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Einigungskriege 1864 und 1866

Title: Einigungskriege 1864 und 1866

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mathias Dittrich (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Summary Excerpt Details

Es ist immer wieder erstaunlich welch großen Einfluss eine vermeintliche Minderheit auf die Politik haben kann. Ganz aktuell wird das bei den Landtagswahlen in Schleswig – Holstein sichtbar. Denn dort gibt es, hoch oben im Norden, eine kleine dänische Minderheit. Diese wird bei den Wahlen durch den Südschleswigschen Wählerverband (SSW) vertreten. Da dieser nicht an die 5% Klausel gebunden ist, konnte der SSW auch mit etwa 3% in den Landtag einziehen. Bei der nun zu bildenden Regierungskoalition bildet er, aufgrund des extrem knappen Wahlergebnisses, das Zünglein an der Waage. Je nachdem welche Koalition die durch den SSW vertretenen Dänen tolerieren, bestimmen sie im gewissen Maße die Politik der nächsten Jahre mit. Auch diese Hausarbeit widmet sich einer Minderheit. Ironischerweise ist dies ebenfalls die dänische Minderheit in Südschleswig (bzw. die deutsche Minderheit in Nordschleswig). Und auch vor mehr als 100 Jahren wurde durch diesen Nationalitätenkonflikt die Politik bestimmt. Ich werde in meiner Arbeit darlegen, warum die Schleswig - Holstein Frage zum Zünglein an der machtpolitischen Waage wurde. Wie konnte es sein, dass solch ein scheinbar kleines Territorium für alle Großmächte so interessant war? Und warum wurde der Konflikt mit einem Krieg gelöst? Weiterhin gehe ich der Frage nach, warum der Konflikt um Schleswig und Holstein einen noch viel größeren Konflikt nach sich zog. Denn „der Konflikt um die ‚Beute’ von 1864, um das Kondominium, hat bekanntlich zum Krieg von 1866 geführt…“1. Und in diesem „Deutsch – Deutschen Krieg“ ging es nicht nur um ein kleines Territorium, sondern um die Vorherrschaft im Deutschen Bund, bzw. im neu zu schaffenden Deutschen Reich. So weit soll meine Hausarbeit jedoch nicht reichen. Ich werde nur die unmittelbaren Ergebnisse des Krieges von 1866 darlegen. Im Fazit beantworte ich, inwieweit man die beiden zu behandelnden Kriege als Präventivkriege bzw. als gerechtfertigte Kriege bezeichnen kann. Aufgrund des Umfangs des Themas sowie der Fülle der Literatur, werde ich mein Hauptaugenmerk jedoch auf die Vorgeschichte und auf den Deutsch - Dänischen Krieg richten. Aber auch die wesentlichsten Elemente die zum Deutschen - Deutschen Krieg führten, lege ich dar. 1 Nipperdey, Thomas: Deutsche Geschichte 1800 – 1866. Bürgerwelt und starker Staat. 4. Aufl., München 1987, S. 774.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte und Verlauf des Deutsch – Dänischen Krieges

2.1. Das Schleswig – Holstein Problem bis zu den Londoner Protokollen

2.2 Die Londoner Protokolle von 1850 und 1851/52

2.3. Das Wiederaufflammen der Schleswig – Holstein Krise

2.4. Die Nationalbewegung in den deutschen Ländern

2.5. Wendung zum Krieg und Kriegsausbruch

2.6. Die Londoner Konferenz von 1864

2.7. Kriegsende und Präliminarfriede

3. Vorgeschichte und Verlauf des Deutsch – Deutschen Krieg

3.1. Lässt sich die Schleswig – Holstein Frage ohne Krieg lösen?

3.2. Die eindeutige Wendung zum Krieg ab Februar 1866

3.3. Kriegsausbruch

3.4. Friedensschluss und Ergebnisse

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Schleswig-Holstein-Frage als machtpolitisches Instrument im Vorfeld der deutschen Reichsgründung. Dabei wird analysiert, wie dieser Nationalitätenkonflikt gezielt zur Herbeiführung militärischer Auseinandersetzungen genutzt wurde, um die Vorherrschaft im Deutschen Bund zu klären und den Weg zum geeinten Nationalstaat zu ebnen.

  • Die Entstehung und Komplexität der Schleswig-Holstein-Frage im 19. Jahrhundert
  • Analyse des Deutsch-Dänischen Krieges (1864) als Auftakt zur Einigung
  • Untersuchung des Deutsch-Deutschen Krieges (1866) und dessen Auswirkungen
  • Bismarcks außenpolitische Strategien und deren diplomatische Umsetzung
  • Diskussion zur ethischen Bewertung der Kriege als Präventiv- oder Einigungskriege

Auszug aus dem Buch

2.5. Wendung zum Krieg und Kriegsausbruch

Ebenfalls im Dezember wurde die beschlossene Bundesexekution durchgeführt und Holstein sowie Lauenburg von Truppen des Deutschen Bundes besetzt. Zum gleichen Zeitpunkt wurde im Bundestag die erneute Prüfung der Erbfrage der betreffenden Gebiete in Gang gebracht. Sie sollte eine Vorlage für einen möglichen Bundeskrieg gegen Dänemark liefern. Österreich und Preußen brachten den Antrag der Pfandbesetzung Schleswigs in den Bundestag ein, um Dänemark zu zwingen, zu den Londoner Protokollen zurückzukehren. Da der Antrag jedoch abgelehnt wurde, entschlossen sich die beiden Großmächte den Bundesbeschluss zu missachten und stellten stattdessen Dänemark das Ultimatum, die erlassene Gesamtverfassung („Märzpatent“) zurückzunehmen. Die dänische Regierung hingegen hoffte darauf, dass die anderen Großmächte immer noch so ein reges Interesse wie zu Zeiten der Londoner Protokolle an den Geschehnissen des „Meerengenbeherrschers“ haben und lehnte daraufhin voller Siegessicherheit das Ultimatum ab.

Am 1. Februar 1864 begann daraufhin der Deutsch – Dänische Krieg mit der Pfandbesetzung Schleswigs durch preußische und österreichische Truppen. Den Vorlauf kann man relativ kurz zusammenfassen. Der kurze, aber heftige Widerstand der Dänen wurde mit dem preußisch – österreichischen Vormarsch nach Jütland beantwortet. Allerdings gelang nicht die von Generalstabchef Moltke geplante Umfassung und völlige Vernichtung der dänischen Armee mittels einer Zangenbewegung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Schleswig-Holstein-Frage ein und legt die Forschungsfrage zur Bedeutung der Kriege von 1864 und 1866 dar.

2. Vorgeschichte und Verlauf des Deutsch – Dänischen Krieges: Dieses Kapitel erläutert die komplizierten Erbansprüche und den diplomatischen Weg, der schließlich in den Krieg gegen Dänemark und die Londoner Konferenz mündete.

3. Vorgeschichte und Verlauf des Deutsch – Deutschen Krieg: Der Abschnitt behandelt das Scheitern einer friedlichen Lösung im gemeinsamen Kondominium und den anschließenden Entscheidungskrieg zwischen Preußen und Österreich.

4. Fazit: Das Fazit bewertet die beiden Kriege im Hinblick auf ihre strategische Notwendigkeit und ihre Rolle als Meilenstein auf dem Weg zur deutschen Einheit.

Schlüsselwörter

Schleswig-Holstein, Deutsch-Dänischer Krieg, Deutsch-Deutscher Krieg, Otto von Bismarck, Londoner Protokolle, Deutscher Bund, Annexion, Einigungskriege, Nationalbewegung, Augustenburger, Präventivkrieg, Königgrätz, Reichsgründung, Dänemark, Österreich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Einigungskriege zwischen 1864 und 1866 und beleuchtet, wie der Konflikt um Schleswig und Holstein instrumentalisiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die diplomatischen Verwicklungen um die Herzogtümer, der militärische Verlauf der Kriege und der machtpolitische Umbruch innerhalb des Deutschen Bundes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Schleswig-Holstein-Frage als Katalysator für die preußische Vorherrschaft und die spätere Reichsgründung diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger Sekundärliteratur zur deutschen Geschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864 sowie die Analyse des Konflikts zwischen Preußen und Österreich bis zum Friedensschluss 1866.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Schleswig-Holstein, Einigungskriege, Bismarck, Deutscher Bund und Reichsgründung beschreiben den Kern der Untersuchung.

Warum war das „Märzpatent“ ein entscheidender Punkt für den Kriegsausbruch 1864?

Das Märzpatent bedeutete die faktische Einverleibung Schleswigs in den dänischen Gesamtstaat, was den Londoner Protokollen widersprach und die deutschen Mächte zum militärischen Eingreifen veranlasste.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Otto von Bismarck?

Bismarck wird als geschickter Diplomat dargestellt, der die internationale Lage sowie die Schwächen seiner Gegner nutzte, um seine langfristigen Ziele der preußischen Vormachtstellung systematisch zu verfolgen.

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Details

Title
Einigungskriege 1864 und 1866
College
Dresden Technical University  (für Geschichte)
Course
Die Deutsche Reichsgründung 1871
Grade
2,0
Author
Mathias Dittrich (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V36565
ISBN (eBook)
9783638361545
ISBN (Book)
9783656617044
Language
German
Tags
Einigungskriege Deutsche Reichsgründung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Dittrich (Author), 2005, Einigungskriege 1864 und 1866, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36565
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