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Menschenrechtsuniversalismus als Imperialismus? Kritik aus Asien

Titel: Menschenrechtsuniversalismus als Imperialismus? Kritik aus Asien

Seminararbeit , 2016 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Schmaus (Autor:in)

Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschenrechte sind heute nicht mehr aus dem Kontext von Demokratien wegzudenken, zumal Pluralismus und Rechtsstaatlichkeit zwei der Grundpfeiler von Demokratie darstellen. So teilen sie sich ein Verständnis vom Menschen als Träger subjektiver Rechte und Pflichten, die er gleichberechtigt vor einer unabhängigen Justiz einklagen und für die er ebenfalls belangt werden kann. Die Anerkennung von Menschenrechten, sowie subjektiven Rechten im Allgemeinen ist damit demokratieimmanent. Im Umkehr-schluss bildet ein demokratisches Staats- und Regierungssystem das einzig denkbare System, in dem solche Rechte faktisch existieren können. So bildet es den Rahmen eines Verfahrens freier Willensbildung unter Gleichen als legitimierende Quelle aller positiven Rechte und damit auch der Grund- und Menschenrechte. Vor allem aber ist es das einzige System, in welchem diese Rechte verwirklicht werden können, zumal es, wie erwähnt, Einklagbarkeit gewährleistet und somit sicherstellt, dass sie dem Einzelnen tatsächlich zuteilwerden.

Die Menschenrechte haben den Anspruch auf Universalität. Gerade diesem Anspruch werden aus Kritikerkreisen häufig Motive eines westlichen Imperialismus vorgeworfen. In der Arbeit erfolgt die Darstellung und Beurteilung solcher kritischer Positionen aus dem asiatischen Raum.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Menschenrechtsbegriff

2.1. Menschenrechte im Sinne der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948

2.2. Schwierigkeiten der Menschenrechtsuniversalität

3. Asiatische Kritik an der Universalität der Menschenrechte

3.1. Asiatische Akteure der Universalismuskritik

3.2. Universalismuskritische Argumentation

3.3. Beurteilung der Kritik

3.4. Menschenrechtsuniversalismus als westlicher Imperialismus?

4. Zusammenfassung

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob der Vorwurf berechtigt ist, dass der Menschenrechtsuniversalismus eine Form westlichen Imperialismus darstellt, indem sie die Kritik asiatischer Akteure an einem individualistischen Menschenrechtsverständnis kritisch analysiert.

  • Analyse des universellen Geltungsanspruchs von Menschenrechten
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Position der sogenannten Asiatischen Werte
  • Reflexion des Konflikts zwischen individualistischem Rechtssystem und kultureller Tradition
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen wirtschaftlicher Modernisierung und Rechtsordnung
  • Prüfung der Haltbarkeit des Imperialismusvorwurfs gegenüber dem westlichen Menschenrechtsgedanken

Auszug aus dem Buch

3.4. Menschenrechtsuniversalismus als westlicher Imperialismus?

Nachdem nun die einschlägige universalismuskritische Argumentation anhand der Asiatischen Werte dargestellt und hinsichtlich ihrer Plausibilität untersucht wurde, gilt es sich nun der ersten zentralen Frage dieser Arbeit zu widmen. Daher muss untersucht werden, ob der Vorwurf imperialistischer Motive gegenüber dem Menschenrechtsuniversalismus haltbar ist.

Hinsichtlich des Bestrebens einer generellen globalen Gültigkeit von Menschenrechten kann ein solcher Vorwurf nicht erfolgen. Damit ist der Vorwurf gemeint, Menschenrechte an sich seien eine westliche Erfindung und würden daher in allen Gesellschaften außer den europäischen oder nordamerikanischen einen Fremdkörper darstellen. Da auch diese Kulturen grundsätzlich die Gültigkeit von Menschenrechten aus eigenem Antrieb für sich beanspruchen, kann einem externen westlichen Bestreben, diese zu etablieren, kein imperialistischer Charakter zugeschrieben werden.

Die einzige mögliche Betrachtungsebene ist also die konträrer Auffassungen vom Menschenrechtsbegriff hinsichtlich seines normativen und materiellen Inhalts. Von einem Imperialismus kann also, wenn überhaupt, nur gesprochen werden, wenn dieser in einer Ausweitung eigener Vorstellungen des Westens gegen andere bestünde. Tatsächlich wurden hinsichtlich dieser Auffassungen Widerstreben der asiatischen Akteure gegen eine individualistische Menschenrechtsdogmatik festgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um Menschenrechte ein, skizziert den Vorwurf des westlichen Imperialismus und definiert das Ziel der Arbeit, diese Kritik am Beispiel der sogenannten Asiatischen Werte zu untersuchen.

2. Der Menschenrechtsbegriff: Dieses Kapitel erläutert das Verständnis von Menschenrechten gemäß der UN-Erklärung von 1948 und analysiert die grundsätzlichen strukturellen Herausforderungen bei der Umsetzung eines universellen Geltungsanspruchs.

3. Asiatische Kritik an der Universalität der Menschenrechte: Der Hauptteil analysiert die Akteure und Argumente der Universalismuskritik, beurteilt deren Plausibilität und prüft abschließend, ob der Vorwurf des westlichen Imperialismus angesichts der Anwendung westlicher Rechtsprinzipien haltbar ist.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse und bestätigt das Ergebnis, dass der Imperialismusvorwurf gegenüber einem westlichen Menschenrechtsverständnis bei genauerer Betrachtung substanzlos ist.

5. Ausblick: Der Ausblick betont die Notwendigkeit einer differenzierten Debatte, die über Klischees hinausgeht und die Komplexität des innerasiatischen Diskurses sowie die Wechselwirkung von kulturellen Traditionen und universellen Ansprüchen ernst nimmt.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Universalismus, Asiatische Werte, westlicher Imperialismus, Individualismus, Rechtsordnung, Konfuzianismus, Kulturrelativismus, Menschenrechtsdebatte, Rechtsgemeinschaft, Sozioökonomie, Autokratie, gesellschaftliche Modernisierung, interkultureller Diskurs, Menschenrechtsschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kritische Debatte darüber, ob der universelle Anspruch der Menschenrechte als eine Form westlichen Imperialismus verstanden werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der universelle Menschenrechtsbegriff, die Position der sogenannten Asiatischen Werte, die Vereinbarkeit von Individualrechten mit asiatischen Traditionen sowie der Zusammenhang zwischen ökonomischer Entwicklung und Rechtsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Berechtigung des Imperialismusvorwurfs durch eine Analyse der Argumentation asiatischer Kritiker und deren Plausibilität im Kontext globaler Modernisierungsprozesse zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Auseinandersetzung mit dem fachwissenschaftlichen Diskurs, die bestehende Theorien und Argumente (insbesondere aus der politikwissenschaftlichen Forschung) systematisch reflektiert und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der asiatischen Kritik, die systematische Darstellung ihrer Argumente sowie eine kritische Beurteilung dieser Vorwürfe auf rechtstheoretischer und politischer Ebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Menschenrechtsuniversalismus, Asiatische Werte, Kulturrelativismus und Individualismus geprägt.

Welche Rolle spielt die konfuzianische Tradition in der Argumentation der Kritiker?

Die Kritiker führen die Ablehnung eines individualistischen Menschenrechtsverständnisses auf konfuzianische Werte zurück, die das Gemeinwohl über das Individuum stellen und Rechte eher als Pflichten definieren.

Warum kommt der Autor zu dem Schluss, dass der Imperialismusvorwurf unhaltbar ist?

Der Autor argumentiert, dass asiatische Staaten selbst Instrumente einer individualistischen Rechtsordnung nutzen, um an globalen Wirtschaftsprozessen teilzuhaben, was einen logischen Widerspruch zur pauschalen Ablehnung dieser Ordnung aufgrund kultureller Differenzen darstellt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Menschenrechtsuniversalismus als Imperialismus? Kritik aus Asien
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
1,7
Autor
Thomas Schmaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V365252
ISBN (eBook)
9783668446137
ISBN (Buch)
9783668446144
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Menschenrechte Asiatische Werte Universalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Schmaus (Autor:in), 2016, Menschenrechtsuniversalismus als Imperialismus? Kritik aus Asien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365252
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Leseprobe aus  20  Seiten
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