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Subjektive Gesundheitskonzepte jugendlicher Sportler

Título: Subjektive Gesundheitskonzepte jugendlicher Sportler

Trabajo , 2005 , 12 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sebastian Rosenkranz (Autor)

Deporte - Sociología deportiva
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Die Kenntnisse der subjektiven Gesundheitskonzepte Jugendlicher sind von praktischer Relevanz, wenn Gesundheitsförderungsprogramme (mit Sportbezug) für Jugendliche erfolgreich sein sollen. Durch sie kann – im Ggs. zu den weithin vieldiskutierten objektiven Gesundheitskonzepten – der „richtige Hebel“ angesetzt, kann ein Zugang zum Gesundheitsbewusstsein der Jugendlichen eröffnet werden, um den schwerwiegenden Kritikpunkten bereits vorhandener Programme, wie der fehlende Jugendbezug, entgegen zu treten.
Der Ergebnisüberblick zeigt, dass das Motiv „Gesundheit“ kein ausreichendes Motiv für Jugendliche zur Aufnahme sportlicher Aktivitäten ist. Bereits bestehende Gesundheitsförderungsprogramme müssen auf ihre „Jugendtauglichkeit“ hin überprüft und ggf. entsprechend adaptiert werden, wenn diese sinnvoll für Jugendliche eingesetzt werden sollen. Stattdessen muss vielmehr auf das Leistungserleben/Kontrollerleben und auf den Erlebnischarakter der Programme gezielt und das Gesundheitsmotiv aus den Kommunikationsmaßnamen eliminiert werden – nicht trotz, sondern weil implizit die Gesundheit der Jugendlichen (und besonders derer, die bislang nicht ausreichend sportlich aktiv waren) gefördert werden soll. Außerdem bestehen durchaus erhebliche Differenzen innerhalb der Gruppe der Jugendlichen, so dass in der Ausrichtung der Programme genauer differenziert werden muss.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemstellung

3 Das Konstrukt des subjektiven Gesundheitskonzeptes

4 Forschungsstand

5 Zwischenfazit

6 Untersuchung

7 Ergebnisdarstellung

8 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die subjektiven Gesundheitskonzepte jugendlicher Sportler, um zu ergründen, ob Gesundheit ein ausreichendes Motiv für regelmäßiges Sporttreiben darstellt und wie bestehende Gesundheitsförderungsprogramme für diese Zielgruppe optimiert werden können.

  • Analyse der Relevanz subjektiver Gesundheitskonzepte für das Sporttreiben von Jugendlichen.
  • Überprüfung der „Jugendtauglichkeit“ bestehender Gesundheitsförderungsprogramme.
  • Untersuchung der Differenzierung von Gesundheitskonzepten nach Geschlecht und Sportart.
  • Identifikation von Faktoren, die eine gesundheitsrelevante Verhaltensänderung beeinflussen können.
  • Aufarbeitung der Jugendsportstudie NRW mittels Sekundäranalyse.

Auszug aus dem Buch

Das Konstrukt des subjektiven Gesundheitskonzeptes

Wenn im Folgenden von subjektiven Gesundheitskonzepten die Rede ist, wird darunter „die Gesamtheit der gesundheitsbezogenen Kognitionen, Bewertungen und Handlungspläne eines Individuums“ (Mrazek, 1987, S. 83) verstanden. Dieses ist neben Körperschema, Leistungsschema und sozialem Selbstschema innerhalb des Allgemeinen Selbstkonzepts verortet und gliedert sich in physische, psychische und soziale Aspekte (vgl. Belz-Merk, 1995; Sygusch, 2000).

Sygusch (2001, S. 381 f.) fasst drei wesentliche Dimensionen subjektiver Gesundheitskonzepte zusammen, die Bedeutsamkeit für Verhalten bzw. Verhaltensänderungen haben (vgl. auch Belz-Merk, 1995): (1) Der Stellenwert von Gesundheit. Hiermit wird die Stellung des Gesundheitskonzeptes innerhalb des Allgemeinen Selbstkonzepts beschrieben. Es wird genau dann zu einer (gesundheitsbezogenen) Verhaltensänderung kommen, wenn diese Stellung vergleichsweise hoch (zentral) ist. (2) Die Elaboriertheit des Gesundheitsschemas und die Position von Subschemen. Analog des Stellenwertes vom Gesundheitskonzept insgesamt innerhalb des Allgemeinen Selbstkonzepts, kommt es zu einer unterschiedlichen Gewichtung der drei Aspekte (physisch, psychisch, sozial) oder Subschemen innerhalb des Gesundheitskonzepts. Diese Gewichtung gibt Aufschluss darüber, wie gezielt das gesundheitsrelevante Verhalten einer Person auf diesen Bereich ist (vgl. Sygusch, 2000, S. 43 f.). (3) Real-Ideal-Diskrepanz. Diese Annahme geht davon aus, dass es dann zu einer gesundheitsbezogenen Motivation und Verhaltensänderung kommt, wenn – bezogen auf das individuelle Selbstkonzept samt der Differenzierungen und Gewichtungen – subjektiv eine Gefährdung der eigenen Gesundheit befürchtet wird, wenn also der (subjektive) Ist-Zustand nicht dem (subjektiven) Soll-Zustand entspricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die praktische Relevanz der Untersuchung subjektiver Gesundheitskonzepte bei jugendlichen Sportlern und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.

2 Problemstellung: Dieses Kapitel hinterfragt den Jugend- und Sportbezug aktueller Gesundheitsförderungsprogramme und begründet die Notwendigkeit, subjektive Gesundheitskonzepte als Hebel für gesundheitsbewusstes Verhalten zu betrachten.

3 Das Konstrukt des subjektiven Gesundheitskonzeptes: Hier werden theoretische Grundlagen definiert, insbesondere die drei Dimensionen Stellenwert, Elaboriertheit und Real-Ideal-Diskrepanz des Gesundheitskonzepts.

4 Forschungsstand: Es wird der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zu den verhaltensrelevanten Dimensionen des Gesundheitskonzepts bei Jugendlichen dargelegt.

5 Zwischenfazit: Auf Basis der theoretischen Ausführungen wird gefolgert, dass das Gesundheitsmotiv allein oft nicht ausreicht, um bei Jugendlichen gesundheitsrelevantes Verhalten zu induzieren.

6 Untersuchung: Dieses Kapitel stellt die Datengrundlage vor, welche auf der Sekundäranalyse der Jugendsportstudie NRW basiert.

7 Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse zeigen den Einfluss von sportlicher Aktivität und Geschlecht auf das subjektive Gesundheitserleben und die unterschiedliche Gewichtung gesundheitsrelevanter Aspekte.

8 Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass bestehende Gesundheitsprogramme stärker auf die subjektive Wahrnehmung der Jugendlichen adaptiert werden müssen und weitere Forschung nötig ist.

Schlüsselwörter

Subjektive Gesundheitskonzepte, Jugendsportstudie NRW, Gesundheitsförderung, Jugendgesundheit, Sportvereine, Gesundheitsmotiv, Selbstkonzept, Real-Ideal-Diskrepanz, Verhaltensänderung, Sportliche Aktivität, Geschlechterdifferenzen, Sportartentypik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den subjektiven Gesundheitsvorstellungen von Jugendlichen im Sport und untersucht, ob Gesundheit ein zentrales Motiv für sportliche Betätigung darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Gesundheitsbewusstsein Jugendlicher, der Wirksamkeit von Gesundheitsförderung im organisierten Sport sowie der Analyse von geschlechts- und sportartspezifischen Unterschieden im Gesundheitserleben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu ermitteln, ob bestehende Gesundheitsförderungsprogramme „jugendgerecht“ sind und wie subjektive Gesundheitskonzepte genutzt werden können, um Jugendliche effektiver zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine Sekundäranalyse der Jugendsportstudie NRW (Kurz, Sack & Brinkhoff, 1996) sowie eine Auswertung der Forschungsarbeiten von Sygusch (2000, 2001).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Konstrukts subjektiver Gesundheitskonzepte, eine Darstellung des Forschungsstandes sowie eine empirische Untersuchung anhand von Regressionsmodellen zu verschiedenen Gesundheitsaspekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere subjektive Gesundheitskonzepte, Gesundheitsmotiv, Jugendsport, Real-Ideal-Diskrepanz und Sportarten-Differenzierung.

Wie unterscheidet sich das Gesundheitserleben bei Jungen und Mädchen laut der Studie?

Die Studie zeigt geschlechtsspezifische Schwerpunkte: Während bei Mädchen oft körperliche Beeinträchtigungen im Vordergrund stehen, dominiert bei Jungen eher die sportliche Funktionalität.

Welchen Einfluss haben verschiedene Sportarten auf das Gesundheitskonzept?

Sportarten fungieren als Verstärkervariable, wobei sich bei den Jugendlichen eine Verschiebung in Richtung sportartspezifischer Ausprägungen des Gesundheitskonzepts feststellen lässt, abhängig davon, ob die Sportart als eher typisch männlich oder weiblich wahrgenommen wird.

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Detalles

Título
Subjektive Gesundheitskonzepte jugendlicher Sportler
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Sportwissenschaft)
Curso
Gesundheit als soziale Konstruktion
Calificación
1,3
Autor
Sebastian Rosenkranz (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
12
No. de catálogo
V36556
ISBN (Ebook)
9783638361491
ISBN (Libro)
9783638897112
Idioma
Alemán
Etiqueta
Subjektive Gesundheitskonzepte Sportler Gesundheit Konstruktion
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Rosenkranz (Autor), 2005, Subjektive Gesundheitskonzepte jugendlicher Sportler, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36556
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