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Flüchtlingskinder in der Grundschule. Wie die Grundschule die Herausforderungen durch den aktuellen Zustrom an Flüchtlingen bewältigen kann

Title: Flüchtlingskinder in der Grundschule. Wie die Grundschule die Herausforderungen durch den aktuellen Zustrom an Flüchtlingen bewältigen kann

Examination Thesis , 2016 , 100 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Leslie Neul (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Seit 2014 wird Mitteleuropa und damit auch Deutschland mit einer unvorhergesehenen Flut von Flüchtlingen konfrontiert. Die Menschen stammen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern und hoffen, in Deutschland Asyl zu finden. Im Fokus dieses Buchs stehen die Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft und die Herausforderungen für das deutsche Schulsystem.

Wie geht die Grundschule mit der Vielzahl an Herausforderungen durch den aktuellen Zustrom an Flüchtlingen um? Die Autorin legt ihr Augenmerk insbesondere auf die vielfältigen Anforderungen an eine angemessene Eingliederung von Flüchtlingskindern in der Grundschule. Sie beleuchtet in diesem Buch die sozialen, (schul-)politischen, gesellschaftlichen und insbesondere die auf das Lehrpersonal bezogenen Faktoren. Die Autorin stellt die Schwierigkeiten der Flüchtlingssituation an der Grundschule dar und deckt Potentiale auf.

Aus dem Inhalt:
- Flucht;
- Trauma;
- unbegleitete minderjährige Flüchtlinge;
- pädagogischer Umgang mit traumatisierten Kindern;
- Einzelfallanalyse

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Theoretische Darstellung

1. Einleitung

2. Faktoren, die einer Flucht zugrunde liegen

3. Soziopolitischer Anspruch und gesellschaftspolitische Haltung

4. Entstehung eines Traumas

5. Warum sind Kinder anfälliger für Traumata als Erwachsene?

6. Flucht als traumatisches Erlebnis für Kinder

6.1. Vor der Zwangsmigration

6.2. Während der Flucht

6.3. Im Aufnahmeland

7. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

8. Schulpolitische Herausforderungen

9. Pädagogischer Umgang mit durch Flucht traumatisierten Kindern

9.1. Was kann die Schule als System leisten?

9.2. Bedeutung des Pädagogen

II Qualitative Untersuchung

1. Pädagogische Wahrnehmungen

2. Methodisches Vorgehen

3. Auswahl der Interviewpartner

4. Einzelfallanalysen

4.1. Heiko

4.2. Sylvia

4.3. Marie

4.4. Ingo

5. Objektive Theorien

6. Fazit

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Herausforderungen, vor denen die Grundschule durch den aktuellen Zustrom an Flüchtlingskindern steht, mit dem Ziel, sowohl Schwierigkeiten als auch Möglichkeiten der pädagogischen Eingliederung aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie Schulen und Lehrkräfte mit der psychischen Belastung und den Traumata der Kinder sowie der kulturellen Heterogenität umgehen.

  • Soziale und (schul-)politische Rahmenbedingungen der Flüchtlingsintegration
  • Psychische Verfassung und Traumatisierung von Flüchtlingskindern
  • Die Rolle der Grundschule bei der Vermittlung von Struktur und Sprache
  • Empfindungen und professionelle Anforderungen an das Lehrpersonal
  • Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Eltern

Auszug aus dem Buch

6.1. Vor der Zwangsmigration

Die Umstände, die Menschen dazu bewegen, ihr Heimatland zu verlassen, wurden bereits in der Einleitung beleuchtet und sollen hier nur noch einmal angeschnitten werden, um deren Auswirkungen auf das Individuum näher zu betrachten. Insbesondere die aktuelle Flüchtlingsbewegung hat ihre Wurzeln hauptsächlich im Krieg und Bürgerunruhen. Krieg stellt immer ein intensives und oftmals existenzbedrohendes Ereignis im Leben eines jeden Menschen dar, der ihn miterleben muss. Zusätzlich zu seiner Grauenhaftigkeit ist Krieg auch in den meisten Fällen von längerer Dauer. Wie bereits aus vorherigen Kapiteln ersichtlich wurde, ist zeitliche Dauer der Bedrohung neben der Art und Intensität des Ereignisses einer der wichtigsten Faktoren, der eine Traumatisierung beeinflusst. In den seltensten Fällen wird die Entscheidung zur Flucht als direkte Reaktion auf ein einmaliges katastrophales Ereignis getroffen. Üblicherweise dauert diese Periode der Entscheidungsfindung eine längere Zeit, weshalb viele Kinder den menschenunwürdigen Zuständen in ihrer Heimat auch dementsprechend eine längere Zeit ausgesetzt sind und sich die Wahrscheinlichkeit einer Traumatisierung dahingehend potenziert.

Der Facharzt für Psychotherapie Klaus-Dieter Grothe versucht die Begünstigung für Traumata in Zeiten des Krieges während seines Vortrags am 2. September 2016 an der Universität Gießen durch ein Gesellschaftsphänomen zu erklären. Im Ausnahmezustand würden die sozialen und gesellschaftlichen Strukturen insofern zerstört, als dass die Gesellschaft als Ganzes dem Individuum keinen Schutz mehr bieten könne, da der Zusammenhalt der Gesellschaft geschwächt würde und jeder nur noch das eigene Überleben anstrebe. Dies sei auch die Begründung dafür, weshalb Attentate stets zunächst auf Kulturdenkmäler sowie die soziale Gemeinschaft selbst abzieltenum eben diese zu schwächen. Dadurch verunsichere man altbewährte Strukturen und löse diese auf, sodass keiner dem anderen mehr vertraue, was im Umkehrschluss die Konsequenz nach sich ziehe, dass auch das Gewaltpotential innerhalb der Zivilgesellschaft steige. Dieser Gedankengang macht vor dem bereits erläuterten Hintergrund, dass die neuronale Verankerung von Bindungsmustern für die Bewältigung von bedrohlichen Situationen ausschlaggebend ist, durchaus Sinn.

Zusammenfassung der Kapitel

I Theoretische Darstellung: Dieses Kapitel erläutert die Ursachen der Flucht sowie die psychologischen Grundlagen von Traumata bei Kindern und analysiert die spezifischen schulpolitischen Herausforderungen.

II Qualitative Untersuchung: Hier werden mittels narrativer Interviews mit Lehrkräften subjektive Theorien über deren Wahrnehmung und Bewältigung der Arbeit mit Flüchtlingskindern generiert und zu objektiven Theorien verdichtet.

Schlüsselwörter

Flüchtlingskinder, Grundschule, Trauma, Pädagogik, Integration, Intensivklassen, Lehrerbildung, Schulentwicklung, Fluchterfahrung, Sprachvermittlung, Elternarbeit, interkulturelles Lernen, Stressbewältigung, Identitätsentwicklung, pädagogische Herausforderungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anforderungen und Herausforderungen, die sich für Grundschulen durch die Aufnahme von Flüchtlingskindern ergeben, sowie die entsprechenden pädagogischen Bewältigungsstrategien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die theoretische Auseinandersetzung mit Fluchtursachen und Traumata bei Kindern sowie eine empirische Untersuchung zum Erleben von Grundschullehrkräften in diesem Bereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Grundschulen mit der komplexen Situation umgehen, welche Belastungen für Lehrkräfte entstehen und welche Faktoren für eine gelingende Integration entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt ein qualitatives Forschungsdesign auf Basis der Grounded Theory zum Einsatz, wobei narrative Interviews mit Lehrkräften geführt und ausgewertet wurden.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Trauma und Schule sowie die Einzelfallanalysen von vier Lehrkräften, um subjektive Wahrnehmungen und Anforderungen zu beleuchten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Flüchtlingskinder, Grundschule, Trauma, Pädagogik, Integration, Intensivklassen und interkulturelle Arbeit beschreiben.

Welche Bedeutung haben Intensivklassen laut den interviewten Lehrkräften?

Sie dienen primär der Sprachvermittlung und bieten Struktur, werden jedoch teilweise kritisch als separierendes Instrument wahrgenommen, das Distanz statt echter Integration schaffen kann.

Warum ist die Rolle der Lehrkraft als Bezugsperson so zentral?

Die Lehrkraft stellt für traumatisierte Kinder eine wichtige Bindungsperson dar, die Sicherheit und Verlässlichkeit vermitteln kann, wobei sie jedoch nicht die therapeutische Arbeit ersetzen kann.

Welche Rolle spielt die Elternarbeit in der Schule?

Die Arbeit betont, dass eine erfolgreiche Integration nur mit dem familiären Umfeld gelingen kann, jedoch Sprachbarrieren und unterschiedliche Vorstellungen von Bildung oft zu Missverständnissen führen.

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Details

Title
Flüchtlingskinder in der Grundschule. Wie die Grundschule die Herausforderungen durch den aktuellen Zustrom an Flüchtlingen bewältigen kann
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1,0
Author
Leslie Neul (Author)
Publication Year
2016
Pages
100
Catalog Number
V365448
ISBN (eBook)
9783668448421
ISBN (Book)
9783960950790
Language
German
Tags
flüchtlingskinder grundschule herausforderungen zustrom flüchtlingen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leslie Neul (Author), 2016, Flüchtlingskinder in der Grundschule. Wie die Grundschule die Herausforderungen durch den aktuellen Zustrom an Flüchtlingen bewältigen kann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365448
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