabel über den Protagonisten Herrn Keuner und dessen Binnenerzählung über Herrn Egge sowie die didaktische Aufbereitung für die gymnasiale Oberstufe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die vielschichtige Antwort Brechts auf totalitäre Gewalt zu analysieren und zu erörtern, wie Schüler die moralischen Dilemmata zwischen notwendiger Anpassung und aktivem oder passivem Widerstand reflektieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Textanalyse in Verbindung mit einer fachdidaktischen Konzeption basierend auf den fünf Grundfragen nach Wolfgang Klafki.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, die Brechts Wirken und seine Erzähltechnik beleuchtet, sowie in eine didaktische Analyse, die den Kompetenzerwerb im Kontext des Bildungsplans betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Parabel, Exilliteratur, Widerstand, Machtstrukturen, didaktische Reflexion und Brechts „Keuner“-Figur geprägt.

Warum wählt der Protagonist Herr Keuner den Weg der Lüge?

Keuner legitimiert seine Lüge als eine strategische Überlebensmaßnahme, um als „Denkender“ die Gewalt zu überleben und langfristig ein neues, gerechteres System mitzugestalten.

Wie unterscheidet sich der Widerstand von Herrn Egge von dem Keuners?

Während Keuner der Gewalt durch eine pragmatische Lüge begegnet, wählt Egge einen passiven Widerstand durch Unterordnung, der den Unterdrücker schließlich an seiner eigenen Lethargie zugrunde gehen lässt.

Welche Rolle spielt die „Binnenparabel“ für das Verständnis des Textes?

Die Binnengeschichte dient als Erklärung für das Verhalten Keuners und verdeutlicht durch ihre hypotaktische Struktur und das späte „Nein“ des Unterdrückten die Zähigkeit und Schwere des Widerstands gegen Unterdrückung.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bertolt Brechts "Maßnahmen gegen die Gewalt". Eine literarische Analyse
Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd
Note
1,0
Autor
Samuel Ewert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V364728
ISBN (eBook)
9783668445000
ISBN (Buch)
9783668445017
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Brecht Bert Brecht Bertolt Brecht Maßnahmen gegen die Gewalt Herr Keuner Kurzgeschichte Kalendergeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samuel Ewert (Autor:in), 2015, Bertolt Brechts "Maßnahmen gegen die Gewalt". Eine literarische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364728
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Leseprobe aus  13  Seiten
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