Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia universal - Prehistoria e Historia antigua

Die Christenverfolgung unter Diokletian

Título: Die Christenverfolgung unter Diokletian

Trabajo de Seminario , 2005 , 16 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Christian Lübke (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Fünfzig Jahre vor dem Regierungsantritt Diokletians war das römische Reich durch äußere und innere Spannungen destabilisiert worden. Im März 235 begann mit der Ermordung des letzten Kaisers aus der Severer Dynastie, Severus Alexander, die Zeit der Soldatenkaiser. Das Imperium kämpfte am Rhein gegen die Franken und Alamannen, an der Donau gegen die Goten und Carpen und am Euphrat gegen die persischen Sassaniden. Im Inneren dagegen kämpften nach und nach siebzig Kandidaten um den kaiserlichen Purpur. Viele Kaiser unterlagen den Feinden oder wurden Opfer von Attentaten. Auch eine hohe Geldentwertung schwächte die römische Wirtschaft. Der andauernde Bürgerkrieg kostete einem Kaiser nach dem anderen das Leben und verhinderte somit eine dauerhafte Stabilisierung. Erst die Ernennung Diokletians im November 284 brachte eine Wende in der Krise des dritten Jahrhunderts.1 Im Jahre 286 proklamierte er Maximianus zum Augustus, also zu seinem Mitkaiser und 293 wurde das Reich durch die Einführung der Tetrarchie, der Viererherrschaft, mit den Caesaren Constantius und Chlorus, neu geordnet.2 Aufgrund der Verschärfung des altrömischen Reformkurses und der Förderung des Staatskultes führte seine Politik zur letzten großen Christenverfolgung, die schon 299 n. Chr. mit der Säuberung des Heeres und des Hofes begann und schließlich in den vier Edikten aus den Jahren 303/304 gipfelte und erst durch das Toleranzedikt des Galerius vom 30. April 311 ein Ende fand. 1 Vgl. Alexander Demandt, Diokletian als Reformer, in: Diokletian und die Tetrarchie, Berlin 2004, S. 1 2 Vgl. Clauss Manfred, Einführung in die alte Geschichte, München1993, S. 156

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung: Die Tetrarchie Diokletians und die Krise des dritten Jahrhunderts

B. Hauptteil: Die Christenverfolgung unter Diokletian

I. Das Christentum vor den ersten Edikten

a) Aufstieg in die höheren Ämter des Staates

b) Befreiung von Opferpflichten

c) Ausbreitung und Entfaltung im gesamten Reich

II. Der späte Beginn der Verfolgung

a) Festigung der Kirche in der Friedenszeit

b) Äußere Bedrohung durch die Perser

III. Der Verlauf der Verfolgung

a) Erste Maßnahmen gegen die Christen

b) Die vier Edikte des Diokletians

1. Das erste Edikt vom 23.02.303

2. Weitere Edikte im Sommer und Herbst 303

3. Das vierte Edikt im Frühjahr 304

c) Fortsetzung der Verfolgung unter Galerius

d) Das Ende der Verfolgung durch das Toleranzedikt am 30.04.311

IV. Die Ursachen für die Verfolgung

a) Der verschwörerische Charakter der Christen aus Sicht Diokletians

1. Ablehnung der römischen Gesetze

2. Vereinigung verschiedener Völker zu einer Gemeinschaft

b) Theologie des Kaisertums

1. Sakrale Überhöhung des Herrschers

2. Verehrung des Kaisers in religiöser Form

c) Die Unantastbarkeit des römischen Gesetzes und der Religion

1. Rückführung der Christen

2. Verehrungswürdigkeit durch alte Überlieferungen

d) Die Sicherung des Imperiums

1. Bestand des Reiches durch die Gunst der Götter

2. Fehlendes Mitwirken der Christen

3. Verschärfung des altrömischen Reformkurses

C. Schluss: Das Scheitern der Tetrarchie und die Tolerierung des Christentums

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe, den Verlauf sowie die Ursachen der diokletianischen Christenverfolgung zu Beginn des 4. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der tetrarchischen Staatsreformen.

  • Analyse des Status des Christentums vor Beginn der Verfolgung unter Diokletian.
  • Detaillierte chronologische Untersuchung der vier Edikte von 303 bis 304 n. Chr.
  • Untersuchung der religiösen und politischen Motive hinter der Verfolgungspolitik des Kaisers.
  • Beleuchtung der Rolle der kaiserlichen Theologie und der Sicherung des Imperiums.
  • Darstellung der Beendigung der Verfolgung durch das Toleranzedikt des Galerius.

Auszug aus dem Buch

Die vier Edikte des Diokletians

Mit dem ersten von insgesamt vier Edikten begann Diokletian den Kampf gegen die Kirche. Nach Lactanz war dieses Datum mit Bedacht gewählt, da es das Fest des Grenzgottes war und dem Christentum somit eine Grenze geboten wäre. Zuvor ließ sich Diokletian mit einer prinzipiellen Regelung des Christenproblems Zeit.

„Er versicherte sich nicht nur der Zustimmung seiner Ratgeber im Staatsrat, sondern durch eine Anfrage beim milesischen Apolloorakel auch der Ansicht der Götter selbst.“

Den Auftakt der Verfolgung bildete die Zerstörung der christlichen Kirche in Nikomedien. Die Inhalte des Ediktes waren: „die christlichen Gotteshäuser sind zu zerstören, die hl. Bücher auszuliefern und zu verbrennen: jede Versammlung der Christen wird verboten; die Christen verlieren ihre Rechtsfähigkeit, die Höhergestellten ihre Ämter, Würden und Standesvorrechte.“

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Tetrarchie Diokletians und die Krise des dritten Jahrhunderts: Der Abschnitt erläutert die Destabilisierung des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert und die Neuordnung durch die tetrarchische Viererherrschaft unter Diokletian.

B. Hauptteil: Die Christenverfolgung unter Diokletian: Dieser Teil beschreibt die Entwicklung des Christentums von einer geduldeten Gemeinschaft bis hin zur planmäßigen Unterdrückung durch den Staat.

C. Schluss: Das Scheitern der Tetrarchie und die Tolerierung des Christentums: Hier wird der Zerfall des tetrarchischen Systems unter Konstantin sowie die endgültige Legitimierung des Christentums analysiert.

Schlüsselwörter

Christenverfolgung, Diokletian, Tetrarchie, Römische Religion, Toleranzedikt, Galerius, Staatskult, Kaiserherrschaft, Römische Gesetze, Imperium, Antike, Kaiser Konstantin, Christentum, Religionspolitik, Soldatenkaiser.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die letzte große Christenverfolgung im Römischen Reich unter dem Kaiser Diokletian zu Beginn des 4. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die politische Stabilität der Tetrarchie, das Verhältnis von kaiserlichem Staatskult zum Christentum sowie der juristische Prozess der Verfolgung durch die kaiserlichen Edikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die systematischen Gründe zu analysieren, warum Diokletian von einer anfänglichen Toleranz gegenüber Christen zu einer harten Verfolgungspolitik überging.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer Quellen und Sekundärliteratur zur römischen Geschichte und der Geschichte der frühen Kirche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der zeitliche Ablauf der Verfolgungsedikte, die äußeren Umstände sowie die theologischen und ideologischen Ursachen wie die kaiserliche Sakralisierung untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Diokletian, Tetrarchie, Christenverfolgung, Toleranzedikt, römische Religionspolitik und staatliche Sicherheit.

Welche Bedeutung hatte das Toleranzedikt von 311?

Es markiert das Ende der aktiven Verfolgung und das offizielle Eingeständnis, dass die religionspolitische Strategie Diokletians gescheitert war.

Inwiefern beeinflusste die kaiserliche Theologie die Verfolgung?

Da sich die Kaiser als göttlich legitimierte Herrscher inszenierten, wurde jede Weigerung der Christen, an den kaiserlichen Kulthandlungen teilzunehmen, als Akt der Staatsfeindlichkeit interpretiert.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Christenverfolgung unter Diokletian
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Curso
Einführung in das Christentum
Calificación
1
Autor
Christian Lübke (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
16
No. de catálogo
V36598
ISBN (Ebook)
9783638361750
ISBN (Libro)
9783656034780
Idioma
Alemán
Etiqueta
Christenverfolgung Diokletian Einführung Christentum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Lübke (Autor), 2005, Die Christenverfolgung unter Diokletian, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36598
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint