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Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Spezialfonds bei institutionellen Anlegern in Deutschland

Titel: Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Spezialfonds bei institutionellen Anlegern in Deutschland

Hausarbeit , 2017 , 55 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Larissa Kuhn (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Arbeit ist es, Spezialfonds verständlicher zu machen und institutionellen Anlegern den praktischen Umgang mit Spezialfonds in der Bilanz nach handels- und steuerrechtlichen Vorschriften zu erleichtern. Dazu wird zunächst eine klare und verständliche Positionierung von Spezialfonds herausgearbeitet. Dazu werden dessen Verständnis nach KAGB, die Aufgaben einer Kapitalverwaltungsgesellschaft und Anforderungen an diese seitens der BaFin sowie wesentliche Vorteile von Spezialfonds betrachtet. Im Anschluss wird der Schwerpunkt auf die Behandlung von Fondsanteilen in der Handels- und der Steuerbilanz gelegt, dessen Kapitel entsprechend ihrem Lebenszyklus (Erwerb, Bilanzstichtag, Aus-schüttung und Thesaurierung, Verkauf) aufgegliedert ist.

Das zweite Kapitel gibt eine Orientierung zur Thematik „Spezialfonds“, dem etablierten Anlagevehikel für institutionelle Anleger in Deutschland, und erläutert grundlegende Begriffe. Dazu greift es den Begriff „Spezialfonds“ nach KAGB auf und beschreibt dessen Entwicklungsgeschichte. Sodann werden die Unterschiede von offenen und geschlossenen Spezialfonds aufgezeigt, die entsprechend ihrem Anlagespektrum noch nach weiterführenden Kategorien differenziert werden. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Aufgaben der für die Betreuung und Verantwortung des Investmentvermögens zuständigen Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) erläutert sowie Anforderungen der BaFin – insbesondere an eine interne KVG – konkretisiert. Anschließend werden die Vorteile von Spezialfonds aus Sicht institutioneller Anleger dargelegt.

Nach dem kompakten Einstieg ins Thema beschäftigt sich der dritte Abschnitt konkret der handels- und steuerrechtlichen Behandlung von Spezialfonds. Als Grundlage werden zunächst allgemeine Vorschriften zur Darstellung von Fondsanteilen in der Handels- und Steuerbilanz veranschaulicht. Sodann wird der Erwerb eines Fondsanteils und dessen Aktivierung in der Handels- und Steuerbilanz beschrieben. Anschließend werden entsprechend dem Lebenszyklus einer Fondsanlage die Regelungen zur Folgebewertung des Spezial-Investmentvermögens am Bilanzstichtag thematisiert. Dabei wird dezidiert auf die Ermittlung des besitzzeitanteiligen Anleger-Aktiengewinns eingegangen. In den beiden dann folgenden Unterkapiteln geht es um die handels- und steuer-rechtliche Behandlung von Spezialfondsanteilen bei Ausschüttung/Thesaurierung der Erträge und die Handhabung bei der Veräußerung bzw. Rückgabe eines Spezialfonds.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Spezialfonds in Deutschland

2.1 Der Begriff „Spezialfonds"

2.1.1 Historische Entwicklung

2.1.2 Verständnis nach KAGB

2.2 Erlaubnispflicht und Erlaubnisverfahren für KVG

2.3 Vorteile von Spezialfonds

3 Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Spezialfonds

3.1 Allgemeine Grundlagen

3.1.1 Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz

3.1.2 Sonderregelungen für Spezialfonds gem. § 15 InvStG

3.2 Erwerb

3.2.1 Handelsbilanz

3.2.2 Steuerbilanz

3.3 (Folge-)Bewertung zum Bilanzstichtag

3.3.1 Handelsbilanz

3.3.2 Steuerbilanz

3.3.3 Ermittlung des besitzzeitanteiligen Anleger-Aktiengewinns (ggf. Immobiliengewinns)

3.4 Ausschüttung / Thesaurierung

3.4.1 Zeitliche Zuordnung

3.4.2 Handelsbilanz

3.4.3 Steuerbilanz

3.5 Veräußerung oder Rückgabe

3.6 Kritische Würdigung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit hat zum Ziel, die handels- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für Spezialfonds in Deutschland zu durchleuchten und institutionellen Anlegern einen praktischen Leitfaden für deren bilanzielle Behandlung im Lebenszyklus der Fondsanlage an die Hand zu geben.

  • Historische und regulatorische Einordnung von Spezialfonds unter dem KAGB
  • Erlaubnisvoraussetzungen und Pflichten für Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG)
  • Bilanzierung und Bewertung von Spezialfondsanteilen nach Handels- und Steuerrecht
  • Komplexität der Ermittlung von Anleger-Aktiengewinnen und steuerliche Auswirkungen
  • Kritische Analyse der steuerlichen Behandlung und Auswirkungen des Transparenzprinzips

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz

Bei der Bilanzierung sind Unterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht zu beachten. Die Handelsbilanz hat zum Ziel, über den Erfolg eines Unternehmens während eines bestimmten Zeitabschnitts Auskunft zu geben. § 238 Abs. 2 HGB schreibt eine vollständige Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle des Unternehmens vor, wobei die Dokumentation so zu erfolgen hat, dass deren Entstehung und Abwicklung auch einem sachverständigen Dritten in angemessener Zeit einen Überblick über die Lage des Unternehmens verschaffen (Informationsaufgabe gemäß § 238 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 HGB). Die Handelsbilanz richtet sich nach dem Prinzip der Vorsicht: Die Bewertungsvorschriften setzen insbesondere Grenzen nach oben und weisen damit auf die Dominanz des Gläubigerschutzes im Handelsrecht hin. Dies wird vor allem bei der Bewertung des Umlaufvermögens nach dem sogenannten Niederstwertprinzip deutlich, das den „Kaufmann nicht reicher machen darf, als er tatsächlich ist“.

Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB „höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen“ anzusetzen. Dieses sogenannte Anschaffungskostenprinzip verbietet die Bewertung der Vermögensgegenstände mit über den Anschaffungskosten liegenden Verkaufspreisen, solange diese nicht veräußert sind. Damit stellt die Handelsbilanz weder eine reine Vermögens- noch eine exakte Erfolgsbilanz dar.

Der Zweck einer Steuerbilanz besteht dagegen in der Besteuerung. Sie soll deshalb die Besteuerungsgrundlagen, insbesondere das Vermögen und den Gewinn, korrekt abbilden. Trotz der häufigen Diskrepanzen zur Handelsbilanz, die ein erhebliches Ausmaß erreichen können, bleibt die Handelsbilanz die Grundlage für die Steuerbilanz. Rechtsprechung, Verwaltung und Literatur sprechen in diesem Zusammenhang von der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz, die aus dem Gedanken der Vereinfachung entstanden ist: Der Kaufmann soll nicht zwei Bilanzen erstellen müssen (Handels- und Steuerbilanz).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Spezialfonds für institutionelle Anleger ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2 Spezialfonds in Deutschland: Dieses Kapitel definiert Spezialfonds, beleuchtet ihre historische Entwicklung, die regulatorischen Anforderungen des KAGB an KVG sowie die wesentlichen Vorteile für Anleger.

3 Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Spezialfonds: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die bilanzielle Behandlung von Spezialfondsanteilen entlang ihres Lebenszyklus, inklusive Erwerb, Bewertung, Ausschüttung und Veräußerung.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Komplexität der steuerlichen Anforderungen durch das KAGB und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Investmentsteuerrecht.

Schlüsselwörter

Spezialfonds, KAGB, institutionelle Anleger, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Kapitalverwaltungsgesellschaft, KVG, Investmentsteuergesetz, InvStG, Anleger-Aktiengewinn, Transparenzprinzip, Bewertung, Ausschüttung, Thesaurierung, Bilanzierungswahlrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit behandelt die handels- und steuerrechtliche Behandlung von Spezialfonds, die als Anlageinstrument für institutionelle Anleger in Deutschland dienen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die regulatorische Einordnung nach dem KAGB, die Anforderungen an Kapitalverwaltungsgesellschaften und die komplexe bilanzielle Behandlung von Fondsanteilen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Spezialfonds verständlicher zu machen und institutionellen Anlegern den praktischen Umgang mit den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften in der Bilanz zu erleichtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Rechtsnormen, Gesetze und Fachpublikationen sowie der kritischen Würdigung der aktuellen Rechtspraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die bilanzielle Behandlung von Erwerb, Bewertung zum Bilanzstichtag, Ausschüttung, Thesaurierung sowie Veräußerung oder Rückgabe von Spezialfondsanteilen detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind unter anderem Spezialfonds, KAGB, Bilanzierung, Anleger-Aktiengewinn, Transparenzprinzip und Steuerrecht.

Warum spielt das Transparenzprinzip eine solch große Rolle bei Spezialfonds?

Das Transparenzprinzip ist fundamental, da die Besteuerung der Erträge auf Anlegerebene stattfindet, was hohe Anforderungen an die Informationspflichten und die Kategorisierung des Fonds stellt.

Welche steuerliche Besonderheit ist bei der Ermittlung des Aktiengewinns zu beachten?

Die Ermittlung des besitzzeitanteiligen Anleger-Aktiengewinns ist komplex und stellt eine außerbilanzielle Korrektur dar, um steuerliche Begünstigungen, wie etwa das Dividendenprivileg, korrekt abzubilden.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Spezialfonds bei institutionellen Anlegern in Deutschland
Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin
Note
1,0
Autor
Larissa Kuhn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
55
Katalognummer
V364765
ISBN (eBook)
9783668445345
ISBN (Buch)
9783668445352
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spezialfonds Handels- und steuerrechtliche Behandlung institutionelle Anleger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Larissa Kuhn (Autor:in), 2017, Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Spezialfonds bei institutionellen Anlegern in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364765
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Leseprobe aus  55  Seiten
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