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Bubikopf und Seidenstrumpf. Die Darstellung der "Neuen Frau" der Zwanziger Jahre in den Medien der Weimarer Republik

Ein weibliches Erscheinungsbild als "Inbegriff der Frauenemanzipation"?

Titel: Bubikopf und Seidenstrumpf. Die Darstellung der "Neuen Frau" der Zwanziger Jahre in den Medien der Weimarer Republik

Seminararbeit , 2007 , 50 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Carola Katharina Bauer (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausgehend von der Annahme, dass Mode immer auch mit bestimmten Bedeutungszuschreibungen versehen wird, werde ich mich in meiner Seminararbeit mit dem modischen weiblichen Erscheinungsbild der Weimarer Republik in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts beschäftigen.

Nach einer genauen Beschreibung der Veränderungen in der Frauenmode und dem damit verbundenen neuen weiblichen Körperideal wird die Darstellung der ‚Neuen Frau’ in den Medien der Weimarer Republik im ersten Teil meiner Ausführungen im Vordergrund stehen. Dabei soll untersucht werden, wie das neue modische Erscheinungsbild in den Filmen, den Illustrierten, der Belletristik und der zeitgenössischen, wissenschaftlichen Fachliteratur medial konstruiert wurde.

Im zweiten Teil meiner Seminararbeit werde ich ‚Neuland betreten’ und mich einem von der Forschung bisher vernachlässigten Gebiet widmen: Anhand von Beiträgen aus den satirischen und humoristischen Blättern der Weimarer Republik soll die Untersuchung der Darstellung der ‚Neuen Frauen’ in den zeitgenössischen Karikaturen den Hauptteil der Seminararbeit ausmachen.

Insgesamt möchte ich anhand einer umfassenden Analyse der medialen Präsentation des neuen Mode- und Körperideals zeigen, dass das veränderte Aussehen der Bürgerinnen der Weimarer Republik zu einer Art Projektionsfläche wurde und man dieses – in Anbetracht der in der neuen Verfassung verankerten, gesetzlichen Gleichstellung der Geschlechter – als „Inbegriff der ... Frauenemanzipation“ mit einem neuen Selbstverständnis und veränderten Verhaltensweisen der Frauen in Verbindung brachte – im negativen wie im positiven Sinne.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung. Aufgabenstellung und Leitfragen

2. Das Erscheinungsbild der ‚Neuen Frau’ in der Weimarer Republik der Zwanziger Jahre – Darstellung in den Medien

2.1. Bubikopf und kurze Röcke: Die Veränderungen der Frauenmode in den Zwanzigern und die Entwicklung eines neuen Körperideals

2.2. Die Darstellung der ‚Neuen Frau’ in der Presse, der Belletristik, den Filmen und der wissenschaftlichen Literatur der Weimarer Republik

a) Die ‚Neue Frau’ in der zeitgenössischen Presse unter besonderer Berücksichtigung der Frauen- und Modezeitschriften

b) Die ‚Neue Frau’ in der Kunst: Belletristik und Film

c) Die ‚Neue Frau’ in der Kritik: Beispiele aus der wissenschaftlichen Literatur und dem Sammelband Die Frau von Morgen, wie wir sie wünschen

3. Gesonderte Untersuchung der Darstellung der ‚Neuen Frau’ in der zeitgenössischen Karikatur

4. Resümee und Ausblick. „Haarschnitt ist noch nicht Freiheit.“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das mediale Bild der sogenannten ‚Neuen Frau’ in der Weimarer Republik und analysiert, inwieweit dieses modische Erscheinungsbild als Inbegriff von Frauenemanzipation und modernem Selbstverständnis konstruiert wurde oder lediglich als Projektionsfläche für gesellschaftliche Ängste diente.

  • Veränderungen der Frauenmode und Körperideale in den 1920er Jahren.
  • Mediale Konstruktion der ‚Neuen Frau’ in Presse, Film und Belletristik.
  • Kritische Auseinandersetzung in der wissenschaftlichen Fachliteratur der Zeit.
  • Satirische Darstellung der ‚Neuen Frau’ in zeitgenössischen Karikaturen.
  • Kontrastierung des idealisierten Frauenbildes mit der sozioökonomischen Lebenswirklichkeit.

Auszug aus dem Buch

2. Das Erscheinungsbild der ‚Neuen Frau’ in der Weimarer Republik der Zwanziger Jahre – Darstellung in den Medien

„Aus diesen in Korsetts geschnürten, bis zum Hals mit gefältetem Tuch verschlossenen, mit Röcken und Unterröcken behafteten, aus diesen beinlosen, künstlich bienenhaft taillierten und auch in jeder Regung und Bewegung künstlichen Wesen, aus dieser historischen Frau von vorgestern ist innerhalb einer einzigen, raschen Generation die Frau von heute geworden, mit ihrem hellen, offenen Leib ...“ 9

Derart beschreibt Stefan Zweig 1929 in einer Art Rückschau die radikale Veränderung im äußeren Erscheinungsbild der Frauen in den Zwanziger Jahren: Während die modebewussten Frauen im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts noch überwiegend relativ unpraktische Kleider trugen und in der Damenmode die ‚typisch weiblichen’ Formen betont wurden – indem man beispielsweise durch Unterröcke und Turnüren eine Vergrößerung des Hinterteils erreichte oder mithilfe des Korsetts eine Wespentaille schuf und Busen und Hüften herausmodellierte – änderte sich dies vor allem nach dem Ersten Weltkrieg grundlegend.10 Beeinflusst durch Kreationen von Modeschöpfern wie Paul Poiret und besonders Coco Chanel ließ sich in der Damenmode nach 1918 eine Tendenz zur Vereinfachung und Anpassung der weiblichen Kleidung an praktische

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung. Aufgabenstellung und Leitfragen: Die Einleitung führt in die Thematik der modischen Veränderungen in der Weimarer Republik ein und formuliert das Ziel, die mediale Konstruktion der ‚Neuen Frau’ zu untersuchen.

2. Das Erscheinungsbild der ‚Neuen Frau’ in der Weimarer Republik der Zwanziger Jahre – Darstellung in den Medien: Dieses Kapitel analysiert den Wandel des weiblichen Körperideals hin zum „knabenhaften“ Stil sowie die mediale Verbreitung dieses Typs durch Illustrierte, Filme und Literatur.

3. Gesonderte Untersuchung der Darstellung der ‚Neuen Frau’ in der zeitgenössischen Karikatur: Der Hauptteil untersucht satirische Zeichnungen, die das Bild der ‚Neuen Frau’ als Mittel zur Diskriminierung und Aufrechterhaltung traditioneller Geschlechterrollen nutzten.

4. Resümee und Ausblick. „Haarschnitt ist noch nicht Freiheit.“: Das Fazit stellt fest, dass das mediale Bild der ‚Neuen Frau’ weitgehend ein „Kunstprodukt“ blieb, das mit der tatsächlichen Lebenswirklichkeit der meisten Frauen wenig gemein hatte.

Schlüsselwörter

Neue Frau, Weimarer Republik, Bubikopf, Frauenemanzipation, Körperideal, Garçonne, Modegeschichte, Karikatur, Satire, Geschlechterrollen, Feminismus, Weiblichkeit, 1920er Jahre, Medienanalyse, Rollenbilder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Proseminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das modische und mediale Erscheinungsbild der sogenannten ‚Neuen Frau’ in der Weimarer Republik und dessen Bedeutung im Kontext der gesellschaftlichen Emanzipation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Feldern gehören die Veränderung der Frauenmode, die Rolle von Frauenzeitschriften und Belletristik sowie die kritische Spiegelung dieser Entwicklung in der zeitgenössischen Karikatur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu zeigen, dass das neue Modeideal als Projektionsfläche für gesellschaftliche Ängste diente und die behauptete Gleichstellung der Geschlechter in der Realität weitgehend unvollständig blieb.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die Literaturrecherche, kulturwissenschaftliche Ansätze und eine detaillierte Untersuchung zeitgenössischer Bildquellen (Karikaturen) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der medialen Konstruktion der ‚Neuen Frau’ durch Modezeitschriften und Unterhaltungsmedien sowie der anschließenden Dekonstruktion dieser Mythen durch eine umfassende Untersuchung der satirischen Bildsprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind ‚Neue Frau’, Weimarer Republik, Modeideal, Rollenbilder, Emanzipation und Karikatur.

Inwiefern unterschieden sich die Typen ‚Garçonne’ und ‚Girl’?

Die ‚Garçonne’ wurde oft mit Intellektualität und Androgynität verknüpft, während das ‚Girl’ eher als ein amerikanisch geprägter, jugendlicher und weniger emanzipierter Typus wahrgenommen wurde.

Welche Rolle spielt die Karikatur bei der Bewertung der ‚Neuen Frau’?

Die Karikaturen dienten meist als reaktionäres Medium, das die Abweichung von traditionellen Geschlechterrollen verspottete, um die bestehende soziale Ordnung zu stabilisieren.

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Details

Titel
Bubikopf und Seidenstrumpf. Die Darstellung der "Neuen Frau" der Zwanziger Jahre in den Medien der Weimarer Republik
Untertitel
Ein weibliches Erscheinungsbild als "Inbegriff der Frauenemanzipation"?
Hochschule
Universität Wien
Note
1,0
Autor
Carola Katharina Bauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
50
Katalognummer
V365549
ISBN (eBook)
9783668450042
ISBN (Buch)
9783668450059
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bubikopf seidenstrumpf darstellung neuen frau zwanziger jahre medien weimarer republik erscheinungsbild inbegriff frauenemanzipation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carola Katharina Bauer (Autor:in), 2007, Bubikopf und Seidenstrumpf. Die Darstellung der "Neuen Frau" der Zwanziger Jahre in den Medien der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365549
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Leseprobe aus  50  Seiten
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