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Jugendliche Vereinsmitglieder. Sportvereinszugehörigkeit in Abhängigkeit von sozialstrukturellen Merkmalen

Title: Jugendliche Vereinsmitglieder. Sportvereinszugehörigkeit in Abhängigkeit von sozialstrukturellen Merkmalen

Seminar Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Rosenkranz (Author)

Sport - Sport Sociology
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Die vorliegende Arbeit rekonstruiert – unter dem Aspekt der sozialstrukturellen Differenzierung und vor dem Hintergrund der Individualisierungsthese – die aktuelle Situation von Jugendlichen in Sportvereinen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass (immer noch) erhebliche soziale Ungleichheit ein prägendes Charakteristikum in der deutschen Sportvereinslandschaft ist. Weiterhin legen die vorgestellten Ergebnisse nahe, dass durch begrenzte Zugangschancen von „überkommenen“ Organisations- und Angebotsstrukturen auch von sozialer Ungerechtigkeit gesprochen werden muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Quellen

3 Problemstellung

4 Annahme

5 Gleich oder ungleich? – Wie man soziale Ungleichheit messen kann

5.1 Die wichtigsten sozialstrukturellen Merkmale

5.2 Auswahl und Operationalisierungen der sozialstrukturellen Merkmale

6 Überblick über die wichtigsten Befunde

6.1 Einzelne Befunde

6.1.1 Geschlecht

6.1.2 Alter

6.1.3 Schulkarriere

6.1.4 soziale Schicht

6.1.5 Siedlungsstruktur/Wohnregion

6.2 Untersuchungsergebnisse bei der Kombination bestimmter Merkmale

6.2.1 Alter und Geschlecht

6.2.2 Alter und Schulkarriere

6.2.3 Geschlecht und Wohnregion

7 Interpretation und weiterführende Fragestellungen

8 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss sozialstruktureller Merkmale auf die Sportvereinsmitgliedschaft von Jugendlichen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die in der Individualisierungsthese propagierte Angleichung der Lebensbedingungen auch im Bereich der Sportvereinszugehörigkeit zu beobachten ist oder ob weiterhin soziale Selektionsmechanismen wirksam sind.

  • Analyse des Einflusses von Geschlecht, Alter und Schulkarriere auf das Sportvereinsengagement.
  • Untersuchung der Bedeutung der sozialen Schichtzugehörigkeit als Selektionsfaktor.
  • Betrachtung von Kombinationsbefunden verschiedener sozialer Merkmale.
  • Diskussion sportpädagogischer und sportpolitischer Verantwortung von Sportvereinen.
  • Kritische Reflexion der Übertragbarkeit von Studienergebnissen auf den gesamtdeutschen Kontext.

Auszug aus dem Buch

6.1.1 Geschlecht

Vergleicht man die Angaben von Brinkhoff (1998) und Baur, Burrmann und Krysmanski (2002) miteinander, so stellt man fest, dass die Unterschiede der Ergebnisse nur geringfügig sind. Brinkhoff gibt die Zahl der Jungen, die aktuell Mitglied in einem Sportverein sind, mit 50,1% an. Die der Mädchen wird mit 31,1% beziffert. Bei Baur, Burrmann und Krysmanski (2002) findet man für die Jungen die Angabe von 51%, für die Mädchen von 29%. Die Zahlen von Kurz und Sonneck (1996), bei denen anders als bei den Vorhergehenden Jetzt- und Nie-Mitglieder miteinander verglichen werden, spiegeln den Unterschied noch deutlicher wider (63% der Sportvereinsmitglieder aber nur 32% der Nie-Mitglieder sind Jungen).

Bei einem erheblichen Unterschied von etwa 20% kann man heute immer noch davon sprechen, dass es eine starke Selektion des Vereinssportes über das Geschlecht gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Einflusses sozialstruktureller Merkmale auf die Sportvereinsmitgliedschaft vor dem Hintergrund der Individualisierungsthese.

2 Quellen: Vorstellung der verwendeten Studien, die als empirische Grundlage für die Untersuchung dienen.

3 Problemstellung: Darlegung der Forschungsfrage, ob eine Angleichung der Lebensbedingungen auch eine Selektion über soziale Merkmale im Sportverein obsolet macht.

4 Annahme: Formulierung der Hypothese, dass aufgrund der Individualisierung nur noch geringfügige Abhängigkeiten zwischen sozialstrukturellen Merkmalen und Vereinszugehörigkeit bestehen.

5 Gleich oder ungleich? – Wie man soziale Ungleichheit messen kann: Theoretische Herleitung der horizontalen und vertikalen Merkmale zur Bestimmung der sozialen Lebenslage.

6 Überblick über die wichtigsten Befunde: Empirische Auswertung der Mitgliedschaftsquoten unter Berücksichtigung verschiedener Einzelmerkmale und deren Kombinationen.

7 Interpretation und weiterführende Fragestellungen: Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich der gesellschaftlichen Verantwortung und der Selektionsschwellen im Sportverein.

8 Resümee: Zusammenfassende Feststellung, dass soziale Ungleichheit ein weiterhin prägendes Charakteristikum der deutschen Sportvereinslandschaft ist.

Schlüsselwörter

Sportvereinsmitgliedschaft, Jugendliche, soziale Ungleichheit, Individualisierungsthese, soziale Selektion, sozialstrukturelle Merkmale, Geschlechterdifferenzen, Bildungsbeteiligung, Schichtzugehörigkeit, Sportsoziologie, Vereinsport, Integrationspotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit soziale Ungleichheit die Sportvereinsmitgliedschaft von Jugendlichen beeinflusst und ob die Individualisierungsthese auf diesen Bereich zutrifft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen soziale Determinanten wie Geschlecht, Alter, Schulkarriere, soziale Schicht und Siedlungsstruktur im Kontext der Vereinszugehörigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass sich soziale Unterschiede in der Sportbeteiligung aufgrund angeglichener Lebensbedingungen zunehmend auflösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine sekundäranalytische Auswertung bestehender sportsoziologischer Studien und empirischer Datensätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert sowohl Einzelmerkmale als auch die kombinierte Wirkung sozialer Parameter auf die Vereinsmitgliedschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Themen wie soziale Selektion, Jugend sport, Vereinsmitgliedschaft und die Messbarkeit sozialer Ungleichheit.

Welche Bedeutung hat das Geschlecht für die Mitgliedschaft?

Die Daten zeigen eine signifikante Selektion, da Jungen deutlich häufiger in Sportvereinen organisiert sind als Mädchen, was auf eine geschlechtsspezifische Angebotsstruktur hindeutet.

Inwieweit spielt die Schulform eine Rolle?

Gymnasiasten weisen eine höhere Sportvereinsmitgliedschaft auf als Schüler der Real- oder Hauptschulen, was die These einer fortbestehenden sozialen Selektion über das Bildungssystem stützt.

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Details

Title
Jugendliche Vereinsmitglieder. Sportvereinszugehörigkeit in Abhängigkeit von sozialstrukturellen Merkmalen
College
University of Potsdam  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Sportbeteiligungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen
Grade
1,7
Author
Sebastian Rosenkranz (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V36558
ISBN (eBook)
9783638361507
ISBN (Book)
9783638897082
Language
German
Tags
Jugendliche Vereinsmitglieder Sportvereinszugehörigkeit Abhängigkeit Merkmalen Sportbeteiligungen Bevölkerungsgruppen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Rosenkranz (Author), 2003, Jugendliche Vereinsmitglieder. Sportvereinszugehörigkeit in Abhängigkeit von sozialstrukturellen Merkmalen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36558
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