Case Management und die Auswirkungen im Krankenhaus


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2017

12 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Hinführung

2 Ziel und Forschungsfrage

3 Methode

4 Ergebnisse
4.1 Definition „Case Management“
4.2 Das Konzept Case Management
4.3 Implementierung von Case Management im Krankenhaus
4.3.1 Chaotische Arbeitsabläufe: Vor Einführung des Case Management
4.3.2 Case Management in der praktischen Ausführung
4.4 Vorteile einer Implementierung von Case Management

5 Fazit und Ausblick

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hinführung

Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Case Management“ und den daraus entstehenden Arbeitsabläufen im Krankenhaus.

Da es für Krankenhäuser heutzutage sehr wichtig ist, ökonomisch und mit den stets aktuellsten Arbeitskonzepten zu arbeiten, um dadurch eine angepasste und verbesserte Patientenversorgung zu gewährleisten, welche parallel einen positiven Nutzen für die Einrichtung hat, stellt das Konzept des Case Management eine wichtige Funktion dar.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich neben einer Einführung in die Thematik, um die praktische Ausübung von Case Management und den daraus resultierenden Vorteilen, um schlussfolgernd ein Fazit über das Konzept von Case Management ziehen zu können. Im Zentrum dieser Hausarbeit steht die Versorgung, sowie Betreuung der Patienten im Krankenhaus.

2 Ziel und Forschungsfrage

Diese Arbeit beabsichtigt das Ziel der Verdeutlichung, dass das Case Management und dessen Implementierung einen hohen Stellenwert im Krankenhaus einnimmt und verschiedene Vorteile, insbesondere für die Patientenversorgung und -betreuung, bewirkt. Der Inhalt dieser Hausarbeit richtet sich nach der zentralen Forschungsfrage: „Welche positiven Auswirkungen bewirkt eine Implementierung von Case Management im Krankenhaus?“ Diese Forschungsfrage wird im engen Zusammenhang mit dem Konzept, der praktischen Ausführung und den daraus entstehenden Vorteilen von Case Management beantwortet.

3 Methode

Bei Erstellung dieser Hausarbeit wurde passende Literatur zum Thema Case Management in der Bayrischen Staatsbibliothek, als auch in der Bibliothek der katholischen Stiftungsfachhochschule München gesucht.

Dabei wurde mit den Schlagwörtern „Case Management“ und „Nursing Case Management“ nach entsprechenden Monographien und Sammelwerken im Bibliothekskatalog, sowie nach entsprechenden deutschsprachigen Zeitschriften mittels CARELIT recherchiert. Um entsprechende und passende englischsprachige Literatur in der Bibliothek der KSFH zu finden, wurde das Suchprogramm CINAHL genutzt.

Das dabei vorgeschlagene Literaturangebot der beiden Bibliotheken war sehr vielfältig, so dass das Themengebiet dieser Hausarbeit eingegrenzt werden musste, um gezielt Literatur auszuwählen. Für den rational gesehenen größten Teil dieser Arbeit wurde mit der Monographie von Martina Junk, Anja Messing und Jan-Peter Glossmann „Angewandtes Case Management – Ein Praxisleitfaden für das Krankenhaus“ gearbeitet.

4 Ergebnisse

4.1 Definition „Case Management“

Um zunächst einen verständlichen Überblick über die Thematik zu erlangen, muss man den Begriff Case Management erklärend beschreiben. Laut dem Autor Wolf Rainer Wendt versteht man Case Management wie folgt:

„Case Management ist eine Verfahrensweise in Sozial- und Gesundheitsdiensten, mit der im Einzelfall die nötige Unterstützung, Behandlung, Förderung und Versorgung von Menschen rational bewerkstelligt wird und nach der sich Versorgungsprozesse in vielen Fällen organisieren lassen. Die individuelle Handhabung des Vorgehens und des Einsatzes von Mitteln wird bei einem längeren Ablauf gebraucht, nicht wenn in einer Notsituation sofort geholfen oder eingegriffen werden muss. Angezeigt ist das gemeinte Vorgehen bei einer in der Regel komplexen Problematik mit einer Mehrzahl von Beteiligten und in vernetzten Bezügen. Im Case Management wird ein zielgerichtetes System der Zusammenarbeit organisiert“(Wendt, 2010:15).

4.2 Das Konzept Case Management

Case Management ist eine professionelle Verfahrensweise, mit der personenbezogen ein Versorgungszusammenhang gestaltet und bearbeitet wird“(Wendt, 2010:39).

Case Management und dessen Ausführung ist primär den Patienten gegenüber verantwortlich und berücksichtigt bei der Umsetzung die individuelle Lebenssituation der Patienten sowie deren Interessen. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz der Patienten verfolgt, dies bedeutet, dass die körperlichen, geistigen sowie sozialen und kulturellen Merkmale der Patienten beachtet werden. Diesen Denkansatz nennt man Patientenorientierung. Außerdem werden die Ressourcen der Patienten, das heißt, die Fähigkeiten und Stärken gezielt genutzt und gefördert, um selbstständiges und selbstbestimmtes Handeln der Patienten zu unterstützen. Dieses Konzept von Case Management bezeichnet man alsRessourcenorientierung und Empowerment. Die vom Case Management ausgehende verantwortliche Betreuung der Patienten bei einem Krankenhausaufenthalt erstreckt sich häufiger über einen längeren Zeitraum und beinhaltet mehrere Episoden der Versorgung, wie z.B. die nachstationäre Versorgung der Patienten. Diesen Leitgedanken verbinden die Case Manager mit einer Art von Versorgungskontinuität. Des Weiteren werden im Case Management gemeinsam mit den Patienten Ziele unter Berücksichtigung und durch Einbeziehung der Fähigkeiten formuliert. Die Umsetzung dieser Ziele wird in regelmäßigen Abständen überprüft, wodurch eine angepasste Versorgung erreicht werden kann, welche zudem betriebswirtschaftlich gesehen kostengünstig ist. Im Case Management spricht man bei diesem Versorgungsaspekt von Effektivität und Effizienz. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen untereinander, als auch zusammen mit anderen Einrichtungen, bei der verantwortlichen Betreuung der Patienten ist im Case Management von hoher Relevanz. Dies bezeichnet man in der Fachsprache als Vernetzung (Ehlers, 2011:14-15).

„Eine ausschließlich an sachlichen oder wirtschaftlichen Entscheidungskriterien orientierte Ausrichtung der Betreuungs- und Versorgungsprozesse entspricht nicht dem Grundverständnis von Case Management“(Ehlers, 2011:15).

In einem weiteren Konzept des Case Management wird die hierarchische Einbindung in das Klinikorganigramm beschrieben. Vor einer Implementierung des Case Management und dem damit verbundenen Personalmanagement, muss die hierarchische Struktur vom Case Management geklärt sein. Folgender Aspekt ist bei der Klärung der hierarchischen Struktur wichtig:

Es muss fachübergreifend geklärt sein, wie das Case Management organisatorisch eingebunden ist und wer welche Weisungsbefugnisse hat“(Junk et al., 2015:20).

Demnach gibt es verschiedene Möglichkeiten Case Management im Klinikorganigramm abzubilden. Eine Möglichkeit wäre, dass das Case Management der Pflegedirektion unterstellt wird. Je nach Mitarbeitergröße der Stabsstelle Case Management ist es möglich der Pflegedirektion eine zwischengeschaltete Leitung zur Verfügung zu stellen, welche im Auftrag der Direktion für das Case Management handelt. Ebenfalls würde der jeweilige Klinikdirektor die Weisungsbefugnis für das Case Management besitzen, hinsichtlich medizinisch-fachlicher Angelegenheiten (Junk et al., 2015:20-21).

4.3 Implementierung von Case Management im Krankenhaus

Seit der Einführung des Vergütungssystem DRG, nach dem das Krankenhaus Fallpauschalen für die individuelle Patienten Diagnose erhält, ist es das Ziel, Patienten möglichst früh zu entlassen, um dadurch parallel ökonomische Vorteile zu beziehen. Seit der Gesundheitsreform im Jahr 2007 sind Krankenhäuser nach §11 Abs. 4 SGB V verpflichtet, ein Versorgungsmanagement zu versichern. Unter Versorgungsmanagement wird verstanden, dass die Krankenhäuser eine sachgerechte Anschlussversorgung beim Übergang in die verschiedenen Versorgungsbereiche für die Patienten planen und organisieren müssen. Demnach müssen Kliniken die Aufnahme und Entlassung ihrer Patienten bestmöglich durchführen, um ökonomisch zu arbeiten und parallel die Versorgung des Patienten nach der Krankenhausentlassung sicher zu stellen. Durch diese Forderung ist das Konzept des Case Management gefragt (Menzel, 2010:259).

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Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Case Management und die Auswirkungen im Krankenhaus
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
12
Katalognummer
V365709
ISBN (eBook)
9783668457973
ISBN (Buch)
9783668457980
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Case Management, Krankenhaus, Medizin, Patientenversorgung, Patienten, Betreuung
Arbeit zitieren
Tobias Jeurissen (Autor), 2017, Case Management und die Auswirkungen im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365709

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