Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - History of Pedagogy

Hitlerjugend und oppositionelle Jugend - war es wirklich Widerstand?

Title: Hitlerjugend und oppositionelle Jugend - war es wirklich Widerstand?

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Henning Becker (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Hitlerjugend und oppositionelle Jugend – war es wirklich Widerstand? Der Literatur ist zu diesem Thema zu entnehmen, dass es in der Vergangenheit bisher nur vereinzelte historisch-soziologische Untersuchungen zur politischen Organisierung der Jugend und zum jugendlichen Oppositionspotenzial unter dem Nationalsozialismus gegeben hat. Entsprechend ist es Ziel dieser Arbeit, eine Annäherung unter der o.g. Fragestellung zu versuchen. Das Thema soll dabei unter politischen und pädagogischen Aspekten erarbeitet werden – schließlich handelt es sich hier um Fragen nach der Erziehung und dem Heranreifen junger Menschen.
Daher wird im Folgenden zunächst die Hitlerjugend an sich untersucht. Ihre Forderung, Staatsjugend zu sein, der daraus resultierende Totalitätsanspruch und ihr scheinbar hoher Attraktivitätsgrad sollen im Verhältnis zur Realität und der Reaktion der Jugend im Dritten Reich betrachtet werden. Es ist Ziel, damit deutlich zu machen, welche Ursachen für die Arbeit und Entstehung jugendlicher Opposition vorliegen. Im Weiteren werden die zunächst noch organisierten Jugendverbände der politischen und Bündischen Jugend, ihre Auflösung und die daraus folgenden Reaktionen dargestellt. Einerseits soll damit bereits eine Antwort auf die Frage nach Widerstand vor Beginn des Zweiten Weltkrieges gefunden werden. Andererseits ist zu erörtern, inwiefern diese organisierten Verbände die später aufkeimenden Jugendcliquen prägten, wenn nicht sogar beeinflussten. Es ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich, die konfessionelle Jugend näher zu betrachten. Abschließend wird dann einzelnen Jugendgruppen Aufmerksamkeit gewidmet, um die Untersuchung, ob es Widerstand gab, bis zum Jahr 1945 abzurunden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hitlerjugend

2.1 Hitlerjugend als Staatsjugend

2.2 Hitlerjugend und die Wirklichkeit

3 Oppositionelle Jugend im Nationalsozialismus

3.1 Die Jugend der politischen Linken

3.2 Von Bündischer Jugend zu „bündischen Umtrieben“

3.3 Jugendcliquen im Dritten Reich

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogischen und politischen Aspekte des jugendlichen Verhaltens während des Nationalsozialismus, mit dem zentralen Ziel zu klären, ob es sich bei der Ablehnung der Hitlerjugend durch verschiedene Jugendgruppierungen tatsächlich um organisierten Widerstand handelte.

  • Totalitätsanspruch und Attraktivitätsfaktoren der Hitlerjugend
  • Politischer Widerstand innerhalb der linken Jugendorganisationen
  • Die Entwicklung von der Bündischen Jugend zu den sogenannten „bündischen Umtrieben“
  • Die Entstehung und der Widerstandscharakter von Jugendcliquen wie den Navajos, Edelweißpiraten und der Swing-Jugend

Auszug aus dem Buch

3.3 Jugendcliquen im Dritten Reich

Wenn man nach Widerstand unter Jugendlichen gegen das NS-Regime sucht, muss man über die organisierten Jugendverbände hinausgehen. Im Rahmen dieser Arbeit können natürlich nicht alle Jugendgruppen, die sich mit steigendem Zwangscharakter der HJ ab 1937/38 bildeten, näher dargestellt werden. Es sollen aber drei zentrale Jugendcliquen betrachtet werden.

Die erste wäre die der Navajos. Diese hatte es schon vor 1933 gegeben und sie war mit der Bündischen Jugend verboten worden. Man könnte sie daher durchaus, wie auch den dj.I.II, den „bündischen Umtrieben“ zu Beginn des Nationalsozialismus zuordnen. Allerdings waren die Navajos eine der Cliquen, die besonders lange existenzfähig blieben. Zudem beeinflussten sie die 1942/43 aufkommenden Edelweißpiraten maßgeblich, waren sogar teilweise ein Vorläufer von diesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die historisch-soziologische Einordnung jugendlichen Oppositionspotenzials unter dem Nationalsozialismus unter Berücksichtigung politischer und pädagogischer Aspekte.

2 Hitlerjugend: Dieses Kapitel analysiert den Totalitätsanspruch der HJ als Staatsjugend, ihre ideologischen Ausbildungsmethoden sowie die Gründe für ihre Attraktivität und deren tatsächliche Hintergründe.

2.1 Hitlerjugend als Staatsjugend: Der Fokus liegt auf der rechtlichen Verankerung der HJ, ihrer propagandistischen Rolle und der Instrumentalisierung von Sport und Rassenkunde zur ideologischen Neutralisierung.

2.2 Hitlerjugend und die Wirklichkeit: Hier wird der Kontrast zwischen der vordergründigen Jugendarbeit und dem tatsächlichen Ziel der Vorbereitung auf den Krieg sowie der paramilitärischen Führung der HJ untersucht.

3 Oppositionelle Jugend im Nationalsozialismus: Dieses Kapitel betrachtet die verschiedenen Gruppierungen, die sich dem Zwang der HJ entzogen, und bewertet ihr Handeln als Widerstand oder Resistenz.

3.1 Die Jugend der politischen Linken: Es wird die kurze Geschichte kommunistischer und sozialistischer Jugendverbände und deren politisch motivierter Widerstand nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten dargelegt.

3.2 Von Bündischer Jugend zu „bündischen Umtrieben“: Die Analyse zeigt, dass die Bündische Jugend primär auf Autonomie bedacht war und ihre spätere Kriminalisierung als „bündische Umtriebe“ eine Reaktion auf den totalitären Anspruch des Staates darstellte.

3.3 Jugendcliquen im Dritten Reich: Die Untersuchung befasst sich mit loseren Zusammenschlüssen wie den Navajos, den Edelweißpiraten und der Swing-Jugend und deren Wandel von Resistenz zu aktivem Widerstand.

4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Abgrenzung zwischen Widerstand und Resistenz fließend ist und das Handeln der Cliquen maßgeblich durch den steigenden Zwang des NS-Staates geprägt wurde.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Widerstand, Resistenz, Jugendbewegung, Edelweißpiraten, Bündische Jugend, politische Opposition, Totalitätsanspruch, Gehirnwäsche, Navajos, Swing-Jugend, NS-Staat, Jugenderziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhalten von Jugendlichen im Nationalsozialismus und stellt die Frage, ob die Distanzierung oder Ablehnung gegenüber der Hitlerjugend als bewusster politischer Widerstand gewertet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Totalitätsanspruch der HJ, die Rolle organisierter Verbände wie der Bündischen Jugend und die Entwicklung informeller Jugendcliquen, die als Zentren der Jugendopposition fungierten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist eine wissenschaftliche Annäherung an die Fragestellung, inwieweit pädagogische und politische Faktoren zur Entstehung von jugendlichem Widerstand beitrugen und wo die Grenzen zwischen Anpassung, Resistenz und Widerstand verliefen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historisch-soziologische Analyse und wertet dazu Fachliteratur sowie historische Dokumente aus, um die pädagogische Praxis und die Reaktionen der Jugend im Dritten Reich zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der HJ, der organisierten politischen Jugendverbände sowie der informellen Jugendcliquen und deren spezifischer Widerstandsformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Widerstand, Jugendcliquen, Edelweißpiraten und Bündische Jugend.

Inwiefern unterschieden sich die Navajos von anderen Jugendcliquen?

Die Navajos zeichneten sich durch eine besonders lange Existenzdauer und eine provokante Ablehnung der HJ-Uniform aus, wodurch sie zu Vorläufern und Impulsgebern für spätere Gruppen wie die Edelweißpiraten wurden.

Warum wird die Swing-Jugend als Widerstandsgruppe eingestuft?

Die Swing-Jugend wird als Widerstandsgruppe eingestuft, da sie durch ihr an englischen Stilen orientiertes Leben und ihre bewusste Abkehr vom HJ-Zwangscharakter vom NS-Staat als weltanschauliche Feinde betrachtet und entsprechend verfolgt wurde.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Hitlerjugend und oppositionelle Jugend - war es wirklich Widerstand?
College
Protestant University of Applied Sciences Berlin
Course
Geschichte der Pädagogik
Grade
1,0
Author
Henning Becker (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V36609
ISBN (eBook)
9783638361835
ISBN (Book)
9783638756068
Language
German
Tags
Hitlerjugend Jugend Widerstand Geschichte Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henning Becker (Author), 2004, Hitlerjugend und oppositionelle Jugend - war es wirklich Widerstand?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36609
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint