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Bestimmung des Informationswertes mithilfe des Bayes-Ansatzes

Title: Bestimmung des Informationswertes mithilfe des Bayes-Ansatzes

Term Paper , 2012 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anastasia Homann (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Das Treffen von Entscheidungen gehört zu den alltäglichen Aufgaben des Managements. Zahlreiche Parameter nehmen Einfluss auf eine Entscheidung oder Wahl, z. B. spielen die Risikoeinstellung des Entscheiders und seine persönlichen Präferenzen sowie die vorhandenen Alternativen, deren Qualität und Quantität, eine Rolle. Neben den Handlungsalternativen gibt es verschiedene Umweltzustände, die den Ausgang der Handlung erheblich beeinflussen. Den verschiedenen möglichen Umweltzuständen (Rahmenbedingungen) können Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet werden.

In dieser Arbeit soll die Möglichkeit der Informationsbeschaffung zur genaueren Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeiten der Umweltzustände betrachtet werden. Informationsbeschaffung ist allerdings zumeist mit Kosten verbunden, weshalb vor der Informationseinholung die Kosten mit dem Nutzen der zusätzlichen Information verglichen werden sollten. Während die Kosten zumeist bekannt sind (z. B. Honorar des Steuerberaters oder Anwaltes), stellt die Bestimmung des „abstrakten“ Wertes der Information eine Herausforderung dar. In der Arbeit wird gezeigt, wie man den Informationswert IW mit Hilfe des Bayes-Ansatzes bestimmen kann.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bayes-Ansatz zur Bestimmung des Informationswertes

2.1 Einführung in die Bayes-Theorie

2.2 A-priori-Analyse

2.3 Von der a-posteriori-Wahrscheinlichkeit zur präposteriori-Analyse

3 Kritische Würdigung des Bayes-Ansatzes

4 Das Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung zur präziseren Bestimmung von Eintrittswahrscheinlichkeiten bei Entscheidungsprozessen im Management. Dabei liegt der Fokus auf der Anwendung des Bayes-Ansatzes, um den ökonomischen Wert zusätzlicher Informationen zu quantifizieren und so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Investition in Informationsmaßnahmen zu schaffen.

  • Strukturierung des betriebswirtschaftlichen Entscheidungsprozesses
  • Grundlagen der Bayes-Theorie und deren Anwendung auf den Informationswert
  • Durchführung von A-priori-, A-posteriori- und Präposteriori-Analysen
  • Kritische Analyse der methodischen Annahmen und Grenzen des Bayes-Ansatzes
  • Praktische Implementierung mittels Entscheidungsmatrizen

Auszug aus dem Buch

2.1 Einführung in die Bayes-Theorie

Im Bayes-Ansatz, der übrigens in der heutigen Form nur ansatzweise an die Ausführungen von Thomas Bayes erinnert, wird die Definition des IW von Jacob Marschak verwendet. Demnach stellt IW die Differenz zwischen dem Ergebniserwartungswert mit der Information E(Z)mI und dem Erwartungswert ohne die Zusatzinformation I(Z)oI dar. Der Ergebniserwartungswert ohne Information wird anhand der a-priori-Wahrscheinlichkeiten berechnet, während E(Z)mI mit den revidierten a-posteriori Wahrscheinlichkeiten gebildet wird. Zuletzt bildet man logischerweise die Differenz. Das Vorgehen kann man in drei Schritte aufteilen, um es zu systematisieren, Green und Tull sprechen an dieser Stelle von drei Analysearten:

1. A-priori-Analyse - Entscheidungsfindung ohne die Einholung von Informationen anhand von a-priori-Wahrscheinlichkeiten

2. A-posteriori-Analyse - Die Handlungswahl nach der Informationsbeschaffung, unter Verwendung der veränderten, bedingten Wahrscheinlichkeiten (Bayes-Theorem)

3. Präposteriori-Analyse - Entscheidung bzgl. der Informationseinholung vor der Handlungswahl

In folgenden Abschnitten wird explizit auf die einzelnen Analysen eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Kapitel führt in die Komplexität des Entscheidungsfindungsprozesses ein und definiert das Ziel, den Wert von Informationen mithilfe des Bayes-Ansatzes methodisch messbar zu machen.

2 Bayes-Ansatz zur Bestimmung des Informationswertes: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen der Bayes-Statistik und veranschaulicht anhand eines Marketingbeispiels die Berechnung des Informationswertes durch drei aufeinanderfolgende Analysephasen.

3 Kritische Würdigung des Bayes-Ansatzes: Hier werden die vereinfachenden Annahmen, wie die Risikoneutralität und die Herausforderungen bei der Bestimmung von Nutzenfunktionen, einer kritischen Prüfung unterzogen.

4 Das Fazit: Das Kapitel schließt mit einer Bewertung der Praxistauglichkeit des Modells ab und betont die Bedeutung von Sensitivitätsanalysen bei der Anwendung des Bayes-Ansatzes.

Schlüsselwörter

Bayes-Ansatz, Informationswert, Entscheidungstheorie, A-priori-Analyse, A-posteriori-Analyse, Präposteriori-Analyse, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Entscheidungsmanagement, Marketingforschung, Bayes-Theorem, Ergebniserwartungswert, Risikoneutralität, Vollkommene Information, Entscheidungsbaum, Informationsbeschaffungskosten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Quantifizierung des Wertes von Informationen bei Management-Entscheidungen mithilfe mathematischer Ansätze aus der Statistik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Entscheidungstheorie, die statistische Wahrscheinlichkeitsrechnung (Bayes-Theorem) und deren praktische Anwendung in der Betriebswirtschaftslehre.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein mathematisches Verfahren vorzustellen, mit dem Entscheider ermitteln können, ob die Kosten für die Beschaffung zusätzlicher Informationen durch einen entsprechenden Nutzen gerechtfertigt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird der Bayes-Ansatz verwendet, welcher auf der kontinuierlichen Aktualisierung von Wahrscheinlichkeiten basierend auf neuen Informationen (a-posteriori-Analyse) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Bayes-Theorie, die methodische Berechnung anhand einer A-priori- und Präposteriori-Analyse sowie eine kritische Reflexion der Modellannahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bayes-Ansatz, Informationswert, Entscheidungsmatrix, Wahrscheinlichkeitsrevision und das Bayes-Theorem.

Wie unterscheidet sich die A-priori- von der A-posteriori-Analyse?

Die A-priori-Analyse findet vor einer Informationsbeschaffung statt und basiert auf subjektiven Einschätzungen, während die A-posteriori-Analyse das Wissen nach dem Erhalt neuer Informationen aktualisiert.

Welche Rolle spielt das Bayes-Theorem im praktischen Beispiel der Marketingforschung?

Es dient dazu, die Wahrscheinlichkeiten für das Zuschauerverhalten bei verschiedenen TV-Sendern nach einer Marktforschungsstudie anzupassen, um die optimale Werbeplatzierung zu identifizieren.

Warum wird der Bayes-Ansatz kritisch betrachtet?

Kritikpunkte sind unter anderem die oft unrealistische Annahme der Risikoneutralität des Entscheiders und die künstliche Reduktion komplexer Entscheidungssituationen auf einzelne Umweltzustände.

Was bedeutet vollkommene Information in diesem Kontext?

Vollkommene Information ermöglicht einen sicheren Rückschluss auf den zukünftigen Umweltzustand; sie dient in der Theorie als maximaler Referenzwert zur Bestimmung des ökonomischen Wertes einer Information.

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Details

Title
Bestimmung des Informationswertes mithilfe des Bayes-Ansatzes
College
University of Cooperative Education
Grade
2,0
Author
Anastasia Homann (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V364750
ISBN (eBook)
9783668445147
ISBN (Book)
9783668445154
Language
German
Tags
Bayes Informationswert Entscheidungsprozesse Wahrscheinlichkeit Entscheidungsfindung Entscheidung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anastasia Homann (Author), 2012, Bestimmung des Informationswertes mithilfe des Bayes-Ansatzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364750
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