Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Comparative Religion Studies

Schöpfung und Evolution als widersprüchliche Konzepte? Wege zu einem harmonischen Verhältnis

Title: Schöpfung und Evolution als widersprüchliche Konzepte? Wege zu einem harmonischen Verhältnis

Term Paper , 2015 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maximilian Bekmann (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Schöpfungslehre und Evolutionstheorie: Sind das zwei widersprüchliche Größen oder gibt es doch Wege zu einem harmonischen Verhältnis?

Thema dieser Ausführung ist es, das christliche Verständnis von der Schöpfung der Welt – ausgehend von einigen ausgewählten biblischen Schöpfungsberichten – in Umrissen darzulegen und auf seine wesentliche Aussageabsicht einzugehen. Weiter muss es darum gehen, wie man diese Aussagen verstehen und auslegen kann. So wie sich Weltanschauungen verändern und entwickeln, so entwickelt sich auch die Schöpfungslehre und das Bemühen, sie der Zeitepoche entsprechend zu erklären. Dabei wird das Entmythologisierungskonzept des protestantischen Theologen Rudolf Bultmann von bahnbrechender Bedeutung sein. Mit diesem Konzept gelangt das Schöpfungsverständnis auf ganz neue Bedeutungsebenen, auf denen man die Bibel – im Licht der Moderne – ganz neu lesen kann. Diese neuen Ansätze der Entmythologisierung werden dann wieder durch Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. relativiert werden. Vor dem Hintergrund dieser Ansätze und Positionen soll eine anschließende Interpretation eines christlichen Schöpfungsverständnisses in heutiger Zeit versucht werden. Weiter kann man das christliche Schöpfungsverständnis so immer neu auf seinen eigentlichen Aussagekern hin definieren und mögliche Schwächen im Vorfeld analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Das christliche Verständnis von der Entstehung der Welt

2.1 Die biblischen Schöpfungsberichte des Johannesprologs, in Genesis und im Kolossebrief

2.2 Traditionelles Schöpfungsverständnis im Christentum

2.3 Herausforderungen durch moderne Formen der Naturwissenschaft und Evolution

2.3.1 Der Konflikt

2.3.2 Der neue Ansatz

3. Entmythologisierung des christlichen Schöpfungsglaubens

3.1 Rudolf Bultmann

3.2 Schöpfung und Mythos

3.3 Das Konzept der „Entmythologisierung“

3.4 Der Mensch im Glauben als neue Bedeutungsebene von Schöpfung und Eschatologie

4. Der Schöpfungsglaube als Entfaltung des Logos in der Vernunft

4.1 Die Option für den Logos gegen jede Art von Mythos

4.2 Das Verständnis von Himmel und Hölle nach Ratzinger

5. Die Behauptung des Schöpfungsglaubens im Kontext der Moderne

5.1 Die Öffnung des Schöpfungsglaubens für das evolutive Denken

5.2 Weltenentstehungstheorie und Weltakzeptanzreflexion bei Hans-Joachim Höhn

5.3 Neue Akzentsetzungen der Kirche durch das II. Vatikanische Konzil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem christlichen Schöpfungsglauben und der modernen Evolutionstheorie. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie theologische Aussagen unter Berücksichtigung moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse neu verstanden und interpretiert werden können, ohne dabei den Kerngehalt des Glaubens zu verlieren.

  • Historische und theologische Grundlagen der Schöpfungslehre
  • Herausforderungen durch naturwissenschaftliche Evolutionstheorien
  • Das Konzept der Entmythologisierung bei Rudolf Bultmann
  • Die Auseinandersetzung Joseph Ratzingers mit dem Mythos-Begriff
  • Die Perspektive des II. Vatikanischen Konzils auf Schöpfung und moderne Welt

Auszug aus dem Buch

3.3 Das Konzept der „Entmythologisierung“

Eine Frage, die sich aus dieser Gegensätzlichkeit von Mythos und Moderne unweigerlich ergeben muss, ist die nach der Bedeutung der Gottesbotschaft Jesu für den Menschen von heute. Welchen Wert hat die eschatologische Verkündigung des Schöpfergottes durch Jesus Christus für uns heute, wenn sie letzten Endes doch nur eine mythische Erzählung ist? Ist sie denn nicht von der Moderne längst überholt oder gar widerlegt und wenn ja – wie sollen wir damit umgehen?

Zunächst weist Bultmann darauf hin, dass sich für den Menschen von heute das Weltbild geändert hat. Die christlichen Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt in Gott, vom Erlöser und von der Erlösung sowie der Glaube an das Einwirken überirdischer Mächte haben heute keine Bedeutung mehr und gehören der Vergangenheit an. Was bedeutet das dann aber für die Hermeneutik der Hl. Schrift? Die einzige Lösung kann nur sein, die Bibel von einer anderen Perspektive her zu verstehen. Bultmann betont hier, dass die Predigt Jesu nicht ausschließlich eschatologische Ansprüche umfasst. Wesentlicher Anspruch der Schrift ist die Aussage vom „Gebot zum Guten“ als der Wille Gottes. Dieses Gebot zum Guten äußert sich konkret in der ethischen Aufforderung zur Wahrheit, zur Opferbereitschaft und zur Liebe. Das Gebot, in dem sich der Wille Gottes äußert, ist dem Verstand und der Vernunft zugänglich. Es bleibt jedoch verdeckt unter der mythischen Schöpfungstheorie und kann dadurch seine Attraktivität gerade für den modernen Menschen von heute verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Einführung in die Problematik des Konflikts zwischen Schöpfungslehre und Evolutionstheorie sowie Skizzierung der Zielsetzung.

2. Das christliche Verständnis von der Entstehung der Welt: Darstellung biblischer Schöpfungsberichte und des traditionellen christlichen Schöpfungsverständnisses unter Einbeziehung des Ersten Vatikanischen Konzils.

3. Entmythologisierung des christlichen Schöpfungsglaubens: Erläuterung des Ansatzes von Rudolf Bultmann, den Glauben von mythischen Vorstellungen zu reinigen und existentiell neu zu deuten.

4. Der Schöpfungsglaube als Entfaltung des Logos in der Vernunft: Kontrastierung der Bultmannschen Entmythologisierung mit der Position Joseph Ratzingers, der den Logos als Gegenkonzept zum Mythos stark macht.

5. Die Behauptung des Schöpfungsglaubens im Kontext der Moderne: Untersuchung, wie Schöpfungsglaube und evolutives Denken versöhnt werden können, sowie Analyse der Impulse durch das II. Vatikanische Konzil.

Schlüsselwörter

Schöpfung, Evolution, Entmythologisierung, Rudolf Bultmann, Joseph Ratzinger, Logos, Mythos, christlicher Glaube, Eschatologie, moderne Naturwissenschaft, II. Vatikanisches Konzil, Transzendenz, Immanenz, Weltbild, Schöpfungstheologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Auseinandersetzung zwischen dem christlichen Verständnis von Schöpfung und den Erkenntnissen der modernen Evolutionstheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Theologie, die Hermeneutik biblischer Texte, die dogmatische Schöpfungslehre sowie das Verhältnis von Religion zu modernen Wissenschaften.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Klärung, wie der Schöpfungsglaube angesichts moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse heute noch sinnvoll und inhaltlich korrekt dargelegt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Es werden vor allem die historisch-kritische Exegese, die Entmythologisierungstheorie nach Bultmann sowie dogmengeschichtliche Analysen und Positionen des Lehramtes verwendet.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil stehen die Bultmannsche Entmythologisierung sowie die kritische Entgegnung durch Joseph Ratzinger, ergänzt durch neuere Ansätze zur Weltakzeptanzreflexion, im Vordergrund.

Welche Keywords prägen die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen gehören Schöpfung, Evolution, Entmythologisierung, Logos und das Verhältnis von Transzendenz zu Immanenz.

Inwiefern unterscheidet sich Bultmanns Ansatz von dem Ratzingers bezüglich der Bibel?

Während Bultmann die Bibel von mythischen Weltbildern befreien möchte, um deren existentiellen Kern freizulegen, sieht Ratzinger im Logos-Begriff der Bibel eine klare Abgrenzung gegen den Mythos, die bereits im Text angelegt ist.

Wie deutet der Autor das II. Vatikanische Konzil in Bezug auf dieses Thema?

Das Konzil wird als ein Wendepunkt interpretiert, der weg von einem statischen Schöpfungsverständnis hin zu einer Weltoffenheit und Anerkennung der Autonomie der Wissenschaften führt.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Schöpfung und Evolution als widersprüchliche Konzepte? Wege zu einem harmonischen Verhältnis
College
University of Salzburg
Grade
2,0
Author
Maximilian Bekmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
20
Catalog Number
V364732
ISBN (eBook)
9783668459038
ISBN (Book)
9783668459045
Language
German
Tags
Schöpfung Evolution Schöpfung Evolution Gott Rahner Ratzinger Bultmann Höhn Vernunft Theologie Weltentstehungstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Bekmann (Author), 2015, Schöpfung und Evolution als widersprüchliche Konzepte? Wege zu einem harmonischen Verhältnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364732
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint