Diese Trimesterarbeit beschäftigt sich mit der Problemfrage „Wie gelang es Zar Alexander, Napoleon aus Russland zu vertreiben und der Macht Napoleons ein Ende zu bereiten?”
„Ein guter General verbraucht pro Jahr mindestens 10.000 Mann” Dieses Zitat von Napoleon Bonaparte verdeutlicht, nach welchem Motto er Kriege geführt hat. Dies spiegelt sich auch in der Anzahl der Soldaten wieder, die während des Russlandfeldzuges starben: mehr als 400 000 auf französischer Seite, auf russischer ebenfalls bis zu 400 000. Diese Zahlen geben eine Einleitung in das Themengebiet des Russlandfeldzuges von Napoleon im Jahr 1812.
Diese Problemfrage wird die Autorin mit der in der folgenden vorgestellten Gliederung bearbeiten: Zunächst werden die wichtigsten Beteiligten vorgestellt: der russische Zar Alexander der I. und der französische Kaiser Napoleon Bonaparte, die zu der Zeit des Russlandfeldzuges die führenden Persönlichkeiten der beteiligten Länder Russland und Frankreich waren. Als nächstes werden die Ereignisse, die zu dem Russlandfeldzug geführt haben, erklärt. Anschließend wird dargelegt, welche Ziele Frankreich beziehungsweise Russland verfolgten. Nachdem dies geklärt ist, wird der Verlauf des Russlandfeldzuges dargelegt. Dieser Verlauf wird nicht nur den kriegerischen und politischen Ablauf des Russlandfeldzuges schildern, sondern auch Einblicke in das Soldatenleben geben. Im darauffolgenden Kapitel wird verdeutlicht, inwieweit Russland und Frankreich ihre Ziele verwirklichen konnten, und welche sonstigen Folgen der Russlandfeldzug mit sich brachte. Als letztes wird das Schlusswort die wichtigsten Erkenntnisse dieser Trimesterarbeit noch einmal zusammenfassen, und die Problemfrage wird beantwortet.
Inhaltsverzeichnis
2 EINLEITUNG
3 WICHTIGE BETEILIGTE
3.1 NAPOLEON BONAPARTE
3.2 ZAR ALEXANDER I.
4 URSACHEN DES RUSSLANDFELDZUGES
5 ZIELE
5.1 FÜR FRANKREICH
5.2 FÜR RUSSLAND
6 VERLAUF
7 FOLGEN
8 SCHLUSSWORT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Fragestellung, durch welche Strategien Zar Alexander I. Napoleon Bonaparte aus Russland vertreiben und dessen Machtstellung letztlich beenden konnte. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Analyse der gegensätzlichen politischen und militärischen Ziele beider Herrscher sowie den entscheidenden Ereignissen während des Russlandfeldzuges von 1812.
- Biografische Einordnung von Napoleon Bonaparte und Zar Alexander I.
- Analyse der Ursachen und diplomatischen Konflikte, die zum Russlandfeldzug führten.
- Gegenüberstellung der strategischen Zielsetzungen Frankreichs und Russlands.
- Detaillierte chronologische Betrachtung des Verlaufs und der Folgen des Feldzuges.
- Bewertung der Rolle des russischen Winters und der Logistik für den Ausgang des Krieges.
Auszug aus dem Buch
3.1 Napoleon Bonaparte
Am 15. August 1769 wurde Napoleon Bonaparte als zweites Kind seiner Eltern Carlo und Letizia Bonaparte geboren. Neben ihn brachten sie noch sieben andere Kinder zur Welt, die ihre Mutter allesamt anhimmelten. Napoleon wuchs in seiner Geburtsstadt Ajaccio auf Korsika auf, welches zu dieser Zeit von der Republik Genua beherrscht wurde. Korsika jedoch hatte im Mai 1768 seine Souveränitätsrechte an Frankreich abgegeben, wogegen sich die Einwohner zunächst widersetzten. Im Mai 1768 erlitten sie bei der Schlacht bei Pontenuovo eine deutliche Niederlage und mussten sich somit unterwerfen. Zu den frühesten und prägnantesten Erinnerungen in Napoleons Kindheit gehörten somit Beschwerden über die verflossene Freiheit und über die Opfer der französischen Besatzungsmacht. Dazu gehörten auch Geldsorgen, die auch bei der Familie der Bonapartes nicht ausblieben.
Da Carlo Bonaparte sich jedoch von seinem Gönner Bischof Marbeuf Stipendien für seine zwei ältesten Kinder erbat, war es für Napoleon dennoch möglich eine königliche Militärschule in Frankreich zu besuchen. Im Dezember 1778 verließ Napoleon Korsika also und lernte auf Collège von Autun zunächst ein Jahr lang französisch, bevor er eine Militäranstalt in Brienne besuchte. Zunächst wurde er aufgrund seines seltsamen Akzentes und seiner klein-gewachsenen Erscheinung ausgeschlossen, aber in den viereinhalb Jahren, die er in Brienne verbrachte, lernte er sich Respekt zu verschaffen. Diese Eigenschaft sollte ihm später noch zugute kommen. Auch seine Vorliebe für militärische Angelegenheiten bildete sich während dieser Zeit ab. Mit seinen guten Leistungen arbeitete sich Napoleon bis zur renommiertesten Militärschule Frankreichs hinauf. Schließlich wurde er zum Premierleutnant befördert. Da er aber seinen genehmigten Urlaub mehrmals überschritt, wurde er aus diesem Amt enthoben. Um sich zu rechtfertigen fuhr er nach Paris, wo er nicht seinen Wiedereinsatz erreichte, sondern auch zum Hauptmann befördert wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema des Russlandfeldzuges 1812 ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur Vertreibung Napoleons durch Zar Alexander I.
WICHTIGE BETEILIGTE: Dieses Kapitel skizziert die Lebensläufe und den politischen Aufstieg von Napoleon Bonaparte und Zar Alexander I. als zentrale Akteure des Konflikts.
URSACHEN DES RUSSLANDFELDZUGES: Hier werden die politischen Spannungen und das Scheitern des Bündnisses zwischen Frankreich und Russland thematisiert, die letztlich zum Krieg führten.
ZIELE: Das Kapitel erläutert die divergierenden strategischen und wirtschaftlichen Interessen von Frankreich und Russland vor Beginn der militärischen Auseinandersetzungen.
VERLAUF: Eine detaillierte Darstellung des Feldzuges, die den Marsch Napoleons bis Moskau, die Schwierigkeiten der Grande Armée und den Rückzug nach Westen beschreibt.
FOLGEN: Dieses Kapitel beleuchtet die Konsequenzen der Niederlage Napoleons für Frankreich sowie die darauffolgenden politischen Umbrüche in Europa.
SCHLUSSWORT: Das Schlusswort resümiert die Ergebnisse der Arbeit und beantwortet die eingangs gestellte Problemfrage.
Schlüsselwörter
Russlandfeldzug, Napoleon Bonaparte, Zar Alexander I., 1812, Grande Armée, Kontinentalsperre, Russland, Frankreich, Völkerschlacht bei Leipzig, Kriegführung, Strategie, Politik, Geschichtsforschung, Militärgeschichte, Niederlage.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den historischen Ereignissen des Russlandfeldzuges von 1812 und der Frage, wie Zar Alexander I. Napoleon erfolgreich besiegen konnte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Biografie der Hauptakteure, den diplomatischen Ursachen des Krieges, den gegensätzlichen Zielen der Nationen und dem militärischen Verlauf bis hin zur endgültigen Niederlage Napoleons.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, durch welche Faktoren es Zar Alexander I. gelang, die Macht Napoleons in Russland zu brechen und den Krieg für sich zu entscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autorin nutzt eine literaturgestützte, historische Analyse unter Auswertung von Sachbüchern, Fachartikeln und Internetquellen, um den chronologischen Ablauf und die Hintergründe darzulegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Motive Napoleons und Alexanders analysiert, die Eskalation zum Krieg beschrieben und der militärische Verlauf – vom Einmarsch bis zum katastrophalen Rückzug der französischen Armee – detailliert nachgezeichnet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind der Russlandfeldzug 1812, Napoleon Bonaparte, Zar Alexander I., Kontinentalsperre und der militärische Rückzug der französischen Truppen.
Warum spielt die Kontinentalsperre eine so entscheidende Rolle in der Argumentation?
Die Kontinentalsperre gilt als primärer wirtschaftspolitischer Auslöser, da Russland aufgrund wirtschaftlicher Zwänge den Handel mit England wieder aufnahm, was Napoleon als Bruch betrachtete und zum Anlass für den Feldzug nahm.
Welche Bedeutung kommt dem Winter laut der Autorin zu?
Der Winter wird als entscheidender strategischer Faktor angeführt, da die früh einsetzende Kälte die unvorbereitete französische Armee zusätzlich dezimierte und den Rückzug für die Soldaten unmöglich machte.
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- Johanna Schreiber (Author), 2016, Der Russlandfeldzug. Napoleons Vertreibung aus Russland und das Ende seiner Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365711