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Darstellung der Verteidigung der Humeschen Motivationstheorie durch Michael Smith und Diskussion der Einwände von Johnathan Dancy, Thomas Nagel und John McDowell

Title: Darstellung der Verteidigung der Humeschen Motivationstheorie durch Michael Smith und Diskussion der Einwände von Johnathan Dancy, Thomas Nagel und John McDowell

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 22 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Sebastian Wolf (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Menschen handeln. Das ist überall in der Welt zu beobachten, da gibt es keine Probleme. Ich zum Beispiel schreibe gerade eine Hauptseminararbeit. Das ist offensichtlich. Die Frage jedoch ist, warum Handlungen ausgeführt werden. Sicherlich gibt es irgendetwas, dass uns zu Handlungen motiviert. Wenn wir aus einer Motivation heraus handeln, dann handeln wir aus Gründen. Doch wie diese motivierenden Gründe konstituiert sind, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Es scheint etwas in uns zu sein - ein psychischer Zustand - was uns handeln lässt, doch selbst darüber besteht Uneinigkeit. Vielleicht gibt es ja auch Dinge außerhalb von uns, die uns zu Handlungen motivieren. Aber auch wenn man davon ausgeht, dass psychische Zustände uns motivieren, gibt es einerseits eine Meinung, dass diese Zustände ausschließlich aus Überzeugungen konstituiert werden und andererseits eine andere, die davon ausgeht, dass zusätzlich zu den Überzeugungen auch Wünsche wirksam sind. Die letzte wird ausgedrückt in der Humeschen Motivationstheorie (nachfolgend HMT). Michael Smith ist ein Verfechter dieses Ansatzes. Seine Verteidigung der HMT möchte ich in dieser Arbeit darstellen und dann Einwände von Vertretern der oben angesprochenen anderen Theorien gegen seine Position diskutieren. Ich werde also zuerst Smiths Verteidigung der HMT aus dem vierten Kapitel seines Buches The Moral Problem in nuce vorstellen. Dabei werde ich seine Thesen und die sie untermauernden Argumente darlegen, um dann die Kernpunkte seiner Theorie aufzuzeigen. Insbesondere werde ich eingehen auf die Konsequenzen seiner Strategie, erstens eine Unterscheidung zwischen motivierenden und normativen Gründen zu machen, zweitens zu zeigen was der teleologische Charakter vom Handeln aus Gründen bedeutet und drittens ein eigenes Konzept von Wünschen vorzustellen. In meiner Zusammenfassung von Smiths Text werde ich die meisten Gegenargumente außer Acht lassen, weil sie im zweiten Teil ausführlich analysiert werde und ich unnötige Wiederholungen vermeiden möchte. Im dritten Teil werde ich dann die wichtigsten Gegenargumente von Jonathan Dancy, Thomas Nagel und John McDowell vorstellen und diskutieren. Die Einwände gegen Smith sind alle von fundamentaler Bedeutung, so dass dieser Teil den größten Raum der Arbeit einnehmen wird. Am Schluss dieses Teils wird erkennbar sein, dass die Position von Smith nicht haltbar ist. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Relevanz des Themas

1.2 Plan für den Rest der Arbeit

1.3 These

2. Verteidigung der Humeschen Motivationstheorie durch Michael Smith

2.1. Unterscheidung von rechtfertigenden und motivierenden Gründen

2.2. Der teleologische Charakter von Erklärungen des Handelns aus Gründen

2.3. Smiths Erklärung von Wünschen

2.4. Wünsche als die einzigen Zustände, die motivierende Gründe konstituieren

3. Einwände gegen die Humesche Motivationstheorie

3.1. Dancys Einwand gegen die Unterscheidung von normativen und motivierenden Gründen

3.2. Nagels Einwand gegen die Erklärung von Wünschen als motivierend

3.3. Dancys Einwand gegen die Erklärung von Wünschen als motivierend

3.4. McDowells Einwand gegen die Erklärung von Wünschen als motivierend

4. Schluss

4.1. Konsequenzen der Einwände

4.2. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Humesche Motivationstheorie (HMT), wie sie von Michael Smith verteidigt wird. Das primäre Ziel ist es, Smiths Verteidigung der HMT darzustellen und sie anhand zentraler Einwände von Jonathan Dancy, Thomas Nagel und John McDowell zu bewerten, um festzustellen, ob diese Motivationstheorie haltbar ist oder durch alternative Konzepte ergänzt bzw. ersetzt werden muss.

  • Die kategoriale Unterscheidung zwischen rechtfertigenden und motivierenden Gründen.
  • Die teleologische Natur von Handlungserklärungen aus Gründen.
  • Die dispositionelle Konzeption von Wünschen und die "direction of fit".
  • Kritische Analyse von Einwänden gegen die rein wunschbasierte Motivation.
  • Diskussion über das Verhältnis von Kognition und Motivation beim Handeln.

Auszug aus dem Buch

2. Verteidigung der Humeschen Motivationstheorie durch Michael Smith

Die Kernthese der HMT, welche Smith zu verteidigen versucht, behauptet, dass für einen vollständigen motivierenden Grund eine Überzeugung und ein Wunsch in einer angemessenen Beziehung zueinander stehen müssen, d.i. sie müssen gemeinsam wirksam sein. Dies wird durch das Prinzip P1 ausgedrückt: R at t constitutes a motivating reason of agent A to F iff there is some ? such that R at t consists of an appropriately related desire of A to ? and a belief that were she to F she would ?. (Smith S.92)

Wenn P1 definieren soll, was einen motivierenden Grund konstituiert, muss es die notwendigen und hinreichenden Bedingungen dafür enthalten. Weil gegen P1 oft mit Gegenbeispielen argumentiert wird, die zeigen sollen, dass das Prinzip diese Bedingungen nicht enthält, argumentiert Smith für eine Unterscheidung zwischen rechtfertigenden und motivierenden Gründen. So kann er die Gegenbeispiele für die motivierenden Gründe aushebeln, denn nur über diese macht P1 eine Aussage.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des menschlichen Handelns ein und definiert die Humesche Motivationstheorie als zentralen Gegenstand sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Verteidigung der Humeschen Motivationstheorie durch Michael Smith: Das Kapitel erläutert Smiths Theorie, insbesondere die Unterscheidung zwischen rechtfertigenden und motivierenden Gründen sowie seine dispositionelle Definition von Wünschen.

3. Einwände gegen die Humesche Motivationstheorie: Hier werden die Gegenpositionen von Dancy, Nagel und McDowell analysiert, welche die HMT aufgrund ihrer kategorialen Unterscheidungen und der zentralen Rolle von Wünschen in Frage stellen.

4. Schluss: Der abschließende Teil fasst die Konsequenzen der Einwände zusammen und zieht ein Fazit über die Haltbarkeit der HMT und die Notwendigkeit alternativer Erklärungsmodelle.

Schlüsselwörter

Humesche Motivationstheorie, HMT, Michael Smith, Jonathan Dancy, Thomas Nagel, John McDowell, motivierende Gründe, rechtfertigende Gründe, Wunsch, Überzeugung, Teleologie, Disposition, Motivation, Handeln aus Gründen, praktische Rationalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Debatte über die Erklärung menschlichen Handelns und untersucht insbesondere die Humesche Motivationstheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Natur von Wünschen und Überzeugungen, die Unterscheidung zwischen rechtfertigenden und motivierenden Gründen sowie die teleologische Struktur von Handlungserklärungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Verteidigung der HMT durch Michael Smith darzustellen und durch die Diskussion prominenter Einwände ihre theoretische Tragfähigkeit kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die analytische Methode der Rekonstruktion und kritischen philosophischen Argumentationsanalyse basierend auf primärliterarischen Texten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Smiths Theorie sowie die ausführliche Analyse der Einwände von Dancy, Nagel und McDowell gegen diese Position.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Motivation", "Humesche Motivationstheorie", "Wunsch", "Überzeugung" und "praktische Gründe" charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen rechtfertigenden und motivierenden Gründen bei Smith?

Smith nutzt diese Unterscheidung, um seine Theorie gegen Gegenbeispiele zu immunisieren, indem er motivierende Gründe als psychologische Zustände und rechtfertigende Gründe als Wahrheiten definiert.

Warum lehnt Nagel die Erklärung von Wünschen als motivierend ab?

Nagel argumentiert, dass Wünsche nicht das Fundament der Motivation sein können, da sie selbst auf Überlegungen beruhen können und die HMT irrationale Handlungen als rational missdeuten würde.

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Details

Title
Darstellung der Verteidigung der Humeschen Motivationstheorie durch Michael Smith und Diskussion der Einwände von Johnathan Dancy, Thomas Nagel und John McDowell
College
LMU Munich  (Institut für Philosophie)
Course
Hauptseminar: Probleme der Philosophie menschlichen Handelns
Grade
1.0
Author
Sebastian Wolf (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V36554
ISBN (eBook)
9783638361477
Language
German
Tags
Darstellung Verteidigung Humeschen Motivationstheorie Michael Smith Diskussion Einwände Johnathan Dancy Thomas Nagel John McDowell Hauptseminar Probleme Philosophie Handelns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Wolf (Author), 2003, Darstellung der Verteidigung der Humeschen Motivationstheorie durch Michael Smith und Diskussion der Einwände von Johnathan Dancy, Thomas Nagel und John McDowell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36554
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