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Im Banne von Film und Fernsehen? Ursache und Folgen der Popularität dieser audiovisuellen Medien

Title: Im Banne von Film und Fernsehen? Ursache und Folgen der Popularität dieser audiovisuellen Medien

Seminar Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Barbara Schramböck (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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EINLEITENDE WORTE

Ich gehe gerne ins Kino und sehe sehr häufig und zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten fern. Zur Einstimmung auf diese Seminararbeit führte ich ein persönliches Experiment durch: Ich verzichtete etwa zwei Wochen lang bewusst auf die hier behandelten audiovisuellen Medien Kino und Fernsehen. Die vordergründigsten Erkenntnisse dieses Versuchs sind, dass Tage ohne fixe Fernsehzeiten plötzlich viel länger zu sein scheinen und dass ein, durch das Versäumen von Nachrichtensendungen, befürchtetes Informationsdefizit nicht eingetreten ist. Stattdessen erfuhr ich durch das Fehlen ‚fremder Geschichten und Probleme’ eine stärkere Auseinandersetzung mit mir und meiner Umwelt. Dies führte mich zur Frage, inwieweit meine Person, mein Leben und Erleben durch Film- und Fernsehinhalte beeinflusst sind.

Wäre ich ohne gewohnheitsmäßigem Fernsehkonsum eine andere Persönlichkeit?
Inwiefern sind meine Werte und Urteile durch Meinungen, die in Medien vertreten werden geprägt?
Warum erscheint beispielsweise eine blühende Sommerwiese in einer Naturdokumentation viel sensationeller als in der Realität?

Aufbauend auf diese Gedanken möchte ich nun mögliche psychische Folgen – vor allem für Kinder – von uneingeschränktem und allzeit verfügbarem Film- und Fernsehangebot behandeln und der Frage nachgehen, worin das Geheimnis des Erfolgs von audiovisuellen Medien liegt. Für KRACAUER ist übrigens die mentale Einflussnahme eines Films auf seinen Zuseher nicht nur keine Frage, sondern fast ein Qualitätskriterium: „Ob stumm oder nicht, von einem wirklich filmgerechten Film kann man erwarten, dass er den Zuschauer in einer Weise beeinflusst, die anderen Medien nicht gemäß ist.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitende Worte

Wie wirken Film und Fernsehen?

Der Fernseher als Pädagoge?

Welche psychischen Auswirkungen haben Gewalt-Szenen in Filmen?

Der Fernseher und die Realität – (k)ein Widerspruch?

Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Einfluss von Film und Fernsehen auf die menschliche Psyche und Gesellschaft. Im Fokus steht die Frage, warum diese audiovisuellen Medien eine derart hohe Popularität genießen, welche Mechanismen zur Bindung der Zuschauer eingesetzt werden und welche psychologischen Konsequenzen – insbesondere für Kinder – sowie gesellschaftspolitischen Auswirkungen daraus resultieren.

  • Psychologische Wirkmechanismen von audiovisuellen Reizen
  • Die Rolle des Fernsehens in der pädagogischen Entwicklung von Kindern
  • Auswirkungen von Mediengewalt auf das Verhalten und die Weltwahrnehmung
  • Die Konstruktion von Realität durch journalistische und dokumentarische Inszenierung
  • Einfluss von Medienpräsentation auf politische Meinungsbildung und Wahlen

Auszug aus dem Buch

Wie wirken Film und Fernsehen?

Fernsehen ist eine vielseitige Freizeitbeschäftigung: Je nach Wunsch vertreibt es die Langeweile, bietet Unterhaltung oder Entspannung, dient der Phantasieanregung, als Ersatz für soziale Kontakte und gegebenenfalls zur Flucht vor der Wirklichkeit. Darüber hinaus ermöglicht das Fernsehen dem Zuseher am politischen Leben teilzuhaben, es dient zur Informationssuche, zur Suche nach Gesprächsstoff etc.

Seine zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten erklären allerdings noch nicht ausreichend den starken Beliebtheitsgrad dieses Mediums – immerhin treffen die genannten Eigenschaften beispielsweise ebenso auf Radio oder Zeitschriften zu. Wie ist also die starke Popularität von Film und Fernsehen zu erklären?

Gemäß KRACAUER ist die besondere Attraktivität in der für dieses Medium charakteristischen Konzentration auf visuelle und auditive Reize begründet: „Ich gehe von der Annahme aus, dass Filmbilder ungleich anderen Arten von Bildern vorwiegend die Sinne des Zuschauers affizieren und ihn so zunächst physiologisch beanspruchen, bevor er in der Lage ist, seinen Intellekt einzusetzen.“

Dieser Aspekt erklärt, warum Zuseher auf Fernsehbilder mit anscheinendem Realitätscharakter häufig emotional so reagieren, als wäre das Gezeigte für sie wahr. Filme bieten dem Konsumenten eine Gelegenheit abzuschalten – das heißt, die alltäglichen Probleme auszublenden, in eine ‚Parallelwelt’ einzutauchen. Dies verschafft Erleichterungen, Kompensationen insofern, als Filme dem Zuseher ermöglichen, sich mit dem Filmhelden seiner Wahl zu identifizieren, Abenteuer zu bestehen oder Dinge zu tun, die ihm im Alltag verwehrt bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitende Worte: Die Autorin beschreibt ein zweiwöchiges Experiment des Medienverzichts, welches den Ausgangspunkt für die kritische Auseinandersetzung mit den persönlichen Auswirkungen von Film und Fernsehen bildet.

Wie wirken Film und Fernsehen?: Dieses Kapitel analysiert die physiologischen und emotionalen Wirkungsweisen medialer Reize, die den Zuschauer durch Identifikation und visuelle Montage in den Bann ziehen.

Der Fernseher als Pädagoge?: Hier wird untersucht, inwieweit Lernsendungen wie die „Sesamstraße“ tatsächlich zur Bildung beitragen und ob das Fernsehen die Rolle eines Erziehungshelfers einnehmen kann.

Welche psychischen Auswirkungen haben Gewalt-Szenen in Filmen?: Das Kapitel beleuchtet, wie Gewaltdarstellungen Ängste auslösen und als potenzielle Handlungsmuster für Konfliktlösungen bei Kindern und Jugendlichen dienen können.

Der Fernseher und die Realität – (k)ein Widerspruch?: Die Analyse befasst sich mit der Diskrepanz zwischen der medial konstruierten Realität und tatsächlichen Ereignissen, insbesondere unter dem Aspekt der politischen Meinungsbildung.

Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass die dramaturgische Inszenierung die Wahrnehmung des Zuschauers prägt und ein differenzierter Medienkonsum essenziell ist, um Faszination und Beeinflussung besser zu verstehen.

Schlüsselwörter

Audiovisuelle Medien, Film, Fernsehen, Medienwirkung, Psychologie, Wahrnehmung, Dramaturgie, Inszenierung, Gewaltwirkung, Sozialisation, Medienkompetenz, Realitätskonstruktion, politische Meinungsbildung, Identifikation, Wunschträume.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Folgen der Popularität von Film und Fernsehen sowie deren psychologische und gesellschaftliche Auswirkungen auf den Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Wirkung visueller Reize, die pädagogische Rolle des Fernsehens, die Folgen von Mediengewalt und die Konstruktion von Realität durch Nachrichtensendungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, wie Medieninhalte die Identität, die Werte und die Realitätswahrnehmung der Zuschauer beeinflussen und worin das Geheimnis ihres großen Erfolgs liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung medienwissenschaftlicher Theorien, unter anderem von Siegfried Kracauer und Peter Winterhoff-Spurk.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Medienwirkung, pädagogische Ansätze von Kindersendungen, die psychische Verarbeitung von Gewalt sowie die Inszenierung von politischer Realität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Medienwirkung, Dramaturgie, psychologische Auswirkungen, Realitätskonstruktion und Medienkompetenz.

Warum wird die „Sesamstraße“ als Beispiel angeführt?

Sie dient als Fallbeispiel für den Versuch, Bildungsdefizite durch audiovisuelle Medien auszugleichen, wobei die Arbeit die tatsächlichen pädagogischen Effekte kritisch hinterfragt.

Welche Rolle spielt die Montage für die Wirkung von Dokumentationen?

Die Montage strukturiert visuelle und tonale Elemente, um Informationen prägnanter und interessanter zu präsentieren, wodurch oft eine subjektive „Realität“ statt einer neutralen Dokumentation entsteht.

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Details

Title
Im Banne von Film und Fernsehen? Ursache und Folgen der Popularität dieser audiovisuellen Medien
College
University of Vienna
Grade
Sehr gut
Author
Barbara Schramböck (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V36579
ISBN (eBook)
9783638361620
Language
German
Tags
Banne Film Fernsehen Ursache Folgen Popularität Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbara Schramböck (Author), 2002, Im Banne von Film und Fernsehen? Ursache und Folgen der Popularität dieser audiovisuellen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36579
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