In der folgenden Hausarbeit soll auf das Thema des Autismus eingegangen werden. Dabei werden allerdings nur einige Aspekte desselben genauer betrachtet. Zuerst soll eine kurze Worterklärung des Begriffs „Autismus“ stattfinden. Im Anschluss soll, durch die daraus hervorgegangenen Ergebnisse, der Autismus klar von der Schizophrenie getrennt werden. Anschließend soll eine Einteilung des Autismus in die verschiedenen Arten des Autismus durchgeführt werden. Im Folgenden wird zudem auf mögliche Ursachen des Autismus eingegangen. Des Weiteren sollen kurz einige epidemiologische Daten über den Autismus vorgestellt und erläutert werden. Abschließend soll eine kurze Schlussbemerkung der Autorin stattfinden.
Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung
2.) Worterklärung
3.) Schizophrenie und Autismus
4.) Formen des Autismus
4.1) Kannerautismus
4.2) Highfunctional Autismus
4.3) Atypischer Autismus
4.4) Aspergersyndrom
5.) Ursachen des Autismus
5.1) Erklärung durch genetische Veranlagung und Vererbung
5.2) Neurologische Erklärung
5.3) Umweltfaktoren
6.) Epidemiologie
6.1) Geschlechterverhältnis
6.2.) Soziale Schichten
6.3) Länderspezifische Angaben
6.4) Mögliche „Autismusepidemie“
7.) Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über das Krankheitsbild Autismus, beleuchtet dessen verschiedene Ausprägungen, analysiert potenzielle Ursachenkomplexe und untersucht epidemiologische Daten unter Berücksichtigung aktueller Forschungserkenntnisse.
- Historische und inhaltliche Abgrenzung von Autismus und Schizophrenie
- Klassifizierung der Autismusformen: Kanner, High-Functioning, Atypisch und Asperger
- Diskussion ätiologischer Faktoren: Genetik, Neurologie und Umwelteinflüsse
- Epidemiologische Trends und die kritische Auseinandersetzung mit der "Autismusepidemie"
- Betrachtung gesellschaftspolitischer und sozialer Einflussfaktoren
Auszug aus dem Buch
4.1) Kannerautismus
Leo Kanner veröffentlichte 1943 in der Zeitschrift „Nervous child“ den Artikel „Autistische Störungen des affektiven Kontakts“ und verwendete somit zeitgleich zu Hans Asperger, auf dessen Definition des Autismus unter dem Kapitel „4.4) Aspergersyndrom“ genauer eingegangen werden soll, den Terminus „Autismus“ „zur Kennzeichnung einer schweren Beziehungsstörung zur personalen und dinglichen Welt“.
Erste Auffälligkeiten beobachtete Kanner vor dem dritten Lebensjahr. Im Bereich der sozialen Interaktion kam es zu fehlendem Blickkontakt und beeinträchtigten nonverbalen Verhaltensweisen im Bereich der Gestik, Körperhaltung und dem Gesichtsausdruck, sowie das Aufweisen eines „starren“ Blicks. Spielte ein autistisches Kind, so betrachtete Kanner einen zweckentfremdeten Umgang mit Spielzeug, die Unfähigkeit mit Gleichaltrigen zu spielen und ein Fehlen von Kreativität beim Spielen. Innerhalb der Kommunikation kam es zu einer verzögerten Entwicklung bis hin zu einem kompletten Fehlen der Sprache oder einem Spracherwerb, der sich dann aber wieder zurückentwickelte. Es wurde von einem fehlenden Verständnis von Sprache ausgegangen. Beim Sprechen wurden falsche Pronomina verwendet. Wenn das Kind also von sich sprach, verwendete es dennoch das Pronomen „du“.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufbau der Hausarbeit, von der Worterklärung bis zur epidemiologischen Datenanalyse.
2.) Worterklärung: Es wird die etymologische Herkunft des Begriffs Autismus erläutert und dessen historische Definition durch Eugen Bleuler als frühkindliche Form der Schizophrenie beschrieben.
3.) Schizophrenie und Autismus: Dieses Kapitel stellt die aktuelle Forschung dar, welche Autismus als eigenständiges Syndrom von der Schizophrenie abgrenzt.
4.) Formen des Autismus: Hier werden die verschiedenen klinischen Erscheinungsbilder, insbesondere Kanner-Autismus, High-Functioning-Autismus, atypischer Autismus und das Asperger-Syndrom, differenziert betrachtet.
5.) Ursachen des Autismus: Der Abschnitt untersucht mögliche Ursachenbereiche, wobei genetische Veranlagung, neurologische Auffälligkeiten und umweltbedingte Faktoren diskutiert werden.
6.) Epidemiologie: Dieses Kapitel befasst sich mit Häufigkeitsraten, Geschlechterverteilung, sozialen Einflüssen und der kritischen Debatte um eine vermeintliche Zunahme der Diagnosen.
7.) Schlussbemerkung: Ein zusammenfassendes Resümee, das betont, dass die Ursachen des Autismus trotz gestiegener Aufmerksamkeit weiterhin ungeklärt bleiben.
Schlüsselwörter
Autismus, Kannerautismus, Aspergersyndrom, Schizophrenie, Genetik, Neurologie, Epidemiologie, Theory of Mind, soziale Interaktion, Kommunikation, Frühkindlicher Autismus, Umweltfaktoren, Inselbegabung, Diagnosekriterien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt eine grundlegende Einführung in das Thema Autismus mit einem Fokus auf dessen Definition, Unterformen, vermutete Ursachen und epidemiologische Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die historische Abgrenzung zur Schizophrenie, die Differenzierung der Autismus-Typen, ätiologische Erklärungsansätze und statistische Erhebungen zum Vorkommen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über das autistische Spektrum zu geben und die wissenschaftliche Trennung zu anderen psychischen Erkrankungen sowie die Ursachenforschung darzulegen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse bestehender wissenschaftlicher Studien, Fachpublikationen und Dokumentationen zum Thema Autismus.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Formen (Kanner, Asperger etc.), eine ausführliche Ursachenanalyse (Genetik, Neurologie, Umwelt) und eine Auswertung epidemiologischer Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Autismus-Spektrum, Ätiologie, Epidemiologie, soziale Interaktion und die historischen sowie aktuellen klinischen Definitionen charakterisieren.
Wie unterscheidet sich der Kanner-Autismus vom Asperger-Syndrom gemäß der Arbeit?
Der Kanner-Autismus zeichnet sich oft durch eine verzögerte Sprachentwicklung und schwerere soziale Störungen aus, während beim Asperger-Syndrom die Sprachentwicklung früher einsetzt und ein höheres Sprachniveau erreicht werden kann.
Warum hinterfragt die Autorin die Annahme einer "Autismusepidemie"?
Sie führt den Anstieg der Zahlen auf eine erhöhte Aufmerksamkeit für psychische Störungen, verbesserte Diagnosemöglichkeiten und gestiegene gesellschaftliche Anforderungen an Flexibilität zurück, statt auf eine tatsächliche Zunahme der Krankheitsfälle.
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- Saskia Janina Neumann (Author), 2014, Autismus. Definition, Formen, Ursachen und Epidemiologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365481