Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Attische Demokratie

Title: Attische Demokratie

Term Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Malgorzata Krieger (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ursprung und Bedeutung des Wortes Demokratie

Wenn wir uns näher mit dem Wort Demokratie befassen, finden wir heraus, dass schon allein das Wort griechischen Ursprungs ist. Es bedeutet „Volksherrschaft“. Das Wort ist nämlich aus: Demos = Volk und Kratein = herrschen gebildet. Dieses Wort Demokratie entsteht zuerst im Kontext der griechischen vergleichenden Herrschaftslehre. In diesem Kontext steht es zwei anderen Begriffen gegenüber: der „Monarchie“, also der Herrschaft durch einen Einzelnen, und der „Aristokratie“, hier nicht verstanden als Bezeichnung eines Standes, sondern für die Herrschaft durch eine Gruppe von mehreren einzelnen, durch eine Elite. Demokratie also als Parallelbegriff für Monarchie und Aristokratie. Aristoteles benutzt das Wort „Demokratie“ sogar noch für die Bezeichnung einer Entartungsform jener Herrschaftsform, die er als „Politie“ bezeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ursprung des Wortes Demokratie

2. Einführung

2. Situation im 7 Jahrhundert

3. Drakonische Gesetze 624

4. Solonische Gesetze

4.1. Beseitigung der Grundschuldlasten

4.2. Schaffung von Vermögensklassen

4.3. Konsequenzen des solonischen Werkes

5. Regierung des Peisistratos

5.1. Peisistratos als Tyranner

5.2. Einführung der Ertragssteuer

6. Reformen des Kleistheneses

6.1. Kleisthenesische Phylenreform

6.2. Der Rat

6.3. Ostrakismos

7. Volksversammlung

7.1. Volksversammlung als zentrale Institution Athens

7.2. Berechtigung für die Volksversammlung

7.3. Verlauf

7.4. Der freie Wille des Volkes

7.5. Abstimmung

7.6. Gegenstand der Beschlüsse

8. Geschworenengerichte

8.1. Begriff der Geschworenengerichte

8.2. Mitglieder

8.3. Gerichtshöfe

8.4. Gerichtswesen

9. Antike und moderne Demokratie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung Athens zur Demokratie, beginnend im 7. Jahrhundert v. Chr. bis zur Etablierung ihrer zentralen politischen Organe, und stellt diese in einen vergleichenden Kontext zur modernen Demokratie, um zu prüfen, inwieweit antike Elemente heute noch erkennbar sind.

  • Ursprung und Bedeutung des Demokratiebegriffs
  • Soziale und politische Reformen durch Solon, Peisistratos und Kleisthenes
  • Struktur und Funktionsweise der zentralen Institutionen (Volksversammlung und Geschworenengerichte)
  • Direkte Demokratie im Vergleich zu modernen Repräsentativsystemen

Auszug aus dem Buch

8.1. Begriff der Geschworenengerichte

Die Geschworenengerichte wurden als das demokratische Element bezeichnet, durch das die Menge die meiste Macht gewann.

Solons Feststellung: „Denn wenn das Volk (demos) Herr ist über den Stimmstein (bei der Abstimmung im Gericht), ist es Herr über die staatliche Ordnung“6

Obwohl es heutzutage kaum möglich ist, die genaue Geschichte der Gericht zu rekonstruieren, ist es bekannt, das die entgültige Ausbildung der letzte Schritt zur Demokratie gewesen ist. Die Tätigkeit der Geschworenengerichte ist der zweiten Hälfte des 5 Jahrhunderts zuzuweisen, und damit auch der entwickelten Demokratie. Nach dem Bewusstsein der Athener gehören Demokratie und Geschworenengerichte zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ursprung des Wortes Demokratie: Erläutert die etymologische Herkunft des Begriffs aus dem Griechischen und seine Einordnung innerhalb der vergleichenden Herrschaftslehre.

2. Einführung: Umreißt die zeitliche Spanne der Untersuchung von den Anfängen im 7. Jahrhundert v. Chr. bis hin zum Vergleich mit modernen Demokratien.

2. Situation im 7 Jahrhundert: Beschreibt die gesellschaftlichen Missstände, wie Sklavenwirtschaft und Schuldknechtschaft, die in Athen zu einer Tyrannei führten.

3. Drakonische Gesetze 624: Analysiert die erste Verschriftlichung des Strafrechts durch Drakon, die unter anderem die private Blutrache beendete.

4. Solonische Gesetze: Beleuchtet Solons Reformen zur Beseitigung der Schuldknechtschaft und die neue Einteilung der Gesellschaft in vier Vermögensklassen.

5. Regierung des Peisistratos: Diskutiert die Herrschaft des Tyrannen Peisistratos, seine Unterstützung der Bauern und die Einführung einer Ertragssteuer.

6. Reformen des Kleistheneses: Beschreibt die Phylenreform und die Etablierung des Rates der 500 sowie des Ostrakismos als Mittel zur politischen Stabilisierung.

7. Volksversammlung: Erörtert die Funktion der Ekklesia als zentrale Institution und Souverän des demokratischen Athens.

8. Geschworenengerichte: Detailliert die Rolle der Geschworenengerichte als Instrument der direkten Machtausübung durch das Volk.

9. Antike und moderne Demokratie: Vergleicht die antike, unmittelbare Demokratie mit modernen Systemen und stellt die grundlegenden Unterschiede fest.

Schlüsselwörter

Attische Demokratie, Demos, Solon, Kleisthenes, Volksversammlung, Ekklesia, Ostrakismos, Geschworenengerichte, Phylen, antike Demokratie, direkte Demokratie, politische Partizipation, Rechtsordnung, Vermögensklassen, antikes Athen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den Strukturen der attischen Demokratie im antiken Griechenland zwischen dem 7. und 5. Jahrhundert v. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die rechtlichen und sozialen Reformen der Gesetzgeber Solon, Peisistratos und Kleisthenes sowie die Ausgestaltung politischer Organe wie der Volksversammlung und der Gerichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, die Entstehung der demokratischen Ordnung in Athen nachzuzeichnen und sie kritisch mit dem Verständnis und der Praxis moderner demokratischer Systeme zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse sowie eine vergleichende Betrachtung politischer Institutionen anhand einschlägiger Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gesetzgebungsperioden (Solon, Peisistratos, Kleisthenes) und die detaillierte Funktionsanalyse der Institutionen (Rat, Volksversammlung, Gerichtswesen).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie attische Demokratie, Volksversammlung, direkte Demokratie, Kleisthenes-Reformen und Geschworenengerichtsbarkeit definieren.

Warum gilt Kleisthenes als Begründer der Demokratie, obwohl er selbst kein Demokrat war?

Obwohl Kleisthenes keine explizit demokratische Intention verfolgte, schuf er durch seine Phylenreform die strukturelle Basis für die politische Gleichheit der Bürger, die später als Kern der Demokratie anerkannt wurde.

Inwiefern unterscheidet sich die antike Demokratie von modernen Demokratien?

Der Hauptunterschied liegt im Charakter als unmittelbare Demokratie, bei der das Volk direkt ohne Repräsentativorgane handelte, während moderne Demokratien auf Gruppeninteressen und einem Repräsentativsystem basieren.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Attische Demokratie
College
Berlin School of Economics
Grade
2,5
Author
Malgorzata Krieger (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V36475
ISBN (eBook)
9783638360876
Language
German
Tags
Attische Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malgorzata Krieger (Author), 2001, Attische Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36475
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint